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Ist KI reine Chefsache, ein IT-Projekt oder die Aufgabe
jedes Einzelnen?

In dieser Folge diskutieren Eliot Mannoia
(Digitaler Psychologe) und Manuela Machner
(KI-Coach für Tourismus & KMU) über eine der kritischsten
Fragen der digitalen Transformation: Die Zuständigkeit. Wenn sich
Unternehmen heute fragen, wer für die Implementierung von
Künstlicher Intelligenz verantwortlich sein sollte, lautet die
Antwort oft: „Die IT wird’s schon richten.“ Doch genau hier liegt
der Denkfehler.

Die IT-Abteilung kennt die Sicherheitsprotokolle und den
Datenschutz (das „Damoklesschwert“), aber sie kennt oft nicht den
„Schmerz“ im Arbeitsalltag.

Die Realität: Die IT sieht das hohe
E-Mail-Aufkommen, aber nur die Mitarbeiterin an der Rezeption
weiß, warum diese Mails entstehen und wie viel Zeit sie
wirklich rauben.

Die Gefahr: Wenn Entscheidungen nur zentral
getroffen werden, entstehen Tools, die am Bedarf der
Belegschaft vorbeigehen.

Eliot bringt ein faszinierendes Beispiel aus der Natur: den
Honigschwanztanz der Bienen.

80 % sammeln effizient dort, wo es sicher
Pollen gibt (Tagesgeschäft).

20 % fliegen in völlig unbekannte
Richtungen, um Neues zu entdecken (Forschung).Unternehmen
müssen diese 20 % „Forschungszeit“ aktiv fördern. Innovation
braucht Zeit zum „Versandeln“, zum Ausprobieren und – ganz
wichtig – zum Scheitern. Ohne eine gesunde
Fehlerkultur (Stichwort: Fuck-Up-Nights)
wird sich niemand trauen, neue Wege zu gehen.

Manuela nutzt das Gleichnis der Bauarbeiter: Wer nur Ziegel legt,
sieht den Sinn nicht. Wer aber weiß, dass er an einer
Kathedrale baut, ist motiviert.

„KI ist nicht nur ein neues Word oder Google. Es ist das
Werkzeug, das uns den Rücken freihält, damit wir im Tourismus
wieder Zeit für das Wesentliche haben: den Gast und die
Authentizität.“ – Manuela Machner

Silos aufbrechen: Formate wie ein „Digital
Breakfast“ oder kurze Austausch-Sessions nutzen, um Wissen
lebendig zu machen.

Privat starten: Wenn der Betrieb (noch)
bremst, probiere KI privat aus. Ob Rezeptvorschläge via
WhatsApp-KI (Meta AI) oder Reiseplanung – baue
Berührungsängste ab.

Prozesse hinterfragen: Bevor man etwas
automatisiert, muss man prüfen: Ist der Prozess überhaupt
sinnvoll? (Spoiler: E-Mails auszudrucken und in Ordnern
abzuheften, lässt sich auch mit KI nicht sinnvoll
optimieren!)

Am Ende ist KI eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die
Geschäftsführung setzt den strategischen Rahmen, die IT sorgt für
die Sicherheit, aber die Impulse für echte Effizienz müssen von
den Menschen kommen, die täglich damit arbeiten.

Hör mal rein und erfahre, wie du deine Mitarbeiter
enabeln und empowern kannst!

Eliot Mannoia: Digitaler Psychologe mit
Fokus auf Mensch-Maschine-Interaktion. www.brandkarma.at

Manuela Machner: Beraterin und Coach für KI
im Tourismus und KMU. (Besuch sie auf www.kinet.ai)

Mind/Machine – Die KI-Verantwortung

00:00 Intro: Willkommen bei Mind/Machine

00:05 Wer sollte im Unternehmen eigentlich
für KI verantwortlich sein?

00:47 Unterschiedliche Ansätze: Wie Firmen
das Thema aktuell handhaben

01:21 Die größten Hürden bei der
Aufgabenverteilung

01:52 Warum Kommunikation und Schulung
wichtiger sind als reine Technik

05:37 Empowerment: Mitarbeiter befähigen
statt nur Tools vorgeben

08:04 Aufbau einer Innovationskultur im
Betrieb

09:40 Praxisbeispiele und interaktive
Workshop-Formate

10:18 Zeitmangel überwinden: Freiräume für
KI schaffen

14:24 Die Rolle der Geschäftsführung bei der
KI-Einführung

19:35 Engagement im Team fördern (und warum
„Bekehren“ nicht funktioniert)

22:56 Das „Big Picture“: KI als Teil der
Unternehmensvision

30:31 Fazit und abschließende Gedanken
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„#97 - KI im Job sinnvoll einführen und einsetzen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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