Berta & Gamma
Wir rücken Ostschweizer Frauen ins Rampenlicht: Sie erzählen inspirierende Geschichten aus ihren Bildungs- und Berufswegen, berichten von prägenden Erfahrungen und beeindruckenden Erfolgen.
Podcaster
Episoden
10.02.2026
47 Minuten
Angefangen beim LC Brühl Handball St. Gallen führte Karin Weigelt
sportlicher Karriereweg bald in die internationalen Topligen.
Über 10 Jahre spielte sie in Deutschland, Norwegen und
Frankreich. Ebenfalls absolvierte sie 127 Länderspiele für die
Schweizer Nati. Nach der Karriere erlebt Karin Weigelt eine
Leere: «Ich konnte mir nicht vorstellen, was ich acht Stunden am
Tag machen könnte, das mir so Spass macht wie der Sport.»
Dem Handball ist Karin Weigelt vielleicht auch deshalb treu
geblieben. Heute ist sie beim Schweizerischen Handballverband
zuständig für die Weiterentwicklung des Frauenhandballs. Ihr
Herzensprojekt ist aktuell die Kampagne «starch gmacht», deren
Ziel mehr Frauen im Handball, mehr Sichtbarkeit auf allen Ebenen
und mehr weibliche Vorbilder sind.
In dieser Folge erklärt Karin Weigelt, warum der Satz «Du wirfst
wie ein Mädchen» stolz machen soll. Zudem blickt sie auf die
prägenden Zeit im Ausland zurück, zwischen Sporthalle und
Studium, und darauf, was sie durch den Handball fürs Leben
gelernt hat.
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23.12.2025
1 Minute
Zu trocken, zu kompliziert, zu abstrakt – das denken viele über
den Themenbereich Wirtschaft. Nicht so Susanne Giger. Für sie ist
Wirtschaft unser aller Leben und es ist eine Frage der
Kommunikation. Nach dem HSG-Studium und einigen Jobs auf der
Unternehmerseite wechselte sie deshalb in den Journalismus. Fast
25 Jahre arbeitete Susanne Giger als Wirtschaftsredaktorin beim
Schweizer Radio und Fernsehen: «Wie erzähle ich eine Geschichte,
dass sie Herzen berührt und man mir zuhört?» Eine Grundsatzfrage,
welche sie bis heute auch als Medien- und Kommunikationstrainerin
weitergibt.
Für Susanne Giger ist Neugierde essenziell im Leben und sie hat
sich auch immer wieder aus ihrer Komfortzone gewagt. So kehrte
sie 2018 in die Praxis zurück und übernahm ein Mandat im
Verwaltungsrat von Coop: «Als Verwaltungsrätin denkt man immer
noch einen Schritt weiter, das fand ich sehr spannend!» Zwei
weitere Stiftungsmandate, die Susanne Giger am Herzen liegen,
sind die Kartause Ittingen und die päpstliche Schweizergarde.
Beide Engagements verbindet sie mit ihrer Thurgauer Herkunft und
ihren persönlichen Werten.
Warum Diversität in Verwaltungsräten wichtig ist, weshalb es auch
in der Wirtschaft Kreativität braucht und warum der Journalismus
heute wichtiger denn je ist – darüber redet Susanne Brunner in
dieser Folge. Und sie erzählt, warum ausgerechnet das Jassen beim
Entscheid zum Wirtschaftsstudium mitgespielt hat.
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09.12.2025
1 Minute
Schon in der Schule schaute Nicole Egli am liebsten aus dem
Fenster in die Natur und zu Hause hat sie freiwillig den Garten
gejätet: «Das war keine Strafe für mich, sondern Passion!» Klar,
dass die Amriswilerin nach der Matura nicht den akademischen Weg
wählte, sondern eine Lehre als Zierpflanzengärtnerin machte. Erst
danach studierte Nicole Egli Umweltingenieurin: «Ich habe nie
bereut beide Wege gemacht zu haben, es war im Gegenteil immer ein
riesiger Vorteil, man hat mich mehr ernstgenommenen!»
Mit Mitte Zwanzig wagte Nicole Egli den Weg in die
Selbstständigkeit, weil sie ihre eigene Chefin sein wollte und
gründete die pflanzwerk GmbH, ein Planungsbüro für Garten- und
Terrassengestaltung. Dieses führt sie heute mit ihrem Mann
Christian und gemeinsam haben sie vor einigen Jahren auch die
Baumschule Wüthrich Pflanzen AG in Hefehofen übernommen: «Die
Baumschule ist unser Garten, da wachsen auch die Kinder auf und
bekommen die ganze Pflanzenwelt mit.»
Seit gut zwei Jahren sitzt Nicole Egli auch im Amriswiler
Stadtrat und setzt sich dort für Kinder, Familien und Jugendliche
ein: «Ich bin gerne Lokalpolitikerin. Wenn ich sehe, wie etwas
auch mit wenig Mitteln verändert und verbessert werden kann,
freut es mich!»
In dieser Folge erzählt Nicole Egli wie sie immer ihrer
Leidenschaft gefolgt ist, wo die Grenzen zwischen Geschäft und
Familie gezogen werden und wie für sie der perfekte Garten
aussieht!
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25.11.2025
38 Minuten
Vom Engadin ins Appenzellerland: Domenica Tischhauser ist
gelernte Damenschneiderin. Für sie der schönste Beruf, aber ein
hartes Leben. Sie machte deshalb bald danach eine Weiterbildung
zur Textilingenieurin: «Das Rattern der Maschinen, da entsteht
etwas. Vom Garn zum fertigen Gewebe, das hat mich fasziniert!»
Das Handwerkliche und Industrielle konnte Domenica Tischhauser
verbinden, als sie Ende Zwanzig im Tessin für den Modekonzern
Hugo Boss arbeitete und in der Kollektionsentwicklung tätig war.
Eine sehr spannende und lehrreiche Zeit, aber auch prägend: «Es
war schnelllebig und oberflächlich. Jeder war so mit sich selbst
beschäftigt, dass der Mensch nicht mehr so präsent war!»
Bodenständigkeit fand Domenica Tischhauser schliesslich im
Appenzellerland. Obwohl sie eigentlich nach London wollte und das
Jobangebot ihres künftigen Schwiegervaters mit einem sehr frühen
Samstagmorgen-Termin abwenden wollte. Doch sie ergriff die
einmalige Jobchance und blieb.
Heute leitet sie bei der Tisca Tischhauser AG im Bühler den
Bereich Entwicklung Teppiche & Stoff. Ob sie den Schritt je
bereut hat? «Nein, ich habe hier viele Leute kennengelernt und
bin fest verankert.»
Ein Gespräch über Gemeinsamkeiten und Gegensätze in
unterschiedlichen Welten.
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11.11.2025
39 Minuten
Ein Sturz während des Trainings im Turnverein verändert Sandra
Grafs junges Leben schlagartig. Danach ist sie
querschnittsgelähmt. Doch vom Rollstuhl lässt sich Sandra Graf
nicht bremsen – im Gegenteil. Bereits wenige Wochen später sitzt
sie im Monoskibob und gut zwei Jahre danach bestreitet sie ihre
ersten Rennen an den Paralympics in Lillehammer.
Ihre grössten sportlichen Erfolge feiert Sandra Graf jedoch erst
Jahre später. Im Rennrollstuhl und mit dem Handbike holt sie an
den Paralympics 2008 und 2012 zwei Mal Bronze und ein Mal Gold.
Der Weg dorthin war lang, geprägt von Rückschlägen und oft im
Schatten anderer Athlet:innen. Sandra Graf sagt, wichtig sei
immer dranzubleiben und am Traum festzuhalten: «Bei mir brauchte
es zwar ein paar Anläufe, aber am Schluss ging es auf!»
Auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere spielt der Sport in
ihrem Leben eine zentrale Rolle. Heute arbeitet Sandra Graf als
Nachwuchsverantwortliche im Handbike und als Assistenztrainerin
der Schweizer Nationalmannschaft.
Im Frühling 2025 schlägt das Schicksal erneut zu: Bei Sandra Graf
wird Brustkrebs diagnostiziert. Da kam auch der Unfall wieder
hoch, meint sie: «Aber auch das Wissen, dass ich solche
Herausforderungen gut verarbeiten kann.»
Sandra Graf erzählt in diesem eindrücklichen Gespräch, wie sie
trotz Hindernissen immer wieder weitermacht, aber auch, wie
wichtig und unverzichtbar der Rückhalt von Familie und
sportlichem Umfeld ist.
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Über diesen Podcast
«Die Schweiz hört nach Winterthur auf.» Es gibt kaum einen
Ostschweizer, eine Ostschweizerin, der oder die diesen Spruch nicht
schon einmal gehört hat. Doch wir beweisen: «Hier fängt das Leben
erst richtig an.» Mit dem Ostschweizer Podcast «Berta & Gamma»
bringen wir Geschichten und Gesichter von Ostschweizerinnen in die
breite Öffentlichkeit. Gemeinsam rücken wir die Ostschweiz als
Lebens- und Arbeitsraum in den Vordergrund und ermöglichen
spannende Einblicke in innovative, wertvolle Organisationen und
Unternehmen. So schaffen wir neue Vorbilder und Vorstellungen für
ganze Generationen. Ps. Suchst du eine Referentin? Hier wirst du
sicher fündig: https://www.alphaberta.ch
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