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Episoden

50 Minuten
Tina Gauschti-Gasser ist eine Brückenbauerin. Im Militär bei den Sappeuren, im Beruf zwischen Bau und Büro und als CEO der Gautschi AG in St. Margrethen auch zwischen den Generationen. 

Schon als Kind war Tina Gautschi fasziniert vom Lärm und den grossen Maschinen, trotzdem hat sie zuerst das KV gemacht. Nach der RS studierte sie Ingenieurin und absolvierte die Bauführerschule. Aber dazwischen hat es sie immer wieder auf die Baustelle gezogen, was ihr heute als Geschäftsführerin nützt: «Der Bau ist sehr praktisch und trotzdem gibt es theoretische Vorgaben.»

In dieser Folge spricht Tina Gautschi über ihr Leben zwischen Büro, Bau und Familie, über Sexismus und Teilzeit in der Baubranche und warum sie sich in ihrer Freizeit freiwillig mit Krisen beschäftigt. 
46 Minuten
Mit der Goba AG – der Mineralquelle Gontenbad hat Gabriela Manser eine aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte geschrieben. Und das, obwohl ihr als Kind gesagt wurde, sie sei dumm: Lange glaubt sie das auch selber, bis ihre Französischlehrerin in einem Gespräch erkannt hat, dass sie Legasthenikerin ist: «Das waren die denkwürdigsten 20 Minuten meines Lebens!» 

Jahrelang arbeitete Gabriela Manser mit viel Leidenschaft als Kindergärtnerin, Spitalpädagogin und war später auch Schulleiterin: «Das habe ich mir zugetraut, dann kann ich auch eine Firma leiten.» Rückblickend sagt sie, das sei damals ziemlich waghalsig gewesen. Trotzdem hat Gabriela Manser die Goba zu der Marke gemacht, die heute in der ganzen Schweiz bekannt ist. Dafür hat sie alles auf den Kopf gestellt und ihren eigenen Führungsstil hineingebracht: «Als Kindergärtnerin konnte ich gut fördern. Als Chefin musste ich Fordern lernen!» 2022 übergab Gabriela Manser die Geschäftsleitung der Goba AG an eine Stiftung. Sie ist zwar weiterhin Verwaltungsratspräsidentin, zieht sich aber Schritt für Schritt zurück: «Wir müssen zukunftsgewandt sein, wenn wir Erfolg haben wollen!» 

Im Gespräch erzählt Gabriela Manser, warum es sich lohnt, den eigenen Weg zu gehen, warum der Blick von aussen wichtig ist – und was für sie nach der Goba kommt.  
50 Minuten
Vom Traum, Sportlehrerin zu werden, über das Jurastudium bis an die Schnittstelle zwischen Politik, Wissenschaft, Innovation und Künstlicher Intelligenz: Jacqueline Gasser-Beck hat sich immer wieder neu erfunden. An der Universität St. Gallen verantwortete sie den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und trieb Innovationsthemen aktiv voran. Nicht zuletzt, weil ihr die Begeisterung für technische Entwicklungen bereits als Kind mitgegeben wurde: «Mein Vater war einer der Ersten, der einen Commodore-Computer hatte. Eigentlich war er Konditor-Confiseur, aber auch einfach ein Gamer. Angst vor Technik hatten wir alle nie – wir sind mit Neugier auf das Neue aufgewachsen.» 

Heute verantwortet sie die Koordination der digitalen Transformation und KI beim Kanton St. Gallen. Gleichzeitig engagiert sie sich politisch und begleitet Veränderungen, die unsere Gesellschaft nachhaltig prägen. «Mein Anspruch an mich ist es, innovativ zu sein, aber nicht zu schnell. Das allerhöchste Gut in der Verwaltung ist das Vertrauen der Bevölkerung, und das darf man sich nicht verspielen.»  

Doch Veränderung ist für sie weit mehr als ein berufliches Thema. Im Gespräch erzählt sie von Umwegen, einschneidenden Erlebnissen und der Kunst, loszulassen. Sie spricht darüber, warum Vertrauen wichtiger ist als Tempo, weshalb KI den Menschen nie ersetzen wird und wie sie während ihrer Reise nach Hawaii Dankbarkeit neu entdeckte. «Für mich hat sich auch körperlich sehr schnell gezeigt, wie gut mir Hawaii tut. Die Zeit war unglaublich schön … vielleicht bin ich auch ein bisschen verändert, ein bisschen hoffnungsvoller zurückgekommen. Es war für mich ein Neuanfang.» 

Gerade deshalb ist sie überzeugt, dass der Mensch auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz unersetzlich bleibt: «Wir haben als Menschen Fähigkeiten, die KI nicht erreichen kann. Alleine schon, wenn man an instinktive Gefühle denkt – das Bauchgefühl ist ja etwas, das wir gar nicht erklären und daher auch nicht mit einer KI nachmachen können. KI kann uns nur unterstützen.» 

Ein Gespräch über Verantwortung, Intuition, Aufbruch – und darüber, warum die grössten Veränderungen oft dort beginnen, wo das Leben einen anderen Plan hat. 
48 Minuten
Mit 21 Jahren fing Michaela Silvestri beim Open Air St.Gallen an: «Für war mich sofort klar: Ich will da mitmachen. Aber ich hatte absolut keine Ahnung vom Musikbusiness!» Sie blieb 14 Jahre, war Anlaufstelle für alles und lernte dort, was sie bis heute trägt. «Man baut ja eigentlich eine kleine Stadt im Sittertobel auf.»

Die Geburt ihres Sohnes wurde zur Zäsur: «Es brachte mich zum Überlegen, ob ich weiterhin 150 Prozent geben kann und will.» Michaela Silvestri gab das Open Air schweren Herzens auf – und stellte fest, dass ihr für 15 Jahre Learning by Doing die Papiere fehlten. Es folgten eine Weiterbildung im Kulturmanagement und die Co-Projektleitung des Gallusjubiläums 2012.

Heute leitet Michaela Silvestri das Alters- und Pflegezentrum Rotenwies in Gais. Das Altersheim beschreibt sie als eigenen Kosmos: «Meine oberste Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es den Menschen gut geht – und das schaffe ich nur, wenn ich mit ihnen rede.»

Warum sie sich trotz täglicher Angst immer wieder auf Aufgaben eingelassen hat, für die ihr auf dem Papier die Qualifikation fehlte, erzählt Michaela Silvestri in dieser Folge.
46 Minuten
Die Feuerwehr ist für Andrea Schöb seit über 30 Jahren ein Hobby und mittlerweile auch ihr Beruf. Sie war eine der ersten Feuerwehrfrauen im Kanton St. Gallen und heute ist sie die Höchste, als Feuerwehrinspektorin und Leiterin Intervention der Gebäudeversicherung St. Gallen. Die Faszination für die Feuerwehr beschreibt Andrea Schöb als Blutgruppe F: «Wir haben es lustig, aber auch traurig zusammen und wir vertrauen einander jederzeit, egal wer was mitbringt!»

Andrea Schöb hat immer wieder mit Stereotypen gebrochen. Nicht nur als Feuerwehrfrau, sondern auch im Militär. Ebenfalls war sie 15 Jahre Vollzeitmama von vier Kindern und seit 2017 sitzt sie für die SP im St. Galler Kantonsrat. Ein Widerspruch? Nein, sondern der Lebensweg einer Frau, die weiss, was sie will und wollte.   
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Über diesen Podcast

«Die Schweiz hört nach Winterthur auf.» Es gibt kaum einen Ostschweizer, eine Ostschweizerin, der oder die diesen Spruch nicht schon einmal gehört hat. Doch wir beweisen: «Hier fängt das Leben erst richtig an.» Mit dem Ostschweizer Podcast «Berta & Gamma» bringen wir Geschichten und Gesichter von Ostschweizerinnen in die breite Öffentlichkeit. Gemeinsam rücken wir die Ostschweiz als Lebens- und Arbeitsraum in den Vordergrund und ermöglichen spannende Einblicke in innovative, wertvolle Organisationen und Unternehmen. So schaffen wir neue Vorbilder und Vorstellungen für ganze Generationen. Ps. Suchst du eine Referentin? Hier wirst du sicher fündig: https://www.alphaberta.ch
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„Berta & Gamma“

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