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Berta & Gamma

Berta & Gamma

Verein «Helvetia spricht» 51 Episoden Neueste vor 1 Woche

Wir rücken Ostschweizer Frauen ins Rampenlicht: Sie erzählen inspirierende Geschichten aus ihren Bildungs- und Berufswegen, berichten von prägenden Erfahrungen und beeindruckenden Erfolgen.

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Episoden

46 Minuten
Die Feuerwehr ist für Andrea Schöb seit über 30 Jahren ein Hobby und mittlerweile auch ihr Beruf. Sie war eine der ersten Feuerwehrfrauen im Kanton St. Gallen und heute ist sie die Höchste, als Feuerwehrinspektorin und Leiterin Intervention der Gebäudeversicherung St. Gallen. Die Faszination für die Feuerwehr beschreibt Andrea Schöb als Blutgruppe F: «Wir haben es lustig, aber auch traurig zusammen und wir vertrauen einander jederzeit, egal wer was mitbringt!»

Andrea Schöb hat immer wieder mit Stereotypen gebrochen. Nicht nur als Feuerwehrfrau, sondern auch im Militär. Ebenfalls war sie 15 Jahre Vollzeitmama von vier Kindern und seit 2017 sitzt sie für die SP im St. Galler Kantonsrat. Ein Widerspruch? Nein, sondern der Lebensweg einer Frau, die weiss, was sie will und wollte.   
48 Minuten
Auch wenn Charlotte Küng-Bless von Anfang an wusste, dass Frauen in der katholischen Kirche diskriminiert werden, hat sie Theologie studiert. Sie hat gemerkt, dass man in diesem Bereich durchaus arbeiten kann, ohne sich daran zu zermürben. 

Heute ist Charlotte Küng-Bless Religionslehrerin an der Kantonsschule Burggraben in St. Gallen und Seelsorgerin bei der Katholischen Kirche Region Rorschach: «Ich kann in der Kirche fast alles machen, je nachdem, wie man es gestaltet.» Trotzdem bleibt es ein patriarchales System, aber Charlotte Küng-Bless spricht Ungerechtigkeiten an und testet immer wieder Grenzen aus: «Mit der Gefahr, dass es ein halber Schritt zu weit war, aber meistens bringt es etwas in Gang». 

Warum sie sich dennoch nicht als mutig bezeichnen würde, warum Theologie mehr ist, als die Bibel zu kennen, und wie sie die katholische Kirche neu denken würde, erzählt Charlotte Küng-Bless in dieser Folge. 
47 Minuten
Kunst gehört für Rebekka Ray nicht hinter Museumsmauern, sondern mitten ins Leben. 

Als Bereichsleiterin Baukulturelle Bildung beim Schweizer Heimatschutz setzt sie sich dafür ein, dass wir unsere Umgebung bewusster wahrnehmen – und hinterfragen, warum wir uns an manchen Orten zu Hause fühlen und an anderen nicht. Mit ihrer Arbeit bringt sie Menschen dazu, genauer hinzusehen, den öffentlichen Raum neu zu entdecken und ihre eigene Rolle darin zu erkennen.  

Ihr Weg führt sie von der Primarlehrerin über das Kunstgeschichte-Studium in die Kulturvermittlung. «Ich war ein trockener Schwamm, der im Studium das Wissen aufsaugen wollte», sagt sie. Heute verbindet sie Fachwissen mit dem Wunsch, Kultur für alle zugänglich zu machen. 

Auch Museen sieht sie in der Verantwortung, sich zu öffnen: «Ich finde es problematisch, dass man in Museen vieles nicht darf.» Gleichzeitig beobachtet sie einen Wandel – hin zu Institutionen, die Vermittlung stärker mitdenken und neue Zugänge schaffen. 

Warum sie sich als Brückenbauerin versteht, weshalb sie ihre eigenen Fähigkeiten oft erst im Nachhinein erkennt und welchen Beitrag sie bis ins hohe Alter leisten möchte – darüber spricht Rebekka Ray in dieser Podcast-Folge. 
40 Minuten
Manchmal führt der Weg nach Hause genau dorthin, wo man zuerst weg wollte. 

Anna Lehmann lebt 10 Jahre fernab des kleinen Thurgauer Dorfs Lanterswil. Als Architektin gestaltet sie Räume, plant Projekte und baut sich ein Leben ausserhalb der Familienbäckerei auf. Doch als die Zukunft des Betriebs plötzlich auf dem Spiel steht, trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert und sie herausfordert: «Am Anfang habe ich das Wort ‹Chefin› nicht einmal benutzt. Erst nach fünf Jahren konnte ich es benutzen.» 

Statt sofort Veränderungen durchzusetzen, nimmt sie sich Zeit, zuzuhören und zu verstehen. «Ein paar Jahre schaute ich nur, wie es lief und beobachtete es. Erst nach einer Weile veränderten wir Dinge.» 

Heute leitet sie den Bio Beck Lehmann mit einer Haltung, die sie aus ihrem ersten Beruf mitbringt: «Die Aufgaben als Architektin und Chefin einer Bäckerei sind gar nicht so verschieden.» Denn in beiden Welten gehe es darum, Handwerk, Menschen und Bedürfnisse zusammenzubringen. 

Wie aus einer Architektin eine Bäckerei-Unternehmerin wird, warum Führung für sie zunächst ungewohnt ist und was sie auf diesem Weg über sich selbst lernt – darüber spricht Anna Lehmann in dieser Folge. 
51 Minuten
Mit 21 Jahren landet Franziska Ryser «um die Liste zu füllen, nicht mit der Absicht, gewählt zu werden» auf der Liste der Jungen Grünen für das St.Galler Stadtparlament – und wird prompt gewählt. «Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es geschätzt wird, wenn sich junge Personen engagieren. Da gibt es viel Goodwill. Man muss die 21-Jährigen hören. Es ist eine so wichtige Perspektive. Diese Generation wird heute getroffene Entscheidungen, die teilweise erst in 10 bis 15 Jahren Wirkung haben, viel stärker erleben.»

Seit 2019 vertritt Franziska Ryser den Kanton St.Gallen im Nationalrat. «Vor meiner Wahl in den Nationalrat war ich nie im Bundeshaus. Es war ein grosser Schritt. Es gab so viele erste Male: das erste Mal im Nationalratssaal, das erste Mal abstimmen.»

Welche Auswirkungen ihre Mutterrolle auf ihr politisches Engagement hat und welche Zukunft sie sich für kommende Generationen wünscht, erzählt sie in dieser Podcastfolge.
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Über diesen Podcast

«Die Schweiz hört nach Winterthur auf.» Es gibt kaum einen Ostschweizer, eine Ostschweizerin, der oder die diesen Spruch nicht schon einmal gehört hat. Doch wir beweisen: «Hier fängt das Leben erst richtig an.» Mit dem Ostschweizer Podcast «Berta & Gamma» bringen wir Geschichten und Gesichter von Ostschweizerinnen in die breite Öffentlichkeit. Gemeinsam rücken wir die Ostschweiz als Lebens- und Arbeitsraum in den Vordergrund und ermöglichen spannende Einblicke in innovative, wertvolle Organisationen und Unternehmen. So schaffen wir neue Vorbilder und Vorstellungen für ganze Generationen. Ps. Suchst du eine Referentin? Hier wirst du sicher fündig: https://www.alphaberta.ch
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„Berta & Gamma“

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