Konfliktgespräche

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Der Talkpodcast des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
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Episoden

Erinnerungskultur – Gegen das Narrativ vom erfolgreichen Schlussstrich
14.07.2026
29 Minuten
Wie erinnert sich Deutschland an den Nationalsozialismus – und was verdrängen wir dabei? Gerrit Weitzel spricht mit dem Psychologen und IKG-Forscher Michael Papendick über Erinnerungskulturen, blinde Flecken im kollektiven Gedächtnis und die Frage, wer in der deutschen Erinnerungskultur eigentlich die Hauptrolle spielt.


Papendick hat jahrelang an den Memo-Studien gearbeitet – repräsentativen Befragungen zum Stand der Erinnerungskultur in Deutschland. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Viele Menschen überschätzen ihr Wissen, ganze Opfergruppen werden kaum erinnert, und das bequeme Narrativ vom erfolgreichen Schlussstrich hält sich hartnäckig.


In dieser Episode: Was sagen die Daten wirklich? Warum wollen gerade junge Menschen mehr wissen, als wir ihnen zutrauen? Und wie begegnet man Geschichtsrevisionismus mit Haltung und Fakten?


Weitere Infos & Ressourcen:


• Veröffentlichungsdatum - 14.07.2026


• Aufnahmedatum - 3.11.2025


Literatur:


Michael Papendick, Jonas Rees, Maren Scholz & Andreas Zick: MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor - Studie V. Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) Universität Bielefeld:


evz_brosch_memo_2022_de_final.pdf
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Warum Kinder politisch übersehen und gesellschaftlich vernachlässigt werden - und was sich ändern muss
16.06.2026
34 Minuten
Kaum eine politische Diskussion verläuft ohne den Verweis auf die kommenden Generationen. Dann heißt es, Kinder seien unsere Zukunft. In der Realität fallen deren Interessen in der öffentlichen Diskussion aber häufig hinten runter.


In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Andreas Zick, mit Sebastian Kurtenbach, Professor für Sozialpolitik an der FH Münster, über die Rolle von Kindern in Politik und Gesellschaft. Sie diskutieren darüber, dass Kinder als Minderheit in der Gesellschaft eigentlich einen besonderen Schutz brauchen – diesen aber oft nicht bekommen. Und es geht darum, was passieren müsste, damit Kinder wieder stärker in den Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion geraten.


Literatur:


El-Mafaalani, Aladin; Kurtenbach, Sebastian; Strohmeier, Klaus-Peter (2025). Kinder: Minderheit ohne Schutz. Köln: Kiepenheuer & Witsch


Veröffentlichungsdatum - 16.06.2026


Aufnahmedatum - 19.12.2025
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Was Vergebung leisten kann – und warum es so schwer ist, zu vergeben
23.09.2025
42 Minuten
Auf dem Weg zu einer gesunden Konfliktkultur: Was Vergebung leisten kann und warum es so schwer ist zu Vergeben


Vergebung – ein großes Wort, das uns alle betrifft. Was bedeutet es eigentlich, zu vergeben? Warum fällt Vergebung oft so schwer – und welche gesellschaftliche Funktion hat sie?


In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht Gerrit Weitzel mit Dr. Sonja Fücker, wissenschaftlicher Mitarbeiterin bei ConflictA an der Universität Bielefeld, über Vergebung in ihrer individuellen wie gesellschaftlichen Dimension. Es geht um die Emotionen, die dabei eine Rolle spielen, darum, weshalb Rache in modernen Rechtssystemen keinen Platz hat, und um die Frage, ob es Taten gibt, die sich im Grunde niemals vergeben lassen.


Am Ende macht Sonja Fücker deutlich: Echte Vergebung lässt sich nicht einfordern, sie kann nur freiwillig geschehen und gerade so ebnet sie den Weg zu einer gesunden Konfliktkultur. Weitere Infos & Ressourcen: Veröffentlichungsdatum: 23.09.2025 Aufnahmedatum: 16.09.2025 Fücker, Sonja. (2025). Vergebung revisited – Plädoyer für eine andere Konfliktkultur, In: Urlike Peisker, Umgang mit emotionaler Verletzlichkeit und Verletzungen. Karl Alber Verlag, S. 177-199


Fücker, Sonja. (2020). Vergebung: Zu einer Soziologie der Nachsicht. Frankfurt a.M.: Campus


Fücker, Sonja & von Scheve, Christian. (2017). „Welch’ eine arme Sau“: Fremdverstehen, Emotionsregulation und die kommunikative Konstruktion interpersonaler Vergebung, Zeitschrift für Soziologie 46(1): 22-38. Hier ist ein Presseartikel zum Thema. Mehr über Dr. Sonja Fücker finden Sie hier.
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Über Konflikte erzählen – Journalismus zwischen Verantwortung und Schlagzeile
22.07.2025
40 Minuten
Journalismus sollte nicht nur neutral berichten, sondern sich auch seiner Wirkung bewusst sein. Medienschaffende sollten genau hinschauen, wie Konflikte entstehen, wie Machtverhältnisse verteilt sind, welche Dynamiken sie haben und vor allem, wie die Berichterstattung diese Dynamiken beeinflusst.


In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht Anna-Lisa Müller vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) mit der Journalistin Sigrun Rottmann, die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik (TU Dortmund) ist, über konfliktsensiblen Journalismus. Gemeinsam diskutieren sie, welche Rolle der Journalismus in einer Gesellschaft spielt, in der Konflikte allgegenwärtig sind. Und wie man jenseits von reißerischen Schlagzeilen verantwortungsvoll über Debatten, Auseinandersetzungen und sogar Kriege berichten kann.


Zudem wird thematisiert, warum konfliktsensibler Journalismus in der journalistischen Ausbildung bislang kaum vorkommt, welche strukturellen Veränderungen in Redaktionen nötig wären und was Mediennutzer:innen selbst zu einer kritischeren Öffentlichkeit beitragen können. Weitere Infos & Ressourcen:


Veröffentlichungsdatum - 22.07.2025 Aufnahmedatum - 12.06.2025 Hier ein lesenswerter Essay von Sigrun Rottmann zum Thema: „Friedensjournalismus reloaded – Plädoyer für eine bessere Berichterstattung über Debatten, Streit und gesellschaftliche Konflikte“ erschienen in Journalistik. Zeitschrift für Journalismusforschung, Heft 1/2024, S. 87–93 (Herbert von Halem Verlag) DOI: 10.1453/2569-152X-12024-13934-de Mehr zu Sigrun Rottmann.
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Unsichtbare Opfer: (Rechtsextreme) Morde an wohnungslose Menschen
26.06.2025
31 Minuten
Der Folgende Podcast enthält explizite Schilderungen psychischer und physischer Gewalt. Diese Inhalte können belastend auf Zuhörende wirken. Bitte hören Sie die Episode nur, wenn Sie sich damit wohl fühlen.


Gewalt ist ein wesentlicher Bestandteil des Alltags wohnungsloser Menschen und bleibt dennoch häufig unsichtbar. Besonders erschreckend sind Tötungsdelikte mit rechtsextremem oder sozialchauvinistischem Hintergrund. Dennoch wird diese Gewalt kaum als politisch motiviert erkannt oder systematisch erfasst.


In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht Gerrit Weitzel mit Merle Stöver über ihre Forschung zu Morden an Menschen ohne Wohnung. Merle Stöver erklärt dabei, warum wohnungslose Menschen so häufig zum Ziel werden, wie Tätergruppen agieren und was ihre Taten motiviert.


Außerdem gibt Sie Einblicke in ihren aufwendigen Forschungsprozess mit Presseanalysen, Akteneinsicht und Fallprofilen. Am Ende kommt Sie kommt zu dem Schluss, dass die politische und gesellschaftliche Anerkennung dieser Gewalt fehlt – ebenso wie wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen. Weitere Infos & Ressourcen:


Veröffentlichungsdatum - 24.06.2025


Aufnahmedatum - 05.06.2025


https://www.bagw.de/ https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/
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Über diesen Podcast

In den Konfliktgesprächen greifen wir Beobachtungen und Erkenntnisse zu zentralen gesellschaftlichen Konflikten auf. Dabei geht es um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der politischen Partizipation, der Demokratie und des Friedens: Wie stabil oder fragil sind Gesellschaften? Wo und wie eskalieren Konflikte zu Gewalt? Wie entstehen Radikalisierungen? Wie können Konflikte konstruktiv bearbeitet werden? Wie können Konflikte zu positiven Veränderungen führen? In verschiedenen Themenreihen diskutieren wir dazu mit Expert*innen aus unterschiedlichen Perspektiven. Für mehr spannende Informationen aboniert gerne auch unsere anderen beiden IKG-Podcasts "Behind the Science" & "Über Rechtsextremismus reden". In "Behind the Science" gibt es einen Einblick hinter die Kulissen von Wissenschaft - und speziell des IKG. In "Über Rechtsextremismus reden" wird Wissen über die extreme Rechte vermittelt und werden Ergebnisse der Arbeit des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) vorgestellt.
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Unsichtbare Opfer: (Rechtsextreme) Morde an wohnungslose Menschen
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