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Episoden

30 Minuten
Rechte Memes inszenieren Heldentum und Männlichkeit, aber oft mit ironischer Überspitzung. Johannes Zuber bespricht mit der Sozialwissenschaftlerin Johanna Maj Schmidt was dahinter steckt, welches Ziel die selbsternannten Meme-Krieger verfolgen und welche Gegenmittel es gibt.

Schmidt erklärt, warum sich Meme-Krieger selbst mit traditionell „unmännlichen“ Zügen zeigen, was Ironie dabei verschleiert – und wie aus Online-Fantasien reale Mobilisierung werden kann.

In dieser Episode: Was steckt hinter der rechten Meme-Kultur auf Social Media? Welche Rolle spielen Überspitzung und Ironie? Und warum tut sich die linke Seite mit Memes oft schwerer?

Weitere Infos & Ressourcen:

- Veröffentlichungsdatum: 06.10.2026

- Aufnahmedatum: 22.09.2026

Literatur:

Bogerts, Lisa & Fielitz, Maik. (2018). “Do You Want Meme War?” Understanding the Visual Memes of the German Far Right. In: Maik Fielitz/Nick Thurston (Hrsg.), Post-Digital Cultures of the Far Right (137-154). Bielefeld: transcript Verlag.

Schmidt, J. M. (2025). Limbless Warriors and Foaming Liberals: The Allure of Post-Heroism in Far-Right Memes. Berkeley Journal of Right-Wing Studies, 2(2), 79–107.

Schmidt, J. M. (2025). Extrem rechte Memekrieger – Ironisch-verleugnete Sehnsucht nach dem Heroischen im Kontext des »Great Meme War«. In D. Aderholz, J. Bröse, G. Gläser, G. Hentges, D. Keil, J. M. Schmidt, & O. Decker (Hrsg.), Autoritäre Entwicklungen, extrem rechte Diskurse und demokratische Resonanzen (S. 98–118). Weinheim: Beltz Juventa.

Schmidt, J. M. (2022). »Noooo You Can’t Just Vaporize My Entire Armored Division« – Extrem rechte Meme-Reaktionen auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. In O. Decker, J. Kiess, A. Heller, & E. Brähler (Hrsg.), Autoritäre Dynamiken in unsicheren Zeiten. Neue Herausforderungen – alte Reaktionen? Leipziger Autoritarismus Studie 2022 (S. 367–396). Gießen: Psychosozial-Verlag.
24 Minuten
Was macht die praktische Arbeit der Straße mit jungen Polizistinnen und Polizisten, wenn sie den sicheren Rahmen der Hochschule verlassen? Gerrit Weitzel spricht mit Matthias Weber, der an der Uni Bielefeld zu Polizei und Autorität promoviert und Studierende von der Ausbildung bis in die ersten Berufsjahre begleitet hat.

Matthias Weber erklärt, warum Autorität an den Hochschulen kaum gelehrt wird, wie Uniform und Auftreten Erwartungen steuern – und warum manche Kolleginnen und Kollegen einem Narrativ vom gesellschaftlichen Verfall anhängen.

In dieser Episode: Wie lernen Polizistinnen Autorität wirklich? Welche Rolle spielt Unsicherheit dabei? Und wie geht man mit dem Ruf nach „mehr Härte“ um?

Weitere Infos & Ressourcen:

- Veröffentlichungsdatum 8.9.2026

- Aufnahmedatum 8.7.2026

Literatur:

Skolnick, Jerome (1966). Justice without trial: law enforcement in democratic society. New York: Wiley.

Peer-reviewed Journal Articles

• Weber, M. & Schophaus, M. (2024). Personal theories of police officers about authority. International Journal of Police Science and Management, 27(2), 168–181.

Journal Articles

• Weber, M. (2020). Relevance of Authority and Respect for Police Action. SIAK Journal, 4, 13–23.

• Weber, M. (2020). New Authority in Policing: Developing a Model of New Authority in the Police. Polizei und Wissenschaft, 2, 50–61.

• Schophaus, M. & Weber, M. (2019). Reflexionskompetenz in der Polizei. Polizei und Wissenschaft, 1, 57–63.

Book Chapters

• Weber, M. & Conrad, J. (2026). Authority and Leadership in the Police. In J. Albrecht et al. (Eds.), Führung in der Polizei. Heidelberg: Springer Nature.

• Schützeichel, R.†, Weber, M., Dietz, A., & Grutzpalk, J. (2024). Akademisierungsprozesse und ihre Konsequenzen im Professionsfeld der Rettungsdienste. In Akademisierung – Professionalisierung. Springer VS.

Conference Proceedings

• Weber, M. (2025). Vulnerability Beyond Violence: A Sociological Analysis of Status Threats in Emergency Medical Services and Public Administration. In M. Heying et al. (Eds.), Verschwiegener Alltag (pp. 185–203).

• Weber, M. (in press). Mental Representations of Police Authority. Proceedings of the 2024 Conference of the Working Group on Empirical Police Research.

• Weber, M. (2021): Autorität in der Polizei. Wie lässt sich Autorität in der Polizei unterrichten? In: Clemens Arzt, Nathalie Hirschmann, Daniela Hunold, Sven Lüders,Christoph Meißelbach, Marschel Schöne, Birgitta Sticher (Hrsg.): Tagungsband Arbeitskreis Empirische Polizeiforschung. 133-146.

Edited Volume

• Weber, M. (Ed.). (2021). Autorität für die Polizei. Polizei.Wissen.

Working Paper

• Weber, M. (2024). Violence against Public Administration and Emergency Services: Findings and Recommendations for Prevention. Hans Böckler Foundation Working Paper No. 321.
23 Minuten
Was passiert eigentlich im Raum, wenn im Jugendzentrum oder Seminar über Geschlechterrollen und „die da oben“ diskutiert wird? Gerrit Weitzel spricht mit Alina Jugenheimer, die als politische Bildnerin gearbeitet hat und jetzt dazu promoviert, wie sich Antifeminismus und Antisemitismus in der Bildungspraxis zeigen – und wie beide Phänomene zusammenhängen.

Jugenheimer erklärt, warum antifeministische Erzählungen von einer übermächtigen „Gender-Lobby“ oft auf antisemitische Verschwörungsmuster zurückgreifen, und warum politische Bildung dabei nicht neutral bleiben darf.

In dieser Episode: Wie erkenne ich diese Phänomene im Alltag? Was bedeutet professionelle Haltung – und kann man sie lernen? Und wo genau endet gelebte Tradition, wo beginnt Ausgrenzung?

Weitere Infos & Ressourcen:

Alina Jugenheimer: https://alinajugenheimer.de/

Das Forschungsprojekt „Antisemitismus im Kontext Schule“: https://www.uni-bielefeld.de/zwe/ikg/projekte/bmbf-antisemitismus/

Aufnahmedatum: 08.07.2026

Veröffentlichungsdatum - 18.08.2026

Literatur:

Jugenheimer, Alina (2025). Constructions of Threats to the “Volk” in Right-Wing Online Discourses and Their Reinforcement by Cosmopolitan Processes. In: Lenehan, Fergal & Lietz, Roman (Hrsg.), Reimagining Digital Cosmopolitanism. Perspectives from a Postmigrant and Postdigital World. Bielefeld: Transcript, S. 223-242.

Schwarz-Friesel, Monika. 2020. Judenhass im Internet. Antisemitismus als kulturelle Konstante und kollektives Gefühl. Bonn: Sonderausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung, S. 50

Staub-Bernasconi, Silvia. 2018. Soziale Arbeit als Handlungswissenschaft. 2. vollst. überarb. u. aktual. Aufl. Stuttgart, Deutschland: Verlag Barbara Budrich. doi:10.36198/9783838547930

Cremer, Hendrik. 2019. Das Neutralitätsgebot in der Bildung. Neutral gegenüber rassistischen und rechtsextremen Positionen von Parteien? Deutsches Institut für Menschenrechte; Link: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/das-neutralitaetsgebot-in-der-bildung

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (Hrsg.). 2025. Kompetenzprofil für Fachkräfte der politischen Jugendbildung. Berlin: AdB; Link: https://www.adb.de/service/publikationen/weitere-veroeffentlichungen/kompetenzprofil-fuer-fachkraefte
29 Minuten
Wie erinnert sich Deutschland an den Nationalsozialismus – und was verdrängen wir dabei? Gerrit Weitzel spricht mit dem Psychologen und IKG-Forscher Michael Papendick über Erinnerungskulturen, blinde Flecken im kollektiven Gedächtnis und die Frage, wer in der deutschen Erinnerungskultur eigentlich die Hauptrolle spielt.

Papendick hat jahrelang an den Memo-Studien gearbeitet – repräsentativen Befragungen zum Stand der Erinnerungskultur in Deutschland. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Viele Menschen überschätzen ihr Wissen, ganze Opfergruppen werden kaum erinnert, und das bequeme Narrativ vom erfolgreichen Schlussstrich hält sich hartnäckig.

In dieser Episode: Was sagen die Daten wirklich? Warum wollen gerade junge Menschen mehr wissen, als wir ihnen zutrauen? Und wie begegnet man Geschichtsrevisionismus mit Haltung und Fakten?

Weitere Infos & Ressourcen:

• Veröffentlichungsdatum - 14.07.2026

• Aufnahmedatum - 3.11.2025

Literatur:

Michael Papendick, Jonas Rees, Maren Scholz & Andreas Zick: MEMO Deutschland – Multidimensionaler Erinnerungsmonitor - Studie V. Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) Universität Bielefeld:

evz_brosch_memo_2022_de_final.pdf
34 Minuten
Kaum eine politische Diskussion verläuft ohne den Verweis auf die kommenden Generationen. Dann heißt es, Kinder seien unsere Zukunft. In der Realität fallen deren Interessen in der öffentlichen Diskussion aber häufig hinten runter.

In der aktuellen Folge der Konfliktgespräche spricht der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Andreas Zick, mit Sebastian Kurtenbach, Professor für Sozialpolitik an der FH Münster, über die Rolle von Kindern in Politik und Gesellschaft. Sie diskutieren darüber, dass Kinder als Minderheit in der Gesellschaft eigentlich einen besonderen Schutz brauchen – diesen aber oft nicht bekommen. Und es geht darum, was passieren müsste, damit Kinder wieder stärker in den Fokus der öffentlichen und politischen Diskussion geraten.

Literatur:

El-Mafaalani, Aladin; Kurtenbach, Sebastian; Strohmeier, Klaus-Peter (2025). Kinder: Minderheit ohne Schutz. Köln: Kiepenheuer & Witsch

Veröffentlichungsdatum - 16.06.2026

Aufnahmedatum - 19.12.2025
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Über diesen Podcast

In den Konfliktgesprächen greifen wir Beobachtungen und Erkenntnisse zu zentralen gesellschaftlichen Konflikten auf. Dabei geht es um Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der politischen Partizipation, der Demokratie und des Friedens: Wie stabil oder fragil sind Gesellschaften? Wo und wie eskalieren Konflikte zu Gewalt? Wie entstehen Radikalisierungen? Wie können Konflikte konstruktiv bearbeitet werden? Wie können Konflikte zu positiven Veränderungen führen? In verschiedenen Themenreihen diskutieren wir dazu mit Expert*innen aus unterschiedlichen Perspektiven. Für mehr spannende Informationen aboniert gerne auch unsere anderen beiden IKG-Podcasts "Behind the Science" & "Über Rechtsextremismus reden". In "Behind the Science" gibt es einen Einblick hinter die Kulissen von Wissenschaft - und speziell des IKG. In "Über Rechtsextremismus reden" wird Wissen über die extreme Rechte vermittelt und werden Ergebnisse der Arbeit des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX) vorgestellt.
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„Konfliktgespräche“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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