Podcaster
Episoden
10.01.2026
2 Minuten
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Augen zu?" und vielen
weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos
und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit
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07.01.2026
41 Minuten
Wer wissen will, wie radikal "Dada" wirklich war, der muss sich das
Leben von Raoul Hausmann (1886–1971) anschauen – dieser Visionär
und Provokateur glaubte nur an das Morgen und hielt alles
Gegenwärtige bereits für gestrig. Er hat in Berlin im Ersten
Weltkrieg entscheidend dazu beigetragen, die Dada-Bewegung zu
etablieren, er hat Collagen von brutaler Härte geschaffen und
danach Fotografien von seltsamer Zartheit. Raoul Hausmann ist der
große Unbekannte der deutschen Kunst der Zeit zwischen den beiden
Kriegen – ihm ist die neueste Folge von Augen zu, dem Kunstpodcast
der ZEIT gewidmet. Die Berlinische Galerie in Berlin widmet
Hausmann gerade (bis zum 16. März) eine exzellente Ausstellung, die
– erarbeitet von Ralf Burmeister – alle Werkphasen und
Lebensbereiche des wilden Genies beleuchtet. Sie und der
dazugehörige Katalog sind der Ausgangspunkt dieses Podcasts von
Augen zu. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo fragen danach,
worin die spezifische kunsthistorische Bedeutung Hausmanns bestand,
warum ihn der große Fotograf August Sander gleich dreimal
porträtierte und warum er seine Partnerinnen regelmäßig fast in den
Wahnsinn trieb, etwa Hannah Höch, mit der er acht Jahre zusammen
war, und die in dieser intensiven Phase ihres Lebens selbst einige
ihrer wichtigsten Werke schuf. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben
Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die
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03.12.2025
44 Minuten
Lange Zeit stand sein Name ein wenig im Schatten des großen
Dreigestirns der italienischen Renaissancemalerei, doch inzwischen
zeigt sich, dass nicht Leonardo, nicht Michelangelo und nicht
Raffael die Menschen des 21. Jahrhunderts noch immer mit all ihren
Werken in den Bann ziehen, sondern: Tizian. In der neuesten Folge
des Podcasts "Augen zu" fragen Florian Illies und Giovanni di
Lorenzo nach dem Warum. Während die drei anderen Genies der
Hochrenaissance von der Linie her kamen, dachte der Venezianer
Tizian (1488–1576) immer aus der Farbe heraus: Seine Rottöne
glühen, und sein Blau überstrahlt das Blau jedes anderen Malers
seiner Zeit, ja, seine Farben entfalten eine Magie, die sich bis
heute erhalten hat. Daneben aber – das ist auch das Thema des
Podcasts – gelang es Tizian auch immer wieder, in seinen Bildern
die klassischen Kompositionen für biblische oder mythologische
Geschichten neu zu denken. Doch wahrscheinlich, da sind sich
Florian Illies und Giovanni di Lorenzo einig, sind es weder seine
Farbwahl noch sein Kompositionsgeschick, die Tizian seinen
fortwährenden Ruhm schenkten, sondern seine besondere Fähigkeit,
Menschen zu malen. Päpste in vollem Ornat genauso wie die berühmte
nackte Venus von Urbino. Sie scheinen zu atmen, aus Fleisch und
Blut zu sein. Und wirken deshalb auch heute noch so lebendig. Lob,
Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern
an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
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05.11.2025
36 Minuten
In der neuesten Folge des Podcasts "Augen zu" geht es um eine
außergewöhnliche österreichische Malerin, die eine Ikone der
feministischen Malerei ist: Maria Lassnig. Die 1919 geborene
Malerin erlebte eine Kindheit in Armut und emotionaler Kälte. Sie
fühlte sich abgelehnt von der Mutter und dem Vater und musste ein
Leben lang gegen dieses Trauma anmalen. Sie hat es trotzdem gewagt,
sich immer wieder selbst zu porträtieren: in aller Verletzlichkeit,
in aller Wut, in aller Erbärmlichkeit, in aller Sehnsucht. Und am
Ende hat genau diese radikale Selbstbefragung mit den Mitteln der
modernen Malerei dazu geführt, ihrem Werk eine große
Eigenständigkeit zu verleihen. Florian Illies und Giovanni di
Lorenzo sprechen in dem Podcast über den langen Weg dorthin – und
der spezifisch österreichischen Tradition
einer selbstentblößenden Kunst von Egon Schiele über Arnulf
Rainer bis zu Maria Lassnig. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben
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01.10.2025
45 Minuten
Mit seinem Haus am Wannsee hat sich der Maler Max Liebermann kurz
vor dem Ersten Weltkrieg ein verträumtes Refugium fern des
explodierenden Berlin geschaffen – und mit den Gemälden und
Pastellen, die er in den nächsten zwanzig Jahren malte, hat er es
zum Teil der Kunstgeschichte gemacht. Die Birkenallee, der Blick
aufs Wasser, die Gemüsebeete, dahinter das gelb leuchtende Landhaus
– selten ist der deutsche Impressionismus schöner zu fassen als
hier. Und glücklicherweise kann man das Haus und den Garten heute
als Museum wieder besichtigen – und so den Maler Max Liebermann an
seinem Lieblingsort kennenlernen. Florian Illies und Giovanni di
Lorenzo erzählen in der neuesten Folge Ihres Kunstpodcasts "Augen
zu" von der außergewöhnlichen Persönlichkeit Liebermann – er begann
als Realist und Naturalist, machte Holland zu seiner "Malheimat",
um dann ab der Jahrhundertwende in Berlin zur zentralen Figur des
Kunstgeschehens zu werden, als Funktionär genauso wie als Maler.
Und als Sammler – nirgendwo in Deutschland konnte man vor 1914 eine
schönere Kollektion der französischen Impressionisten sehen als in
seinem Haus am Brandenburger Tor. "Augen zu" erzählt von all
dem – und warum bei seinem Tod 1935 der Grabredner das Gefühl
hatte, mit Liebermann gehe eine ganze Epoche zu Ende. Lob, Kritik,
Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE]
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Über diesen Podcast
Was macht große Kunst aus? Darf man Beuys einen Scharlatan nennen?
Muss man Botticelli lieben? Mit Leidenschaft, Fachwissen und Witz
entführen die beiden Gastgeber einmal im Monat ihre Zuhörerinnen
und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet
sich einem Künstler oder einer Künstlerin, ihren biografischen
Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten.
Überraschende Telefonjoker bieten jeweils neue Einblicke. Und am
Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – einen Kopf voller
Bilder. Florian Illies schreibt, seit er denken und sehen kann,
über Kunst. Er gründete nach seinem Kunstgeschichtsstudium das
Magazin “Monopol” und war lange Jahre Leiter des Auktionshauses
Villa Grisebach. Er ist Autor der Bücher “1913" und “Generation
Golf” und Mitglied des Herausgeberrats der ZEIT. Giovanni di
Lorenzo ist Chefredakteur der ZEIT und ein leidenschaftlicher
Kunstliebhaber. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
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