Podcaster
Episoden
04.02.2026
42 Minuten
Seine Bilder aus der Provence, seine Aquarelle von Äpfeln, seine
Landschaften, die nur noch aus grünen und braunen Pinselstrichen
gebaut zu sein scheinen, haben Paul Cézanne (1839–1906) zur
wichtigsten Künstlerfigur zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert
gemacht. In der neuesten Folge des Podcasts Augen zu erzählen
Florian Illies und Giovanni di Lorenzo aus dem Leben dieser
Ausnahmefigur, seinen frühen Malerfreundschaften mit Paul Gauguin,
Renoir und Pissarro, seinem Aufbruch und seinem Scheitern in Paris
und seiner Rückkehr in die Heimat der Provence, wo er seinen
eigenen Stil und seinen späten Ruhm finden wird. Cézanne ist dafür
berühmt, dass er in der Kunst etwas sah, was sich "parallel zur
Natur" verhält – und dass er in der Landschaft geometrische Formen
erkannte, Zylinder, Kegel, Kreise und damit nicht nur in seiner
Malerei den Kubismus vorbereitete, sondern auch den
Konstruktivismus. Kein Wunder also, dass sich fast alle späteren
Stile der Moderne im 20. Jahrhundert auf Cézanne als Vaterfigur
berufen. Picasso schwärmte genauso von ihm wie Vincent van Gogh,
und noch die großen abstrakten Maler nach 1945 wie Mark Rothko
sehen in ihm ihren Ursprung. Florian Illies aber macht das
skeptisch – er glaubt, wie er im Podcast erläutert, eher daran,
dass Cézanne derjenige ist, der die großen malerischen Tendenzen
des 19. Jahrhunderts, also den Naturalismus wie den Impressionismus
vollendet – und reinigt, damit die Bühne frei ist für die ganz
andere Kunst, die dann in der Zeit seines Todes 1906 am Horizont
von einem neuen Zeitalter erzählt. Eine großangelegte Ausstellung
in der Fondation Beyeler in Basel gibt gerade ideale Gelegenheit,
diese Frage zu überprüfen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen
möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's
zum Angebot.
Mehr
10.01.2026
2 Minuten
In einigen Tagen werden wir das Archiv von "Augen zu?" und vielen
weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
zugänglich machen. Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos
und frei verfügbar. Alle älteren Folgen können Sie künftig mit
einem Digital- oder Podcastabo der ZEIT hören, unter
www.zeit.de/augen-zu, auf Apple Podcasts oder Spotify. Wenn Sie
noch kein Abo haben, können Sie unter www.zeit.de/podcastabo ein
kostenloses Probeabo bestellen. Nach der Probephase kostet es 4,99
Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das
komplette Podcastarchiv der Zeit, sondern auch auf regelmäßige
Bonusfolgen von "OK, America?", "Das Politikteil", "Verbrechen" und
weiteren Podcasts. Außerdem können Sie mit dem Abo unsere teils
preisgekrönten Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica"
oder "Friedrich Merz: Sein langer Weg zur Macht" hören. Wenn Sie
die ZEIT nicht nur hören, sondern auch lesen wollen, können Sie
außerdem unter www.zeit.de/mehr-hoeren unser Digitalabo ebenfalls
kostenlos für einen Monat testen. Wenn Sie bereits ein Abo haben,
können Sie es direkt in Ihrer App mit Apple Podcasts oder Spotify
verbinden und wie gewohnt weiterhören. Bei Fragen und Problemen
schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die
Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden
Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser
Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser
Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns
nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4
Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
07.01.2026
41 Minuten
Wer wissen will, wie radikal "Dada" wirklich war, der muss sich das
Leben von Raoul Hausmann (1886–1971) anschauen – dieser Visionär
und Provokateur glaubte nur an das Morgen und hielt alles
Gegenwärtige bereits für gestrig. Er hat in Berlin im Ersten
Weltkrieg entscheidend dazu beigetragen, die Dada-Bewegung zu
etablieren, er hat Collagen von brutaler Härte geschaffen und
danach Fotografien von seltsamer Zartheit. Raoul Hausmann ist der
große Unbekannte der deutschen Kunst der Zeit zwischen den beiden
Kriegen – ihm ist die neueste Folge von Augen zu, dem Kunstpodcast
der ZEIT gewidmet. Die Berlinische Galerie in Berlin widmet
Hausmann gerade (bis zum 16. März) eine exzellente Ausstellung, die
– erarbeitet von Ralf Burmeister – alle Werkphasen und
Lebensbereiche des wilden Genies beleuchtet. Sie und der
dazugehörige Katalog sind der Ausgangspunkt dieses Podcasts von
Augen zu. Florian Illies und Giovanni di Lorenzo fragen danach,
worin die spezifische kunsthistorische Bedeutung Hausmanns bestand,
warum ihn der große Fotograf August Sander gleich dreimal
porträtierte und warum er seine Partnerinnen regelmäßig fast in den
Wahnsinn trieb, etwa Hannah Höch, mit der er acht Jahre zusammen
war, und die in dieser intensiven Phase ihres Lebens selbst einige
ihrer wichtigsten Werke schuf. Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben
Sie uns gern an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die
Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden
Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser
Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser
Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns
nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4
Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Mehr
03.12.2025
44 Minuten
Lange Zeit stand sein Name ein wenig im Schatten des großen
Dreigestirns der italienischen Renaissancemalerei, doch inzwischen
zeigt sich, dass nicht Leonardo, nicht Michelangelo und nicht
Raffael die Menschen des 21. Jahrhunderts noch immer mit all ihren
Werken in den Bann ziehen, sondern: Tizian. In der neuesten Folge
des Podcasts "Augen zu" fragen Florian Illies und Giovanni di
Lorenzo nach dem Warum. Während die drei anderen Genies der
Hochrenaissance von der Linie her kamen, dachte der Venezianer
Tizian (1488–1576) immer aus der Farbe heraus: Seine Rottöne
glühen, und sein Blau überstrahlt das Blau jedes anderen Malers
seiner Zeit, ja, seine Farben entfalten eine Magie, die sich bis
heute erhalten hat. Daneben aber – das ist auch das Thema des
Podcasts – gelang es Tizian auch immer wieder, in seinen Bildern
die klassischen Kompositionen für biblische oder mythologische
Geschichten neu zu denken. Doch wahrscheinlich, da sind sich
Florian Illies und Giovanni di Lorenzo einig, sind es weder seine
Farbwahl noch sein Kompositionsgeschick, die Tizian seinen
fortwährenden Ruhm schenkten, sondern seine besondere Fähigkeit,
Menschen zu malen. Päpste in vollem Ornat genauso wie die berühmte
nackte Venus von Urbino. Sie scheinen zu atmen, aus Fleisch und
Blut zu sein. Und wirken deshalb auch heute noch so lebendig. Lob,
Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern
an augenzu@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr
hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle
Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos
testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen
möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's
zum Angebot.
Mehr
Über diesen Podcast
Was macht große Kunst aus? Darf man Beuys einen Scharlatan nennen?
Muss man Botticelli lieben? Mit Leidenschaft, Fachwissen und Witz
entführen die beiden Gastgeber einmal im Monat ihre Zuhörerinnen
und Zuhörer in die wunderbare Welt der Kunst. Jede Folge widmet
sich einem Künstler oder einer Künstlerin, ihren biografischen
Wendungen, ihren besten Werken, ihren seltsamsten Ansichten.
Überraschende Telefonjoker bieten jeweils neue Einblicke. Und am
Ende hat jeder – auch mit geschlossenen Augen – einen Kopf voller
Bilder. Florian Illies schreibt, seit er denken und sehen kann,
über Kunst. Er gründete nach seinem Kunstgeschichtsstudium das
Magazin “Monopol” und war lange Jahre Leiter des Auktionshauses
Villa Grisebach. Er ist Autor der Bücher “1913" und “Generation
Golf” und Mitglied des Herausgeberrats der ZEIT. Giovanni di
Lorenzo ist Chefredakteur der ZEIT und ein leidenschaftlicher
Kunstliebhaber. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
Abonnenten
Potsdam
Hamburg
Kommentare (0)