Podcaster
Episoden
16.02.2026
34 Minuten
Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als
Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten
beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht
oder missbraucht werden. Die kleine messianische Gemeinde dort
hatte eine hohe Anziehungskraft für versklavte Frauen und Männer.
Warum war die Gemeinde für diese Menschen so attraktiv? Darüber
sprechen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge
mit der Theologin Kathy Ehrensperger. Im Gespräch zeigt sich, dass
es damals wie heute darum geht, Menschenwürde zu schützen.
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15.01.2026
41 Minuten
Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die
Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache
den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der
erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer lebendigen Diskussions-
und Glaubensgemeinschaft, in der Frauen und SklavInnen wichtige
Aufgaben übernehmen. Zum Eingangstor wird das letzte Kapitel: Die
dort erwähnte Phoebe war nicht nur die Überbringerin des Briefes,
sondern seine erste Interpretin und Erklärerin. Und Tertius, ein
Sklave, outet sich als einer der Schreibenden. So liest sich Paulus
neu und sehr zeitgemäß. Sein Aufruf „Schwimmt nicht mit dem Strom“
(Römer 12,2) macht den alten Brief zu einem Dokument des
politischen und spirituellen Widerstands.
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15.12.2025
33 Minuten
Die „Speisung der Fünftausend“ lässt sich auch als eine
Gegengeschichte zum Bankett des Herodes lesen, an dem Johannes der
Täufer ermordet wurde. Bei Herodes herrschte Überfluss, während
draußen die Menschenmengen hungerten. Die Herrschenden, die sich
gerne als „Hirten“ bezeichnen ließen, gaben ihnen weder Schutz noch
Nahrung. In dieser Folge zeigen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike
Metternich: Dass die verstörte Menge nicht auseinanderläuft,
sondern sich von Jesus ermutigen lässt, zusammenzuhalten und an
ihrer Menschlichkeit festzuhalten, ist das eigentliche Wunder.
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17.11.2025
33 Minuten
Die Akten der Thekla und des Paulus spiegeln einen Konflikt wider,
der in den christlichen Kirchen bis heute nicht gelöst ist: Wie
steht es um die volle Gleichberechtigung der Frauen? Die kleine
Schrift aus dem 2. Jahrhundert erzählt von der Begeisterung, mit
der Thekla, eine junge Frau, die befreiende Predigt des Paulus hört
und aus allen ihr zugeschriebenen Rollen ausbricht, um selbst zu
lehren. Damit setzt sie ihr Leben aufs Spiel. Während Tekla starke
Unterstützung von anderen Frauen erfährt, verhält sich Paulus ihr
gegenüber ambivalent. Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich
beleuchten, was an dieser Geschichte einer selbständig lehrenden
Frau bis heute fasziniert und irritiert.
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15.10.2025
34 Minuten
Wer waren eigentlich die Pharisäer, von denen in denen im Neuen
Testament so oft die Rede ist? Waren Sie wirklich Gegner Jesu? Oder
waren es gerade sie, die sich zutiefst für seine Lehre
interessierten, ja ihn regelmäßig einluden? Und gab es auch
Pharisäerinnen? Diesen Fragen gehen Ulrike Metternich und Luzia
Sutter Rehmann in dieser Folge nach. Auch der Apostel Paulus war
ein Pharisäer; anhand seiner Briefe lässt sich einiges über diese
lebendige Diskussionsgemeinschaft erfahren. Und immer wieder
tauchen Frauen auf: Die pharisäische Alltags- und Lernpraxis war
ohne sie nicht denkbar. Einige ihrer Namen sind bis heute bekannt.
Und mit ihnen verändert sich auch unser Bild der Pharisäer*innen.
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Über diesen Podcast
Passen Feminismus und Bibel zusammen? Auf jeden Fall, sagen die
Theologinnen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich. Sie ordnen
biblische Texte mit feministisch und sozialgeschichtlich geschultem
Blick neu ein. Sie hinterfragen tradierte Lesarten und
interpretieren die biblischen Geschichten ungewohnt – nämlich
politisch und zugleich spirituell. Sie lesen die Bibel als ein Buch
der Beziehungen, auf der Suche nach Heilwerden, Gerechtigkeit und
Frieden. Und sie verbinden diese Suche mit den Fragen der
Gegenwart. Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann engagieren
sich als Bibelwissenschaftlerinnen seit rund 30 Jahren für eine
feministische Theologie. Ulrike Metternich leitete als
Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin 16
Jahre lang die Feministische befreiungstheologische Sommerakademie.
Luzia Sutter Rehmann ist Professorin für Neues Testament an der
Universität Basel, hat mehrere Bücher veröffentlicht und für die
Bibel in gerechter Sprache das Lukas-Evangelium neu übersetzt.
www.eaberlin.de/feministische-bibelgespraeche
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