Podcaster
Episoden
15.04.2026
36 Minuten
Die letzten Worte am Kreuz hat Jesus in seiner Muttersprache Aramäisch gesprochen: „Eli, eli, lema sabach thani?“ (Matthäus 27,46-50) Warum legen die Evangelien Jesus Worte aus Psalm 22 in den Mund? Und warum in seiner aramäischen Muttersprache? Je genauer Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich dem nachgehen, desto deutlicher wird, wie die Kraft des Psalms die Betenden aus der Nacht der Verzweiflung in das Morgenlicht führt. Bei ihrer Analyse stoßen die beiden Theologinnen auch auf die vielen Frauen, die Jesu Kreuzigung einrahmen – und auf deren Verbindung zur alttestamentlichen Königin Esther.
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16.03.2026
28 Minuten
Viele Bibelübersetzungen lassen noch immer das „Schweigegebot für Frauen“ (1 Kor 14,34-35) unkommentiert stehen, als ob es gottgegeben oder doch zumindest von Paulus wäre. Aber stammt das Schweigegebot überhaupt von Paulus? Und sollen christliche Frauen wirklich schweigen und sich unterordnen? Wie lässt sich mit solch frauenfeindlichen Sätzen heute umgehen? In dieser Folge prüfen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich das Schweigegebot gründlich und hätten da schon einige Vorschläge.
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16.02.2026
34 Minuten
Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht oder missbraucht werden. Die kleine messianische Gemeinde dort hatte eine hohe Anziehungskraft für versklavte Frauen und Männer. Warum war die Gemeinde für diese Menschen so attraktiv? Darüber sprechen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge mit der Theologin Kathy Ehrensperger. Im Gespräch zeigt sich, dass es damals wie heute darum geht, Menschenwürde zu schützen.
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15.01.2026
41 Minuten
Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer lebendigen Diskussions- und Glaubensgemeinschaft, in der Frauen und SklavInnen wichtige Aufgaben übernehmen. Zum Eingangstor wird das letzte Kapitel: Die dort erwähnte Phoebe war nicht nur die Überbringerin des Briefes, sondern seine erste Interpretin und Erklärerin. Und Tertius, ein Sklave, outet sich als einer der Schreibenden. So liest sich Paulus neu und sehr zeitgemäß. Sein Aufruf „Schwimmt nicht mit dem Strom“ (Römer 12,2) macht den alten Brief zu einem Dokument des politischen und spirituellen Widerstands.
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15.12.2025
33 Minuten
Die „Speisung der Fünftausend“ lässt sich auch als eine Gegengeschichte zum Bankett des Herodes lesen, an dem Johannes der Täufer ermordet wurde. Bei Herodes herrschte Überfluss, während draußen die Menschenmengen hungerten. Die Herrschenden, die sich gerne als „Hirten“ bezeichnen ließen, gaben ihnen weder Schutz noch Nahrung. In dieser Folge zeigen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich: Dass die verstörte Menge nicht auseinanderläuft, sondern sich von Jesus ermutigen lässt, zusammenzuhalten und an ihrer Menschlichkeit festzuhalten, ist das eigentliche Wunder.
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Über diesen Podcast
Passen Feminismus und Bibel zusammen? Auf jeden Fall, sagen die
Theologinnen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich. Sie ordnen
biblische Texte mit feministisch und sozialgeschichtlich geschultem
Blick neu ein. Sie hinterfragen tradierte Lesarten und
interpretieren die biblischen Geschichten ungewohnt – nämlich
politisch und zugleich spirituell. Sie lesen die Bibel als ein Buch
der Beziehungen, auf der Suche nach Heilwerden, Gerechtigkeit und
Frieden. Und sie verbinden diese Suche mit den Fragen der
Gegenwart. Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann engagieren
sich als Bibelwissenschaftlerinnen seit rund 30 Jahren für eine
feministische Theologie. Ulrike Metternich leitete als
Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin 16
Jahre lang die Feministische befreiungstheologische Sommerakademie.
Luzia Sutter Rehmann ist Professorin für Neues Testament an der
Universität Basel, hat mehrere Bücher veröffentlicht und für die
Bibel in gerechter Sprache das Lukas-Evangelium neu übersetzt.
www.eaberlin.de/feministische-bibelgespraeche
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