Podcaster
Episoden
15.07.2026
33 Minuten
Was heißt „neu und anders in die Welt sehen“? Dem gehen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge anhand von zwei Bibelstellen nach: Paulus sieht nach seinem „Damaskuserlebnis“ alles neu. Diese Erfahrung setzen die beiden Theologinnen ins Verhältnis zur Geschichte eines Blinden, der gemäß dem Markusevangelium nach seiner Begegnung mit Jesus beginnt, die Schönheit und Stärke seiner Mitmenschen anzuerkennen.
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15.06.2026
40 Minuten
Die kühnste Vision des Paulus steht in seinem Brief an die Galater:innen: Es soll kein Über- oder Untereinander von jüdischen und griechischen, freien und versklavten, männlichen oder weiblichen Menschen geben. Im Gespräch mit der Theologin Brigitte Kahl zeigt sich, welche Freiheit Paulus entdeckt hat: eine ungeheure Kraft, die aus dem messianischen Miteinander erwächst. Herrschaftsstrukturen, die auf Dominanz und Ausgrenzung beruhen, werden von dieser Kraft schlicht vaporisiert.
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18.05.2026
38 Minuten
In einer Episode im Markusevangelium (Mk 3,30-35) fallen von Jesus die Worte: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“ In dieser Folge stellt Luzia Sutter Rehmann die gängige Auslegung, hier gehe es um einen Familienkonflikt, Wort für Wort und Schritt für Schritt in Frage: Warum eilen Jesu Mutter und Geschwister herbei und rufen Jesus heraus? Wird er gegen seinen Willen festgehalten? Ist er in einer Notsituation? Braucht er Hilfe? Aus einer befreiungstheologischen Perspektive gelesen, öffnet sich der Blick auf eine Todesbedrohung durch die Gefolgsleute des Herodes.
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15.04.2026
36 Minuten
Die letzten Worte am Kreuz hat Jesus in seiner Muttersprache Aramäisch gesprochen: „Eli, eli, lema sabach thani?“ (Matthäus 27,46-50) Warum legen die Evangelien Jesus Worte aus Psalm 22 in den Mund? Und warum in seiner aramäischen Muttersprache? Je genauer Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich dem nachgehen, desto deutlicher wird, wie die Kraft des Psalms die Betenden aus der Nacht der Verzweiflung in das Morgenlicht führt. Bei ihrer Analyse stoßen die beiden Theologinnen auch auf die vielen Frauen, die Jesu Kreuzigung einrahmen – und auf deren Verbindung zur alttestamentlichen Königin Esther.
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16.03.2026
28 Minuten
Viele Bibelübersetzungen lassen noch immer das „Schweigegebot für Frauen“ (1 Kor 14,34-35) unkommentiert stehen, als ob es gottgegeben oder doch zumindest von Paulus wäre. Aber stammt das Schweigegebot überhaupt von Paulus? Und sollen christliche Frauen wirklich schweigen und sich unterordnen? Wie lässt sich mit solch frauenfeindlichen Sätzen heute umgehen? In dieser Folge prüfen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich das Schweigegebot gründlich und hätten da schon einige Vorschläge.
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Über diesen Podcast
Passen Feminismus und Bibel zusammen? Auf jeden Fall, sagen die
Theologinnen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich. Sie ordnen
biblische Texte mit feministisch und sozialgeschichtlich geschultem
Blick neu ein. Sie hinterfragen tradierte Lesarten und
interpretieren die biblischen Geschichten ungewohnt – nämlich
politisch und zugleich spirituell. Sie lesen die Bibel als ein Buch
der Beziehungen, auf der Suche nach Heilwerden, Gerechtigkeit und
Frieden. Und sie verbinden diese Suche mit den Fragen der
Gegenwart. Ulrike Metternich und Luzia Sutter Rehmann engagieren
sich als Bibelwissenschaftlerinnen seit rund 30 Jahren für eine
feministische Theologie. Ulrike Metternich leitete als
Projektstudienleiterin an der Evangelischen Akademie zu Berlin 16
Jahre lang die Feministische befreiungstheologische Sommerakademie.
Luzia Sutter Rehmann ist Professorin für Neues Testament an der
Universität Basel, hat mehrere Bücher veröffentlicht und für die
Bibel in gerechter Sprache das Lukas-Evangelium neu übersetzt.
www.eaberlin.de/feministische-bibelgespraeche
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