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Episoden
26.02.2026
24 Minuten
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben einen neuen
Höhepunkt erreicht: Während die USA immer mehr Kriegsschiffe,
Flugzeuge und Soldaten in den Mittleren Osten verlegen, werden im
Iran Raketenfabriken repariert, Luftabwehrstellungen verstärkt
und Proteste weiterhin repressiv niedergeschlagen.
Gleichzeitig ringt die Diplomatie um einen letzten Ausweg. In
Genf wird über eine Art "Atomdeal 2.0" verhandelt, der das
Nuklearprogramm des Iran erneut begrenzen und im Gegenzug
Sanktionen lockern soll. Doch das von Donald Trump gesetzte
Ultimatum läuft in wenigen Tagen aus. Die USA sind bereit,
militärisch einzugreifen, sollte es bis dahin nicht zu einer
Einigung kommen.
Währenddessen demonstrieren Russland und China mit gemeinsamen
Marineübungen vor der Küste des Iran symbolisch Rückhalt für das
Mullah-Regime. Immer mehr Regierungen rufen ihre Bürger mit
ungewöhnlich deutlichen Worten dazu auf, den Iran zu verlassen –
ein Warnsignal, das an die Vorphase früherer Konflikte erinnert.
Gehen die USA noch von einem Deal aus – oder planen sie bereits
militärische Angriffe? Wie bereitet sich der Iran vor? Und wie
nah steht die Region an einem neuen Krieg? Darüber spricht Dilan
Gropengiesser in der 129. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit
Omid Rezaee, ZEIT-Volontär und Iran-Experte.
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19.02.2026
30 Minuten
Depressionen, Angstzustände und hohes Suchtpotenzial. Eine
verzerrte Selbstwahrnehmung durch Schönheitsideale und unklarer
Datenschutz. Der Konsum von Social Media ist mit hohen Risiken
verbunden. Australien hat Ende 2025 als erstes Land weltweit ein
Mindestalter für Instagram, TikTok, Snapchat und andere
Plattformen eingeführt. Unter 16-Jährige dürfen nicht mehr auf
zahlreiche Plattformen zugreifen.Die Diskussion wird auch in
Deutschland immer konkreter. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert
in einem Impulspapier ein abgestuftes Verbot von
Social-Media-Plattformen – nachdem sie im Sommer noch gegen ein
Verbot war. Die CDU will die Altersgrenze noch höher ansetzen.
Sie berät auf ihrem Parteitag von Freitag an über ein
Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Auch Parteichef und
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich inzwischen für ein Verbot
ausgesprochen.Mehrere europäische Länder denken ebenfalls über
strengere Vorgaben nach. Dazu gehören Dänemark, Großbritannien,
Frankreich und Spanien. Sie orientieren sich am Vorbild von
Australien. Auch die Europäische Kommission prüft ein mögliches
EU-weites Vorgehen und will bis zum Sommer entscheiden.Doch
Fragen bleiben offen: Ist die Altersverifikation
datenschutzkonform möglich? Wie werden Plattformen zur
Verantwortung gezogen? Und welche Bedenken gibt es bei einem
Social-Media-Verbot, zum Beispiel bei den Grundrechten von
Kindern und Jugendlichen? Darüber spricht Rita Lauter mit dem
Leiter des Digitalressorts der ZEIT, Jakob von Lindern, in der
128. Folge von Was jetzt? – Die Woche.Unsere Sendung sehen Sie
immer donnerstags auf zeit.de und auf YouTube.Moderation und
Redaktion: Rita LauterPostproduktion: Simon Schmalhorst, Matthias
GiordanoRedaktion und Produktion: Lucie Liu, Ina Rotter, Matthias
Giordano, Fish&ClipsMitarbeit: Svenja Lorenz, Sophie
MatysekStudentische Unterstützung: Luisa HolzkampRessortleitung
Video: Max BoenkeTechnisches Konzept: Sven WoltersVideodesign:
Fabian Friedrich, Adele Ogiermann, Ulf Stättmayer, Nicolás
GroneMusik: Konrad Peschmann, soundskin#tiktok #instagram #verbot
#meta #zuckerberg
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12.02.2026
25 Minuten
Korrektur: In einer früheren Version dieses
Videos wurde fälschlicherweise angegeben, Ghislaine Maxwell
stamme aus bescheidenen Verhältnissen.
Die Epstein-Akten sind eine massive Datenflut: über
drei Millionen Seiten mit Dokumenten, Videos und Fotos. In Europa
haben die Veröffentlichungen bereits konkrete Folgen.
Ex-Botschafter treten zurück, Minister geraten unter Verdacht,
Königshäuser stehen unter öffentlichem Druck. Auch in
Deutschland wächst der politische Druck, mögliche
Verbindungen systematisch auszuwerten; Abgeordnete fordern eine
Prüfung durch die Nachrichtendienste und eine transparente
Aufarbeitung möglicher Kontakte.
In den USA hingegen verlagert sich die Debatte bislang vor allem
auf formale Fragen der Veröffentlichung: Schwärzungen,
Fristen, Zuständigkeiten – und auf parteipolitische
Schuldzuweisungen. Politische oder juristische Konsequenzen für
schwer belastete Spitzenfiguren bleiben weitgehend aus. Kritiker
werfen dem Justizministerium vor, mit fehlerhaften Schwärzungen
den Opferschutz zu unterlaufen und zugleich den
Eindruck selektiver Geheimhaltung zu erwecken. So droht
die Aufarbeitung in prozeduralen Debatten steckenzubleiben,
während die Aussagen der Überlebenden erneut an den Rand gedrängt
werden.
Eine der wichtigsten Fragen bleibt: Wann, wenn überhaupt, wird
endlich aus der Perspektive der Opfer verstanden und debattiert?
Wie kann es sein, dass die Aufklärung bis heute blockiert wird?
Und für wen könnten die Files doch noch gefährlich
werden? Darüber spricht Dilan Gropengiesser in der
127. Folge von Was jetzt? – Die Woche mit Rieke
Havertz, internationale ZEIT-Korrespondentin und Co-Gastgeberin
des Podcasts OK, America?.
Unsere Sendung sehen Sie immer donnerstags auf zeit.de und
auf YouTube.
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05.02.2026
27 Minuten
Die kurdisch kontrollierte Region Rojava in Nordsyrien befindet
sich in ihrer schwersten Krise seit ihrer Gründung 2012. Nach
wochenlangen Kämpfen mit der syrischen Übergangsregierung hat die
Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien den
Großteil ihres Territoriums verloren. Ein nun geschlossenes
Abkommen bedeutet faktisch das Ende der kurdischen Autonomie.
Die humanitäre Lage ist dramatisch: Die symbolträchtige Stadt
Kobane, die 2014 erfolgreich dem IS Widerstand leistete, steht
erneut unter Belagerung. Über 400.000 Menschen sind ohne Strom
und Wasser, mindestens 134.000 wurden seit Mitte Januar
vertrieben. Die Türkei unterstützt die Offensive mit
Luftangriffen und Drohnen, während die internationale
Gemeinschaft weitgehend schweigt. Gleichzeitig sind bei den
Kämpfen Hunderte IS-Kämpfer aus Gefängnissen geflohen.
An der Macht in Damaskus steht seit Januar 2025 Ahmed al-Scharaa,
der frühere Dschihadist und Gründer der Al-Kaida-nahen
Al-Nusra-Front. Unter seiner Herrschaft kam es bereits zu
Massakern an religiösen Minderheiten wie Alawiten und Drusen.
Dennoch empfangen europäische Regierungen Al-Scharaa als
legitimen Partner und haben Millionenhilfen zugesagt. Kurdische
Aktivisten werfen dem Westen vor, jene Kämpfer im Stich zu
lassen, die jahrelang den IS bekämpften.
Was bedeutet der Zusammenbruch Rojavas für die Kurden – und
welche Verantwortung trägt Europa? Dilan Gropengiesser spricht
darüber mit Raze Baziani, Juristin, Politologin und politische
Beraterin für Menschenrechte, die einen besonderen Fokus auf die
Situation der Kurdinnen und Kurden als verfolgte Minderheit hat,
in der 126. Folge von Was jetzt? – Die Woche.
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22.01.2026
30 Minuten
Laut einer neuen Oxfam‑Studie gefährdet die extreme Ungleichheit
zwischen Arm und Reich zunehmend die Demokratie. Weltweit
besitzen rund 3.000 Milliardäre zusammen 15,75 Billionen Euro,
während fast die Hälfte der Menschheit in Armut lebt. Auch
Deutschland gehört mit über 170 Milliardärinnen und Milliardären
zu den Ländern mit den meisten Superreichen weltweit.
Ungleichheit in Deutschland zeigt sich auch bei Einkommen und
Chancen. Während die Gehälter von DAX‑Vorständen seit 2019 etwa
30‑mal so stark gestiegen sind wie die Reallöhne der
Beschäftigten, lebt rund ein Fünftel der Bevölkerung in
Deutschland in Armut. Gleichzeitig sinkt die soziale
Durchlässigkeit: Wer arm ist, bleibt meist arm, wer reich ist,
bleibt reich.
Diese Ungleichheit hat politische Folgen und birgt Gefahren für
die Demokratie. Menschen, die sich ökonomisch abgehängt fühlen,
verlieren laut einer Studie der Hans‑Böckler‑Stiftung häufiger
Vertrauen in Politik und Staat und wählen überdurchschnittlich
oft populistische oder rechte Parteien. Gleichzeitig nutzen
Superreiche ihre Macht aktiv politisch. Oxfam warnt: Wenn
Vermögen sich in wenigen Händen konzentriert und politische
Entscheidungen zunehmend den Interessen der Reichsten folgen,
gerät die Demokratie selbst unter Druck.
Wie gefährlich ist die wachsende Ungleichheit für Deutschlands
Gesellschaft – und für ihre politischen Institutionen? Und kann
man Ungleichheit überwinden?
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Über diesen Podcast
Im Videopodcast der ZEIT vertieft Moderatorin Dilan Gropengiesser
jeden Donnerstag mit Expertinnen und Experten ein wichtiges
gesellschaftspolitisches Thema der Woche.
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