Syrien entmachtet Rojava – verlieren die Kurden jetzt ihren Schutz?
27 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Die kurdisch kontrollierte Region Rojava in Nordsyrien befindet
sich in ihrer schwersten Krise seit ihrer Gründung 2012. Nach
wochenlangen Kämpfen mit der syrischen Übergangsregierung hat die
Demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien den
Großteil ihres Territoriums verloren. Ein nun geschlossenes
Abkommen bedeutet faktisch das Ende der kurdischen Autonomie.
Die humanitäre Lage ist dramatisch: Die symbolträchtige Stadt
Kobane, die 2014 erfolgreich dem IS Widerstand leistete, steht
erneut unter Belagerung. Über 400.000 Menschen sind ohne Strom
und Wasser, mindestens 134.000 wurden seit Mitte Januar
vertrieben. Die Türkei unterstützt die Offensive mit
Luftangriffen und Drohnen, während die internationale
Gemeinschaft weitgehend schweigt. Gleichzeitig sind bei den
Kämpfen Hunderte IS-Kämpfer aus Gefängnissen geflohen.
An der Macht in Damaskus steht seit Januar 2025 Ahmed al-Scharaa,
der frühere Dschihadist und Gründer der Al-Kaida-nahen
Al-Nusra-Front. Unter seiner Herrschaft kam es bereits zu
Massakern an religiösen Minderheiten wie Alawiten und Drusen.
Dennoch empfangen europäische Regierungen Al-Scharaa als
legitimen Partner und haben Millionenhilfen zugesagt. Kurdische
Aktivisten werfen dem Westen vor, jene Kämpfer im Stich zu
lassen, die jahrelang den IS bekämpften.
Was bedeutet der Zusammenbruch Rojavas für die Kurden – und
welche Verantwortung trägt Europa? Dilan Gropengiesser spricht
darüber mit Raze Baziani, Juristin, Politologin und politische
Beraterin für Menschenrechte, die einen besonderen Fokus auf die
Situation der Kurdinnen und Kurden als verfolgte Minderheit hat,
in der 126. Folge von Was jetzt? – Die Woche.
Weitere Episoden
30 Minuten
vor 4 Tagen
25 Minuten
vor 1 Woche
30 Minuten
vor 1 Monat
26 Minuten
vor 1 Monat
25 Minuten
vor 1 Monat
In Podcasts werben
Kommentare (0)