Podcaster
Episoden
06.02.2026
45 Minuten
Was macht uns klüger, kreativer, handlungsfähiger: Rückzug oder
Reibung, Isolation oder Kollaboration? In dieser Folge sprechen
Florian Dombois, Leiter Forschungsschwerpunkt
Transdisziplinarität, und Jörg Scheller, Professor für
Kunstgeschichte, mit Eva Pauline Bossow über den hartnäckigen
Mythos des Individuums in den Künsten. Sie loten aus, was in der
Gruppe möglich wird, was der Einzelne nicht erreicht – und was
Gruppen zugleich verhindern können, besonders dann, wenn Teams
zur neuen absoluten Arbeitsform stilisiert werden. Ein Gespräch
darüber, warum künstlerische Arbeit heute beides braucht: das
Alleinsein und das Gegenüber, die Irritation und den Austausch.
Georgia O'Keeffe: https://www.christies.com/en/lot/lot-4931903
Forschungsprojekt SNF: https://blog.zhdk.ch/smallpeace/
Marcel Duchamp: "The Creative
Act", https://sites.evergreen.edu/politicalshakespeares/wp-content/uploads/sites/226/2015/12/Duchamp-The-Creative-Act.pdf
Fluxus, https://de.wikipedia.org/wiki/Fluxus
Joseph Beuys & Henning Christiansen: "Ich versuche dich
freizulassen (machen)",
27.2.1969, https://www.tate.org.uk/research/tate-papers/31/joseph-beuys-henning-christiansen
Petrarca: Die Besteigung des Mt.
Ventoux, https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Besteigung_des_Mont_Ventoux
Infragestellung des Fortschritts z.B. Vanessa Machado de
Oliveira: "Hospicing
Modernity", https://www.northatlanticbooks.com/shop/hospicing-modernity/
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11.12.2025
34 Minuten
Wie entsteht sozialer Zusammenhang in einer Gesellschaft, die
sich als divers versteht – und was kann Design dazu beitragen?
Sehr viel, sagen die ZHdK-Professorinnen Katharina Tietze und
Sophia Prinz. Denn Design ist nicht nur Gestaltung, sondern eine
soziale Praxis. Im Gespräch mit Kunstlicht-Host Jörg Scheller
zeigen sie, wie Design soziale Räume öffnet, Konflikte sichtbar
macht und neue Formen des Zusammenhalts ermöglicht – kritisch,
inklusiv und mit Mut zum Unkontrollierbaren. Eine Folge über
Übergänge, Verantwortung und die Kraft ästhetischer Erfahrung.
Produktion: Soë Oeschger
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20.11.2025
43 Minuten
In dieser Folge sprechen Ruth Frischknecht (Fachdidaktik
Schulmusik) und Miriam Schmidt-Wetzel (Fachdidaktik Kunst und
Design) darüber, warum Streit nicht das Ende, sondern der Anfang
von Verständigung sein kann. Warum wir Ambiguität aushalten und
Unklarheiten gemeinsam verhandeln müssen. Und was das alles mit
Künsten und Schulunterricht zu tun hat. Im Zentrum steht das
Konzept der „Trading Zone“ – ein Raum, in dem Menschen aus
unterschiedlichen Disziplinen zusammenkommen, ihre Sprachen,
Methoden und Perspektiven austauschen und so etwas Neues
schaffen. Ein inspirierendes Gespräch über das Aushandeln von
Differenzen, das gemeinsame Denken in der Vielfalt – und darüber,
warum künstlerisches Arbeiten weit mehr ist als ein ästhetischer
Luxus: Es ist ein Werkzeug gesellschaftlicher Veränderung.
Produktion: Soë Oeschger
Galison, Peter (1997). Image and logic: A material culture
of microphysics. University of Chicago Press.
https://press.uchicago.edu/ucp/books/book/chicago/I/bo3710110.html
https://sticken-programmieren.ch/
https://atelierschule.ch/
https://www.kanti-baden.ch/
https://collaeb.org/
Bauer, T., (2023). Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust
an Mehrdeutigkeit und Vielfalt. Reclam
Bregman, R. (2017). Utopien für Realisten. Die Zeit ist
reif für eine 15-Stunden-Woche, offene Grenzen und das
bedingungslose Grundeinkommen. rororo
Brunner, G., Lietzmann, C., Schmid, S., Tress, J. (2021).
Mastery & Mystery. Musikunterricht zwischen Lehrgang und
offenem Konzept. Helbling
Hope, C., Devenish, L., (2020). The New Virtuosity: A Manifesto
For Contemporary Sonic
Practice.https://www.cathope.com/thenewvirtuositymanifesto
Kertz-Welzel, A., (2022). Rethinking Music Education &
Social Change. Oxford University Press
Reichenbach, R. (2017). Tausch und Täuschung :
Bildungskolumne. Merkur
Rolle, C. (2014). Ästhetischer Streit als Medium des
Musikunterrichts zur Bedeutung des
Argumentierenden Sprechens über Musik für ästhetische
Bildung. In: Art Education Research 09/2014. ZHdK
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06.11.2025
41 Minuten
Muss man sich immer einig sein, um Gemeinsinn zu erleben? Und
kann Social Media überhaupt ein Ort des Gemeinsinns sein – oder
ist es längst zur Ähnlichkeitsmaschine geworden, die Empörung,
Wettbewerb und Abgrenzung befeuert? Roland Meyer, Professor für
Digitale Kulturen und Künste, und Judith Siegmund, Professorin
für Philosophische Ästhetik, sprechen über das Spannungsfeld
zwischen Ich und Wir, Empathie und Algorithmus, Unterschied und
Zusammenhalt. Sie fragen: Wie kann ein Gemeinsinn entstehen, der
nicht auf Ähnlichkeit beruht, sondern auf der Anerkennung von
Differenz? Und warum sind gerade die Künste Orte, an denen sich
das Gemeinsame sinnlich, wahrnehmbar und immer wieder neu
erzeugt? Ein Gespräch über Fantasie, Widerspruch – und das
fragile Wir im digitalen Zeitalter.
Produktion: Soë Oeschger
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23.05.2025
35 Minuten
Wir wiederholen unsere meistgehörten Folgen: In Krisenzeiten ist
Resilienz allgegenwärtig. Doch was steckt wirklich dahinter? Eva
und Jörg nehmen den Begriff auseinander – von seinen
psychologischen Ursprüngen bis hin zur gesellschaftlichen
Aufladung. Wie wurde Resilienz zur kulturellen Leitwährung? Und
welche Rolle spielen Kunst, Design und Kultur in der Entwicklung
unserer Widerstandsfähigkeit?
Leibniz-Institut für Resilienz-Forschung:
https://lir-mainz.de/home
Berliner Philharmoniker, Digital Concert Hall –
https://www.digitalconcerthall.com/de
Alexis de Tocqueville, Paradoxon beschrieben im Buch «Über die
Demokratie in Amerika» (1840)
"Ruangrupa Introduces the Spirit of ‘Lumbung’ to
International Art",
https://www.resilience.org/stories/2022-08-03/ruangrupa-introduces-the-spirit-of-lumbung-to-international-art/
The School of Life, Buch „Art against Despair“ (2022)
Psychologie-Heute, Artikel von Jörg Scheller, „Die beglückende
Härte des Heavy Metal“ –
https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/40245-die-beglueckende-haerte-des-heavy-metal.html
(2020)
Haruki Murakami, Buch „Wovon ich rede, wenn ich von Laufen
rede“ (2018)
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Über diesen Podcast
«Kunstlicht» ist nah dran an aktuell diskutierten Themen. Es geht
um Triggerwarnungen, Debattenkultur oder was genau Cancel Culture
bedeutet. In «Kunstlicht» beleuchten wir gesellschaftliche
Fragen, immer unter der Prämisse, dass Kunst Zugänge zur Welt
vermittelt, die nicht so ohne weiteres formalisierbar, planbar,
standardisierbar, domestizierbar sind. Deshalb bildet Kunst ein
Risiko.
Diesem Risiko stellen sich unsere Hosts mit Eloquenz und Lust an
der Debatte. Eva Pauline Bossow kennt das Dreieck
Kreativwirtschaft, öffentliche Kulturinstitutionen und
Privatwirtschaft aus unterschiedlichen Positionen und ist heute
als Beirätin und Beraterin aktiv. Jörg Scheller ist Professor im
Departement Fine Arts, unterrichtet Kunstgeschichte und ist
leidenschaftlicher Bodybuilder und Heavy-Metal Musiker.
Ergänzt werden ihre Positionen durch spannende Gäste.
SCHREIBT UNS eure Fragen, Inputs und Anekdoten an
zhdk.kommunikation@zhdk.ch
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