Episoden

Anke Langner und die „Schule der Zukunft?“
01.02.2026
38 Minuten
„Schule muss von den Schülern her gedacht werden“ sagt Anke Langner. Aber: Welche Aufgaben hat denn nun eine Schule in unserer Zeit? Anke Langner, studierte Pädagogin, promovierte Erziehungswissenschaftlerin, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt inklusive Bildung an der TU Dresden ist als geschäftsführende Direktorin und Projektleiterin der Forschungsstelle Universitätsschule zuständig für die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs Universitätsschule Dresden, einer „Schule der Zukunft – ein Lernort ohne Noten?“ Am 19. August 2019 öffnete die Universitätsschule Dresden das allererste Mal die Türen für 200 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1, 2, 3 und 5. Worin unterscheidet sich eine Universitätsschule von herkömmlichen staatlichen und privaten Schulen? „Zum Beispiel dadurch, dass es Projekte statt Fächer gibt“, sagt Anke Langner und erklärt, wie das funktioniert und auch wie Schülerinnen und Schüler dort zum Lernen, Lehrkräfte zum Unterrichten motiviert werden. Bis zur 9. Klasse gibt es keine Zensuren und dennoch werden Leistungen bewertet. Und damit kommen die Schülerinnen und Schüler gut zurecht, die Eltern aber wohl eher weniger. Für die ist es das größte Problem, nicht vergleichen zu können, sagt meine Interviewpartnerin. „In der anderen Schule sind sie schon auf Seite xx im Lehrbuch, und wo ist mein Kind?“ fragen sich die Eltern. Und ich frage, wie die Universitätsschule denn von der Gesellschaft angenommen wird und ob die Entwicklung der künstlichen Intelligenz, kurz KI genannt, die Lehrerinnen und Lehrer nicht bald überflüssig machen wird. Klare Fragen und ebenso klare Antworten, die sich anzuhören lohnen.
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Laura Marie Link – Die Frau hinter dem Rampenlicht?
23.01.2026
26 Minuten
Wer um alles in der Welt ist Laura Marie Link? „Noch nie gehört“ werden die meisten jetzt sagen oder denken. Ging mir übrigens nicht anders. Gisela Steinckert ist zumindest den älteren Ostdeutschen – oder einfach ehemaligen DDR-Bürgerinnen und -Bürgern – wohl noch eher bekannt. Unlängst ist sie 94 Jahre alt geworden. Auf ihrer Internetseite – ja, die kann man auch (oder gerade) in diesem Alter haben – steht folgender Hinweis: Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass „Wegen damals und heute“ nun endlich erschienen ist. Es ist ein wunderbares Gefühl, diesen Band tatsächlich in den Händen zu halten. Und im Impressum stand der Name Laura Marie Link. Eine Frau hinter dem Rampenlicht? Neugierig geworden. Einfach mal reinhören.
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Maik Exner – Kampfmittelbeseitigung
19.04.2025
29 Minuten
Auch 80 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und selbst 107 Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges werden alte Kampfmittel resp. deren Überreste gefunden. Aber wie gefährlich sind sie eigentlich? Und wer kümmert sich um deren sach- und fachkundige Beseitigung? In Dresden ist es zum Beispiel die „Sächsische Kampfmittelbeseitigungs GmbH“. Maik Exner ist ihr Geschäftsführer und ein kompetenter Gesprächspartner in Fragen über Munitionsfunde auf ehemaligen Truppenübungsplätzen, Blindgänger und ihre bleibende Gefährlichkeit, Voraussetzungen für eine Tätigkeit als „Feuerwerker“, so die offizielle und dennoch noch nicht amtliche Berufsbezeichnung. Selbst über atomare „Blindgänger“ weiß er – wenn auch nicht aus eigener Erfahrung – zu berichten. Ist es nun ein Beruf auf einem Schleudersitz, den er ausübt? Ja und nein. Natürlich ist es eine äußerst gefährliche Sache, Kampfmittel zu beseitigen. Und gerade deshalb ist immer höchste Konzentration gefragt und Leichtsinn sei unangebracht und tödlich, sagt er.
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Heiko Hilker – ein parteiloser Medienexperte
30.12.2024
49 Minuten
Heiko Hilker ist parteiloser Medienexperte, Mitglied im MDR-Rundfunkrat und hat das Dresdner Institut für Medien, Bildung und Beratung (DIMBB) gegründet. Er war vor 5 Jahren schon einmal Gast bei „schlomo trifft“. Seither ist viel passiert: Amerika hat einen neuen (alten) Präsidenten gewählt und die Ampelkoalition in Deutschland ist gescheitert. Das sind nur zwei markante politische Ereignisse mit weitreichenden Haupt- und Nebenwirkungen. Im Gespräch erklärt er, dass es ihm darum geht, dass es eine aufgeklärte Gesellschaft gibt, in der Menschen im Wissen um die Fakten frei entscheiden können. Und er ergänzt, dass die Fakten, aufgeklärt zu sein und über die wesentlichen Informationen zu verfügen allein noch nicht bedeuten, dass man in der Gesellschaft etwas verändern kann.
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Esther Ludwig – Eine Straße für Lea Grundig
11.12.2024
32 Minuten
Sie kann und will ihre Berliner Herkunft nicht leugnen, studierte Geschichte, arbeitet hauptberuflich als Archivarin in einem Archiv und ehrenamtlich im Ortsbeirat Dresden-Altstadt. Dort hat sie sich u.a. dafür eingesetzt, ein 100 m langes, namenloses Straßenstück nach der jüdischen Dresdner Künstlerin Lea Grundig zu benennen.  Wer war Lea Grundig, und warum engagiert sich Esther Ludwig für sie? Und ist die Aussage des Leiters des Stadtarchivs Dresden, Thomas Kübler, (Zitat:) „Sämtliche Straßen, die einen eindeutigen Bezug zur Nazi-Zeit oder zum DDR-Regime hätten, seien umbenannt worden.“ nicht eine De-facto-Gleichsetzung Nazi-Deutschlands und der DDR?  Die CDU-Fraktion im Stadtrat Dresden formulierte sehr unmissverständlich: „Für eine Straßenbenennung ist Lea Grundig ungeeignet.“ Warum?
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Über diesen Podcast

Wer kennt sich schon im Leben eines Spions aus, weiß um prägende Ereignisse im Leben eines jüdischen Schriftstellers, um die Sorgen eines Atomphysikers vor und nach der Katastrophe von Tschernobyl, kennt die Probleme eines Chefs des Dresdner Funkhauses oder erinnert sich, wie das Radio auf die Schiene kam? Wie sind Promis vor und hinter dem Rampenlicht, was bewegt und interessiert sie? Schlomo geht diesen und anderen Fragen nach, sucht und findet Antworten und lässt bei „schlomo trifft“ seine Gäste zu Wort kommen. Viel Spaß beim Zuhören.

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