Geschichte nach der Schule

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Episoden

55. Das KZ-Außenlager Bisingen - 1: Errichtung, Betrieb, Alltag der Häftlinge, Beziehung zum Dorf
11.04.2026
1 Stunde 5 Minuten
Dennis spricht mit Dieter zwei Folgen lang über sein Leib- und Magenthema: Das KZ-Außenlager in Bisingen, Teil des Unternehmen „Wüste“ zum Abbau des Posidonienschiefers am Fuße der Schwäbische Alb 1944/45.


In Folge 1 geht es darum, wie und warum das Lager in Bisingen entstanden ist, wer dort unter welchen Bedingungen eingesperrt war, wer neben der SS am lagerbetrieb beteiligt war und wie das 2000 Einwohner starke Dorf mit dem Lager gelebt hat.


Neben der Darstellung spielt Dieter an mehreren Stellen Audios von Zeitzeugen ein.


Für den Einsatz im Unterricht gibt es Material, das der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen zur Rahmung eines Besuches zur Verfügung stellt.


Zur Vorbereitung und Nachbereitung eines Besuchs: https://museum-bisingen.de/besuch/unterrichtsmaterial/


Wenn Sie einen Gedenkstättenbesuch in Bisingen planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen: https://museum-bisingen.de/besuch/führungen/


Daneben gibt es noch zwei Unterrichtsmodule zum Thema auf dem Landesbildungsserver


Das KZ-Außenlager Bisingen – Entgrenzung und Erinnerung (neuer)


https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/nationalsozialismusundzweiterweltkrieg/kz-bisingen


"Unternehmen Wüste" - KZ-Außenlager Bisingen (älter)


https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/zeitgeschichte/ns/bisingen


Außerdem empfehlen wir die Handreichungen der Landeszentarle für politische Bildung Baden-Württemberg: „Es war ein Bahnhof ohne Rampe“. Ein Konzentrationslager am Fuße der Schwäbischen Alb. Stuttgart 2007


https://www.lpb-bw.de/fileadmin/lpbhauptportal/pdf/bausteinematerialien/rampe.pdf


Zum detaillierten Ein- und Nachlesen der Folgen empfehlen wir überdies den Katalog zur Dauerausstellung im Museum Bisingen:


Museum KZ Bisingen – die Dauerausstellung. Hg. v. Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Stuttgart 2023.


https://museum-bisingen.de/geschichte/veröffentlichungen/


(erhältlich über den Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.)


Dieter erwähnt am Ende der Folge die Forschungen von Harald Welzer zum Umgang der Nachgeborenen mit der eigenen Familiengeschichte - auch dazu gibt es ein passendes Unterrichtsmodul auf dem Landesbildungsserver
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54. Die Jugendzentrumsbewegung: Jugendliche Demokratisierung in der Provinz
11.03.2026
1 Minute
Dieter unterhält sich mit dem Landeskundebeauftragten und Fachberater Markus Fiederer und mit Eberhard „Ebbe“ Kögel über die Jugendzentrumsbewegung seit dem Ende der 1960er. Ebbe Kögel (Jg. 1953) war in dieser Zeit aktiv in der Bewegung und hat das Jugendzentrum in Stetten im Remstal mit aufgebaut und gegen viele gesellschaftliche Widerstände verteidigt. Im Gespräch geht es um die gesellschaftliche Atmosphäre in den 1960ern und 1970ern auf dem Land, um die Frage der „Selbstverwaltung“ der JuZes, die Konflikte, die Jugendliche in dieser Zeit mit der Obrigkeit, den Behörden, aber auch mit ihren Eltern und anderen dörflichen Strukturen ausgetragen haben, und um die grundlegende Frage, welche Rolle die Jugendzentren als nicht-kommerzielle Orte jugendlicher Sozialisation bei der Demokratiebildung gespielt haben.


Unterrichtsmaterial zum Thema wird es bei einer Fortbildung, die Markus Fiederer und Dieter im Schuljahr 26/27 anbieten werden, geben (ZSL, Regionalstelle Tübingen).


Ebbe Kögel kommt auch gerne mal in einem Klassenzimmer als Zeitzeuge vorbei: "Wia d'Revoludsjo uffs Dorf komma isch". Ca. 40 Minuten, mit Dias, Film- und Musikausschnitten. (Reisekosten und Spesen sollten erstattet werden.)


Literatur zu Stetten im Remstal:


Friederike Kamann, Eberhard Kögel, Ruhestörung. Eine moderne Heimatgeschichte. 25 Jahre Jugendzentrum Stetten in Selbstverwaltung 1968-1993. Teil 1: April 1968 bis Ende 1975; Teil 2: 1976-1993. Grafenau 1994.


Die Bücher können nur noch direkt beim Autor erworben werden: Ebbe Kögel, Heidenäcker 1,


71394 Stetten im Remstal, Tel. 07151.42866, ebbe.kogel@talk21.com oder im Antiquariat, z.B.


www.booklooker.de...


Literatur zur Jugendzentrumsbewegung allgemein


Die vernachlässigten Kleinstädte. Der vergessene Teil des Ländlichen Raumes. Teil IV: Albert Herrenknecht, „Kleinstadt 1968“. Politische Jugendbewegungen 1967-1977 in der Provinz, in: Pro-Regio-Online. ZeitSchrift für den Ländlichen Raum, Heft Nr. 5, 2008


http://www.pro-regio-online.de/downloads/klein1968.pdf


David Templin, Freizeit ohne Kontrollen. Die Jugendzentrumsbewegung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre, Göttingen 2015.


Leon Pfaff, „It’s been a long time since I rock and rolled“. Jugend- und Musikkultur in Offenburg 1967-1976, in: Die Ortenau, 2020, S. 177-220.


https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/deliver/index/docId/20823/file/BLBPfaffJugendkultur_Musikkultur.pdf
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53. Italien - ein einiges oder ein gespaltenes Land?
04.03.2026
24 Minuten
In einem Special unterhält sich Dieter mit dem Hechinger Kursstufenschüler Fabio Domante darüber, was Italien für ihn aus - und besonders macht, inwiefern die Geschichte Italiens der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert als sog. später Nationalstaat vergleichbar und wie sich der Norden und der Süden Italiens bis heute unterscheiden. Dabei sprechen sie über italienische Dialekte, Landschaften und Mentalitäten.
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52. Die Landjuden von Rexingen bei Horb
11.02.2026
1 Minute
Dieter unterhält sich mit Heinz Högerle, dem Gründer und langjährigen Vorsitzender des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb und Herausgeber der Gedenkstättenrundschau, über die Geschichte eines Dorfes, das über Jahrhunderte von seiner jüdischen Bewohnern geprägt war, bis die Nationalsozialisten sie vertreiben oder ermordet haben.


Das Dorf Rexingen, heute ein Stadtteil von Horb, galt bis ins 20. Jahrhundert als die „Viehbörse Süddeutschlands“, denn dort waren so viele jüdische Viehhändler beheimatet wie sonst nirgends im Südwesten. Juden und katholische Christen waren gemeinsam im Gesangsverein oder bei der Feuerwehr, bis die Nazis ab 1933 die jüdischen Bürger aus dem zivilen Leben hinausdrängten, sie einsperrten und vertrieben. Die Reaktion vieler Rexinger Juden darauf war der zionistische Plan, ein Dorf im britischen Mandatsgebiet, dem späteren Israel, zu gründen. Dies gelang im April 1938 - doch nicht alle Rexinger konnten dorthin auswandern, in drei Deportationszügen wurden die zurückgebliebenen nach Riga, Izbica und Theresienstadt deportiert und kamen dort ums Leben.


Von über 120 Deportierten überlebten nur drei Personen.


Unterrichtsmodule auf dem Landesbildungsserver:


Rexingen - Geschichte der Landjuden am Neckarknie bei Horb


https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/judeninbw/rexingen-alijah


Jüdische Lebenswelten in Hohenzollern und am Oberen Neckar (1871-1933)


https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/derindustrialisierte_nationalstaat/juedische-lebenswelten-in-hohenzollern-und-am-oberen-neckar-1871-1933


Der im Gespräch erwähnte Wegweiser zu den NS-Erinnerungsorten:


Dieter Grupp, Heinz Högerle, Ines Mayer, Martin Ulmer (Hg.): Verbrechen. Volksgemeinschaft. Widerstand. Ein Wegweiser zu Spuren des Nationalsozialismus in der Region Gäu-Neckar-Alb, Stuttgart 2025


https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/verbrechen-volksgemeinschaft-widerstand.html


Literatur zu Rexingen:


Heinz Högerle, Carsten Kohlmann, Barbara Staudacher (Hg.): Ort der Zuflucht und Verheißung. Shavei Zion 1938-2008. Stuttgart 2008


Ders., Peter Müller, Martin Ulmer (Hg.): Ausgrenzung - Raub - Vernichtung. „NS-Akteure“ und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzoillern 1933-1945. Stuttgart 2019. Besonders darin:


Barbara Staudacher: Das nationalsozialistische Schächtverbot und seine Auswirkungen am Beispiel jüdischer Metzger in Rexingen, Horb und Baisingen, 157-168.


Dies.: Die Vernichtung der jüdischen Viehhändler. 371-382.
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51. Geschichtsrevisionismus von rechts - ein erinnerungspolitischer Klimawandel?
12.01.2026
1 Minute
Dennis und Dieter unterhalten sich mit Jens-Christian Wagner, Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter der Gedenkstätte in Buchenwald bei Weimar, über Geschichtsrevisionismus, dessen Methoden und Ziele und welche Gefahr hieraus für unsere demokratische Gesellschaft droht. Dabei werden viele geschichtsrevisionistische Mythen und Lügen entlarvt und das Gespräch reflektiert, wie man als Lehrkraft oder auch an Gedenkstätten damit umgehen kann.


Die Website des Projekts "Geschichte statt Mythen"


www.geschichte-statt-mythen.de


Volker Weiß, Das deutsche demokratische Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört, 2025


https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/571406/das-deutsche-demokratische-reich


Andreas Zick, Beate Küpper (Hg.), Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21, 2022


https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/346022/die-geforderte-mitte/
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Über diesen Podcast

Welche spannenden und interessanten Geschichten warten direkt vor unserer Haustür in Baden-Württemberg und über die Landesgrenzen hinaus? Dennis Fuhrich und Dieter Grupp sind in diesem Podcast auf Spurensuche und verknüpfen ihre Themen immer wieder auch mit dem aktuellen Bildungsplan. Viel Spaß!

Kommentare (1)

Alok
Alok vor 3 Jahren

Tolle podcasts über interessante Themen.

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