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Geschichte nach der Schule Archiv

63 Episoden
1 Stunde 13 Minuten
Dieter unterhält sich mit Jürgen Harich, dem Bundesvorsitzenden der donauschwäbischen Landsmannschaft in Deutschland und Präsidenten des Weltdachverbandes der Donauschwaben, und Daniela Simon vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde (Tübingen) über die Geschichte der Donauschwaben. Ausgehend vom Begriff „Donauschwaben“ sprechen sie über die Ansiedlung und das Leben in Südosteuropa seit dem 18. Jahrhundert. Dabei streifen sie Themen wie Zusammenleben, Nationalisierung, Sprachpolitik, die Folgen des Vertrags von Trianon, die Situation als deutsche Minderheit in neu entstandenen Staaten und die Nazifizierung insbesondere während des 2. Weltkriegs im Zusammenhang mit Kollaboration und den Reaktionen der Siegermächte bis Ende der 1940er-Jahre. Am Ende des Podcasts gibt Jürgen Harich noch einen Überblick über die Situation der Donauschwaben heute - weltweit und in Deutschland. Über die Integration der Donauschwaben in Deutschland und Österreich wird es einen weiteren Podcast geben.

Zur weiteren Lektüre:

Gerhard Seewann, Michael Portmann: Donauschwaben. Deutsche Siedler in Südosteuropa. Potsdam 2020.https://www.kulturforum.info/de/publikationen-2/7824-gerhard-seewann-und-michael-portmann-donauschwaben

 

Haus der Donauschwaben, Sindelfingen  www.haus-donauschwaben.de

Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm (DZM) https://www.dzm-museum.de/

Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen https://www.idglbw.de/

Bundesverband der Donauschwaben, Sindelfingen https://bundesverband-donauschwaben.de

 

Für den Unterricht auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg:

Die Auswanderung entlang der Donau im 18. Jahrhundert

(https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/neuzeit/migration/donauschwaben )
24 Minuten
Dieter unterhält sich in dieser Specialfolge mit dem Schüler Elias Hink (Kursstufe 1, Gymnasium Hechingen) darüber, wie man in der Frühen Neuzeit Hexen identifiziert, verfolgt und ihnen den Prozess gemacht hat, welche Vorstellungen hinter der wahnhaften Idee „Hexe“ stehen, was die Gesellschaften des 16. und 17. Jahrhunderts zur Hexenverfolgung angetrieben hat und ob Ähnliches heute noch denkbar ist.

Für den Unterricht bietet der Landesbildungsserver Baden-Württemberg folgende Module:

Hexenverfolgung in Schwäbisch Gmünd.

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/neuzeit/krisen/hexen_schwgmnd

Hexenverfolgung in Horb am Neckar: Verfolgung von unten - die dunkle Seite des Gemeinen Mannes

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/neuzeit/krisen/hexenverfolgung_in_horb_am_neckar

Hexenverfolgung in Ellwangen

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/neuzeit/krisen/module/epochen/neuzeit/krisen/hexen_ellwangen

Sindelfingen - Stadtmuseum und Hexenpfad

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/neuzeit/krisen/module/epochen/mittelalter/staedte/sindelfingen
1 Stunde
Dieter unterhält sich mit Stephan Podes, vormals Fachreferent für Geschichte am RP Tübingen, und Benjamin Bräuer, aktueller Fachreferent für Geschichte am RP Tübingen, darüber, wie man - unabhängig von allen Zwängen - den Bildungsplan konzipieren müsste, um guten Geschichtsunterricht umsetzen zu können.

Im Gespräch thematisieren sie die Rolle der Chronologie, fordern - mal radikaler und mal softer - auf zu Priorisierungen und unterhalten sich über Auswahlkriterien für historische Inhalte. Dabei spielt das Konzept der „Offenen Gesellschaft“ von Karl Popper eine zentrale Rolle. Benjamin präsentiert am Ende am Beispiel der mittelalterlichen Grundherrschaft ziemlich konkret, wie er sich thematisch strukturiert einen in der (fernen?) Zukunft liegenden Bildungsplan vorstellen könnte: mit Plateauphase, historischer Tiefenbohrung und Transfer auf eine andere historische Konstellation, um sinnvoll die chronologische Langzeitperspektive zu stärken.

Didaktisch verweisen wir auf die Fortbildungsangebote zum Thema „Frühe Neuzeit in Klasse 8 Geschichte: Plateaus als Chance zur Schwerpunktsetzung“ im Juli 2027.

Erwähnte Literatur:

Acemoglu , Daron & James A. Robinson: Why Nations Fail. The Origins of Power, Prosperity, and Poverty, New York (Crown Business) 2012

[dt. Ausgabe: Warum Nationen scheitern: Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut, Frankfurt a. M. (S. Fischer Verlag) 2013]

Bergmann, Klaus (2001): Versuch über die Fragwürdigkeit des chronologischen Geschichtsunterrichts, in: Hans Jürgen Pandel/ Gerhard Schieder (Hrsg): Wie weiter? Zur Zukunft des Geschichtsunterrichts. Schwalbach/ Ts., 33-55.

Norberg , Johan: Open – The Story of Human Progress, London (Atlantic Books) 2020

[dt. Ausgabe: Open – Die Geschichte des menschlichen Fortschritts, Kulmbach (Plassen Verlag) 2021]

Ders.: Peak Human – What We Can Learn from the Rise and Fall of Golden Ages, London (Atlantic Books) 2025

Popper, Karl Raimond: The Open Society and Its Enemies, 2 Bände, London (Routledge) 1945 [dt. Ausgabe: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde, 2 Bände, Tübingen (Mohr Siebeck) 82003]

Außerdem hier noch der Querverweis auf die beiden erwähnten Folgen

# 57: Kontrafaktische Geschichte: Was wäre, wenn…?

https://www.podcast.de/episode/704002121/57-kontrafaktische-geschichte-was-waere-wenn

# 3: Jubiläen

https://www.podcast.de/episode/625349094/3-jubilaeen
54 Minuten
Dennis und Dieter unterhalten sich über den Band „Verbrechen. Volksgemeinschaft. Widerstand. Ein Wegweiser zu Spuren des Nationalsozialismus in der Region Gäu-Neckar-Alb“, den Dieter zusammen mit Ines Mayer, Heinz Högerle und Martin Ulmer herausgegeben hat. Dort werden NS-Erinnerungsorte in der Region zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald dargestellt. Dennis und Dieter zeigen exemplarisch an insgesamt 7 von über 50 im Wegweiser beschriebenen Orten, wie unterschiedlich die Erinnerung an die NS-Diktatur im Einzelnen aussehen kann: Orte der Täter, Orte der Opfer und Ort des Widerstandes werden thematisiert.

Den Wegweiser erhält man über den Buchhandel (ISBN 978-3780110305) oder bei den Gedenkstätten des Verbundes Gäu-Neckar-Alb (https://www.gedenkstaettenverbund-gna.org/):

Verbrechen. Volksgemeinschaft. Widerstand. Ein Wegweiser zu Spuren des Nationalsozialismus in der Region Gäu-Neckar-Alb. Dieter Grupp, Heinz Högerle, Ines Mayer, Martin Ulmer (Hg.). Meßkirch: Gmeiner 2025.

Folgende ältere Podcastfolgen beziehen sich ebenfalls auf Erinnerungsorte, die im Wegweiser dargestellt sind:

2. Der Mössinger Generalstreik 1933

20. Gedenkstättenrundfahrt mit Martin Ulmer

52. Die Landjuden von Rexingen bei Horb

55. Das KZ-Außenlager Bisingen - 1: Errichtung, Betrieb, Alltag der Häftlinge, Beziehung zum Dorf

56. Das KZ-Außenlager Bisingen - 2: Täter, Quellen, Auflösung, Nachgeschichte, Erinnerungsarbeit
1 minute
Dieter unterhält sich mit Dr. Michael Hoffmann, dem Leiter des Kompetenzzentrums für Geschichtliche Landeskunde im Unterricht, über die Potenziale, die der regionalgeschichtliche Blick für die Behandlung des Nationalsozialismus im Unterricht hat. Dabei berücksichtigen sie grundsätzliche didaktische Dimension wie Reduktion, Konkretion, Anschaulichkeit oder Lebensweltbezug, spielen die ganze Unterrichtseinheit auf der lokalen Eben durch und kommen auf sehr viele konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu sprechen.

Die zur Folge gehörige Website:

„Aber die kleinen Adölfe...“ Das didaktische Potenzial der Lokalgeschichte für die Behandlung des Nationalsozialismus in Klasse 9

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/nationalsozialismusundzweiterweltkrieg/aber-die-kleinen-adoelfe-das-didaktische-potenzial-der-lokalgeschichte-fuer-die-behandlung-des-nationalsozialismus-in-klasse-9

Die beiden zusätzlich gewürdigten Unterrichtsmodule:

Knapp – anschaulich – einprägsam: Der NS-Wochenspruch als Propagandamittel

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/nationalsozialismusundzweiterweltkrieg/leben-im-ns-staat/knapp-anschaulich-einpraegsam-der-ns-wochenspruch-als-propagandamittel

"Die Mörder sind unter uns" - Der Ulmer Einsatzgruppenprozess 1958 https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp_2016/herrschaftsmodelle-im-20-jahrhundert/die-moerder-sind-unter-uns-der-ulmer-einsatzgruppenprozess-1958

Dieter Grupp, Ines Mayer: Praxis des Widerstands 1933-1945, in: P&U (Politik & Unterricht) 1/2019

http://www.politikundunterricht.de/1_2019/widerstand.pdf

Bildungspartnerschaften:

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/schulprojekte/bildungspartnerschaft/karte-bildungspartner/index.html
26 Minuten
Dieter unterhält sich mit dem Schüler Linus Meiling aus der Kursstufe darüber, ob und wie die Bundesliga den Fußball verbessert hat. Dabei vergleichen sie die zeit vor der Einführung der Bundesliga mit der danach und schauen besonders auf das Jahr 1963 und die Veränderungen damals und seither. Linus gibt zudem immer wieder Einblicke, wie er als junger Spieler bestimmte Phänomene einschätzt.

Wer sich über die Geschichte der Bundesliga informieren will, dem seien folgende Websites empfohlen:

Deutsches Fußballmuseum (Dortmund): https://www.fussballmuseum.de/

Überblick über Museen und Archive einzelner Vereine (von Kiel bis Freiburg): https://fussballmuseen.de/

Museum des Vereins, dessen Namen nicht ausgesprochen werden darf: https://fcbayern.com/museum/de
1 minute
Dieter unterhält sich mit Florian Hellberg, einem alten Bekannten des Podcasts, Schulbuchautor und Landeskundebeauftragter für die Ortenau, über die die Möglichkeiten und Grenzen der kontrafaktischen Geschichte. Dabei erörtern sie die Bedeutung von Kontingenz und Offenheit der Geschichte genauso wie die vielfältigen Potenziale der kontrafaktischen Geschichte für neue Erkenntnisse in der Geschichtswissenschaft wie für die unterrichtliche Verwendung an sehr vielen praktischen Beispielen.

Für den Unterricht:

"Was wäre, wenn die Schüsse von Sarajevo am 28. Juni 1914 nicht gefallen wären?" - Kontrafaktische Geschichte im Geschichtsunterricht der Kursstufe

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterricht/11-12/3-4-1-2/sarajevo

Themenspeicher Kontrafaktische Geschichte

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterricht/methodik-didaktik/kontrafaktisch

Zum Spielen: Roads Not taken

Herbst 89 – Auf den Straßen von Leipzig: Link zur interaktiven Graphic novel

https://www.dhm.de/ausstellungen/roads-not-taken-oder-es-haette-auch-anders-kommen-koennen/herbst-89-auf-den-strassen-von-leipzig/ 

Zur Lektüre:

Alexander Demandt, Ungeschehene Geschichte, Paderborn 2011.

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/geschichte/transnationaleglobalgeschichte/5389/ungeschehene-geschichte?srsltid=AfmBOooIvFG0SR_gbo1aWMG--IKX5E4n9GHlXPGDXGKTUgH9ixZrGaFh

Christoph Nonn/, Tobias Winnerling (Hg.), Eine andere deutsche Geschichte, Paderborn 2017.

https://brill.com/edcollbook/title/53250

Office of the Director of National Intelligence: Global Trends 2025, verfasst 2008 - eine Projektion für 2025

https://www.dni.gov/files/documents/Global%2520Trends_2025%2520Report.pdf

Office of the Director of National Intelligence: Global Trends 2040, verfasst 2021 - eine Projektion für 2040

https://www.dni.gov/index.php/gt2040-home

Florence Gaub, Szenario. Die Zukunft steht auf dem Spiel. München: dtv 2025.

https://www.dtv.de/buch/szenario-28527

Schließlich noch ein Verweis auf den KI-Tutor „mAxI“, wie er an der Schule von Florian eingesetzt wird: https://www.youtube.com/watch?v=a5S64uqxKaE&t=7s
1 minute
Dennis spricht mit Dieter zwei Folgen lang über sein Leib- und Magenthema: Das KZ-Außenlager in Bisingen, Teil des Unternehmen „Wüste“ zum Abbau des Posidonienschiefers am Fuße der Schwäbische Alb 1944/45.

In Folge 2 nehmen die beiden den Faden aus Teil 1 auf und sprechen über die Verantwortlichen im Lager, über die Quellenlage ganz allgemein, die letzten Tage im Lager Bisingen, bevor es aufgelöst wurde, wie die Häftlinge befreit wurden und wie man nach dem Ende der NS-Diktatur mit dem Erbe umging: (Wie) Wurden die NS-Verbrecher bestraft? Wie erging es den vormaligen Häftlingen, die überlebt haben? Was passierte mit den Toten im Massengrab und wie ging die Gemeinde mit dieser Geschichte um?

Neben der Darstellung spielt Dieter Audios von Zeitzeugen ein.

Für den Einsatz im Unterricht gibt es Material, das der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen zur Rahmung eines Besuches zur Verfügung stellt.

Zur Vorbereitung und Nachbereitung eines Besuchs: https://museum-bisingen.de/besuch/unterrichtsmaterial/

Wenn Sie einen Gedenkstättenbesuch in Bisingen planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen: https://museum-bisingen.de/besuch/führungen/

Daneben gibt es noch zwei Unterrichtsmodule zum Thema auf dem Landesbildungsserver

Das KZ-Außenlager Bisingen – Entgrenzung und Erinnerung (neuer)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/nationalsozialismusundzweiterweltkrieg/kz-bisingen

"Unternehmen Wüste" - KZ-Außenlager Bisingen (älter)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/zeitgeschichte/ns/bisingen

Außerdem empfehlen wir die Handreichungen der Landeszentarle für politische Bildung Baden-Württemberg: „Es war ein Bahnhof ohne Rampe“. Ein Konzentrationslager am Fuße der Schwäbischen Alb. Stuttgart 2007

https://www.lpb-bw.de/fileadmin/lpbhauptportal/pdf/bausteinematerialien/rampe.pdf

Zum detaillierten Ein- und Nachlesen der Folgen empfehlen wir überdies den Katalog zur Dauerausstellung im Museum Bisingen:

Museum KZ Bisingen – die Dauerausstellung. Hg. v. Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Stuttgart 2023.

https://museum-bisingen.de/geschichte/veröffentlichungen/

(erhältlich über den Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.)

Dieter erwähnt am Ende der Folge die Forschungen von Harald Welzer zum Umgang der Nachgeborenen mit der eigenen Familiengeschichte - auch dazu gibt es ein passendes Unterrichtsmodul auf dem Landesbildungsserver
1 Stunde 5 Minuten
Dennis spricht mit Dieter zwei Folgen lang über sein Leib- und Magenthema: Das KZ-Außenlager in Bisingen, Teil des Unternehmen „Wüste“ zum Abbau des Posidonienschiefers am Fuße der Schwäbische Alb 1944/45.

In Folge 1 geht es darum, wie und warum das Lager in Bisingen entstanden ist, wer dort unter welchen Bedingungen eingesperrt war, wer neben der SS am lagerbetrieb beteiligt war und wie das 2000 Einwohner starke Dorf mit dem Lager gelebt hat.

Neben der Darstellung spielt Dieter an mehreren Stellen Audios von Zeitzeugen ein.

Für den Einsatz im Unterricht gibt es Material, das der Verein Gedenkstätten KZ Bisingen zur Rahmung eines Besuches zur Verfügung stellt.

Zur Vorbereitung und Nachbereitung eines Besuchs: https://museum-bisingen.de/besuch/unterrichtsmaterial/

Wenn Sie einen Gedenkstättenbesuch in Bisingen planen, finden Sie hier alle wichtigen Informationen: https://museum-bisingen.de/besuch/führungen/

Daneben gibt es noch zwei Unterrichtsmodule zum Thema auf dem Landesbildungsserver

Das KZ-Außenlager Bisingen – Entgrenzung und Erinnerung (neuer)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/nationalsozialismusundzweiterweltkrieg/kz-bisingen

"Unternehmen Wüste" - KZ-Außenlager Bisingen (älter)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/zeitgeschichte/ns/bisingen

Außerdem empfehlen wir die Handreichungen der Landeszentarle für politische Bildung Baden-Württemberg: „Es war ein Bahnhof ohne Rampe“. Ein Konzentrationslager am Fuße der Schwäbischen Alb. Stuttgart 2007

https://www.lpb-bw.de/fileadmin/lpbhauptportal/pdf/bausteinematerialien/rampe.pdf

Zum detaillierten Ein- und Nachlesen der Folgen empfehlen wir überdies den Katalog zur Dauerausstellung im Museum Bisingen:

Museum KZ Bisingen – die Dauerausstellung. Hg. v. Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V. Stuttgart 2023.

https://museum-bisingen.de/geschichte/veröffentlichungen/

(erhältlich über den Verein Gedenkstätten KZ Bisingen e.V.)

Dieter erwähnt am Ende der Folge die Forschungen von Harald Welzer zum Umgang der Nachgeborenen mit der eigenen Familiengeschichte - auch dazu gibt es ein passendes Unterrichtsmodul auf dem Landesbildungsserver
1 minute
Dieter unterhält sich mit dem Landeskundebeauftragten und Fachberater Markus Fiederer und mit Eberhard „Ebbe“ Kögel über die Jugendzentrumsbewegung seit dem Ende der 1960er. Ebbe Kögel (Jg. 1953) war in dieser Zeit aktiv in der Bewegung und hat das Jugendzentrum in Stetten im Remstal mit aufgebaut und gegen viele gesellschaftliche Widerstände verteidigt. Im Gespräch geht es um die gesellschaftliche Atmosphäre in den 1960ern und 1970ern auf dem Land, um die Frage der „Selbstverwaltung“ der JuZes, die Konflikte, die Jugendliche in dieser Zeit mit der Obrigkeit, den Behörden, aber auch mit ihren Eltern und anderen dörflichen Strukturen ausgetragen haben, und um die grundlegende Frage, welche Rolle die Jugendzentren als nicht-kommerzielle Orte jugendlicher Sozialisation bei der Demokratiebildung gespielt haben.

Unterrichtsmaterial zum Thema wird es bei einer Fortbildung, die Markus Fiederer und Dieter im Schuljahr 26/27 anbieten werden, geben (ZSL, Regionalstelle Tübingen).

Ebbe Kögel kommt auch gerne mal in einem Klassenzimmer als Zeitzeuge vorbei: "Wia d'Revoludsjo uffs Dorf komma isch". Ca. 40 Minuten, mit Dias, Film- und Musikausschnitten. (Reisekosten und Spesen sollten erstattet werden.)

Literatur zu Stetten im Remstal:

Friederike Kamann, Eberhard Kögel, Ruhestörung. Eine moderne Heimatgeschichte. 25 Jahre Jugendzentrum Stetten in Selbstverwaltung 1968-1993. Teil 1: April 1968 bis Ende 1975; Teil 2: 1976-1993. Grafenau 1994.

Die Bücher können nur noch direkt beim Autor erworben werden: Ebbe Kögel, Heidenäcker 1,

71394 Stetten im Remstal, Tel. 07151.42866, ebbe.kogel@talk21.com oder im Antiquariat, z.B.

www.booklooker.de...

Literatur zur Jugendzentrumsbewegung allgemein

Die vernachlässigten Kleinstädte. Der vergessene Teil des Ländlichen Raumes. Teil IV: Albert Herrenknecht, „Kleinstadt 1968“. Politische Jugendbewegungen 1967-1977 in der Provinz, in: Pro-Regio-Online. ZeitSchrift für den Ländlichen Raum, Heft Nr. 5, 2008

http://www.pro-regio-online.de/downloads/klein1968.pdf

David Templin, Freizeit ohne Kontrollen. Die Jugendzentrumsbewegung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre, Göttingen 2015.

Leon Pfaff, „It’s been a long time since I rock and rolled“. Jugend- und Musikkultur in Offenburg 1967-1976, in: Die Ortenau, 2020, S. 177-220.

https://regionalia.blb-karlsruhe.de/frontdoor/deliver/index/docId/20823/file/BLBPfaffJugendkultur_Musikkultur.pdf
24 Minuten
In einem Special unterhält sich Dieter mit dem Hechinger Kursstufenschüler Fabio Domante darüber, was Italien für ihn aus - und besonders macht, inwiefern die Geschichte Italiens der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert als sog. später Nationalstaat vergleichbar und wie sich der Norden und der Süden Italiens bis heute unterscheiden. Dabei sprechen sie über italienische Dialekte, Landschaften und Mentalitäten.
1 minute
Dieter unterhält sich mit Heinz Högerle, dem Gründer und langjährigen Vorsitzender des Gedenkstättenverbundes Gäu-Neckar-Alb und Herausgeber der Gedenkstättenrundschau, über die Geschichte eines Dorfes, das über Jahrhunderte von seiner jüdischen Bewohnern geprägt war, bis die Nationalsozialisten sie vertreiben oder ermordet haben.

Das Dorf Rexingen, heute ein Stadtteil von Horb, galt bis ins 20. Jahrhundert als die „Viehbörse Süddeutschlands“, denn dort waren so viele jüdische Viehhändler beheimatet wie sonst nirgends im Südwesten. Juden und katholische Christen waren gemeinsam im Gesangsverein oder bei der Feuerwehr, bis die Nazis ab 1933 die jüdischen Bürger aus dem zivilen Leben hinausdrängten, sie einsperrten und vertrieben. Die Reaktion vieler Rexinger Juden darauf war der zionistische Plan, ein Dorf im britischen Mandatsgebiet, dem späteren Israel, zu gründen. Dies gelang im April 1938 - doch nicht alle Rexinger konnten dorthin auswandern, in drei Deportationszügen wurden die zurückgebliebenen nach Riga, Izbica und Theresienstadt deportiert und kamen dort ums Leben.

Von über 120 Deportierten überlebten nur drei Personen.

Unterrichtsmodule auf dem Landesbildungsserver:

Rexingen - Geschichte der Landjuden am Neckarknie bei Horb

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/epochen/judeninbw/rexingen-alijah

Jüdische Lebenswelten in Hohenzollern und am Oberen Neckar (1871-1933)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/derindustrialisierte_nationalstaat/juedische-lebenswelten-in-hohenzollern-und-am-oberen-neckar-1871-1933

Der im Gespräch erwähnte Wegweiser zu den NS-Erinnerungsorten:

Dieter Grupp, Heinz Högerle, Ines Mayer, Martin Ulmer (Hg.): Verbrechen. Volksgemeinschaft. Widerstand. Ein Wegweiser zu Spuren des Nationalsozialismus in der Region Gäu-Neckar-Alb, Stuttgart 2025

https://www.gmeiner-verlag.de/buecher/titel/verbrechen-volksgemeinschaft-widerstand.html

Literatur zu Rexingen:

Heinz Högerle, Carsten Kohlmann, Barbara Staudacher (Hg.): Ort der Zuflucht und Verheißung. Shavei Zion 1938-2008. Stuttgart 2008

Ders., Peter Müller, Martin Ulmer (Hg.): Ausgrenzung - Raub - Vernichtung. „NS-Akteure“ und „Volksgemeinschaft“ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzoillern 1933-1945. Stuttgart 2019. Besonders darin:

Barbara Staudacher: Das nationalsozialistische Schächtverbot und seine Auswirkungen am Beispiel jüdischer Metzger in Rexingen, Horb und Baisingen, 157-168.

Dies.: Die Vernichtung der jüdischen Viehhändler. 371-382.
1 minute
Dennis und Dieter unterhalten sich mit Jens-Christian Wagner, Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter der Gedenkstätte in Buchenwald bei Weimar, über Geschichtsrevisionismus, dessen Methoden und Ziele und welche Gefahr hieraus für unsere demokratische Gesellschaft droht. Dabei werden viele geschichtsrevisionistische Mythen und Lügen entlarvt und das Gespräch reflektiert, wie man als Lehrkraft oder auch an Gedenkstätten damit umgehen kann.

Die Website des Projekts "Geschichte statt Mythen"

www.geschichte-statt-mythen.de

Volker Weiß, Das deutsche demokratische Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört, 2025

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/571406/das-deutsche-demokratische-reich

Andreas Zick, Beate Küpper (Hg.), Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21, 2022

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/346022/die-geforderte-mitte/
1 minute
Im zweiten Teil der Doppelfolge zu Weimar sprechen Hans Woidt, Dennis und Dieter über die Reichspräsidentenwahl von 1925, bei der der ehemalige Feldmarschall Hindenburg als Sieger aus dem zweiten Wahlgang hervorging, über das Scheitern der Großen Koalition 1930 und über die Machtübertragung an Hitler im Januar 1933. Das Prinzip bleibt das gleiche wie in der vorigen Folge: Einer der drei stellt das Thema vor, formuliert eine These, die diskutiert wird, und jede Diskussion mündet in der Frage nach Verantwortlichkeit und wie stark die Demokratie beschädigt wurde. Am Ende ziehen alle ein Fazit und kommen natürlich nicht an dem sich aufdrängenden Gegenwartsbezug vorbei.

Das der Doppelfolge zugrundliege Buch von Volker Ullrich: Schicksalsstunden einer Demokratie. Das aufhaltsame Scheitern der Weimarer Republik. München 2024.

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/569253/schicksalsstunden-einer-demokratie/

Mössinger Generalstreik (Folge Nummer 2)

Unterrichtshinweise:

Die Veränderung der politischen Kommunikation in der Weimarer Republik durch den technischen Fortschritt

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterricht/11-12/3-4-3-4/radio-in-der-weimarer-republik

Wahlen 1919 - 1932 im Vergleich auf lokaler Ebene: Zollernalb

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterrichtsmaterialien/sekundarstufe-II/weimarns/wahlen

Regimentstage der badischen gelben Dragoner 1924/1925 und der „Deutsche Tag“ 1924 in Bruchsal: Zwischen unpolitischer „Kameradschaftlichkeit“ und frühem Nationalsozialismus

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp2016/europainderzwischenkriegszeit/das-scheitern-der-weimarer-republik/regimentstage-der-badischen-gelben-dragoner-1924-1925-und-der-deutsche-tag-1924-in-bruchsal-zwischen-unpolitischer-kameradschaftlichkeit-und-fruehem-nationalsozialismus
1 Stunde 3 Minuten
Dennis und Dieter begrüßen Hans Woidt als Gesprächspartner zu seinem Leib- und Magenthema „Weimarer Republik“. Im ersten Teil der Doppelfolge unterhalten sie sich über die Revolution 1918/19, den sog. „Kapp-Lüttwitz“-Putsch 1920 und das Krisenjahr 1923. Nach einer kurzen Einführung werden eine oder mehrere Thesen zum Thema aufgestellt, die dann in der Runde diskutiert werden, und im Anschluss die Frage nach Verantwortlichen und der Schwächung des demokratischen Staates diskutiert.

Das der Doppelfolge zugrundliege Buch von Volker Ullrich: Schicksalsstunden einer Demokratie. Das aufhaltsame Scheitern der Weimarer Republik. München 2024.

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/569253/schicksalsstunden-einer-demokratie/

Zwei weitere Hinweise auf Bücher, die sich mit den Gefährdungen der Demokratie befassen.

Denis Heuring, Paul-Moritz Rabe, Mirjam Zadoff (Hg.): Fragile Demokratien. Was freie Gesellschaften bedroht – und was sie zusammenhält. Bonn 2025.

https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/569725/fragile-demokratien/

Steven Levitsky/ Daniel Ziblatt: Tyrannei der Minderheit. München 2024

https://www.lpb-bw.de/publikation-anzeige/levitsky-ziblatt-tyrannei-der-minderheit-3755

Und wie immer Verweise auf unterrichtspraktische Modelle auf dem baden-württembergischen Landesbildungsserver:

Der 9. November 1918 im Spiegel der Tagespresse

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/geschichte/unterrichtsmaterialien/sekundarstufe-II/weimarns/neunter-november-1918/index.html

Die Revolution im November 1918 in Württemberg - Interview mit der Geschichte (Ulrich Maier)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp_2016/europa_in_der_zwischenkriegszeit/demokratischer-neuanfang-in-der-weimarer-republik/die-revolution-im-november-1918-in-wuerttemberg-interview-mit-der-geschichte/index.html

Ende des 1. Weltkriegs und Novemberrevolution auf der Ostalb (Peter Weber)

https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/landeskunde-landesgeschichte/module/bp_2016/europa_in_der_zwischenkriegszeit/demokratischer-neuanfang-in-der-weimarer-republik/novemberrevolution-auf-der-ostalb/index.html