Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten

Eine Stunde reden – Gespräche mit Unbekannten

Episoden

Beim Klima kennt sie kein Pardon
17.02.2026
59 Minuten
Dörte Behrmann (62) ärgert sich häufig über die Politik. Aus ihrer Sicht wird zu wenig für den Klimaschutz getan. Als PR-Frau beschäftigt sie sich beruflich viel mit dem Klima und setzt sich für mehr Aufklärung ein. Nach einer abgebrochenen Lehre im Hotel studiert sie in Karlsruhe Literatur und Geschichte. Dann zieht sie nach Berlin, um sich dort mit einer PR-Agentur selbstständig zu machen. Doch sie sehnt sich immer wieder nach Bremerhaven – der Stadt, in der sie aufgewachsen ist. Dort lebt sie jetzt in dritter Ehe in einer Fernbeziehung. Für ihre Rente plant die 62-Jährige einen dreimonatigen Aufenthalt in New York. "Aber erst, wenn Trump nicht mehr Präsident ist", sagt sie. Wie es ihr dank der Kinder ihres Mannes gelungen ist, über ihren eigenen unerfüllten Kinderwunsch hinwegzukommen, erzählt sie Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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Der harte Weg zum Fußballprofi
03.02.2026
55 Minuten
Jef Tchouangue trainiert fünf Tage pro Woche und am Wochenende hat er Spiele. Fußball bestimmt das Leben des 21-Jährigen, der ganz hoch hinaus will – in die Bundesliga, besser noch in die Champions League. In den letzten Jahren ist er seinem Traum ein Stück näher gekommen, erzählt er Podcast-Host Mario Neumann: Als vielseitig einsetzbarer Spieler des Bremer SV in der Regionalliga Nord kann er zwar schon vom Fußball leben, will sich selbst aber noch nicht Profi nennen. Auch von einer Oberschenkelverletzung hat er sich nicht entmutigen lassen, sondern an seiner mentalen Einstellung gearbeitet. Die positive Grundhaltung hat er von seinem aus Kamerun stammenden Vater, sagt er. Und bleibt trotz ehrgeiziger Ziele realistisch: Neben seinem sportlichen Alltag studiert er an einer Fernuniversität Betriebswirtschaft – nur für den Fall, dass es doch nichts wird mit der Champions League.
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Ein Leben ohne viele Worte
20.01.2026
60 Minuten
Als Astrid 70 wird, freut sie sich, so alt zu werden. Denn ihre Eltern sind beide sehr früh gestorben. Geredet wird in ihrer Familie nicht viel, schon gar nicht über den Alkoholismus ihres Vaters. Das Schweigen setzt sich in ihrer Ehe fort. Aber Astrid hält durch, bis ihre Kinder groß sind. Nach der Trennung trifft sie ihre große Liebe. Doch der Mann ist verheiratet und hat neben ihr noch andere Liebschaften. Seitdem ist die Bremerhavenerin solo. Verliebt hat sie sich trotzdem noch einmal – und zwar in das Land Norwegen. Manchmal träumt sie davon, dorthin auszuwandern. Sich selbst beschreibt sie eher als leisen Typ: "Ich unterdrücke viel und wäre gerne manchmal etwas ausgeflippter", erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen-Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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Leben mit Hundemasken
06.01.2026
57 Minuten
Es gibt Tage, da bellt sich Mitch morgens erstmal im Spiegel an. Denn Mitch ist ein sogenannter "Puppy-Player" – er lebt einen Teil seines Lebens als Hund. Dafür benutzt er Masken, die es ihm erlauben, andere Seiten von sich zu zeigen und andere Gefühle zu spüren. Puppy-Masken gelten als Fetische, sich selbst nennt Mitch "stockschwul". Trotzdem ist seine Hunde-Seite für den 26-Jährigen weniger sexueller Kick als spielerischer Teil seiner Identität, sagt er. In der Öffentlichkeit zeigt sich Mitch nur selten mit Maske, aber seine Familie weiß Bescheid, und auch sein Freund teilt seine Leidenschaft. Für den 26-Jährigen ist es das Wichtigste, sich selbst im Spiegel in die Augen schauen zu können – mit Hundemaske oder ohne.
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Trotz Schwindel aktiv
23.12.2025
59 Minuten
Zu einer ihrer Töchter hat sie keinen Kontakt – trotzdem würde sie die Tür öffnen, wenn diese vor ihr stünde, und ihr sagen, dass sie sie "ganz doll liebt", sagt Anja aus Bremerhaven. Die 57-Jährige, die sieben Geschwister hat, hatte kein einfaches Leben. Von den Eltern wurde sie geschlagen, erzählt sie. Auch in ihren Ehen gab es Gewalt. Anja trennte sich und war lange alleinerziehend. Im Berufsleben gab es öfter Schwierigkeiten: Anja arbeitete schon als Friseurin, in der Fischverarbeitung und hielt sich und ihre drei Kinder mit diversen Putzjobs über Wasser. Heute genießt die Bremerhavenerin die Ruhe in ihrem Leben. Und obwohl sie täglich unter Schwindelanfällen leidet, sieht sie es als ihre Lebensaufgabe, anderen zu helfen, erzählt sie Host Mario Neumann im Bremen Zwei-Podcast "Eine Stunde reden".
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Über diesen Podcast

"Eine Stunde Reden?" steht auf dem Schild mit dem sich Host Mario Neumann auf die Straße stellt und wartet – solange, bis er jemanden gefunden hat, der reden will. Seinen unbekannten Gast nimmt er mit ins Bremen-Zwei-Studio – und dort reden sie. Eine ganze Podcast-Folge lang. Über Erfolg und Scheitern, verpasste und gelebte Träume, ein spätes Coming Out, eine schwierige Scheidung, die große Liebe – über die kleinen und die großen Fragen des Lebens eben.

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