Tech-News #155: Amazon Buy for Me, KI-Supply-Chain, OpenAIs Monetarisierung, Alexa vs. ChatGPT & AI-Fraud
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vor 3 Wochen
In der Folge 155 von Schlaflos dank Seattle beginnen wir mit dem
Thema Agentic Commerce: Nachdem wir in der letzten Folge über
Googles Universal Commerce Protocol gesprochen haben, schauen wir
nun darauf, wie Amazon sich aktuell positioniert.
Amazon blockiert weiterhin Drittanbieter-Agenten auf der eigenen
Plattform, signalisiert aber laut CEO Andy Jassy grundsätzlich
Gesprächsbereitschaft. Parallel testet Amazon mit „Buy for Me“
einen eigenen KI-Shopping-Agenten, der über die Amazon-App auch
auf externen Webseiten einkauft. Wir ordnen ein, warum Amazon
kein Interesse daran hat, „einer von vielen“ in offenen
Protokollen zu sein, sondern langfristig sein eigenes
Technologie- und Advertising-Ökosystem absichern will – inklusive
möglicher Ambitionen rund um Alexa und Alexa Plus.
Im nächsten Teil sprechen wir über OpenAIs Monetarisierung im
E-Commerce. Anlass ist die Shopify-Integration, bei der OpenAI
rund 4 % Provision auf erfolgreiche Transaktionen verlangen soll
– zusätzlich zu bestehenden Shopify- und Zahlungsgebühren. Wir
diskutieren, warum diese Gebühr im Vergleich zu klassischen
Marktplätzen eher moderat wirkt, für welche Geschäftsmodelle sie
sinnvoll sein kann und wo Händler Gefahr laufen, zum
gesichtslosen Anbieter zu werden. Zentrale Faktoren sind dabei
Produktdatenqualität, KI-Readiness und die Frage, wie
Markenbindung entsteht, wenn der Kauf komplett im Chat
stattfindet.
Daran anschließend geht es um Werbung in ChatGPT. OpenAI rollt
kontextuelle Ads für kostenlose Nutzer und günstige Abos aus –
mit sehr hohen TKPs von rund 60 US-Dollar. Wir ordnen das als
Premium-Branding-Umfeld ein, sprechen über mögliche
First-Mover-Effekte, aber auch über Risiken für Nutzervertrauen
und die wahrgenommene Neutralität von KI-Antworten.
Danach wechseln wir auf die Chip- und Infrastrukturebene. Wir
sprechen über Nvidias Vendor-Financing-Strategie rund um
CoreWeave, Microsofts Maia-200-Chip als wirtschaftlichen Hebel
gegen explodierende Inference-Kosten und darüber, wie sich die
gesamte KI-Supply-Chain immer weiter verzweigt. Beispiele wie der
japanische Sanitärhersteller Toto, der mit Keramik-Komponenten
für die Halbleiterfertigung stark profitiert, zeigen, wie tief
der KI-Boom inzwischen in klassische Industrien
hineinreicht.
Im geopolitischen Kontext diskutieren wir, warum China trotz
US-Freigabe keine Nvidia-H200-Chips importieren will und
stattdessen konsequent auf eigene Chip-Strategien setzt.
Zum Abschluss geht es um AI-Fraud und Scams. Die Anzahl der
Betrugsfälle steigt nicht mehr stark, die Angriffe werden aber
durch KI deutlich professioneller und schadensintensiver.
Deepfakes, automatisierte Social-Engineering-Angriffe und leicht
verfügbare Tools senken die Einstiegshürde massiv.
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