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  4. Inverse Zinskurve als Warnsignal

Viel wird derzeit von der Gefahr einer inversen Zinskurve
gesprochen. Gemeint ist, dass die Zinskurve nicht wie normal nach
oben geht, sprich je länger die Laufzeiten von Anleihen sind,
desto höher ist auch die Verzinsung, sondern sich die Zinskurve
umdreht: Je kürzer die Laufzeiten, desto höher die Zinsen. Wann
kann so etwas passieren? Wo es doch logisch ist, dass ich für
eine langfristigere Bindung eine bessere Rendite bekommen sollte,
weil das Risiko von Zinsänderungen und Inflationsanstieg ja viel
höher ist. Die Zinskurve dreht sich um, wenn die Finanzwelt in
nächster Zeit mit einem kräftigen Wirtschaftseinbruch rechnet und
daher mit sinkenden Zinsen als Konjunkturstützung. Da will man
sich lieber noch langfristig die aktuellen Zinsen sichern und
verkauft dafür kurzfristiger laufende Anleihen. Die sind dann
weniger gefragt und damit sinkt ihr Kurs und ihre Rendite.
Anleiherenditen setzen sich ja aus Zinserträgen und Kursgewinnen
zusammen.  Daher müssen kurzfristige Schuldner mehr Zinsen
zahlen, um Geldgeberinnen zu finden.


Die Vergangenheit hat jedenfalls gezeigt, dass auf eine inverse
Zinskurve meist eine Rezession folgte. Eine Rezession trifft
natürlich auch die Aktienmärkte, vor allem zyklische Aktien.
Studien haben aber gezeigt, dass inverse Zinskurven zwar
verlässliche Warnsignale für eine Rezession sind, aber nicht für
Crash an Aktienmärkten. Nicht zuletzt, weil es an
Veranlagungsalternativen fehlt.


Morgan Stanley hat in den USA jedenfalls schon gewarnt, dass die
aktuelle Abflachung der Zinskurve die jüngste leichte Erholung
der großen Tech-Werte wieder gefährden könnte. Vor einigen Tagen
überstieg die Rendite fünjähriger Staatsanleihen kurzfristig
sogar erstmals jene von 30-jährigen Staatsanleihen. Das war das
erste Mal seit 2006. Frank Fischer, CEO & CIO der Shareholder
Value Management AG warnt in der aktuellen Podcast-Folge der
GELDMEISTERIN vor gröberen Kursrückschlägen im Sommer, bevor
Aktien im August wieder auf die Überholspur kommen. In die
Geldmeisterin reinhören lohnt sich. Als Dankeschön für die
Recherche würde ich mich natürlich über eine 5-Sterne-Bewertung
auf YouTube, Spotify und/oder Apple Podcast von der Börsenminute
und der GELDMEISTERIN sehr freuen.


Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von
getroffenen  Aussagen entstehen, übernimmt die
Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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„Inverse Zinskurve als Warnsignal“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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