Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Exxon Mobil macht 11,4 Milliarden US-Dollar Gewinn in drei Monaten
Multimillionäre wie Jim Rogers oder auch Kleinanleger, die im großen Stil in fossile Brennstoffe investiert haben freuen sich, für nachhaltig orientierte Anleger ist es ein Ärgernis. Tatsache ist, dass kaum eine andere Branche in jüngster Zeit so gut verdient hat die wie die Gas- und Erdölindustrie. Spitzenreiter ist hier der US-Ölmulti Exxon Mobil, der in den ersten drei Monaten 2023 laut Statista stolze 11,4 Milliarden US-Dollar verdiente, nochmals mehr als doppelt so viel wie im guten Jahr 2022 und mehr als vier Mal so viel wie 2021. Der französische Konzern Total Energies steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vergleichsquartal 2022 um 12 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Die Profite von Chevron stiegen um fünf Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar, von Shell ähnlich stark auf 9,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn von Amazon betrug im selben Zeitraum gerade bei 3,2 Milliarden US-Dollar. Obendrein ist der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis Fremd- zu Eigenkapital bei Amazon mit 217 Prozent deutlich höher. Bei Chevron liegt er hingegen nur bei knapp 60 Prozent, bei Exxon Mobil beträgt er gerade 76 Prozent, bei Shell sind es 127,5 Prozent und selbst bei der re-verstaatlichten französischen Total Energies liegt der Verschuldungsgrad „nur“ bei 159 Prozent und damit immer noch deutlich unter jenem von Amazon. Nichts desto trotz konnte der Kurs der Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um 30 Prozent zulegen. Andererseits kommt es nicht von ungefähr, dass Warren Buffett sich so stark an Occidental Petroleum beteiligt hat und sich von dem Ölwert auch nicht trennen möchte. Mehr zu Occidental und anderen Value-Perlen am Sonntag bei der GELDMEISTERIN mit Podcastgast Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege der Shareholder Value Managment.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Oil #profit #investieren #Shell #Amazon #ExxonMobil #Podcast
Foto: Unsplash
Multimillionäre wie Jim Rogers oder auch Kleinanleger, die im großen Stil in fossile Brennstoffe investiert haben freuen sich, für nachhaltig orientierte Anleger ist es ein Ärgernis. Tatsache ist, dass kaum eine andere Branche in jüngster Zeit so gut verdient hat die wie die Gas- und Erdölindustrie. Spitzenreiter ist hier der US-Ölmulti Exxon Mobil, der in den ersten drei Monaten 2023 laut Statista stolze 11,4 Milliarden US-Dollar verdiente, nochmals mehr als doppelt so viel wie im guten Jahr 2022 und mehr als vier Mal so viel wie 2021. Der französische Konzern Total Energies steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vergleichsquartal 2022 um 12 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar. Die Profite von Chevron stiegen um fünf Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar, von Shell ähnlich stark auf 9,6 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn von Amazon betrug im selben Zeitraum gerade bei 3,2 Milliarden US-Dollar. Obendrein ist der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis Fremd- zu Eigenkapital bei Amazon mit 217 Prozent deutlich höher. Bei Chevron liegt er hingegen nur bei knapp 60 Prozent, bei Exxon Mobil beträgt er gerade 76 Prozent, bei Shell sind es 127,5 Prozent und selbst bei der re-verstaatlichten französischen Total Energies liegt der Verschuldungsgrad „nur“ bei 159 Prozent und damit immer noch deutlich unter jenem von Amazon. Nichts desto trotz konnte der Kurs der Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um 30 Prozent zulegen. Andererseits kommt es nicht von ungefähr, dass Warren Buffett sich so stark an Occidental Petroleum beteiligt hat und sich von dem Ölwert auch nicht trennen möchte. Mehr zu Occidental und anderen Value-Perlen am Sonntag bei der GELDMEISTERIN mit Podcastgast Heiko Böhmer, Kapitalmarktstratege der Shareholder Value Managment.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Oil #profit #investieren #Shell #Amazon #ExxonMobil #Podcast
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3 Minuten
Jedes Mal das gleiche Spiel in den USA, der Polit-Poker um die Anhebung der Schuldenobergrenze. Sollte die US-Regierung den Schuldendeckel von umgerechnet 28,6 Billionen Euro nicht anheben, oder zumindest aussetzen, droht der Weltmacht Nummer Eins im Juni der Zahlungsausfall. Auch wenn ich im inneren meines Investorenherzens auch diesmal nicht glaube, dass es so weit kommt und auch US-Präsident Joe Biden betont, dass es die USA seit 200 Jahren nie verabsäumt habe, seine Kredite zu bedienen bringt das bereits ganz schön Unruhe in die Kapitalmärkte und das lässt wiederum die Zocker-Herzen höher schlagen. Promi-Investor Bill Gross, Mitbegründer der Fondsgesellschaft Pimco empfiehlt den Kauf von jenen kurzlaufenden US-Schatzpapieren, die rund um das kritische Datum einer theoretischen amerikanischen Staatspleite auslaufen. Denn Renditen von US-Treasuries mit Laufzeiten von ein bis drei Monaten sind in die Höhe geschnellt bieten eine Rendite von 5,25 Prozent. Zum Vergleich: US-Staatsanleihen mit noch zehn Jahre Laufzeit rentieren gerade bei 3,48 Prozent. Diese inverse Zinskurve – kürzere Bindungen werden höher verzinst – ist im aktuellen Umfeld nicht ganz unlogisch. Zum einen ist eine solche umgekehrte Zinskurve oftmals der Vorbote einer Rezession. Zum andern, sollte die USA tatsächlich zahlungsunfähig werden, womit ich persönlich nicht rechne, ja dann werden Anleihen mit kürzerer Laufzeit als Erstes nicht bedient. Hier geht man also ein deutlich höheres Risiko ein. Was man als Euro-Anleger natürlich auch immer bedenken muss bei US-Investments sind Währungsverluste. Denn wer glaubt noch an den Dollar, sollte die USA tatsächlich ihre Schulden nicht bezahlen können ...
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#USA #Zinskuve #investieren #Schuldenobergrenze #Schatzpapiere #Podcast
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#USA #Zinskuve #investieren #Schuldenobergrenze #Schatzpapiere #Podcast
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4 Minuten
Vielen Dank für die netten Reaktionen und Glückwünsche zu meinem gewonnen Aktienduell gegen meinen geschätzten Podcastkollegen Christian Drastil. Warum wir eigentlich beide Sieger sind, können diejenigen, die am Wochenende das harte Match am Börsenparkett nicht verfolgt haben, in der aktuellen Podcastfolge der GELDMEISTERIN nachhören. Besonders zahlreich waren die Kommentare zur unserer Österreich-Aktien-Runde und unserem Talk über die wenig bekannten Biotech-Perlen aus Österreich oder zumindest mit österreichischem Bezug. Christian hat den Impfhersteller Valneva – notiert in Frankreich - und den nach einer Cyberattacke verwundeten Pharma-Wirkstoffforscher Evotec schon bei der GELDMEISTERIN vorgestellt. Ich möchte Euch noch eine dritte, spannende österreichische Biotech-Aktie vorstellen, ohne dass dies allerdings eine Aktienempfehlung ist: Die in Niederösterreich vor den Toren Wiens ansässige Marinomed wird von dem wissenschaftlichen Power-Couple Eva Prieschl-Grassauer und Andreas Grassauer nicht nur gemanagt. Sie sind auch die die biopharmazeutischen Superhirne hinter Marionomed, deren Heuschnupfen- und Nasenspray nachgewiesenermaßen auch die Covid-Viren abhält. Die österreichische Biotech-Perle produziert nicht selbst, sondern verkauft hierfür weltweit Lizenzen. Das eigentliche Asset von Marinomed finde ich, ist aber die Marinosolv-Technologie-Plattform. Eine Patentlösung, mit der Medikamente bei geringeren Dosen besser und schneller wirken, was theoretisch nicht nur Medikamente günstiger machen sollte, weil man Wirkstoffe ein spart, sondern vor allem auch den Körper weniger belasten sollte.
Mit unter 90 Millionen Euro Marktkapitalisierung und 13,3 Millionen Euro Umsatz ist das natürlich ein sehr kleiner Wert, der mit der Acropora-Beteiligungs AG einen saudischen Großinvestor mit 13,5 Prozent Anteil hat. Zu den Kernaktionären zählen auch das Eigentümerpaar. Rund 62,3 Prozent sind im Streubesitz, das heißt hier könnte irgendwann mal ein großer Pharmawert einsteigen. Ich nehme Marinomed als Beispiel für viele kleine Impf- und Wirkstoffhersteller. Sie sind noch nichts für das Langfristportfolio und sie verbuchen typischerweise – bis der große Durchbruch kommt –aufgrund hoher Forschungskosten ein negatives Betriebsergebnis. Spekulativ eignen sich solcheFirmen, deren Entwicklung man genau verfolgt und an deren Erfindung und deren Management man fest glaubt, schon als kurzfristige Trades oder Übernahmespekulationen, so meine ganz persönliche Meinung. Ich habe die Aktie im März 2019 für rund 80 Euro gekauft, bei 102 Euro noch im selben Jahr wieder verkauft. Derzeit notiert die Marinomed-Aktie bei 33 Euro, ohne dass das Unternehmen schlechter dar stünde. Buy and hold halte ich bei Biotech-Titeln für keine gute Anlagestrategie ...
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Anteile #Aktie #investieren #Finance #Podcast
Foto: Marinomed
Mit unter 90 Millionen Euro Marktkapitalisierung und 13,3 Millionen Euro Umsatz ist das natürlich ein sehr kleiner Wert, der mit der Acropora-Beteiligungs AG einen saudischen Großinvestor mit 13,5 Prozent Anteil hat. Zu den Kernaktionären zählen auch das Eigentümerpaar. Rund 62,3 Prozent sind im Streubesitz, das heißt hier könnte irgendwann mal ein großer Pharmawert einsteigen. Ich nehme Marinomed als Beispiel für viele kleine Impf- und Wirkstoffhersteller. Sie sind noch nichts für das Langfristportfolio und sie verbuchen typischerweise – bis der große Durchbruch kommt –aufgrund hoher Forschungskosten ein negatives Betriebsergebnis. Spekulativ eignen sich solcheFirmen, deren Entwicklung man genau verfolgt und an deren Erfindung und deren Management man fest glaubt, schon als kurzfristige Trades oder Übernahmespekulationen, so meine ganz persönliche Meinung. Ich habe die Aktie im März 2019 für rund 80 Euro gekauft, bei 102 Euro noch im selben Jahr wieder verkauft. Derzeit notiert die Marinomed-Aktie bei 33 Euro, ohne dass das Unternehmen schlechter dar stünde. Buy and hold halte ich bei Biotech-Titeln für keine gute Anlagestrategie ...
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Anteile #Aktie #investieren #Finance #Podcast
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3 Minuten
Yeeze-Schuhe verstauben im Hoch-Regal
Was hat Adidas da nur für einen Vertrag mit dem unsäglichen Rapper Kaney West, pardon Ye abgeschlossen? Das wollen jetzt auch jene US-Aktionäre von der Konzernspitze genau wissen, die sich einer Sammelklage gegen Adidas angeschlossen haben. Sie argumentieren, dass Ye ja längst vor dem Yezee-Schuhdeal mit Adidas ein indiskutables, auffälliges Verhalten mit seinen Sprechdurchfällen und „White live matters“-Shirts zeigte, was den deutschen Sportgiganten offenbar nicht weiter störte. So hätte der frühere adidas-CEO Kasper Rorsted Ye´s antisemitische Äußerungen vor adidas-Mitarbeitern nicht publik gemacht. Ye meinte , er werde ein Album nach Hitler benennen. Die Trennung von ihrem vom rechten Weg nicht abgekommenen Influencer könnte dem DAX-Konzern nach Angaben des neuen CEO´s Björn Gulden 2023 beachtliche 500 Millionen Euro an Gewinn und 1,2 Millionen Euro an Umsatz kosten. Nämlich dann, wenn man die Yeezy-Schuhe, die Adidas noch in seinem Hochregallager hortet, nicht mehr verwerten könne.
Ich jedendfalls vertraue in Björn Gulden, dass er Adidas wieder auf Kurs bringt. Viele neue Adidas-Aktionäre tun das. So stieg die Aktie jetzt nach der Quartalsbilanzveröffentlichung. Und ich steige gemeinsam mit Adidas in die zweiten Runde des Aktien-Duells mit meinem geschätzten Podcast-Kollegen
Christian Drastil am kommenden Sonntag in der neuen Episode der GELDMEISTERIN, zu hören, überall wo es Podcasts gibt.
So viel darf ich spoilern: Die erste Runde ging an mich, wobeiwir beide im Vorjahr den Markt bei weitem geschlagen haben. Ready to rumble?
Ich hoffe wir hören uns am Sonntag. Schönes Wochenende wünscht Podcast-Host Julia Kistner.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Adidas #Aktie #investieren #Fincance #Podcast
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Was hat Adidas da nur für einen Vertrag mit dem unsäglichen Rapper Kaney West, pardon Ye abgeschlossen? Das wollen jetzt auch jene US-Aktionäre von der Konzernspitze genau wissen, die sich einer Sammelklage gegen Adidas angeschlossen haben. Sie argumentieren, dass Ye ja längst vor dem Yezee-Schuhdeal mit Adidas ein indiskutables, auffälliges Verhalten mit seinen Sprechdurchfällen und „White live matters“-Shirts zeigte, was den deutschen Sportgiganten offenbar nicht weiter störte. So hätte der frühere adidas-CEO Kasper Rorsted Ye´s antisemitische Äußerungen vor adidas-Mitarbeitern nicht publik gemacht. Ye meinte , er werde ein Album nach Hitler benennen. Die Trennung von ihrem vom rechten Weg nicht abgekommenen Influencer könnte dem DAX-Konzern nach Angaben des neuen CEO´s Björn Gulden 2023 beachtliche 500 Millionen Euro an Gewinn und 1,2 Millionen Euro an Umsatz kosten. Nämlich dann, wenn man die Yeezy-Schuhe, die Adidas noch in seinem Hochregallager hortet, nicht mehr verwerten könne.
Ich jedendfalls vertraue in Björn Gulden, dass er Adidas wieder auf Kurs bringt. Viele neue Adidas-Aktionäre tun das. So stieg die Aktie jetzt nach der Quartalsbilanzveröffentlichung. Und ich steige gemeinsam mit Adidas in die zweiten Runde des Aktien-Duells mit meinem geschätzten Podcast-Kollegen
Christian Drastil am kommenden Sonntag in der neuen Episode der GELDMEISTERIN, zu hören, überall wo es Podcasts gibt.
So viel darf ich spoilern: Die erste Runde ging an mich, wobeiwir beide im Vorjahr den Markt bei weitem geschlagen haben. Ready to rumble?
Ich hoffe wir hören uns am Sonntag. Schönes Wochenende wünscht Podcast-Host Julia Kistner.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Adidas #Aktie #investieren #Fincance #Podcast
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2 Minuten
Saudi Arabische Titel machen vier Prozent des MSCI Emerging Market -Index aus
Wir konzentrieren uns beim Investieren bei den Nachhaltigkeitskriterien gerne auf das E wie Environment und vergessen dabei auf das S wie Social, ganz
zu Schweigen vom G wie Governance. Jedenfalls hat mich diese Woche schon erstaunt, wie wenig Wellen die Wiederaufnahme von Syrien in die Arabische Liga nach einem Jahrzehnt geschlagen hat. Dabei, wenn ich mich nicht irre, ist immer noch Schlächter Baschar al-Assad Präsident von Syrien. Und der ist doch für Millionen von Flüchtlingen und für hunderte Tausend Tote verantwortlich. Nun gut, viele Mitglieder der arabischen Liga sind auch nicht gerade lupenreine Demokratien. Das sind etwa neben Palästina noch 21 anerkannte Staaten, darunter Ägypten, Saudi Arabien, Irak, oder Libanon. Keine Panik, das bleibt weiterhin ein Finanz- und kein Politpodcast. Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, denn auch ich unterstütze über einen MSCI Emerging Market-Indexfonds Assats Freunde, den Unrechtsstaat Saudi Arabien. Saudische Aktien, im Wesentlichen der weltgrößte Petro-Konzern Saudi Aramco, machen rund vier Prozent der Marktkapitalisierung des MSCI Emerging Markes -Index aus, seit Russland aus dem MSCI-Leitindex für Schwellenländer rausgefallen ist. Geld regiert die Welt?
Wie politisch korrekt sollte man auch als Anleger sein? Ich bin gespanntmauf Eure Meinung und Kommentare. Marr-Haba!
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#ESG #MSCIEmerging Markets #Syrien #SaudiArabien #Marktkapitalisierung #Aktien #Vermögen #investment #anlegen #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #investieren #Index #Fonds #Governance #Assat #Königreich #SaudiAramco
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Wir konzentrieren uns beim Investieren bei den Nachhaltigkeitskriterien gerne auf das E wie Environment und vergessen dabei auf das S wie Social, ganz
zu Schweigen vom G wie Governance. Jedenfalls hat mich diese Woche schon erstaunt, wie wenig Wellen die Wiederaufnahme von Syrien in die Arabische Liga nach einem Jahrzehnt geschlagen hat. Dabei, wenn ich mich nicht irre, ist immer noch Schlächter Baschar al-Assad Präsident von Syrien. Und der ist doch für Millionen von Flüchtlingen und für hunderte Tausend Tote verantwortlich. Nun gut, viele Mitglieder der arabischen Liga sind auch nicht gerade lupenreine Demokratien. Das sind etwa neben Palästina noch 21 anerkannte Staaten, darunter Ägypten, Saudi Arabien, Irak, oder Libanon. Keine Panik, das bleibt weiterhin ein Finanz- und kein Politpodcast. Doch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, denn auch ich unterstütze über einen MSCI Emerging Market-Indexfonds Assats Freunde, den Unrechtsstaat Saudi Arabien. Saudische Aktien, im Wesentlichen der weltgrößte Petro-Konzern Saudi Aramco, machen rund vier Prozent der Marktkapitalisierung des MSCI Emerging Markes -Index aus, seit Russland aus dem MSCI-Leitindex für Schwellenländer rausgefallen ist. Geld regiert die Welt?
Wie politisch korrekt sollte man auch als Anleger sein? Ich bin gespanntmauf Eure Meinung und Kommentare. Marr-Haba!
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#ESG #MSCIEmerging Markets #Syrien #SaudiArabien #Marktkapitalisierung #Aktien #Vermögen #investment #anlegen #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #investieren #Index #Fonds #Governance #Assat #Königreich #SaudiAramco
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3 Minuten
Wie ihr wisst, freue ich mich normalerweise immer auf Eure Reaktionen auf meine Finanzbeiträge, selbst wenn ihr anderer Meinung seid. Schließlich leben wir ja in einer Demokratie. Traurig stimmt mich allerdings jener jüngster Facebook-Kommentar, dass alle Börsenberichte doch nur Geldmacherei seien und er persönlich lieber im Cash bleibt. Traurig deshalb, weil offensichtlich meine ehrenamtlichen Finanzbildungs-Bemühungen keinerlei Wirkung zeigen. Cash ist auf Dauer nicht fesch, darin bestärkt mich der monatliche Zinsradar für 20 Euro-Staaten von Taggeldvergleich.net. Aufgrund einer Inflation über den mageren Sparzinsen verloren Deutsche Sparer im ersten Quartal 2023 real rund 55,85 Milliarden Euro an Kaufkraft. In Österreich waren es bei einer Bevölkerung von 1:10 zu Deutschland sogar 29,1 Milliarden Euro. Sprich pro Nase wurde mehr als fünf Mal so viel Sparvermögen durch die Inflation vernichtet. Auf das Jahr gerechnet rechnet Taggeldvergleich.net mit einem Kaufkraftverlust pro Kopf in Österreich von 3.279 Euro. Auch wenn solche Inflationsausblicke mit Vorsicht zu genießen sind. Sie erinnern einen daran, dass man mit seinem Geld etwas tun muss, damit man die Inflation schlägt. Da fallen mir in erster Linie Aktien ein. Seit Jahresbeginn hat der Index der 500 größten kapitalisierten US-Aktien S&P 500 um 7,7 Prozent zugelegt, wobei kurzfristige Vergleiche noch nichts über den langfristigen Vermögenserhalt aussagen. In den letzten zehn Jahren ist der S&P 500 jedenfalls um 163 Prozent gestiegen, der vergleichbare europäische Index EuroStoxx 600 um zumindest 54 Prozent. Also ich finde das gibt schon sehr viel Sicherheit, dass man mit Aktien sein Vermögen vor Kaufkraftverlust schützen kann …
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#Cash #Inflation #Kaufkraft #USA #S&P500 #Bargeld #EU #Österreich #Deutschland #Aktien #Vermögen #investment #anlegen #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #investieren #Vermögenserhalt #Sicherheit #Sparer #taggeldvergleich.de #EuroStoxx #Index #Zinsradar
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3 Minuten
Viele große Berkshire Heathaway-Beteiligungen notieren unter dem Buchwert
Warren Buffet lud am Wochenende zum großen Woodstockfestival für Kapitalisten ein, was einem bei dem jährlichen Medienspektakel kaum entgehen konnte. Was mich bedenklich stimmt ist, dass seine Holding Berkshire Heathaway im ersten Quartal um 13,3 Milliarden US- Dollar Aktien aus seinem Portfolio verkauft hat, wenig neue Anteilsscheine hinzukaufte, dafür um 4,4 Milliarden US-Dollar eigene Titel zurückkaufte. Vielleicht, weil viele seiner eigenen Wertpapierbestände aktuell stark unterbewertet sind, wenn man einmal von seiner größten Aktienposition Apple absieht. Apple, das muss man sich einmal vorstellen, notiert über den 50-fachen Wert ihres Buchwerts.
Hingegen gerade noch über dem Buchwert notiert die Kraft-Heinz-Aktie, während eine weitere große Berkshire-Position, Paramount Global 45 Prozent , General Motors 50 Prozent unter dem Buchwert je Aktie, Bank of America über eine Drittel unter dem Buchwert und Citigroup bei fast der Hälfte des Buchwerts je Aktie notiert.
Man könnte nun argumentieren, dass man wenig falsch machen kann, wenn man mit der Berkshire B-Aktie in einem Korb voller Aktien investiert, die weit unter ihrem Buchwert notieren. Die Frage ist immer nur, warum Unternehmen unter dem Buchwert notieren. Gut bei GM würde ich sagen, da kann man mit der Lieferkettenproblematik und Covid argumentieren. Aber was ist mit der US-Medienkette Paramount Global? Reichen die Werbe- und Streaming-Einnahmen von Paramount+ je aus? Hat der Medienkonzern den Zug verpasst? Und was ist mit der Bankenkrise? Vor Verlusten bei den Gewerbekrediten hat Berkshire-Mastermind Charly Munger ja selbst gewarnt. Munger und Buffett meinen jedenfalls, die altmodische Intelligenz funktioniert noch, also wissen sie wohl was sie tun.
Meine ganz persönliche Meinung, keine Anlageempfehlung ist: Ich warte jetzt einmal den Woodstook-Kapitalismus-Hype ab, bis Berkshire nicht mehr ganz so in den Medien steht und vielleicht näher am Buchwert und nicht 51 Prozent über dem Buchwert notiert. Für den aktuellen Preis ist mir Buffetts Berkshire Hathaway Holding nämlich zu Apple-lastig, zu Banken-lastig und mit Occidental, von der man sich nach Buffetts Worten entgegen Gerüchten nicht trennen möchte, zu Erdöl-haltig,
Berkshire Hathaway: Kaufen, halten, verkaufen? Wozu tendiert ihr nach dem großen Omaha-Spektakel? Ich freue mich über Eure Kommentaren und natürlich über Daumen nach oben oder Sternchen für diese 170. Folge der Börsen-Minute.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#BerkshireHathaway #Beteiligungsholding #WarrenBuffett #CharlyMunger #Omaha #Paramount #Apple #GM #General Motors #Occidential #Erdöl #Rendite #investment #anlegen #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Buchwert #Aktien #BankofAmerica #Citi #Aktienrückkauf #investieren #Beteiligungen
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Warren Buffet lud am Wochenende zum großen Woodstockfestival für Kapitalisten ein, was einem bei dem jährlichen Medienspektakel kaum entgehen konnte. Was mich bedenklich stimmt ist, dass seine Holding Berkshire Heathaway im ersten Quartal um 13,3 Milliarden US- Dollar Aktien aus seinem Portfolio verkauft hat, wenig neue Anteilsscheine hinzukaufte, dafür um 4,4 Milliarden US-Dollar eigene Titel zurückkaufte. Vielleicht, weil viele seiner eigenen Wertpapierbestände aktuell stark unterbewertet sind, wenn man einmal von seiner größten Aktienposition Apple absieht. Apple, das muss man sich einmal vorstellen, notiert über den 50-fachen Wert ihres Buchwerts.
Hingegen gerade noch über dem Buchwert notiert die Kraft-Heinz-Aktie, während eine weitere große Berkshire-Position, Paramount Global 45 Prozent , General Motors 50 Prozent unter dem Buchwert je Aktie, Bank of America über eine Drittel unter dem Buchwert und Citigroup bei fast der Hälfte des Buchwerts je Aktie notiert.
Man könnte nun argumentieren, dass man wenig falsch machen kann, wenn man mit der Berkshire B-Aktie in einem Korb voller Aktien investiert, die weit unter ihrem Buchwert notieren. Die Frage ist immer nur, warum Unternehmen unter dem Buchwert notieren. Gut bei GM würde ich sagen, da kann man mit der Lieferkettenproblematik und Covid argumentieren. Aber was ist mit der US-Medienkette Paramount Global? Reichen die Werbe- und Streaming-Einnahmen von Paramount+ je aus? Hat der Medienkonzern den Zug verpasst? Und was ist mit der Bankenkrise? Vor Verlusten bei den Gewerbekrediten hat Berkshire-Mastermind Charly Munger ja selbst gewarnt. Munger und Buffett meinen jedenfalls, die altmodische Intelligenz funktioniert noch, also wissen sie wohl was sie tun.
Meine ganz persönliche Meinung, keine Anlageempfehlung ist: Ich warte jetzt einmal den Woodstook-Kapitalismus-Hype ab, bis Berkshire nicht mehr ganz so in den Medien steht und vielleicht näher am Buchwert und nicht 51 Prozent über dem Buchwert notiert. Für den aktuellen Preis ist mir Buffetts Berkshire Hathaway Holding nämlich zu Apple-lastig, zu Banken-lastig und mit Occidental, von der man sich nach Buffetts Worten entgegen Gerüchten nicht trennen möchte, zu Erdöl-haltig,
Berkshire Hathaway: Kaufen, halten, verkaufen? Wozu tendiert ihr nach dem großen Omaha-Spektakel? Ich freue mich über Eure Kommentaren und natürlich über Daumen nach oben oder Sternchen für diese 170. Folge der Börsen-Minute.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#BerkshireHathaway #Beteiligungsholding #WarrenBuffett #CharlyMunger #Omaha #Paramount #Apple #GM #General Motors #Occidential #Erdöl #Rendite #investment #anlegen #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Buchwert #Aktien #BankofAmerica #Citi #Aktienrückkauf #investieren #Beteiligungen
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3 Minuten
4,15% Zinsen, eine Millarde Dollar Einlagen und 250.000 Konten in nur vier Tagen!
Die moderate Anhebung der Leitzinsen durch die FED um 25 Basispunkte auf eine Leitzinsspanne von fünf bis 5,25 Prozent am Donnerstag entsprach den Markterwartungen. Also belastet es die Aktienkurse nicht weiter. Da ist es ausnahmsweise spannender von Sparzinsen zu sprechen. Sparzinsen? Was das ist? Das weiß zumindest Apple, die jetzt weder mit ihren Apple Glases mit 3G-Zugang starteten. Nein, auch nicht ihr mit ihrem Apple Iphone 15, sondern mit dem Apple-Sparkonto. Und auch da kleckert man nicht, sondern klotzt mit Sparzinsen von 4,15 Prozent. So viel zahlt keine andere Bank und so konnten sie auch in den ersten vier Tagen gleich eine Milliarde US-Dollar Sparzinsen einsammeln. Dabei hat das Unternehmen doch schon 104 Milliarden Euro an Cash-Bestand. Na ja, die wissen wohl, was sie tun. Die Inflation in den USA lag im März schließlich darüber bei fünf Prozent.
Wer sich als Europäer jetzt denkt, her mit dem Apple-Sparkonto, den muss ich enttäuschen. Apple-Chef Tim Cook rückt es nur raus, wenn man über 18 Jahre alt ist. Wenn sich das ausgeht, muss man obendrein noch in den USA leben und eine Apple Card besitzen. Aber ich freue mich über die schöne neue Zukunft des Geldes: Das Konto wird man sich in Zukunft auf dem iPhone ab iOS 16.4 selbst in der Apple-Wallet einrichten können. Und dazu noch Apple-Coins – Scherz, davon hat Tim nichts gesagt – und ich übergebe mein ganzes Vermögen in private Hände.
Wäre Euch wohl dabei, ein Zahlungssystem komplett vom staatlichen Fiat-Geld zu entkoppeln. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.
Ja und wenn euch diese Podcastfolge der Börsenminute gefallen hat, dann belohnt mich doch – ganz kostenlos und unverbindlich – mit einem Daumen hoch oder Sternchen oder mit einem Gratisabo auf der Podcastplattform Eurer Wahl, auf Spotify oder YouTube. Vielen Dank sagt Julia Kistner
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#reich #Sparkonto #Leitzinse #FED #Zinserhöhung #Fiat-Geld #Rendite #investment #anlegen #Apple #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Markterwartunge #TimCook #Aktien
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Die moderate Anhebung der Leitzinsen durch die FED um 25 Basispunkte auf eine Leitzinsspanne von fünf bis 5,25 Prozent am Donnerstag entsprach den Markterwartungen. Also belastet es die Aktienkurse nicht weiter. Da ist es ausnahmsweise spannender von Sparzinsen zu sprechen. Sparzinsen? Was das ist? Das weiß zumindest Apple, die jetzt weder mit ihren Apple Glases mit 3G-Zugang starteten. Nein, auch nicht ihr mit ihrem Apple Iphone 15, sondern mit dem Apple-Sparkonto. Und auch da kleckert man nicht, sondern klotzt mit Sparzinsen von 4,15 Prozent. So viel zahlt keine andere Bank und so konnten sie auch in den ersten vier Tagen gleich eine Milliarde US-Dollar Sparzinsen einsammeln. Dabei hat das Unternehmen doch schon 104 Milliarden Euro an Cash-Bestand. Na ja, die wissen wohl, was sie tun. Die Inflation in den USA lag im März schließlich darüber bei fünf Prozent.
Wer sich als Europäer jetzt denkt, her mit dem Apple-Sparkonto, den muss ich enttäuschen. Apple-Chef Tim Cook rückt es nur raus, wenn man über 18 Jahre alt ist. Wenn sich das ausgeht, muss man obendrein noch in den USA leben und eine Apple Card besitzen. Aber ich freue mich über die schöne neue Zukunft des Geldes: Das Konto wird man sich in Zukunft auf dem iPhone ab iOS 16.4 selbst in der Apple-Wallet einrichten können. Und dazu noch Apple-Coins – Scherz, davon hat Tim nichts gesagt – und ich übergebe mein ganzes Vermögen in private Hände.
Wäre Euch wohl dabei, ein Zahlungssystem komplett vom staatlichen Fiat-Geld zu entkoppeln. Ich bin gespannt auf Eure Kommentare.
Ja und wenn euch diese Podcastfolge der Börsenminute gefallen hat, dann belohnt mich doch – ganz kostenlos und unverbindlich – mit einem Daumen hoch oder Sternchen oder mit einem Gratisabo auf der Podcastplattform Eurer Wahl, auf Spotify oder YouTube. Vielen Dank sagt Julia Kistner
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2 Minuten
An guten Aktien und Fonds festhalten
Ich habe gerade mein Aktienduell, das ich vor 14 Monaten mit meinem geschätzten Podcaster-Kollegen Christian Drastil startete ausgewertet. Und siehe da, die ins Rennen geworfenen Aktien haben mir in Summe im schlechten Aktienjahr 2022 eine Performance von 16 Prozent beschert. Der kleine Schönheitsfehler: Zwei der drei Aktien, Hoch Tief und der österreichische Anlagenbauer Andritz habe ich längst schon wieder verkauft. Wobei es mir um Andritz im Nachhinein Leid tut. Er wäre, hätte ich ihn noch im Depot, heute 43 Prozent mehr wert. Genau darin liegt auch mein Problem: Man denkt langfristig, handelt aber bei seinen Depotperlen nicht entsprechend. Und genau das tun die wirklich Vermögenden und werden dadurch immer vermögender:. nämlich langfristig handeln. Zum einen, weil sie weniger oft in ihr Portfolio schauen. Da tut für sie ohnehin die Family Officerin für und das auch nicht mehrmals in der Woche. Aber vor allem, weil die Reichen einen Teil ihres Reichtums in Private Equity stecken, wo sie längerfristig gebunden sind uns so zum langfristigen Denken gezwungen sind. Als Durchschnittsanleger hat man leider meist nicht die Möglichkeit, bei tatsächlich lukrativen außerbörslichen Beteiligungen dabei zu sein. Aber man kann sich mit einem Sparplan oder mit Fonds disziplinieren, die man in der Regel nicht von heute auf morgen auflöst. Aber Vorsicht, auf die Spesen achten! Oder aber man legt sich bestimmte Leuchttürme, die vielleicht auch noch regelmäßig zur Beruhigung Dividenden abwerfen ins Portfolio, an denen man auch in stürmischen Zeiten mit Sicherheit festhält. Denkt mal darüber nach, wenn morgen die FED womöglich weitere Zinserhöhungen beschließt….
Wann macht ihr Kasse? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#reich #Langfristanlage #PrivateEquity #FED #Zinserhöhung #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Sparplan #Fonds
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Ich habe gerade mein Aktienduell, das ich vor 14 Monaten mit meinem geschätzten Podcaster-Kollegen Christian Drastil startete ausgewertet. Und siehe da, die ins Rennen geworfenen Aktien haben mir in Summe im schlechten Aktienjahr 2022 eine Performance von 16 Prozent beschert. Der kleine Schönheitsfehler: Zwei der drei Aktien, Hoch Tief und der österreichische Anlagenbauer Andritz habe ich längst schon wieder verkauft. Wobei es mir um Andritz im Nachhinein Leid tut. Er wäre, hätte ich ihn noch im Depot, heute 43 Prozent mehr wert. Genau darin liegt auch mein Problem: Man denkt langfristig, handelt aber bei seinen Depotperlen nicht entsprechend. Und genau das tun die wirklich Vermögenden und werden dadurch immer vermögender:. nämlich langfristig handeln. Zum einen, weil sie weniger oft in ihr Portfolio schauen. Da tut für sie ohnehin die Family Officerin für und das auch nicht mehrmals in der Woche. Aber vor allem, weil die Reichen einen Teil ihres Reichtums in Private Equity stecken, wo sie längerfristig gebunden sind uns so zum langfristigen Denken gezwungen sind. Als Durchschnittsanleger hat man leider meist nicht die Möglichkeit, bei tatsächlich lukrativen außerbörslichen Beteiligungen dabei zu sein. Aber man kann sich mit einem Sparplan oder mit Fonds disziplinieren, die man in der Regel nicht von heute auf morgen auflöst. Aber Vorsicht, auf die Spesen achten! Oder aber man legt sich bestimmte Leuchttürme, die vielleicht auch noch regelmäßig zur Beruhigung Dividenden abwerfen ins Portfolio, an denen man auch in stürmischen Zeiten mit Sicherheit festhält. Denkt mal darüber nach, wenn morgen die FED womöglich weitere Zinserhöhungen beschließt….
Wann macht ihr Kasse? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#reich #Langfristanlage #PrivateEquity #FED #Zinserhöhung #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Sparplan #Fonds
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2 Minuten
Neuer Chef, neue Chancen.
Also ich persönlich freue mich über die Zuwächse meines Gesamtportfolios. Ich habe in meinem Depot aber natürlich auch Investments, die ich lieber nicht getätigt hätte, oder zumindest nicht justament zu jenem Zeitpunkt, als ich zugeschlagen habe. Eines meiner Investments zur falschen Zeit ist die Adidas-Aktie, mit der ich derzeit zweistellig im Minus bin. Schuld ist die gescheiterte Yeezy-Partnerschaft mit dem Rapper Kanye West wegen seiner unsäglichen antisemitischen Äußerungen und Diffamierungen. Mit der Auflösung der Kooperation sind acht Prozent des Adidas- Jahresumsatz 2022 futsch, schätzen die Analysten. Zudem ist das margenstarke China- und Russlandgeschäft 2022 weggebrochen. Die Finanzwelt hat abr ein großes Vertrauen in den neuen Adidas-Chef Björn Gulden, der sich wieder auf die Adidas Sportstärken, in den USA vor allem auf Fußball und Basketball, konzentrieren und Mode und Lifestyle anderen überlassen möchte. In China will man mit stärker mit lokalen Designern zusammenarbeiten. Auch das klingt plausibel. Am kommenden Freitag präsentiert Adidas die 1. Quartalszahlen 2023, wo sich die neue Strategie natürlich noch nicht niederschlagen wird. Also ich persönlich behalte die Aktie, weil sie momentan alle Qualitäten besitzt, die der von mir geschätzte erfolgreiche Investor Warren Buffett als den Schlüssel zum Erfolg sieht. Soll heißen, Adidas ist ein großartiges Unternehmen mit einem integren und fähigen neuen Chef, das momentan für mein Dafürhalten unter seinem inneren Wert notiert, also unter der zu erwartenden Summe aller auf die Gegenwart abdiskontierten zukünftigen Zahlungen wie Dividenden und Aktienerträge und das aufgrund seiner Größe und starken Marke nach wie vor einen Burggraben hat. Und ich habe ja die Zeit auszusitzen, bis sich der Kurs der Adidas-Aktie auch wieder erholt.
Wie beurteilt ihr die Adidas-Aktie? Hinterlasst mir doch ein Kommentar und wenn ihr möchtet, auch gerne einen Daumen nach oben oder Sternchen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Adidas #WarrenBuffett #China #USA #Basketball #Fußball #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #BjörnGulden #Sportmode #Quartalszahlen #Dividende #Burggraben
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Also ich persönlich freue mich über die Zuwächse meines Gesamtportfolios. Ich habe in meinem Depot aber natürlich auch Investments, die ich lieber nicht getätigt hätte, oder zumindest nicht justament zu jenem Zeitpunkt, als ich zugeschlagen habe. Eines meiner Investments zur falschen Zeit ist die Adidas-Aktie, mit der ich derzeit zweistellig im Minus bin. Schuld ist die gescheiterte Yeezy-Partnerschaft mit dem Rapper Kanye West wegen seiner unsäglichen antisemitischen Äußerungen und Diffamierungen. Mit der Auflösung der Kooperation sind acht Prozent des Adidas- Jahresumsatz 2022 futsch, schätzen die Analysten. Zudem ist das margenstarke China- und Russlandgeschäft 2022 weggebrochen. Die Finanzwelt hat abr ein großes Vertrauen in den neuen Adidas-Chef Björn Gulden, der sich wieder auf die Adidas Sportstärken, in den USA vor allem auf Fußball und Basketball, konzentrieren und Mode und Lifestyle anderen überlassen möchte. In China will man mit stärker mit lokalen Designern zusammenarbeiten. Auch das klingt plausibel. Am kommenden Freitag präsentiert Adidas die 1. Quartalszahlen 2023, wo sich die neue Strategie natürlich noch nicht niederschlagen wird. Also ich persönlich behalte die Aktie, weil sie momentan alle Qualitäten besitzt, die der von mir geschätzte erfolgreiche Investor Warren Buffett als den Schlüssel zum Erfolg sieht. Soll heißen, Adidas ist ein großartiges Unternehmen mit einem integren und fähigen neuen Chef, das momentan für mein Dafürhalten unter seinem inneren Wert notiert, also unter der zu erwartenden Summe aller auf die Gegenwart abdiskontierten zukünftigen Zahlungen wie Dividenden und Aktienerträge und das aufgrund seiner Größe und starken Marke nach wie vor einen Burggraben hat. Und ich habe ja die Zeit auszusitzen, bis sich der Kurs der Adidas-Aktie auch wieder erholt.
Wie beurteilt ihr die Adidas-Aktie? Hinterlasst mir doch ein Kommentar und wenn ihr möchtet, auch gerne einen Daumen nach oben oder Sternchen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Adidas #WarrenBuffett #China #USA #Basketball #Fußball #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #BjörnGulden #Sportmode #Quartalszahlen #Dividende #Burggraben
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3 Minuten
Fastfoodketten servieren Rekordergebnisse
Vor lauter Gegacker um die sensationellen Quartalszahlen von Microsoft – 52,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, 18,3 Milliarden US-Dollar Nettogewinn – gingen die genialen Ergebnisse der Fastfood-Kette Chipotle Mexican Grill unter. Die Aktie stieg am Tag der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen um 14,5 Prozent. Die Analysten staunten nicht schlecht präsentierten Zahlen: Die um neue Filialen bereinigten Umsätze stiegen um 10,9 Prozent. Insgesamt stiegen die Umsätze um 17,2 Prozent auf 2,37 Milliarden US-Dollar. Was vor allem überzeugte waren jedoch die Chipotle-Restaurantmargen, die von 20,7 auf 25,6 Prozent stiegen, nicht zuletzt dank saftiger Preiserhöhungen bei gesunken Kosten für die wichtige Zutat Avocado. Zu den bestehenden 3000 Outlets sollen heuer noch 255 bis 288 neue Restaurants hinzukommen. Stolz sind nicht aber nur die Preise der servierten Burritos, Tacos und Salate, sondern auch der Preis der Chipotle-Aktie selbst, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 54. Zum Vergleich: Das KGV von McDonald´s liegt nur bei 31,6, wobei der Burger-Spezialist natürlich auch nicht mehr so schnell wachsen kann wie Chipotle, weil er bereits deutlich größer ist. Auch McDonald´s lieferte diese Woche starke Quartalszahlen mit einem um zehn Prozent höheren Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von sage und schreibe 2,5 Milliarden US-Dollar. Der McDonald´s-Umsatz stieg um vier Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar.
Alles, was also fettig ist beschert den Aktionären derzeit auch fette Kursgewinne. Hingegen sind die Anbieter von Fleischersatz zwar en vogue, aber einige nach wie vor tief in der Verlustzone. Beyond Meat wird am 10. Mai seine Zahlen präsentieren. Die Analysten gehen für 2023 von Verlusten in der Höhe von minus 3,508 Dollar je Beyond Meat-Aktie aus, die bei 13,8 US-Dollar notiert. Am Donnerstag konnte der Kurs von Beyond Meat vorübergehend bis zu fünf Prozent zulegen. Doch auf ein Unternehmen, das mit rund 120 Prozent Fremdkapital stark überschuldet ist, würde ich persönlich nicht spekulieren….
Fazit: Auf die Eigenkapitalquote und Schulden von Aktien achten.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Microsoft #ChipotleMexicanGrill #BeyondMeed #Fastfood #Kursanstieg #Verluster #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Restaurants #Systemgastronomie #McDonald´s #KGV #Quartalszahlen #Dollar #Fleischersatz #Avocado
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Vor lauter Gegacker um die sensationellen Quartalszahlen von Microsoft – 52,9 Milliarden US-Dollar Umsatz, 18,3 Milliarden US-Dollar Nettogewinn – gingen die genialen Ergebnisse der Fastfood-Kette Chipotle Mexican Grill unter. Die Aktie stieg am Tag der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen um 14,5 Prozent. Die Analysten staunten nicht schlecht präsentierten Zahlen: Die um neue Filialen bereinigten Umsätze stiegen um 10,9 Prozent. Insgesamt stiegen die Umsätze um 17,2 Prozent auf 2,37 Milliarden US-Dollar. Was vor allem überzeugte waren jedoch die Chipotle-Restaurantmargen, die von 20,7 auf 25,6 Prozent stiegen, nicht zuletzt dank saftiger Preiserhöhungen bei gesunken Kosten für die wichtige Zutat Avocado. Zu den bestehenden 3000 Outlets sollen heuer noch 255 bis 288 neue Restaurants hinzukommen. Stolz sind nicht aber nur die Preise der servierten Burritos, Tacos und Salate, sondern auch der Preis der Chipotle-Aktie selbst, mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 54. Zum Vergleich: Das KGV von McDonald´s liegt nur bei 31,6, wobei der Burger-Spezialist natürlich auch nicht mehr so schnell wachsen kann wie Chipotle, weil er bereits deutlich größer ist. Auch McDonald´s lieferte diese Woche starke Quartalszahlen mit einem um zehn Prozent höheren Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von sage und schreibe 2,5 Milliarden US-Dollar. Der McDonald´s-Umsatz stieg um vier Prozent auf 5,9 Milliarden US-Dollar.
Alles, was also fettig ist beschert den Aktionären derzeit auch fette Kursgewinne. Hingegen sind die Anbieter von Fleischersatz zwar en vogue, aber einige nach wie vor tief in der Verlustzone. Beyond Meat wird am 10. Mai seine Zahlen präsentieren. Die Analysten gehen für 2023 von Verlusten in der Höhe von minus 3,508 Dollar je Beyond Meat-Aktie aus, die bei 13,8 US-Dollar notiert. Am Donnerstag konnte der Kurs von Beyond Meat vorübergehend bis zu fünf Prozent zulegen. Doch auf ein Unternehmen, das mit rund 120 Prozent Fremdkapital stark überschuldet ist, würde ich persönlich nicht spekulieren….
Fazit: Auf die Eigenkapitalquote und Schulden von Aktien achten.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Microsoft #ChipotleMexicanGrill #BeyondMeed #Fastfood #Kursanstieg #Verluster #Aktionäre #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Restaurants #Systemgastronomie #McDonald´s #KGV #Quartalszahlen #Dollar #Fleischersatz #Avocado
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3 Minuten
Zweistellige Kursanstiege bei Salesforce, Teamviewer, EVN & Co
Man mag zu meinungsstarken Shareholder-Aktivisten stehen wie man möchte. Dass sie mit ihren Vorwürfen und Verbalattacken vor allem gegen das Management Eigeninteressen verfolgen ist auch logisch. Manche tun dies auch mit zweifelhaften Methoden, indem sie zuerst über ein Unternehmen öffentlich wettern, im Hintergrund aber längst auf fallende Kurse dieses Unternehmens setzen. Aber eines kann man sich sicher sein: Aktien-Aktivisten bewegen viel unddie Kurse des betroffenen Unternehmens oftmals nach oben. Denn Aktien-Aktivisten wären nicht aktiv, wenn sie nicht eindeutige Schwachstellen am Unternehmen erkennen; wo etwa Effizienzsteigerungen, eine Optimierung der Kapitalstruktur und Finanzpolitik, Anpassung der Corporate Governance, Verbesserungen im Management möglich und notwendig sind.
Also ist man auch als Anleger gut beraten, die Aktionärsbriefe der Shareholder-Aktivisten genau zu lesen und sich an die Versen der Shareholder-Aktivisten zu heften. Wenn ihre Kritik am Unternehmen oder meist am Management nur irgendwie berechtigt ist, dann sind nämlich schöne Kursanstiege drin. So ist etwa der aktivistische Finanzinvestor Elliott im Jänner bei Salesforce eingestiegen. Die Aktie hat seither über 40 Prozent zugelegt. Jede zehnte Stelle bei Salesforce soll gestrichen werden. So brutal ist das Börsengeschäft. Der österreichische aktivistische Investor Klaus Umek und sein Hedgefonds Petrus Advisers ist unter anderem mit über fünf Prozent bei Teamviewer eingestiegen. Er hat bewirkt, dass man sich von den teuren Sponsoring-Verträgen trennt und Aktien zurückkauft. Fazit: Teamviewer hat in den letzten sechs Monaten über 60 Prozent zugelegt. Auch bei der EVN listet Petrus Advisers jede Menge Missmanagement auf. Umek beschwert sich auch über die Dividendenpolitik. Die EVN konnte seit seinem Einstieg rund ein Drittel zulegen. Mehr zu den Aktivitäten des umtriebigen Klaus Umek in meinem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Börsenkuriers – eine der wenigen wirklich unabhängigen Zeitungen in Österreich, die es sich auch getraut hat, meinen Artikel abzudrucken. Vielen herzlichen Dank den Herausgebern Klaus Schweinegger und Marius Perger!
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#ShareholderAktivisten #Elliott #KlausUmek #PetrusAdvisers #Kursanstieg #EVN #TeamViewer #Missmanagement #CorporateGovernance #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Finanzinvestor #Hedgefund
Foto: Unsplash/Linda_Robert
Man mag zu meinungsstarken Shareholder-Aktivisten stehen wie man möchte. Dass sie mit ihren Vorwürfen und Verbalattacken vor allem gegen das Management Eigeninteressen verfolgen ist auch logisch. Manche tun dies auch mit zweifelhaften Methoden, indem sie zuerst über ein Unternehmen öffentlich wettern, im Hintergrund aber längst auf fallende Kurse dieses Unternehmens setzen. Aber eines kann man sich sicher sein: Aktien-Aktivisten bewegen viel unddie Kurse des betroffenen Unternehmens oftmals nach oben. Denn Aktien-Aktivisten wären nicht aktiv, wenn sie nicht eindeutige Schwachstellen am Unternehmen erkennen; wo etwa Effizienzsteigerungen, eine Optimierung der Kapitalstruktur und Finanzpolitik, Anpassung der Corporate Governance, Verbesserungen im Management möglich und notwendig sind.
Also ist man auch als Anleger gut beraten, die Aktionärsbriefe der Shareholder-Aktivisten genau zu lesen und sich an die Versen der Shareholder-Aktivisten zu heften. Wenn ihre Kritik am Unternehmen oder meist am Management nur irgendwie berechtigt ist, dann sind nämlich schöne Kursanstiege drin. So ist etwa der aktivistische Finanzinvestor Elliott im Jänner bei Salesforce eingestiegen. Die Aktie hat seither über 40 Prozent zugelegt. Jede zehnte Stelle bei Salesforce soll gestrichen werden. So brutal ist das Börsengeschäft. Der österreichische aktivistische Investor Klaus Umek und sein Hedgefonds Petrus Advisers ist unter anderem mit über fünf Prozent bei Teamviewer eingestiegen. Er hat bewirkt, dass man sich von den teuren Sponsoring-Verträgen trennt und Aktien zurückkauft. Fazit: Teamviewer hat in den letzten sechs Monaten über 60 Prozent zugelegt. Auch bei der EVN listet Petrus Advisers jede Menge Missmanagement auf. Umek beschwert sich auch über die Dividendenpolitik. Die EVN konnte seit seinem Einstieg rund ein Drittel zulegen. Mehr zu den Aktivitäten des umtriebigen Klaus Umek in meinem Artikel in der aktuellen Ausgabe des Börsenkuriers – eine der wenigen wirklich unabhängigen Zeitungen in Österreich, die es sich auch getraut hat, meinen Artikel abzudrucken. Vielen herzlichen Dank den Herausgebern Klaus Schweinegger und Marius Perger!
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#ShareholderAktivisten #Elliott #KlausUmek #PetrusAdvisers #Kursanstieg #EVN #TeamViewer #Missmanagement #CorporateGovernance #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Finanzinvestor #Hedgefund
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2 Minuten
Rückgang der Netto-Gewinnmargen
Diese Woche berichten in den USA ein Großteil der Unternehmen, in Summe 43 Prozent der Marktkapitalisierung des US-Leitindex S&P 500. In Europa läuft die Berichtsaison der im EuroStoxx 600 enthaltenen Unternehmen noch zwei Wochen länger. Die schlechte Nachricht zuerst: Seit dem 2. Quartal 2021, also seit rund zwei Jahren sind die Nettogewinnmargen der S&P-500-Unternehmen kontinuierlich von durchschnittlich12,9 Prozent auf 10,7 Prozent im 4. Quartal 2022 gesunken. Dabei sind die Gewinne der Energie-Unternehmen noch stärker zurückgekommen, die der Banken und Versicherungen sind sogar gestiegen. Die gute Nachricht: Für das erste Quartal 2022 sehen wir laut Konsensmeinung der Analysten insgesamt wieder einem minimalen Anstieg der Nettogewinnmargen auf 10,8 Prozent und im dritten Quartal 2023 könnten wir dann die positive Trendwende bei den Gewinnen sehen, die dann vis 2025 wieder deutlicher steigen sollten. So sieht es zumindest Heiko Böhmer, Chefstratege von Shareholder Value Asset Management. Die Zeit bis zur Trendwende der Nettogewinnmargen ins Positive sollte man jedenfalls mit defensiven Titeln überbrücken. Hier hilft sich die Gewinn-Entwicklungen anzuschauen, wer in den letzten Monaten trotz allem seine Margen ausweiten konnte. Anleihen bieten langfristig jedenfalls nicht genügend Inflationsschutz. Wenn schon, dann die aktuell attraktiv gepreisten inflationsindexierten Anleihen. Dazu mehr in der letzten Podcast-Folge der Börsenminute.
Fazit: In defensive Unternehmen mit Markmacht investieren bis zur allgemeinen Trendwende bei den Gewinnmargen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Gewinnmargen #Inflationsschutz #ShareholderValueAssetManagement #HeikoBöhmer #Anleihen #inflationsindexierteAnleihen #Marktkapitalisierung #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #S&P500 #Eurostoxx600
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Diese Woche berichten in den USA ein Großteil der Unternehmen, in Summe 43 Prozent der Marktkapitalisierung des US-Leitindex S&P 500. In Europa läuft die Berichtsaison der im EuroStoxx 600 enthaltenen Unternehmen noch zwei Wochen länger. Die schlechte Nachricht zuerst: Seit dem 2. Quartal 2021, also seit rund zwei Jahren sind die Nettogewinnmargen der S&P-500-Unternehmen kontinuierlich von durchschnittlich12,9 Prozent auf 10,7 Prozent im 4. Quartal 2022 gesunken. Dabei sind die Gewinne der Energie-Unternehmen noch stärker zurückgekommen, die der Banken und Versicherungen sind sogar gestiegen. Die gute Nachricht: Für das erste Quartal 2022 sehen wir laut Konsensmeinung der Analysten insgesamt wieder einem minimalen Anstieg der Nettogewinnmargen auf 10,8 Prozent und im dritten Quartal 2023 könnten wir dann die positive Trendwende bei den Gewinnen sehen, die dann vis 2025 wieder deutlicher steigen sollten. So sieht es zumindest Heiko Böhmer, Chefstratege von Shareholder Value Asset Management. Die Zeit bis zur Trendwende der Nettogewinnmargen ins Positive sollte man jedenfalls mit defensiven Titeln überbrücken. Hier hilft sich die Gewinn-Entwicklungen anzuschauen, wer in den letzten Monaten trotz allem seine Margen ausweiten konnte. Anleihen bieten langfristig jedenfalls nicht genügend Inflationsschutz. Wenn schon, dann die aktuell attraktiv gepreisten inflationsindexierten Anleihen. Dazu mehr in der letzten Podcast-Folge der Börsenminute.
Fazit: In defensive Unternehmen mit Markmacht investieren bis zur allgemeinen Trendwende bei den Gewinnmargen.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Gewinnmargen #Inflationsschutz #ShareholderValueAssetManagement #HeikoBöhmer #Anleihen #inflationsindexierteAnleihen #Marktkapitalisierung #Rendite #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #S&P500 #Eurostoxx600
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3 Minuten
Nur rund 2,5 % Inflation in den nächsten fünf Jahren bei US-Inflationslinker TIPS eingepreist!
Ich bin und bleibe natürlich ein Aktien-Fan. Für mich sind Anteile an börsennotierten Unternehmen langfristig gesehen immer der beste Inflationsschutz. Aber seine Veranlagung auf mehrere Säulen zu stellen ist kein Fehler. Jahrelang hatte ich keine Anleihen mehr in meinem persönlichen Portfolio. Jetzt hat mich Ökonom Thomas Mayer, vor zwei Wochen zu Gast bei meinem Finanzpodcast GELDMEISTERIN dazu animiert, mir TIPS zuzulegen. Das sind Treasury Inflation-Protected Securities, sprich US-amerikanische inflationsgeschützte Anleihen, die aktuell für sein Dafürhalten eine viel zu geringe Inflation einpreisen. Das macht er an der sogenannten Break Even-Inflationsrate fest, wo man die Rendite der herkömmlichen nominalen Anleihen ins Verhältnis zu entsprechenden realen Renditen der inflationsindexierten Anleihen setzt und davon ableitet, welche erwartete Inflationshöhe eingepreist ist. Und so berechnet ihr die Break-Even-Inflaitionsrate:
Break-Even-Inflationsrate = ((1 + Nominalrendite) ÷ (1 + reale Rendite)) – 1
Derzeit seien demnach bei den fünf- bis zehnjährigen US-Staatsanleihen 2,5 Prozent Teuerung eingepreist. Das halten Thomas Mayer und auch ich persönlich für viel zu optimistisch. Selbst bei den fünfjährigen TIPs sind keine höheren Inflationsraten eingepreist. Was noch unwahrscheinlicher ist, dass wir so kurzfristig wieder auf so tiefe Teuerungsraten fallen. Ich habe mir jetzt einen entsprechenden ETF ausTIPS mit Laufzeiten von 3 bis maximal fünf Jahre gekauft. Entsprechende ETFs kann man auf den einschlägigen ETF-Vergleichsportalen googeln und dabei auf die Kosten-Quote TER, auf die Renditen in den letzten Jahren und vor allem ins Factsheet des Fonds schauen, wie lange die Laufzeiten der TIPS sind, in die das Investmentvehikel investiert ist.
FAZIT, das wie immer meine persönliche Meinung und keine Anlageberatung ist: Kürzer laufende US-amerikanische TIPS bekommt man jetzt sehr günstig, vorausgesetzt man geht nicht davon aus, dass der Dollar in den nächsten Jahren kräftige fällt und den Zinsvorteil auffrisst.
Was meint ihr: Sinkt die Inflation wieder auf 2,5 Prozent pro Jahr in den USA? Und in Europa? Hinterlast doch bitte einen Kommentar oder schreibt mir an julia@geldmeisterin.com.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Inflation #ThomasMayer #FlossbachvonStorch #Anleihen #inflationsindexierteAnleihen #ETF #Rendite #TIPS #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Geldmeisterin #Factsheet #Dollar #Break-Even-Inflationsrate #Teuerung #Laufzeit
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Ich bin und bleibe natürlich ein Aktien-Fan. Für mich sind Anteile an börsennotierten Unternehmen langfristig gesehen immer der beste Inflationsschutz. Aber seine Veranlagung auf mehrere Säulen zu stellen ist kein Fehler. Jahrelang hatte ich keine Anleihen mehr in meinem persönlichen Portfolio. Jetzt hat mich Ökonom Thomas Mayer, vor zwei Wochen zu Gast bei meinem Finanzpodcast GELDMEISTERIN dazu animiert, mir TIPS zuzulegen. Das sind Treasury Inflation-Protected Securities, sprich US-amerikanische inflationsgeschützte Anleihen, die aktuell für sein Dafürhalten eine viel zu geringe Inflation einpreisen. Das macht er an der sogenannten Break Even-Inflationsrate fest, wo man die Rendite der herkömmlichen nominalen Anleihen ins Verhältnis zu entsprechenden realen Renditen der inflationsindexierten Anleihen setzt und davon ableitet, welche erwartete Inflationshöhe eingepreist ist. Und so berechnet ihr die Break-Even-Inflaitionsrate:
Break-Even-Inflationsrate = ((1 + Nominalrendite) ÷ (1 + reale Rendite)) – 1
Derzeit seien demnach bei den fünf- bis zehnjährigen US-Staatsanleihen 2,5 Prozent Teuerung eingepreist. Das halten Thomas Mayer und auch ich persönlich für viel zu optimistisch. Selbst bei den fünfjährigen TIPs sind keine höheren Inflationsraten eingepreist. Was noch unwahrscheinlicher ist, dass wir so kurzfristig wieder auf so tiefe Teuerungsraten fallen. Ich habe mir jetzt einen entsprechenden ETF ausTIPS mit Laufzeiten von 3 bis maximal fünf Jahre gekauft. Entsprechende ETFs kann man auf den einschlägigen ETF-Vergleichsportalen googeln und dabei auf die Kosten-Quote TER, auf die Renditen in den letzten Jahren und vor allem ins Factsheet des Fonds schauen, wie lange die Laufzeiten der TIPS sind, in die das Investmentvehikel investiert ist.
FAZIT, das wie immer meine persönliche Meinung und keine Anlageberatung ist: Kürzer laufende US-amerikanische TIPS bekommt man jetzt sehr günstig, vorausgesetzt man geht nicht davon aus, dass der Dollar in den nächsten Jahren kräftige fällt und den Zinsvorteil auffrisst.
Was meint ihr: Sinkt die Inflation wieder auf 2,5 Prozent pro Jahr in den USA? Und in Europa? Hinterlast doch bitte einen Kommentar oder schreibt mir an julia@geldmeisterin.com.
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Inflation #ThomasMayer #FlossbachvonStorch #Anleihen #inflationsindexierteAnleihen #ETF #Rendite #TIPS #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #podcast #boersenminute #Geldmeisterin #Factsheet #Dollar #Break-Even-Inflationsrate #Teuerung #Laufzeit
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5 Minuten
Finanzbranche finanziert mit 2,73 Billionen Euro Öl-, Gas- und Kohleindustrie
Für große Aufregung sorgte diese Woche die Studie „Investing in Climate Chaos“ von der Organisation Urgewalt und rund 20 NGOs, darunter Attac Österreich. Die ist ein Rundumschlag gegen weltweit 6500 institutionelle Investoren, die mit 3,07 Billionen US-Dollar, das sind rund 2,73 Billionen Euro in die Öl-, Gas- und Kohle-Industrie mit Aktien oder Anleihen investiert sind. Wobei demnach die Fondsriesen Vanguard und BlackRock mit 269 und 263 Milliarden US-Dollar die größten Finanziers der Klimakrise sind. Vanguard ist etwa mit 34 Milliarden US-Dollar beim Ölmulti ExxonMobil investiert. Auf die Investments von BlackRock entfielen 66 Prozent der jährlichen weltweiten Kohlenwasserstoffproduktion. Dabei rühmt sich Vermögensverwalter BlackRock gleichzeitig führend in punkto Nachhaltigkeit zu sein. Das Fazit der Studie: Die freiwillige Selbstverpflichtung der Finanzbranche zum Klimaschutz sei völlig unzureichend. Hier könnt ihr selbst nachschauen, welche Banken in Eurem Land besonders auf fossile Brennstoffe setzen:
https://investinginclimatechaos.org/data
In Österreich zum Beispiel ist es laut Studie vor allem die Raiffeisen Finanzier der Erdöll-, Kohle- und Gasindustrie, die übrigens die Zahlen dementiert. Laut Studie ist sie mit 783 Millionen US-Dollar in die Verschmutzer investiert, gefolgt von der Erste Group mit 284 Millionen, der 3-Banken-Gruppe mit 79 und der Grawe-Gruppe mit 70 Millionen US-Dollar.. In Deutschland sind es demnach die Deutsche Bank mit 17,7 Milliarden, die Allianz mit 15,9 Milliarden, die DZ-Bank mit knapp fünf und die Deka-Gruppe mit 3,2 Milliarden US-Dollar.
Ok, dass die Finanzbranche nach Gewinnen strebt, die zuletzt vor allem mit fossilen Energien zu erzielen waren, ist nicht überraschend. Allerdings, wenn man auf der anderen Seite mit „Wir handeln im Gleichgewicht mit unserem Planeten“ oder mit besonders hoch gesteckten eigenenKlimazielen wirbt, dann klingt das nicht mehr allzu glaubwürdig. Aber: wir sind doch alle mündige Anleger und haben inzwischen eine riesige Auswahl an ESG-konformen Investmentmöglichkeiten, aus denen wir wählen können und sollten. Denn durch unsere finanziellen Vorlieben bewegen wir dann auch die Banken und Unternehmen dazu, nicht nur grün zu sprechen, sondern auch selbst entsprechend zu agieren, zu investieren und zu finanzieren. Aber bitte zuvor immer schön das grüne Factsheet lesen! Wer etwa aus Nachhaltigkeitsüberlegungen in einen ETF investiert, der den MSCI World SRI statt den MSCI World abbildet, der muss wissen, dass man bei der Socially Responsible Investiing-Variante lediglich in die 360 nachhaltigsten der 1500 im MSCI World enthaltenen Unternehmen investiert, nicht unbedingt in Windkraftanlagenbauer oder in vegane Lebensmittelproduzenten. Die zehn größten Beteiligungen des MSCI World SRI sind wohlgemerkt Microsoft, Nvidia, Home Depot, ASML, Novo Nordisk, Roche, Disney und, ok, Tesla ist auch dabei, aber auch Coca Cola und Pepsico. Und da gibt es wieder eine andere Studie von Greenpeace, wonach Softdrink-Hersteller für 40 Prozent des weltweiten Plastikverbrauchs zuständig sind. Und ja, ratet mal wer die Lister der Plastik-Sünder anführt: Coca Cola und Pepsico.
Was meint ihr: Reicht eine Selbstverpflichtung der Finanzbranche oder sollte die eiserne Faust des Gesetzes zuschlagen? Hinterlasst mir doch bitte ein Kommentar und wenn ihr wollt auch eine positive Bewertung. Schönes Wochenende mit einer neuen Folge der GELDMEISTERIN am Sonntag wünscht Podcast-Host Julia Kistner. Zuhören wie die Börsenminute überalle wo es Podcasts gibt und auf www.geldmeisterin.com
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
#Attac #Greenpeace #Urgewald #Anleihen #Plastik #Vanguard #Rendite #BlackRock #investment #anlegen #Aktien #Kapitalmarkt #Öl #Gas #Kohle
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Für große Aufregung sorgte diese Woche die Studie „Investing in Climate Chaos“ von der Organisation Urgewalt und rund 20 NGOs, darunter Attac Österreich. Die ist ein Rundumschlag gegen weltweit 6500 institutionelle Investoren, die mit 3,07 Billionen US-Dollar, das sind rund 2,73 Billionen Euro in die Öl-, Gas- und Kohle-Industrie mit Aktien oder Anleihen investiert sind. Wobei demnach die Fondsriesen Vanguard und BlackRock mit 269 und 263 Milliarden US-Dollar die größten Finanziers der Klimakrise sind. Vanguard ist etwa mit 34 Milliarden US-Dollar beim Ölmulti ExxonMobil investiert. Auf die Investments von BlackRock entfielen 66 Prozent der jährlichen weltweiten Kohlenwasserstoffproduktion. Dabei rühmt sich Vermögensverwalter BlackRock gleichzeitig führend in punkto Nachhaltigkeit zu sein. Das Fazit der Studie: Die freiwillige Selbstverpflichtung der Finanzbranche zum Klimaschutz sei völlig unzureichend. Hier könnt ihr selbst nachschauen, welche Banken in Eurem Land besonders auf fossile Brennstoffe setzen:
https://investinginclimatechaos.org/data
In Österreich zum Beispiel ist es laut Studie vor allem die Raiffeisen Finanzier der Erdöll-, Kohle- und Gasindustrie, die übrigens die Zahlen dementiert. Laut Studie ist sie mit 783 Millionen US-Dollar in die Verschmutzer investiert, gefolgt von der Erste Group mit 284 Millionen, der 3-Banken-Gruppe mit 79 und der Grawe-Gruppe mit 70 Millionen US-Dollar.. In Deutschland sind es demnach die Deutsche Bank mit 17,7 Milliarden, die Allianz mit 15,9 Milliarden, die DZ-Bank mit knapp fünf und die Deka-Gruppe mit 3,2 Milliarden US-Dollar.
Ok, dass die Finanzbranche nach Gewinnen strebt, die zuletzt vor allem mit fossilen Energien zu erzielen waren, ist nicht überraschend. Allerdings, wenn man auf der anderen Seite mit „Wir handeln im Gleichgewicht mit unserem Planeten“ oder mit besonders hoch gesteckten eigenenKlimazielen wirbt, dann klingt das nicht mehr allzu glaubwürdig. Aber: wir sind doch alle mündige Anleger und haben inzwischen eine riesige Auswahl an ESG-konformen Investmentmöglichkeiten, aus denen wir wählen können und sollten. Denn durch unsere finanziellen Vorlieben bewegen wir dann auch die Banken und Unternehmen dazu, nicht nur grün zu sprechen, sondern auch selbst entsprechend zu agieren, zu investieren und zu finanzieren. Aber bitte zuvor immer schön das grüne Factsheet lesen! Wer etwa aus Nachhaltigkeitsüberlegungen in einen ETF investiert, der den MSCI World SRI statt den MSCI World abbildet, der muss wissen, dass man bei der Socially Responsible Investiing-Variante lediglich in die 360 nachhaltigsten der 1500 im MSCI World enthaltenen Unternehmen investiert, nicht unbedingt in Windkraftanlagenbauer oder in vegane Lebensmittelproduzenten. Die zehn größten Beteiligungen des MSCI World SRI sind wohlgemerkt Microsoft, Nvidia, Home Depot, ASML, Novo Nordisk, Roche, Disney und, ok, Tesla ist auch dabei, aber auch Coca Cola und Pepsico. Und da gibt es wieder eine andere Studie von Greenpeace, wonach Softdrink-Hersteller für 40 Prozent des weltweiten Plastikverbrauchs zuständig sind. Und ja, ratet mal wer die Lister der Plastik-Sünder anführt: Coca Cola und Pepsico.
Was meint ihr: Reicht eine Selbstverpflichtung der Finanzbranche oder sollte die eiserne Faust des Gesetzes zuschlagen? Hinterlasst mir doch bitte ein Kommentar und wenn ihr wollt auch eine positive Bewertung. Schönes Wochenende mit einer neuen Folge der GELDMEISTERIN am Sonntag wünscht Podcast-Host Julia Kistner. Zuhören wie die Börsenminute überalle wo es Podcasts gibt und auf www.geldmeisterin.com
Rechtshinweis: Dies ist die Meinunung der Autorin und keine Anlageempfehlung. Was ihr daraus macht ist Eure Sache, Julia Kistner übernimmt hierfür keine Haftung.
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