Podcaster
Episoden
09.01.2026
31 Minuten
Der Aufbau der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg war kein
plötzliches Produkt offener Wiederbewaffnung, sondern das
Ergebnis eines langfristigen, geheim betriebenen Prozesses, der
bereits kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs einsetzte. Trotz
der Einschränkungen des Versailler Vertrags schuf Deutschland
unter dem Vorwand ziviler Luftfahrt sowie durch verdeckte
internationale Kooperationen schrittweise die Voraussetzungen für
eine leistungsfähige Luftstreitkraft.
Bereits in den 1920er-Jahren erfolgten die Ausbildung von Piloten
in getarnten Strukturen, die Entwicklung neuer Flugzeugmodelle
und der gezielte Ausbau industrieller Kapazitäten, die bei einem
politischen Kurswechsel rasch militärisch genutzt werden konnten.
Als das NS-Regime 1935 die Existenz der Luftwaffe offiziell
bekannt gab, konnte es daher auf eine technisch breit
aufgestellte und organisatorisch vorbereitete Flotte
zurückgreifen, die den späteren Luftkrieg in Europa entscheidend
beeinflusste.
*WERBUNG*
Jeden Dienstag erzählt Marc Ben Puch in dieser Podcastserie, wie
aus Ideen Imperien der Wirtschaft werden – und was sie wieder zu
Fall bringen könnte. Jede Staffel erzählt die Erfolgsgeschichte
einer anderen globalen Marke: Von geheimen Gründerstories über
verhängnisvolle Entscheidungen bis zu den Momenten, in denen
alles auf dem Spiel steht.
Die aktuelle Staffel dreht sich um Paulaner: Vom verbotenen
Klosterbier im Jahr 1634 zum globalen Weißbier-Wunder. Mit
legendären Weißbierduschen im Profi-Fußball, Oktoberfest-Ikonen
und dem heutigen Spezi-Kult.
Jetzt reinhören unter:
https://open.spotify.com/show/4pK0IusbZQpEGIlLYY4qWM?si=ae6b2ef972c048c0
Mehr
02.01.2026
44 Minuten
„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen
Mitteln.“
Doch ist dieser wohl bekannteste Satz von Carl von Clausewitz
auch heute noch gültig? Lässt sich diese These auf die Konflikte
und sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit
übertragen? Und vor allem: Wie sind die Begriffe Krieg und
Politik in diesem Zusammenhang überhaupt zu verstehen und
voneinander abzugrenzen?
Mit diesen grundlegenden Fragen wollen wir uns in der heutigen
Podcast-Folge eingehend beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um
theoretische Überlegungen, sondern auch um die praktische
Bedeutung von Clausewitz’ Denken für die moderne Welt.
Bevor wir jedoch tiefer in diese Thematik einsteigen, werfen wir
zunächst einen Blick auf die Person hinter diesem berühmten
Zitat. Wer war Carl von Clausewitz und welche Erfahrungen prägten
sein Verständnis von Krieg und Politik?
Mehr
26.12.2025
33 Minuten
Die Weihnacht kommt im klaren Winterwind ins Tal. Die Mutter
beugt sich über ihr Kind, der Vater steht weit entfernt im Feld
auf Wache, und viele Sterne leuchten durch die graue Nacht. Zwei
Sterne spiegeln sich in den Augen unseres Kindes und zeigen: Wir
gehören zusammen.
Der Liedtext aus der Sammlung Deutsche Kriegsweihnacht (München
1942) fasst typische Elemente der nationalsozialistischen
Weihnachtskultur zusammen. Zum einen wird das Fest mit einer eher
vagen Naturmystik verbunden – Winter, Nacht, Sterne. Zum anderen
spielt der stark idealisierte Mutterkult eine wichtige Rolle. In
dem Lied von Hans Baumann (1914–1988) kommt außerdem die Figur
des Vaters hinzu, der als Soldat im Feld steht und Wache hält.
Wie Weihnachten in Stalingrad gefeiert wurde – sowohl von den
eingeschlossenen deutschen Soldaten als auch von den sowjetischen
Truppen –, wollen wir in dieser Folge genauer untersuchen. Dafür
müssen wir zunächst etwas ausholen und klären: Welche Bedeutung
hatte Weihnachten im Nationalsozialismus?
Mehr
19.12.2025
27 Minuten
Heute widmen wir uns der Entwicklung und Bedeutung der deutschen
Kriegsmarine in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sowie
während des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum unserer Betrachtung
stehen zwei prägende Persönlichkeiten der Marinegeschichte: Erich
Raeder, der von 1928 bis 1943 als Oberbefehlshaber die Geschicke
der Kriegsmarine leitete, und sein Nachfolger Karl Dönitz, der
später für kurze Zeit auch das Amt des Staatsoberhauptes des
Deutschen Reiches übernahm.
Zunächst beschäftigen wir uns mit Raeders Bemühungen, die Marine
nach den Beschränkungen des Versailler Vertrags wiederaufzubauen.
Dabei spielen sowohl die organisatorischen und politischen
Herausforderungen dieser Phase eine Rolle als auch die
strategischen Leitlinien, die Raeder für die zukünftige
Ausrichtung der Seestreitkräfte entwickelte. Ein besonderer
Schwerpunkt liegt auf dem sogenannten Z-Plan, jenem
ambitionierten Rüstungsprogramm, das den Aufbau einer
schlagkräftigen Überwasserflotte vorsah und langfristig die
globale Bedeutung Deutschlands zur See stärken sollte.
Im Anschluss wenden wir uns Karl Dönitz zu, dessen Aufstieg in
der Marine eng mit der Entwicklung der deutschen U-Boot-Waffe
verknüpft ist. Wir beleuchten seine strategischen Vorstellungen,
insbesondere die Theorie des „Rudeltaktik“-geführten
U-Boot-Krieges, sowie die technischen Neuerungen und taktischen
Anpassungen, die unter seiner Führung umgesetzt wurden. Diese
Faktoren prägten maßgeblich den Verlauf des Seekrieges im
Atlantik und beeinflussten sowohl die Erfolge als auch die
Grenzen der deutschen U-Boot-Operationen während des Zweiten
Weltkriegs.
Mehr
12.12.2025
39 Minuten
Heute wenden wir uns einem Schriftsteller zu, dessen Lebensweg
untrennbar mit einem der dramatischsten Kapitel des Zweiten
Weltkriegs verbunden ist. Viktor Nekrassow diente als junger
Offizier in Stalingrad und erlebte die verheerenden Kämpfe nicht
aus der Distanz, sondern unmittelbar in den Schützengräben, Seite
an Seite mit seinen Kameraden. Gerade deshalb ist sein Werk so
bemerkenswert: Es eröffnet die Möglichkeit, den Kampf um
Stalingrad aus einer sowjetischen Perspektive zu betrachten.
Bemerkenswert ist zudem Nekrassows literarischer Werdegang. Bevor
er zu schreiben begann, hatte er keinerlei Erfahrung als Autor.
Gerade diese Unmittelbarkeit seiner Beobachtungen und sein Stil
machten sein Debüt so kraftvoll. Mit seinem Roman In den
Schützengräben von Stalingrad gelang ihm auf Anhieb ein Werk, das
weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus Aufmerksamkeit
erregte. Das Buch wurde zu einem internationalen Erfolg, brachte
ihm schlagartig Weltruhm ein und erschien schließlich in mehr als
dreißig Sprachen – ein Beleg dafür, wie sehr seine präzise,
schonungslose Darstellung des Kriegsgeschehens die Leser und
Leserinnen weltweit berührte.
Mehr
Über diesen Podcast
Christoph Fromm, Autor des Historienromans ”Stalingrad - Die
Einsamkeit vor dem Sterben” spricht in diesem wöchentlichen Podcast
über Themen rund um das Dritte Reich: Idealismus, Fanatismus und
bedeutende Persönlichkeiten des Dritten Reiches, sowie die
schrecklichen Folgen des Krieges, die teils bis heute spürbar sind.
Bei Fragen oder Anregungen schreibt uns gerne auf Instagram
(@primero_verlag) oder per Mail an primero@primeroverlag.de. Helft
uns, den Podcast weiterhin für euch zu produzieren!
https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=XFVPLBVWM4FTE Falls
auf eurer Lieblingsplattform die ersten Stalingrad Podcast Folgen
nicht mehr verfügbar sind, hört sie auf PodBean, völlig kostenlos
und ohne Anmeldung: https://stalingradpodcast.podbean.com/page/14/
Kommentare (0)