Podcaster
Episoden
05.02.2026
37 Minuten
Ort derErinnerung
Insgesamt 55 Gräber von Jugendlichen aus dem Jugend-KZ liegen
Mitte der 1980er Jahre verstreut auf dem Moringer Friedhof.
Während die Pastoren der Stadt versuchen, eine würdevolle
Grabstätte zu organisieren, streitet sich die Bevölkerung
weiterhin darüber, ob es das KZ überhaupt gegeben hat.
Gleichzeitig treffen sich Überlebende in Moringen und erinnern
auf dem Friedhof den ermordeten Kameraden. Hier fließen Tränen
und Erinnerungen werden geteilt. Der Friedhof in Moringen ist bis
heute ein Ort der Erinnerung.
Welche Geschichten stecken hinter den Namen auf den Grabsteinen?
Und welche Verbindungen gibt es zum Gräberfeld IV, mit den vielen
polnischen Namen, das unscheinbar direkt am Anfang des Friedhofes
liegt? Indieser Folge werfen wir einen Blick auf die
Bedeutung des Friedhofs für die Stadt, die Gedenkstätte, die
Überlebende und ihre Angehörigen und wie sich diese in den
letzten Jahrzehnten verändert hat.
Regie, Tonund Schnitt: Franziska Fronhöfer
Redaktion: BelaBartels und Stefan Wilbricht
Es sprechenneben der Autorin: Fynn Knorr, Melissa Lining und
Lukas Rosenberg.
Der Podcastwurde gefördert durch die Klosterkammer Hannover.
EineProduktion der Gedenkstätte Moringen, 2026.
Musik:
Charlie Lewis: Soft Fanfare. (CC-BY-NC-SA)
Roofer’s Nest: Shark. (CC-BY)
Paul Scott: track3-2m14s.mp3. (CC-BY)
Marcos H. Bolanos: Laberynth Mind. (CC-BY-NC-SA)
Roofer’s Nest: Beliefe. (CC-BY)
Quantum Jazz: Intro. (CC-BY-SA)
Lobo Loco: Tristesse (ID 339). (CC-BY-NC-SA)
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23.09.2025
25 Minuten
Von der Peripherie ins Zentrum. Eine Gedenkstätte entsteht.
Moringen, 1982: Beim Volkstrauertag fordert Pastor Manfred
Hickmann nicht nur der gefallenen Soldaten, sondern auch den
Opfern des KZ Moringen zu gedenken und löst damit einen
regelrechten Shitstorm aus. „Es bleibt ihm überlassen, sich
zuschämen so viel er will, doch möge er damit jene verschonen,
die im guten Glauben ihrem Volk und Vaterland zu dienen, Opfer an
Leib und Leben gebracht haben“, schreibt Josef Jugl in einem
Leserbrief. Erst 1993, also fast 50 Jahre nach der Befreiung
durch die Alliierten, wird die Gedenkstätte errichtet.
Was geschah in den Jahrzehnten zwischen dem Ende des Krieges und
der NS-Herrschaft und der Gründung der Gedenkstätte? Wie konnte
seine Errichtung so lange dauern? Und was zeichnete die ersten
Jahre des Erinnerungsortes in einer Stadt aus, die sich lange
gehen diesen wehrte? In dieser Folge gehen wir auf Spurensuche
und treffen Menschen, die Moringen und die Gedenkstätte in dieser
Zeit begleiteten.
Regie, Ton und Schnitt: Franziska Fronhöfer
Redaktion: Stefan Wilbricht
Es sprechen neben der Autorin: Manfred Hickmann, Stefan Wilbricht
und Miriam Hockmann.
Der Podcast wurde gefördert durch dasFörderprogramm
KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder, durch die
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Partnerschaft für
Demokratie im Landkreis Northeim.
Eine Produktion der Gedenkstätte Moringen, 2025.
Musik:
Roofer’s Nest - Belief (CCC-BY)
Roofer’s Nest: Shark (CCC-BY)
ROW: Follows then Evaportes (CCC-NC)
ROW: Sighted Echo (CCC-NC)
Spinningmerkaba: Stars below us (CCC-NC)
Spinningmerkaba: The Belafonte (CCC-BY)
M33 Project: Orange Blues (CCC-NC)
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10.02.2025
27 Minuten
It don’t mean a thing– Swing-Kids im KZ
In den 1930er Jahren kommt die Swing-Musik aus den USA nach
Europa. Sie ist leicht, federnd – ganz anders als die Marsch- und
Blasmusik, die sonst vorherrscht. Eine Szene junger Menschen
entsteht, die sich in Kneipen für Livemusik und zum Tanzen
treffen. Dies ändert sich auch nicht, als die Nationalsozialisten
an die Macht kommen und versuchen, diese Musik und Kultur zu
beseitigen. Die Folgen für die Jugendlichen sind verheerend.
Günter Discher war selbst ein sogenanntes „Swing-Kid“ und wurde
im KZ Moringen als Jugendlicher aufgrund seiner Zugehörigkeit zur
Subkultur inhaftiert.
Die Jugendkultur um den Swing hat die Nationalsozialisten
überlebt. Auch heute gibt es eine große Szene. Welche Bedeutung
haben die Musikund der Tanz für die Subkultur heute? Welche Rolle
spielten sie für die Jugendlichen während des NS? Und kann Musik
widerständig sein?
Regie, Ton und Schnitt: Franziska Fronhöfer
Redaktion: Dr. Dietmar Sedlaczek, Madita Hagen, Stefan Wilbricht
Es spricht neben der Autorin: Sarah Ben Bornia als Günter
Discher.
Der Podcast wurde gefördert durch das Förderprogramm
KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder, durch die
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Partnerschaft für
Demokratie im Landkreis Northeim.
Eine Produktion der Gedenkstätte Moringen, 2025.
Musik unter freundlicher Genehmigung der Shreveport
Rhythms:
It Don‘t MeanA Thing.
Jumping AtThe Woodside.
I GotRhythm.
Singing The Blues.
Bei Mir Bist Du Schön.
Flat FlootFlogie.
My BabyJust Cares For Me.
Echos ofSpring.
Star Dust.
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25.10.2022
28 Minuten
"Her mit dem ganzen Leben!" Hedwig Regnart, Kämpferin für eine
bessere Welt.
Schon als junge Frau engagiert sich Hedwig Regnart (1908-2001) in
der politischen Linken. Als die Nationalsozialisten 1933 an die
Macht kommen, geht sie in den Widerstand, wird verhaftet und
kommt nach langer Einzelhaft im Frauengefängnis Aichach in das
Frauen-KZ Moringen.
Später stellt Hedwig Regnart ihre Erfahrungen aus Widerstand und
Verfolgung in ausdrucksstarken Kohlezeichnungen dar, die immer
auch ihre Perspektive als Frau spiegeln.
In der Bundesrepublik Deutschland bleibt sie ihren politischen
Überzeugungen treu, ist aktiv in Frauen -und Friedensbewegung und
in der 1989 gegründeten Moringer Lagergemeinschaft. Sie spricht
als Zeitzeugin und setzt sich für den Kampf gegen den § 218 ein,
der Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellt. Bis ins hohe
Alter kämpft Hedwig Regnart gegen Ungerechtigkeiten an. „Ich habe
gespürt: Was ich nicht selber tu‘, das tun andere nicht für mich.
Ich muss es selber tun.“
Was trieb Hedwig Regnart an, ihr Leben lang für eine bessere Welt
zu streiten? Und was hat das mit uns heute zu tun?
Im Podcast kommen unter anderen eine Aktivistin aus der
Frauenbewegung zu Wort, die wenige Jahre vor Hedwig Regnarts Tod
einen Film über sie drehte sowie eine junge Frau, die sich im
Rahmen ihres FSJ in der KZ-Gedenkstätte Moringen mit Hedwigs
Bildern und ihrer Lebensgeschichte auseinandersetze.
Regie, Ton und Schnitt: Franziska Fronhöfer
Redaktion: Dr. Dietmar Sedlaczek, Madita Frederike Hagen, Melissa
Lining
Interviewaufnahmen von Hedwig Regnart aus dem Film „Schwestern,
vergesst uns nicht. Aus dem Leben der Antifaschistinnen Hed
Regnart und Hilde Faul“ (C) Frauenverband Courage e.V. (1998)
Musik:
Ruhrchor: Brot und Rosen.
Punk Rock Opera: Aftermath (CC-BY)
Punk Rock Opera: The Deal (CC-BY)
Milton Arias: Poldoro (CC-SA)
Steve Combs: Monster Battles The Kings Of Leon (CC-BY) Kevin
MacLeod: Dances and Dames (CC-BY) Lobo Loco: Free Canjon Guitar
(CC-BY-SA)
Der Podcast wurde gefördert durch das Förderprogramm
KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder, durch die
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Partnerschaft für
Demokratie im Landkreis Northeim.
Eine Produktion der KZ-Gedenkstätte Moringen 2022.
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01.03.2022
26 Minuten
Viele Briefe und ein Buch. Auf den Spuren von Hannah Vogt.
In einem Buch von Friedrich Engels, das in der Stadtbibliothek
Hannover steht, findet die Provenienz-Forscherin Jenka Fuchs den
handschriftlichen Eintrag „Hannah Vogt“. Das Portrait einer
jungen Frau in der KZ-Gedenkstätte Moringen geht der Schülerin
Larissa Lömpel , als sie dort ein Praktikum macht, nicht mehr aus
dem Kopf:
„Mich hat eine junge Frau angeguckt, die ungefähr in meinem Alter
war, und ich wollte einfach wissen, wer sie war“, erzählt
Larissa.
Im Archiv der Gedenkstätte stoßen die beiden Frauen auf eine
Sammlung von Briefen, geschrieben von jener Hannah Vogt im Jahr
1933. Die damals 23-Jährige schreibt an ihre Eltern aus ihrer
Haft im Gerichtsgefängnis in Osterode und im KZ in Moringen. Was
erzählen diese Quellen – das Buch von Engels und die Briefe –
über Hannah Vogt und ihre Geschichte? Was können solche Dokumente
in der Gegenwart bewirken? Und was hat das mit uns zu tun?
Regie, Ton und Schnitt: Franziska Fronhöfer
Redaktion: Dr. Dietmar Sedlaczek
Es sprechen neben der Autorin: Daria Bak als Hannah Vogt, Imme
Beccard als Emma Vogt und Silas Degen als Wilhelm Vogt.
Studioaufnahmen: Radio Tonkuhle Hildesheim.
Der Podcast wurde gefördert durch das Förderprogramm
KULTUR.GEMEINSCHAFTEN der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder,durch die
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Partnerschaft für
Demokratie im Landkreis Northeim.
Eine Produktion der KZ-Gedenkstätte Moringen 2022.
Musik:
Kevin MacLeod: I Knew A Guy. CC-BY-Lizenz.
Milton Arias: Poldoro. CC-SA-Lizenz.
Axletree: Small Daffs. CC-BY-Lizenz.
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Über diesen Podcast
MoMemorial ist der Podcast KZ-Gedenkstätte Moringen. In zeitlich
loser Folge sind Beiträge zu verschiedenen Themen der Geschichte
der Moringer Konzentrationslager, der Aufarbeitung ihrer Geschichte
nach 1945 sowie zur Arbeit von Gedenkstätte und Lagergemeinschaft
geplant, darunter Themen wie Zwangsarbeit, Widerstand und die
Verfolgung der Swing-Jugend oder auch Wiedergutmachung. Die
Beiträge sind informativ und anschaulich. Eine Episode ist jeweils
etwa 20 Minuten lang.
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