Podcaster
Episoden
16.01.2026
46 Minuten
Innovation ist kein Selbstzweck – und schon gar kein
geschlossener Zirkel. Innovation ist eine Bubble, aus der wir
auch herausschauen müssen.
In dieser Folge spricht Peter Schindlecker, Head of Open
Innovation bei den ÖBB, darüber, warum echte Innovation erst dann
entsteht, wenn man bereit ist, die eigene Denkblase zu verlassen.
Als Mitgestalter des größten Mobilitätssystems Österreichs bewegt
sich Peter täglich im Spannungsfeld zwischen Stabilität und
Erneuerung, zwischen Infrastruktur, Digitalisierung und
gesellschaftlicher Verantwortung. Die ÖBB transportieren jährlich
über 500 Millionen Fahrgäste, investieren Milliarden in die Bahn
der Zukunft und stehen vor der Herausforderung, ein hochkomplexes
System kontinuierlich weiterzuentwickeln – ohne es unnötig
kompliziert zu machen. Und das in einem System, das sich mit rund
94 % Pünktlichkeit täglich selbst daran erinnert, dass Innovation
auch Verlässlichkeit liefern muss.
Peter bringt es auf den Punkt:
„Die größte Innovationshürde ist das mentale Modell, das wir von
unserem eigenen Business haben.“
Im Gespräch geht es um Open Innovation als Haltung, nicht als
Methode, um den Unterschied zwischen Komplexität und
Kompliziertheit, um die Rolle von KI in Planungs- und
Prognoseprozessen – und um die Frage, warum der Erfolg der Bahn
nicht an einzelnen Unternehmen, sondern am gesamten europäischen
System gemessen werden muss. Innovation zeigt sich hier weniger
im nächsten Trend als im Zusammendenken von Technologie,
Organisation, Kultur und Mensch.
Deutlich wird: Zukunft entsteht nicht durch perfekte
PowerPoint-Folien, sondern durch Zuhören, Improvisation und die
Fähigkeit, gemeinsam ins Handeln zu kommen.
Was hat aber Industrial Design mit Innovationskraft zu tun? Warum
prägen Physik und das Handwerk des Schneiderns den Blick auf
Zukunft – und weshalb spielt ein alter VW-Bus eine überraschend
wichtige Rolle im Denken eines Innovationsverantwortlichen des
modernen Bahnsystems und der Schiene von Morgen? Einfach
reinhören.
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14.11.2025
42 Minuten
„Bei der Digitalisierung bin ich ein großer Freund davon,
bestehende Prozesse zu hinterfragen, ob man sie überhaupt noch
braucht. Ich glaube, man unterschätzt, was alles dabei ist, was
man nicht mehr braucht.“ und „Fehler sind success in progress“ –
sagt Christoph Schmidt, Head of Business Development &
Innovation am Flughafen Wien und Geschäftsführer der Vienna
Airport FBO.Der Flughafen Wien ist der 17. größte Flughafen
Europas und betreibt auch die Flughäfen Malta und Košice. Als
Smart Follower und Ökosystemarchitekt versteht sich der Flughafen
Wien als Innovationsdrehscheibe, die bewusst neue Ideen testet,
skaliert und mit Partnern weiterentwickelt.In dieser Folge
sprechen wir mit Christoph über Innovationskultur, Mut zum
Umdenken und den Ort, an dem Zukunft jeden Tag abhebt: den
Flughafen Wien. Dort verantwortet Christoph die
Innovationsstrategie des bedeutendsten Drehkreuzes für Osteuropa
und eines Flughafens, der seit 2023 klimaneutral betrieben wird.
Er zeigt, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und
Unternehmenskultur in Einklang gebracht werden können.Wie gelingt
es, einen Flughafen nicht nur effizienter, sondern auch
klimaneutral und menschlicher zu gestalten? Warum ist Scheitern
in Wahrheit nur ein Schritt auf dem Weg zum Erfolg? Und weshalb
braucht Innovation manchmal weniger neue Tools – und mehr Mut zur
Umsetzung?Ein inspirierendes Gespräch über:• Wie man Innovation
wirklich im Alltag verankert – jenseits von Buzzwords und
Konzeptpapieren• Warum Kommunikation, Empathie und Vertrieb die
Zukunftskompetenzen von morgen sind• Was Europa von den USA
lernen kann, wenn es um Tempo, Experimentierfreude und Umsetzung
geht• Und weshalb Kultur der eigentliche Treibstoff für
Innovation istZwischen Drohnenflügen über Solarfelder, autonomen
Reinigungsrobotern in Terminals und der bis vor kurzem größten
Photovoltaikanlage Österreichs zeigt Christoph, dass Zukunft
nicht nur geplant, sondern gelebt werden muss.Und wer glaubt,
Innovation hätte am Flughafen nichts mit Würstelständen zu tun,
sollte unbedingt reinhören – denn manchmal entsteht die
kreativste Energie genau dort, wo man sich automatisch duzt.Wer
Christoph zuhört, bekommt Lust auf Aufbruch, Leadership mit
Haltung und eine Portion Wiener Pragmatismus.
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26.09.2025
48 Minuten
„Führungskräfte brauchen Lust am Machtverlust“ – sagt Prof. Dr.
Michael Groß– mehrfacher Olympiasieger, Welt- und Europameister,
zwölffacher Weltrekordhalter, Autor, Gründer und Geschäftsführer
von Groß & Cie sowie Honorarprofessor an der
Goethe-Universität Frankfurt.
In dieser Folge sprechen wir mit Michael, vielen auch bekannt als
„Albatros“ aus seiner Zeit als einer der erfolgreichsten
Schwimmer der Welt, über eine der entscheidenden Fragen unserer
Zeit: Wie verändert Künstliche Intelligenz die Rolle von
Leadership – und was bedeutet das für Führungskräfte, HR und
Personalentwicklung in Unternehmen?
Michael, der heute Führungskräfte und Organisationen in
Transformationsprozessen begleitet, gibt klare Antworten: Warum
KI nicht einfach ein weiteres IT-System ist, sondern als
Partnerin und Kollegin Führung radikal verändert. Warum
Führungskräfte nicht nur schneller lernen, sondern auch schneller
verlernen müssen. Und warum das Menschliche in einer durch KI
durchdrungenen Arbeitswelt zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird.
Besonders spannend: Sein Blick auf das Zusammenspiel von
KI-Agenten und Mitarbeitern – und die These, dass Führung in
Zukunft mindestens ein Drittel ihrer Zeit in gute Gespräche
investieren sollte, um Potenziale zu aktivieren.
Ein inspirierendes Gespräch für alle, die verstehen wollen:
- Warum KI nicht Software as a Service, sondern Service as a
Software ist.
- Wie Führung neu entsteht, wenn traditionelle Macht schwindet.
- Welche Rolle Sprache, Antizipation und Menschlichkeit in einer
von KI geprägten Zukunft spielen.
- Und warum gerade jetzt Neugier, Offenheit und Resilienz die
wichtigsten Führungskompetenzen sind.
Michael zeigt: Je mehr Technologie und KI unsere Arbeitswelt
prägen, desto wichtiger wird das, was uns menschlich macht.
Und ganz nebenbei: Was verbindet einen Olympiasieger mit 39
Medaillen, eine Radtour durch den Himalaya und eine Professur in
Frankfurt mit der Frage, wie KI die Führung von heute und Morgen
verändert? Einfach reinhören!
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08.08.2025
47 Minuten
„Veränderung muss kommuniziert werden“ – sagt Lucretia Löscher,
Chief Operating Officer bei thyssenkrupp Uhde und
Vorstandsmitglied der VDMA Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau.
In dieser Folge gibt Lucretia spannende Einblicke in die
Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation im
Bereich chemischer Anlagen. Sie erklärt, warum es nicht
ausreicht, nur technologische Kompetenz zu besitzen, sondern dass
man ein starkes Team braucht, das komplexe Herausforderungen mit
Vertrauen und Klarheit angeht.
Lucretia, die als Juristin begann, heute internationale
Riesenprojekte im Chemieanlagenbau verantwortet und als Mentorin,
Rettungssanitäterin und Bergsteigerin Verantwortung in ganz
unterschiedlichen Kontexten lebt, gibt tiefe Einblicke in eine
Branche, in der kein Projekt allein gestemmt werden kann – und
dennoch oft Einzelne vorangehen müssen, um den Wandel ins Rollen
zu bringen.
Was es dafür braucht? Eine klare Strategie, die Fähigkeit,
scheinbar unüberwindbare Aufgaben in konkrete Etappen
herunterzubrechen, eine enge Zusammenarbeit mit Kunden,
Kenntnisse des Terrains – und ein Team, das an einem Strang
zieht.
Wir sprechen über:
• Transformation zwischen Technologie, Umsetzung und
Lernschleifen: Warum der Kreislauf zwischen Innovation und Praxis
entscheidend ist
• Teamleistung mit besonderem Wert: Wie Chemieanlagenbau
tatsächlich funktioniert – und was andere Branchen davon lernen
können
• Mut zur Umsetzung und zu kreativen Lösungen: Warum die Pioniere
von heute die Effizienzstandards von morgen prägen
• Führung in der Transformation: Warum Kommunikation nicht Kür,
sondern Pflicht ist
• Grüner Ammoniak als Energieträger
• Mut erste Schritte zu wagen – selbst wenn der Business Case
(noch) nicht aufgeht
und vieles mehr.
Und was haben Eistauchgänge, der höchste Gipfel der Antarktis –
und ein Oktopus mit erfolgreicher Transformation zu tun?
Eine inspirierende Folge für alle, die industrielle
Transformation nicht nur als Schlagwort sehen – sondern als
Teamaufgabe mit Haltung.
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04.07.2025
54 Minuten
„Wir sind Weltmeister im Risiko ausschließen – aber nicht im
Risikomanagement.“ – sagt Prof. Dr. Johann Kranz, Professor für
Digitale Services und Sustainability an der LMU München, im
Gespräch mit Philipp Ramin und Anne Koark.
In dieser Folge sprechen wir über eine der drängendsten Fragen
für den Wirtschaftsstandort Deutschland: Warum fällt es uns so
schwer, aus Wissen wirklich Innovationen zu machen? Und warum
stehen wir uns dabei so oft selbst im Weg?
Johann, der zusätzlich zu seiner Professur an der LMU auch
Gründungsmitglied des LMU Innovation & Entrepreneurship
Centers , stellvertretender Vorsitzender des
Forschungsausschusses sowie Leiter des Arbeitskreises
"Digitalisierung und Nachhaltigkeit" beim MÜNCHNER KREIS,
Vorstand des Internet Business Clusters und Berater &
Business Angel für technologiegetriebene Start-ups ist, gibt
schonungslos ehrlich Einblick in die Innovations-Blockaden, die
viele Unternehmen plagen: Konsenskultur statt Führung,
Sicherheitsdenken statt Risikomanagement, und eine digitale
Trägheit, die international immer stärker auffällt. Besonders
spannend: Sein Blick auf die versäumten Chancen bei
Querschnittsinnovationen und die Frage, warum wir in Deutschland
zwar exzellent forschen – aber am Ende die echten technologischen
Durchbrüche oft woanders stattfinden.
Was es jetzt braucht? Weniger Konsenssoße, mehr Mut zu klaren
Entscheidungen. Und vor allem: mehr Neugier, Experimentierfreude
und Umsetzungsstärke – in Führungsetagen genauso wie bei jeder
einzelnen Mitarbeiterin und jedem einzelnen Mitarbeiter.
Johann zeigt aber auch, dass Innovation nicht nur Theorie,
sondern auch gelebte Haltung ist.
Ein wirklich inspirierendes Gespräch über:
- Innovationskultur ohne Entscheidungsstärke: Warum „alle dürfen
mitreden“ oft genau das Falsche ist.
- Verpasste Chancen in der Digitalisierung: Von Smart Metering
bis autonomes Fahren – wie Deutschland wichtige
Querschnittsinnovationen verschlafen hat.
- Die Risikofalle: Warum wir Probleme lieber zerreden, als sie
pragmatisch zu lösen.
- Zukunftskompetenzen: Warum KI-Verständnis, kontinuierliches
Lernen und Neugier heute die wichtigste Karriere-Währung sind.
Und was haben „Schlag den Raab“, eine Champions-League-Nacht mit
den Bayern in London feiern und die Pflege eines Familienwaldes
mit einem Innovationsgestalter zu tun? Dies und vieles mehr in
diesem wirklich spannenden Gespräch für alle, die Führung,
Digitalisierung und Innovation nicht nur diskutieren, sondern
auch umsetzen und leben wollen.
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Über diesen Podcast
Hier geht es um echte Inspiration rund um digitale
Kompetenzentwicklung, Future Skills und die Transformation unserer
Welt in den Bereichen Technologie, Nachhaltigkeit und Gesellschaft.
Ihre Podcast-Hosts Anne Koark und Philipp Ramin begrüßen jede Woche
inspirierende Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben – und das
aus den unterschiedlichsten Sichtweisen der Wirtschaft, der
Wissenschaft , der Politik und der Gesellschaft. Digikompetenz –
lassen Sie sich von den führenden Thought Leaders jede Woche aufs
Neue inspirieren. Produziert von i40.de
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