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Episoden
24.02.2026
1 Stunde 11 Minuten
Avi Applestein ist Psychotherapeut, Sohn von Holocaust-Überlebenden
und Zeitzeuge der zweiten Generation. Seine Eltern überlebten die
Shoa u.a. in Auschwitz und Bergen-Belsen, ihre Geschichte prägte
seine Kindheit und seinen Lebensweg tief. Heute berichtet Avi vor
Schüler*innen von der Verfolgung seiner Familie und schafft einen
sehr persönlichen Zugang zur Geschichte der NS-Zeit. Wir sprechen
über seine Geschichte, über Verantwortung, Zugänge zum Thema
Holocaust und darüber, was Erinnerung heute bedeutet. Auch geht es
um die Frage, wie und warum demokratische Werte geschützt werden
müssen. Ein weiterer Schwerpunkt ist sein Engagement im
jüdisch-muslimischen Dialog. Gemeinsam mit einer muslimischen
Freundin besucht er Schulen und zeigt, wie Begegnung, Nähe und
echte Freund*innenschaft in polarisierten Zeiten gelingen kann.
Eine Folge über Erinnerung, Haltung und darüber, warum „Nie wieder“
mehr sein muss als ein Satz, der symbolpolitisch ausgehöhlt wird.
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18.02.2026
1 Stunde 6 Minuten
Folge #112 mit Laila Riedmiller aka @notwi ist jetzt online und wie
immer auf allen gängigen Podcatchern oder über den Link in der Bio
zu finden !! . Laila Noëmi Riedmiller ist Wissenschaftliche
Mitarbeiterin an der FAU Erlangen-Nürnberg und
(Sach-)Buchbloggerin. Sie hat Politikwissenschaft und vergleichende
Religionswissenschaft studiert und promoviert aktuell über (extrem)
rechte Zeitlichkeitsvostellungen. Nebenbei ist sie
politisch-bildnerisch mit Schwerpunkt auf Antisemitismus,
Rechtsextremismus und Antifeminismus tätig. Auf Social Media
verbindet sie Buchrezensionen, Buchtipps, politische
Gedankenanstöße und möglichst niedrigschwellige
Wissenschaftskommunikation zu ihren Forschungsthemen mit Einblicken
in das und Kritik am Wissenschaftssystem. Genau daran knüpfen wir
in dieser Folge an und sprechen ausnahmsweise mal über das, was für
angehende Lehrkräfte zwischen Schule und Schule liegt, nämlich die
Uni. Was ist eigentlich der akademische Mittelbau, das WissZeitVG
oder auch akademischer Kapitalismus? Und was hat das alles mit dem
Lehramtsstudium zu tun? . Die tolle Illustration ist von: Lena
Raith
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09.02.2026
55 Minuten
Annekathrin Kohout ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und
freie Autorin. Sie ist Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale
Bildkulturen“ im Wagenbach‑Verlag und der Zeitschrift „POP. Kultur
und Kritik“ und schreibt für die taz eine Kolumne über
Internetkultur. Zu ihren jüngsten Texten zählen Titel zu
Netzfeminismus, Nerd‑Kultur und K‑Pop. Im Gespräch wirft sie auf
Basis ihres Buches Hyperreaktiv einen kritischen Blick auf die
„Reaktionskultur“ der sozialen Medien: Warum Online‑Kommunikation
häufig von Überreizung, Missverständnissen und gegenseitigem
Misstrauen geprägt ist und wie Bilder gezielt politisch eingesetzt
werden. Sie erklärt, dass Algorithmen Beiträge belohnen, die starke
Reaktionen hervorrufen, ein System, das Deutungsmacht konzentriert
und gleichzeitig Polarisierung fördert. Anhand aktueller Beispiele,
etwa dem umstrittenen Instagram‑Post von Greta Thunberg, zeigt sie,
wie Nutzer*innen durch ständiges Bewerten, Kommentieren und Teilen
Einfluss auf die öffentliche Debatte gewinnen, aber gleichzeitig
das Risiko besteht, dass falsche Informationen und Lagerdenken
verstärkt werden. Abschließend diskutiert sie, welche Verantwortung
jede und jeder Einzelne im Netz trägt und welche einfachen
Strategien helfen können, einen konstruktiven, demokratischen
Diskurs trotz der Tendenz zur Spaltung aufrechtzuerhalten.
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01.02.2026
1 Stunde 4 Minuten
Maryam Aras ist Autorin und freie Literaturkritikerin. Sie ist in
Köln geboren, hat dort Islamwissenschaften, Anglistik und
Politologie studiert und lebt bis heute hier. Sie schreibt vor
allem Essays und machtkritische Literaturkritik. Maryam kuratiert
und moderiert außerdem Literaturveranstaltungen und arbeitet als
Übersetzerin und Literaturvermittlerin persischsprachiger Lyrik und
Prosa. Wissenschaftlich beschäftigt sie sich mit Postkolonialität
und Rezeptionsmustern von marginalisierten Autorinnen in der
deutschsprachigen Kritik. Maryam ist Jurymitglied verschiedener
Literaturpreise, 2023 und 2024 u. a. für den Preis der Leipziger
Buchmesse. Ihr Buch „Dinosaurierkind" ist vergangenes Jahr bei
Claassen erschienen und mit einem Arbeitsstipendium der
Kunststiftung NRW gefördert worden. 2025 erhielt sie außerdem den
Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik. In dieser Folge
sprechen wir über ihr Buch und versuchen dadurch Brücken zu
schlagen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart in
Deutschland und Iran.
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08.12.2025
54 Minuten
Elina Penner, ist Autorin und Publizistin, die mit ihrem Debütroman
*Nachtbeeren* im Jahr 2022 für Aufsehen sorgte. Elina, 1987 als
Sowjetbürgerin geboren, ist eine mennonitisch-plautdietsche
Deutsche, die leidenschaftlich über Identität und ihre Erfahrungen
in einer pluralen, heterogenen Gesellschaft offline und online
schreibt. In dieser Folge spricht sie über ihr Buch Migrantenmutti
und dessen Rezeption, über Mutterschaft, Klassismus und Humor.
Darüber hinaus gibt sie Einblicke in ihren aktuellen Roman *Die
Unbußfertigen*, der kürzlich, wie alle ihre Bücher, im Aufbauverlag
erschienen ist. Dana Vowickel beschreibt es in ihrem Blurb
folgendermaßen: »Das Internet ist endlich kein Neuland mehr: Denn
Elina Penner hat es verstanden und auch die Menschen, die darin
herumgeistern. Und sie erklärt es uns in rasantem Tempo und mit
einzigartigem Humor.«
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Über diesen Podcast
Raum schaffen für's: Miteinander sprechen, (Ver)lernen, Zuhören,
Diskutieren & Schule neu denken. Kontakt: @kleinepause_podcast
oder kleinepausepodcast@gmail.com Impressum Verantwortlich für den
Inhalt (gem. § 55 Abs. 2 RStV): seit 06/23 Nicole
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