Kleine Pause
Begegnungen in der Teeküche
Ein erster Gruß aus der Teeküche
15. Januar 2021
Podcaster
Episoden
15.04.2026
1 Stunde 5 Minuten
Dr. Pia Lamberty ist Psychologin und Autorin, die sich seit vielen Jahren intensiv mit den psychologischen Folgen gesellschaftlicher Krisen auseinandersetzt. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind u.a. Rechtspopulismus und -extremismus und Verschwörungsideologien. Auf Basis dieser Erkenntnisse gründete sie das Center for Monitoring, Analysis and Strategy (CEMAS), ein interdisziplinäres Projekt, das demokratiegefährdende Entwicklungen analysiert und daraus Handlungsempfehlungen für Politik, Medien und die Zivilgesellschaft ableitet, ein Versuch, dem wachsenden Einfluss autoritärer Diskurse entgegenzuwirken. Parallel dazu bietet sie nun auch psychologische Online Beratung an, in der sie Menschen unterstützt, die durch anhaltende Unsicherheit, Überforderung und Polarisierung belastet sind, und ihnen hilft, ihre Selbstwirksamkeit wiederzugewinnen. Ihr neues Buch, „Der Untergang kann warten. Wie wir in Krisenzeiten Hoffnung schöpfen“ erscheint im Juni 2026. Im Gespräch betont Pia, dass reine Faktenvermittlung nicht ausreicht, weil Krisen häufig über emotionale und ideologische Kanäle verarbeitet werden. Sie erläutert ein stärkeres Einbeziehen von Analyse und Selbstwirksamkeitskompetenzen bereits im schulischen Kontext. Durch konkrete Beispiele aus ihrer Beratungsarbeit, zeigt sie, wie man sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene gegen das erstickende Klima politischer Verrohung ankämpfen kann. Die Folge liefert damit einen Blick auf die Verquickung von Psychologie und Politik und bietet zugleich handfeste Ansätze, um in einer zunehmend feindseligen öffentlichen Sphäre wieder Hoffnung und Handlungsfähigkeit zu finden.
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01.04.2026
57 Minuten
Lesen eröffnet Welten, Geschichten zeigen uns neue Seiten unseres Selbst und der Gesellschaft. Der sogenannte klassische Literaturkanon deckt jedoch nur einen kleinen Teil dieser Vielfalt ab. In Schule und Feuilleton wird oft eine Norm vermittelt, die weder die Realität noch die gesamte Literatur widerspiegelt. Bianca Braunshofer, Marlon Brand und Tobi Schiller haben das Buch „UND JETZT QUEER! Lesen jenseits der Norm“ geschrieben, um zu zeigen, dass queere Literatur schon immer Teil der Literaturgeschichte ist. Sie diskutieren, warum queere Identitäten und Lebenswelten in Schulen kaum sichtbar sind und wie das Buch als Einladung dient, die gesamte Bandbreite des Lesens zu entdecken. Bianca ist Co‑Gründerin der queer‑feministischen Buchhandlung o*books (Wien) und leitet Workshops mit ihrer Therapiehündin Gigi. Marlon studierte Komparatistik (Bochum) und schreibt seit 2017 über queere Literatur (@booksaregayasfuck). Tobi ist Medienwissenschaftler, Redakteur und betreibt zusammen mit Marlon das Newsletter‑Magazin „Queerer Kanon?“ (Berlin). Gemeinsam fordern sie mehr queere Sichtbarkeit im Unterricht, zeigen, wie Literatur als Möglichkeitsraum wirkt, und geben Lehrkräften konkrete Impulse für eine inklusivere Lektüreauswahl.
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15.03.2026
1 Stunde 6 Minuten
Madita Oeming ist Kulturwissenschaftlerin, ausgebildete Sexualpädagogin und anerkannte Expertin für digitale Sexualität. Madita bildet deutschlandweit Fach- und Lehrkräfte im Umgang mit sexuellen Medien weiter und ist eine gefragte Speakerin zu Themen wie Mediensucht, Jugendmedienschutz und digitale Gewaltprävention. Ihr Sachbuch „Porno. Eine unverschämte Analyse“ erschien 2023 und kürzlich erschien ihr zweites Buch “Aufgeklärt statt aufgeregt Was Eltern heute brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten” im Rowohlt Verlag. In dieser Episode sprechen wir über digitale Sexualität und damit verbunden Pubertät. Darüber, dass Jugendliche unweigerlich mit sexuellen Inhalten konfrontiert werden, sei es gewollt oder ungewollt und wie das alles mit dem Schulkontext zusammenhängt. Madita gibt wertvolle Tipps, wie Erwachsene offene Gespräche über bspw. Pornos und Sexting initiieren können und wie sie ihre Kinder gegenüber den Gefahren wie Cybergrooming und Grenzüberschreitungen stärken. Sie erklärt, wie ein unaufgeregter und selbstsicherer Umgang mit sexuellen Medien gelingt und beantwortet drängende Fragen ohne dabei pädagogische Spannungsfelder auszublenden. Fotocredits: Paula Winkler
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06.03.2026
50 Minuten
Steffi Henschke lebt seit 2019 dauerhaft in Tel Aviv, berichtet als Nahost‑Korrespondentin für Die Zeit und schreibt vor allem politische Analysen. In ihrem neuen Buch “Manchmal würde ich gern schreien”, das im März 26 im Aufbau Verlag erscheint, verknüpft sie persönliche Erfahrungen mit dieser fundierten, politischen Analyse und zeigt ihr Ringen um Haltung auf, als Journalistin und Mensch. In der Folge spricht sie über die Herausforderung ihrer Arbeit, über die Notwendigkeit, eigene Projektionen zu hinterfragen und ihren Blick auf Journalismus in Krisenregionen. Zudem sprechen wir über die Rolle von Schulen und politischer Bildung in Bezug auf ein Verständnis von Berichterstattung und journalistischer Arbeit.
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24.02.2026
1 Stunde 11 Minuten
Avi Applestein ist Psychotherapeut, Sohn von Holocaust-Überlebenden und Zeitzeuge der zweiten Generation. Seine Eltern überlebten die Shoa u.a. in Auschwitz und Bergen-Belsen, ihre Geschichte prägte seine Kindheit und seinen Lebensweg tief. Heute berichtet Avi vor Schüler*innen von der Verfolgung seiner Familie und schafft einen sehr persönlichen Zugang zur Geschichte der NS-Zeit. Wir sprechen über seine Geschichte, über Verantwortung, Zugänge zum Thema Holocaust und darüber, was Erinnerung heute bedeutet. Auch geht es um die Frage, wie und warum demokratische Werte geschützt werden müssen. Ein weiterer Schwerpunkt ist sein Engagement im jüdisch-muslimischen Dialog. Gemeinsam mit einer muslimischen Freundin besucht er Schulen und zeigt, wie Begegnung, Nähe und echte Freund*innenschaft in polarisierten Zeiten gelingen kann. Eine Folge über Erinnerung, Haltung und darüber, warum „Nie wieder“ mehr sein muss als ein Satz, der symbolpolitisch ausgehöhlt wird.
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Über diesen Podcast
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