Mein Herz lacht
Der Podcast für Eltern mit körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigten Kindern
Podcaster
Episoden
01.02.2026
43 Minuten
„Entlastung ist nichts, was man einmal organisiert und dann abhakt.
Die Suche hört nie auf“, sagt Isa Nowak. Sie ist Mutter von drei
Töchtern, die mittlere hat eine Behinderung. Lange Zeit haben Isa
und ihr Partner einfach funktioniert. Bis Isa nach unzähligen
Nächten mit nur zwei Stunden Schlaf völlig erschöpft eine Kollegin
anrief, weil sie einfach nicht mehr konnte. Dieser Moment wurde zum
Wendepunkt. Zum ersten Mal erkannten die beiden: So geht es nicht
weiter. Sie begannen, sich Schritt für Schritt ein
Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. Das Abgeben fiel Isa anfangs
schwer, doch trotzdem ging sie diesen Schritt. Heute weiß sie, dass
es die richtige Entscheidung war. Auch wenn sie Entlastung immer
wieder neu denken muss, weil sich die Bedürfnisse ihrer Tochter
verändern. Umso wichtiger ist es zu wissen, wenn nichts mehr geht,
ist Hilfe nur einen Anruf entfernt. In dieser Podcast-Folge erzählt
Isa Nowak, wie ihr Unterstützungsnetzwerk gewachsen ist, was ihr
schwerfiel und welche Aufgaben sie heute abgibt.
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01.01.2026
51 Minuten
„Ich habe versucht, meine Emotionen auszuschalten und mich voll und
ganz auf das Funktionieren zu fokussieren“, sagt Marco Hörmeyer. Er
ist Vater einer behinderten Tochter, die er bis zu ihrem Auszug 18
Jahre lang gemeinsam mit seiner Frau gepflegt hat. In dieser Folge
spricht Marco über das, worüber Väter selten sprechen: Gefühle.
Trauer, Wut und innere Schutzmechanismen, aber auch, wie er seine
Isolation überwand und sich öffnete. Was ihm dabei Orientierung
gab: die fünf Phasen des Bewältigungshandelns von Professorin
Christa Büker, in denen er sich sofort wiedererkannte. In diesem
Gespräch nimmt uns Marco mit auf seinen persönlichen Weg vom
Autopilot zur Selbstwirksamkeit. Und er erzählt, warum ihn ein
Erlebnis im Amtsgericht trotz aller Vorbereitung tief erschüttert
hat. Eine Folge für alle Väter und Eltern, die besser verstehen
wollen, wie es ihnen wirklich geht.
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01.12.2025
43 Minuten
„Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Ich hab’s nicht kommen sehen“,
erinnert sich Steffi Tiegs. Dabei hatten sie und ihr Mann immer
gedacht: Uns passiert das nicht. „Man hatte uns zwar gesagt, dass
80 Prozent der Ehen mit behindertem Kind scheitern. Aber ich hätte
nie gedacht, dass wir dazugehören würden.“ Plötzlich stand Steffi
allein da – mit einem schwerstmehrfach behinderten Sohn. Die Trauer
überwältigte sie, und gleichzeitig hatte sie Angst, ihrem Kind
nicht gerecht zu werden. Doch Schritt für Schritt kämpfte sie sich
zurück ins Leben. Sie suchte sich Unterstützung und wagte den Weg
zu einer Psychologin. Heute sagt sie: „Ich hätte nie gedacht, dass
ich das alles allein schaffen kann – aber ich habe es geschafft.“
Wie sie sich ein Netzwerk aufbaute, eine neue Wohnung und sogar
einen neuen Job fand, das erzählt sie in dieser inspirierenden
Podcastfolge.
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01.11.2025
44 Minuten
„Eine genetische Untersuchung haben wir schon gemacht, da war
nichts – unsere Tochter ist gesund.“ So dachte eine Familie
jahrelang. Doch im Befund stand: Eine genauere Diagnostik wird
empfohlen. Niemand hatte es erklärt und die Chance auf eine frühe
Diagnose blieb ungenutzt. Solche Situationen erlebt Dr. Jelena
Maric-Biresev vom Institut für Humangenetik und Beraterin am
Zentrum für Seltene Erkrankungen am Universitätsklinikum Bonn immer
wieder. Dabei kann eine humangenetische Untersuchung nicht nur
Klarheit bringen, sondern sogar lebensrettend sein – etwa wenn
Eltern frühzeitig über ein erhöhtes Risiko für epileptische Anfälle
oder Komplikationen informiert sind. In dieser Folge erklärt Dr.
Jelena Maric-Biresev, warum genetische Diagnostik Schuldgefühle
nehmen kann, die richtige Vorsorge ermöglicht und Familien
Sicherheit gibt. Außerdem beschreibt sie anschaulich, was sich in
den letzten Jahren in der Humangenetik verändert hat und warum es
sich lohnt, Befunde immer wieder überprüfen zu lassen.
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30.09.2025
35 Minuten
„Warum gibt es eigentlich keine Kleidung für Frühchen?“ Diese Frage
stellte sich Lena Förster, als ihre Nichte in der 27.
Schwangerschaftswoche mit nur 685 Gramm zur Welt kam. Weil sie
nichts Passendes fand, begann die gelernte Bekleidungstechnikerin
selbst zu nähen – und legte damit den Grundstein für das Label
Wombly. Heute entwickelt sie gemeinsam mit Christina Schirra
Kinderkleidung, die mehr kann als nur gut aussehen. Die Stücke
wirken wie normale, bunte Kindermode, haben aber clevere Extras:
versteckte Öffnungen für Sonden und Katheter, seitliche
Knopfleisten an den Ärmeln oder Schlaufen, mit denen Kinder ihre
Hosen einhändig hochziehen können. Das erleichtert die medizinische
Versorgung, spart Zeit und macht Kinder unabhängiger. In dieser
Podcast-Folge erzählen Lena und Christina, wie sie ihre Designs
entwickeln und warum ihre Kleidung Familien nicht nur im
Pflegealltag entlastet, sondern Kindern auch mehr Selbstbewusstsein
schenkt.
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Über diesen Podcast
Liebe Eltern von beeinträchtigten Kinder, ihr seid nicht alleine!
Wir wollen euch Eltern eine Stimme geben und zeigen, wie euer
Alltag wirklich aussieht. Dafür haben wir diesen Podcast ins Leben
gerufen, um euch endlich Gehör zu verschaffen. Im Mein Herz lacht
Podcast kommen Eltern von Kindern mit körperlichen, geistigen oder
seelischen Beeinträchtigungen zu Wort, die von ihren täglichen
Herausforderungen berichten und wie sie diese meistern. Wir müssen
das Rad nicht immer wieder neu erfinden, sondern können voneinander
lernen. Wir wollen aber auch Experten interviewen, die ihr Wissen
an euch weitergeben und euch mit ihrem Rat zur Seite stehen. Mit
ihnen sprechen wir über Themen, die euch bewegen. Falls ihr Wünsche
oder Vorschläge habt, schreibt uns. Dann planen wir diese Themen
mit ein. Anregungen sind jederzeit willkommen. Gemeinsam sind wir
stark und möchten das Thema Inklusion voran treiben!
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