Podcaster
Episoden
18.02.2026
1 Stunde 6 Minuten
Wir werden jeden Tag ein bisschen älter – und doch beginnt das
Nachdenken über das Alter für viele erst, wenn Pflegebedürftigkeit
oder Abschied im Raum stehen. Aber wie wollen wir eigentlich alt
werden? Aktiv und selbstbestimmt? In vertrauter Umgebung oder noch
einmal ganz neu? Und was braucht es persönlich – und
gesellschaftlich –, damit das gelingt? In dieser Folge sprechen wir
mit drei Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen darüber, welche
Bilder vom Altern uns prägen und wie wir die Jahre jenseits der
Erwerbsarbeit gestalten können. Prof. Dr. Katrin Balzer (UzL),
Professorin für Forschung und Lehre in der Pflege sowie Leiterin
der Pflegestudiengänge an der an der Universität zu Lübeck, richtet
den Blick auf Selbstbestimmung und Zufriedenheit im Alter.
Entscheidend ist, diese Jahre ohne Bitterkeit und mit
realistischen, positiven Vorstellungen zu gestalten. So kann auch
dann noch Sinn erlebt werden, wenn die eigene Autarkie abnimmt. Mit
Projekten wie »together at home«, bei dem ältere Menschen Wohnraum
mit Jüngeren teilen, zeigt sie auf, wie neue Wohnformen soziale
Teilhabe ermöglichen können. Zugleich kritisiert sie
unübersichtliche Beratungs- und Förderstrukturen in Deutschland.
Prof. Dr. Marcus Menzl (TH), Professor für die Soziologie der
gebauten Umwelt Studiengangsleiter Stadtplanung an der Technischen
Hochschule Lübeck, betont: Wir werden nicht erst mit 75 alt.
Übergänge wie der Auszug der Kinder oder das Ende der Erwerbsarbeit
markieren neue Lebensphasen – doch passende Wohnkonzepte für die
Zeit zwischen »Empty Nest« und Pflegebedürftigkeit fehlen oft. In
seinem Forschungsprojekt zum Generationenwechsel im Einfamilienhaus
untersucht er, wann Menschen bereit sind, ihr Zuhause zu verlassen
– und warum dieser Schritt so schwerfällt. Volker Schmitz (MHL)
engagiert sich ehrenamtlich am Brahms-Institut an der
Musikhochschule Lübeck und war bis zu seinem Ruhestand Musiker im
NDR-Sinfonieorchester. Die Entscheidung, diese Position aus
gesundheitlichen Gründen aufzugeben, empfand er zunächst als
Glücks- und Befreiungsmoment. Doch nach einem halben Jahr
genossener Freiheit wurde ihm klar, wie wichtig es ihm ist,
weiterhin Teil eines kulturellen Umfelds zu sein, und er übernahm
ein Ehrenamt. Gedanken an eine mögliche Pflegebedürftigkeit schiebt
er noch beiseite. Stattdessen entdeckt er musikalisch immer wieder
Neues und hält sich mit Sport fit. In dieser Folge unter der
Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin der
Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von
Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und
Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am
Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische
Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema
ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website
www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum
Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte
online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen –
dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die
Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen
Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und
Kultur anzuregen.
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28.01.2026
1 Minute
Zum Jahresbeginn nehmen sich viele Menschen Veränderungen vor: neue
Routinen, neue Vorsätze, ein anderer Umgang mit sich selbst und mit
anderen. Doch wie nachhaltig sind solche Vorhaben wirklich? Und wie
gehen wir mit Veränderungen um, die wir uns nicht ausgesucht haben?
In dieser Folge unserer Zeitgeist-Reihe sprechen wir mit drei
Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen darüber, was Veränderung
mit uns macht und was dabei hilft, ihr mit Offenheit und Zuversicht
zu begegnen. Prof. Dr. Nico Bunzeck (UzL), Professor für
Life-Span-Psychologie, betrachtet Veränderung aus
entwicklungspsychologischer Perspektive: Wie verändern sich
Verhalten und Erleben über die gesamte Lebensspanne hinweg? Während
Kinder meist von Natur aus neugierig und offen für Neues sind,
spielt diese Offenheit auch für Erwachsene eine zentrale Rolle für
gesundes Altern. Neugier und Selbstwirksamkeit sind entscheidend,
um Veränderungen aktiv zu gestalten und kognitivem Abbau
entgegenzuwirken. Den Blick auf gesellschaftliche
Transformationsprozesse richtet Prof. Dr. Maximilian Schüler (TH),
Professor für Umweltwissenschaften. Veränderung braucht
Vorstellungskraft – und den Glauben daran, dass eine lebenswerte
Zukunft gestaltbar ist. Aus seiner Arbeit zur Klimabilanzierung und
zur postfossilen Mobilität weiß er, wie stark Beharrungskräfte in
Wirtschaft und Gesellschaft wirken. Unsicherheit und offene Fragen
gehören dazu – dennoch plädiert er für Mut zur Veränderung, auch
wenn nicht alle Antworten bereits vorliegen. Aus musikpädagogischer
Perspektive beschreibt Prof. Dr. Anna Unger-Rudroff (MHL),
Professorin für Musikpädagogik und -didaktik an Grundschulen, wie
Veränderung durch Musik erfahrbar wird – und wie Musik selbst
Veränderungsprozesse anstoßen kann. Besonders die Grundschulzeit
erlebt sie als Phase intensiver Entwicklung: Interessen,
Ausdrucksformen und Musikgeschmack wandeln sich rasant, Kinder sind
neugierig, begeisterungsfähig und »offenohrig«. In dieser Folge
unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin
der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von
Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und
Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am
Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische
Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema
ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website
www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum
Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte
online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen –
dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die
Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen
Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und
Kultur anzuregen.
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19.11.2025
1 Stunde 8 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir lernen, arbeiten
und denken – und wie wir Wissen verstehen. Doch was bedeutet es für
unsere Gesellschaft, wenn KI für uns recherchiert, formuliert und
komponiert? Wird KI zur neuen Kulturtechnik? Oder verlieren wir
dabei die Fähigkeit, kritisch zu prüfen, was wahr und was relevant
ist? Darüber sprechen wir in der aktuellen Folge unseres Podcasts
mit drei Expert*innen der drei Lübecker Hochschulen. Prof. Dr.
Sebastian Hobert (TH), Professor für KI und Bildung an der
Technischen Hochschule Lübeck, beschäftigt sich seit Jahren mit der
Frage, wie KI Lernprozesse unterstützen kann. Für ihn dabei
unverzichtbar ist »AI Literacy« – die Fähigkeit, Ergebnisse
einzuordnen und die Qualität von Informationen zu beurteilen.
Hobert warnt davor, Lernaufgaben vollständig an KI auszulagern:
Schnelle Information ist nicht gleichzusetzen mit echtem
Kompetenzgewinn. Der eigentliche Wert liege darin, auf KI-Antworten
aufzubauen, sie kritisch zu reflektieren und so zu wirklich
herausragenden Ergebnissen zu gelangen. Die künstlerische
Perspektive bringt Kris Kuldkepp (MHL) in die Diskussion ein,
technische Leiterin des Elektronischen Studios an der
Musikhochschule Lübeck und Musikerin. Sie denkt KI als
kollaboratives Werkzeug, das für das Komponieren und Erzeugen von
Musik nutzbar gemacht werden kann. Gleichzeitig sieht sie auch
Grenzen der Technologie: Kreative Tools wie der kostenfreie
KI-Musik-Generator »Suno« sind qualitativ noch nicht gut genug. Mit
Spiellust, aber auch Verantwortungsbewusstsein muss entschieden
werden, wie KI in kreativen Prozessen Platz findet. Roman Spendler
(UzL), Start-up-Coach, Unternehmer und Projektverantwortlicher für
KI in der Verwaltung an der Universität zu Lübeck, erhielt bereits
im August 2022 einen Beta-Zugang zu ChatGPT. Seitdem begleitet ihn
KI in Gründungsprozessen ebenso wie in Weiterbildungen für
Verwaltungsmitarbeiter*innen. In der Lehre beobachtet er:
Studierende nutzen KI zwar ständig, aber selten gut. Prompting wird
zur Schlüsselkompetenz – und im Berufsleben werden klassische
Junior-Aufgaben wie Recherchieren oder das Erstellen von
Präsentationen zunehmend von der KI übernommen, was entsprechende
Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. In dieser Folge unter der
Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin der
Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von
Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und
Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am
Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische
Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema
ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website
www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum
Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte
online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen –
dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die
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Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und
Kultur anzuregen.
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Über diesen Podcast
Gedankensprünge ist ein Podcast von Lübeck hoch 3, einem
gemeinsamen Projekt der Musikhochschule Lübeck, der Technischen
Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck. In jeder Folge
sprechen Expert:innen verschiedener Disziplinen über ein Thema. Ob
Forschung, Gesellschaft oder Kultur – unsere Gäste kommen aus
unterschiedlichen Fachgebieten. Sie bereichern sich gegenseitig,
dürfen sich aber auch gern widersprechen. Der kostenlose
Audio-Podcast Gedankensprünge erscheint immer in der Mitte eines
jeden Monats.
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