Eliten in der DDR von MDR AKTUELL

Eliten in der DDR von MDR AKTUELL

Eine Elite sollte es laut DDR-Staatspropaganda nicht geben. Aber es gab sie, Menschen in leitenden Funktionen - die "oberen Zehntausend". Wir stellen sie im Podcast vor, wie sie lebten und wie sie heute zurückschauen.

Episoden

Die Schuldirektorin: „Ich habe grauenvolle Dinge zugelassen“
35 Minuten
Sabine Fache hat in der DDR eine Bilderbuchkarriere hingelegt: Studium, Lehrerin, Direktorin in Altenburg. Sie hat Druck bekommen und Druck weiter gegeben. Nach der Wende ist sie daran fast zerbrochen.
Gisela Steineckert: "So viele begabte Leute sind abgehauen"
38 Minuten
Gisela Steineckert prägte den DDR-Kulturbetrieb. Sie schrieb tausende Songtexte, Gedichte, Bücher und Hörspiele. Als Mitglied des Zentralen Lektorats entschied sie auch über Texte anderer Künstler. Wie ging das zusammen?
Der Hoteldirektor: „Bei Genscher kam ich ins Schwitzen“
39 Minuten
Bertram Thieme leitete das Interhotel „Stadt Halle“. Er empfing prominente Gäste aus dem Westen und spürte die Kraft der D-Mark. Trotzdem hat er bis zum Schluss daran geglaubt, auf der Seite der Sieger zu stehen.
Der Wirtschaftsplaner: Keiner wollte die Wahrheit hören
30 Minuten
Rolf Sukowski war Ostdeutschlands Mann für China. Er reiste mit Honecker mehrfach dorthin, knüpfte Kontakte und staunte über den Aufschwung dort. Zuhause in der DDR erlebte er, wie alles den Bach herunter ging.
Der Professor: DDR-Spitzenforscher ohne SED-Ausweis
42 Minuten
Roland Glaser gehörte zu den führenden Wissenschaftlern in der DDR. Er war ein international anerkannter Fachmann und reiste in die Welt. Dabei war er weder in der FDJ, noch in der SED. Wie hat er das nur geschafft?

Über diesen Podcast

Wenn auf die DDR zurückgeblickt wird, dann geht es häufig um Mauer, Stasi und Unfreiheit. Viele Historiker beklagen diesen eindimensionalen Blick, die DDR war eben mehr. Sie wurde auch von den Eliten getragen, die nicht in vorderster Parteifront standen, aber den Staat trotzdem am Laufen hielten und dafür auch mit Privilegien belohnt wurden. Als Betriebsdirektor, Schulleiter, Parteisekretär oder Richter gehörten sie zu den „oberen Zehntausend“, zur Elite des Landes. Über diese Menschen ist bisher wenig bekannt. Wir stellen einige von ihnen vor. Wie haben sie ihr meist privilegiertes Leben im Sozialismus verbracht? An was haben sie damals geglaubt? Und wir fragen, wie diese Menschen heute auf ihr Leben zurückschauen.

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