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Digitaler Salon Archiv

63 Episoden
1 Stunde 1 Minute
Politische Propaganda war nie billiger zu produzieren als heute. KI-Tools erlauben es, Social-Media-Beiträge, Bilder und Videos in Sekunden zu erzeugen – maßgeschneidert, auf Masse, ohne redaktionelle Kontrolle. Parteien können damit Inhalte automatisiert und im Minutentakt veröffentlichen, gefüttert aus ausgewählten Quellen, optimiert auf Empörungspotenzial. Wer schnell und viel postet, gewinnt Sichtbarkeit – nicht wer das überzeugendere Argument hat. Das Timing ist kein Zufall: In diesem Jahr wird in drei Bundesländern gewählt. Nachdem Meta und Google politische Bezahlwerbung wegen EU-Transparenzauflagen freiwillig abgeschaltet haben, bleibt Parteien nur noch unbezahlte Verbreitung und die lässt sich mit KI jetzt industriell erzeugen. In der August-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir, was automatisierte politische Propaganda für den demokratischen Diskurs bedeutet und ob sie tatsächlich Wahlentscheidungen beeinflusst. Wie erkennen Wähler*innen noch, was Parteiposition ist und was KI-generierte Propaganda?
1 Stunde 1 Minute
Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss und herzlich willkommen auf dem Abstellgleis. Wo Absolvent*innen früher offene Türen einrannten, laufen sie heute häufig gegen eine Wand. Dazu kommen Debatten darüber, wie KI in Zukunft die Arbeitswelt auf den Kopf stellen wird. Damit wäre ein Grund gefunden: Die KI klaut uns die Jobs! Doch sind das wirklich Vorzeichen der künftigen Arbeitswelt oder ist “die KI” nur der bequemste Sündenbock einer viel komplexeren Wirtschaftskrise? In der April-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir uns: Was ist dran an der viel zitierten ‘Junior Recruiting Crisis’ und welche Rolle spielt KI darin? Wir diskutieren, ob Technologie möglicherweise verhindert, dass aus jungen Talenten erfahrene Fachkräfte werden. Verschwinden Einstiegspositionen wirklich, welche Tätigkeiten entstehen neu und wie bereiten wir eine Generation auf eine Arbeitswelt vor, die sich gerade in Echtzeit neu erfindet?
1 Stunde 1 Minute
Chatty, wir müssen reden. In einer von steigender Einsamkeit geplagten Gesellschaft sind Chatbots für viele die, die sie fragen: „Wie geht’s dir?“. Sie schreiben unterstützende Worte wie: „Ich bin für dich da“, „Du hast recht“ oder „Du schaffst das“. Doch steckt hinter den seelenlosen KI-Antworten auch eine Erfüllung menschlicher Bedürfnisse? Was von manchen als dankbarer Zuhörer empfunden wird, lässt manch andere aufstoßen. In der März-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir uns, warum einige Menschen in KI-Chatbots Dinge wie Nähe, Romantik oder emotionale Verbundenheit suchen, obwohl wir doch eigentlich mit unseren Mitmenschen vernetzter sind als je zuvor. Fehlt den Nutzer*innen etwas, was ChatGPT, Claude, Replika & Co. bieten können – sogar besser als Menschen? Welche Risiken bergen solche ‘Ersatz-Beziehungen’ für uns und unser Verständnis zwischenmenschlicher Beziehungen?
1 Stunde 1 Minute
Einmal klicken, alles teilen: Mit Informationen über unseren Standort, Suchverhalten und Interessen erhalten Website-Betreiber beim Browsen wertvolle Daten über uns. Die EU sagt, darüber sollen wir als Nutzer*innen mittels der allgegenwärtigen Cookie-Banner selbst entscheiden. Doch die allseits aufspringenden “Pop-Ups” sind häufig mit undurchsichtigen Datenschutzerklärungen überladen. Auch sollen Designtricks Nutzer*innen “motivieren”, möglichst viele Daten preiszugeben, schlicht weil es zu nervig ist, sich durch alles durchzuklicken. Ist das wirklich eine freie Entscheidung? Dazu kommt, dass wir heutzutage auf digitale Dienste wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Karten-Apps angewiesen sind. Was genau mit unseren Daten passiert, wissen die Wenigsten, bevor sie auf “Alle akzeptieren” klicken. In der Januar-Ausgabe des Digitalen Salons diskutieren wir über die Lücke zwischen Anspruch und Realität digitaler Selbstbestimmung. Was ist von der Einwilligung übrig und welche Alternativen gibt es zur Cookie-Flut? Können die geplanten Anpassungen der EU helfen?
1 Stunde 2 Minuten
Ein Blick in Kommentarspalten zeigt anschaulicher, als einem lieb ist: der Ton ist rau, die Schwelle zu Hass und Hetze niedrig. Die Anonymität, Distanz und Abstraktheit im Netz scheinen bei uns Schattenseiten hervorzubringen, die ‘face-to-face’ eher gehemmt sind. Doch was sich im Anonymen leichter tippen lässt, trifft Betroffene deshalb nicht weniger hart – mit sowohl privaten als auch beruflichen Konsequenzen. Wenn Nutzer*innen davor zurückschrecken, unbeliebte Meinungen zu äußern, und Wissenschaftler*innen aus Angst vor Drohungen schweigen, läuft etwas gewaltig schief. Zwar wäre es wünschenswert, wenn wir von heute auf morgen “alle ein wenig netter wären”. Oder wenn Social Media Plattformen konsequenter gegen böswillige Posts und Shitstorms vorgehen würden. Doch vage Hoffnungsschimmer auf langfristige Verbesserungen helfen kaum. Gebraucht werden effektive Mittel, um mit den Angriffen im öffentlichen Raum besser umzugehen. In der Februar-Ausgabe blicken wir deshalb auf die Ursachen für feindseliges Klima in Online-Räumen sowie Wege, Betroffenen zu helfen.
1 Stunde 1 Minute
Ein harmloses Urlaubsfoto, ein YouTube-Clip oder ein öffentliches Profilbild – mehr braucht es nicht, damit täuschend echte pornografische Bilder und Videos, sogenannte Deepfakes, im Netz auftauchen. Die Betroffenen, fast ausschließlich Frauen*, haben nie zugestimmt. Deepfake-Pornografie gehört zu den drastischsten Formen digitaler Gewalt. Mit wenigen Klicks lassen sich mithilfe von KI-Anwendungen Gesichter in pornografisches Material montieren. Wer einmal betroffen ist, hat kaum eine Chance, die Bilder wieder von Plattformen entfernen zu lassen. Denn die auf realem Bildmaterial basierenden Montagen sind sowohl von Systemen, als auch von Content Moderator*innen nur schwer als solche erkennbar. Der persönliche Schaden ist enorm, die rechtlichen Möglichkeiten für Betroffene bislang begrenzt. In der November-Ausgabe des Digitalen Salon sprechen wir über die Auswirkungen von Deepfake-Pornos auf Individuen und Gesellschaft, über Frauen*hass, fehlende Gesetze, politische Verantwortung und das Recht auf Selbstbestimmung. Denn die Frage ist längst nicht mehr nur: Was ist technisch möglich? Sondern: Was wollen wir als Gesellschaft zulassen und was nicht?

*Unter dem Begriff Frau, verstehen wir alle Personen, die sich als weiblich identifizieren.
1 Stunde 3 Minuten
Muss ich eine KI wie ChatGPT oder Claude wirklich fragen, wie heiß ich meinen Wollpullover waschen kann oder ob ich Brot einfrieren darf? Jede kleine Nachfrage an einen Chatbot – das sind weltweit mehr als eine Milliarde pro Tag – verbraucht Energie! Die Antworten entstehen in riesigen Rechenzentren, deren Server Strom benötigen und mit Wasser gekühlt werden. Inmitten einer sich zuspitzenden Klimakrise hinterlässt die Massennutzung von KI-Systemen einen ökologischen Fußabdruck, den wir nicht ignorieren dürfen. Doch wie groß sind Strom- und Wasserverbrauch tatsächlich? Und wie könnten KI-Systeme in der Zukunft ökologisch nachhaltiger gestaltet werden? In der Oktober-Ausgabe des Digitalen Salons diskutieren wir, wie technische und politische Weichen gestellt werden müssen, damit umweltgerechte und klimafreundliche KI-Lösungen gestaltet werden. Dabei blicken wir auch auf die Verantwortlichkeiten von Unternehmen, Politik und Nutzer*innen.
1 Stunde 1 Minute
Du drückst auf den Knopf, und es passiert … nichts. Strom weg, Internet weg – oder schlicht ein Softwarefehler? Spätestens seit dem CrowdStrike-Vorfall in 2024, als Flughäfen, Geldautomaten und Unternehmen lahmgelegt wurden, oder dem Blackout in Spanien und Portugal im April diesen Jahres, ist klar: die Sicherheit von kritischer Infrastruktur und Netzwerken betrifft uns alle ganz unmittelbar. Wie gut sind wir in Deutschland und Europa eigentlich auf Blackouts oder Störungen verschiedener Art vorbereitet? In der September-Ausgabe des Digitalen Salons wollen wir diskutieren, wie resilient unsere Infrastruktur ist. Sei es gegen mutwillige Drohnenüberflüge, wie über Kasernen und Kraftwerke, oder störungsbedingte Totalausfälle. Was kann und muss der Staat und was muss Europa gewährleisten, welche Verantwortung tragen Unternehmen, worüber verhandelt der Gesetzgeber noch? Wie abhängig sind wir in Europa von anderen Nationen in Zeiten geopolitischer Spannungen?
1 Stunde 1 Minute
Forschungsergebnisse sind die Grundlage für fundierte Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ob beim Katastrophenschutz, dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder im Bildungswesen. Doch wer auf dieses Wissen zugreifen will, stößt oft auf eine Paywall – eine sogenannte Bezahlschranke. Viele Studien werden mit öffentlichen Mitteln finanziert, erscheinen aber in Büchern oder Fachzeitschriften privater Verlage, die wiederum Gebühren für das Lesen der Inhalte verlangen. Aber sollte Wissen, das allen gehört, nur einer ausgewählten Gruppe zugänglich sein? Open Access verspricht das Gegenteil: freien Zugang für alle – weltweit und kostenlos. So können Forschungsergebnisse schneller verbreitet und vorangebracht werden, und die Öffentlichkeit bekommt für ihre Investitionen etwas zurück: kostenlosen Zugang zu den Erkenntnissen. Doch ist das wirklich die Lösung? Denn auch im Open-Access-Modell nehmen Verlage oft Publikationsgebühren, die Forschende oder ihre Institutionen zahlen müssen. Wie also könnte ein System aussehen, das nachhaltig finanziert wird, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen? In der August-Ausgabe des Digitalen Salons diskutieren wir, wem wissenschaftliche Ergebnisse gehören und wie Wissen für alle zugänglich gemacht werden kann.
1 Stunde 1 Minute
„Move fast and break things“ – nach diesem Mantra krempeln große US-Tech-Konzerne wie Meta, Google oder OpenAI seit über 15 Jahren unseren Alltag um. Schnell, laut, folgenreich. Doch wer zahlt am Ende den Preis? In den Vereinigten Staaten sitzen Technologiekonzerne eng an den Schalthebeln der Macht, während Vorschriften für Künstliche Intelligenz oft gar nicht erst verabschiedet werden. In Europa dagegen versucht man, die Industrie zu zügeln und demokratische Grundwerte zu schützen. Innovation, Macht, Verantwortung: Zwischen Washington und Brüssel beginnt ein Wettlauf um die Zukunft. Es geht dabei nicht nur um freie Märkte versus strenge Regeln, sondern auch um die Frage: Was passiert mit unseren Demokratien, wenn Technologien schneller wachsen als die Fähigkeit, sie zu gestalten? Verlieren wir das Steuer, während ungewählte Akteure im Silicon Valley längst Fakten schaffen? Gibt es einen harmonisierten Weg hin zu Gemeinwohl & technischem Fortschritt? Oder müssen wir uns zwischen beidem entscheiden? In der Juli-Ausgabe des Digitalen Salons sprechen wir über die unterschiedlichen Antworten, die die USA und die EU auf diese Fragen haben – und darüber, wie wir den digitalen Wandel so gestalten können, dass unsere demokratischen Prinzipien nicht auf der Strecke bleiben.
1 Stunde 3 Minuten
Wir schwimmen in einem Meer aus komplexen Informationen. Unsere Aufmerksamkeitsspannen scheinen immer kürzer zu werden. Das Wesentliche herauszufiltern kann dabei schnell überwältigen. Hier setzt Wissenstransfer an. Sei es das Spiel, das KI erklärt, das psychologische Magazin, das Alltagsthemen aufgreift oder der Politikpodcast, der uns Woche für Woche geopolitische Krisen zugänglich vermittelt. Fachleute versuchen, ihre Themen verständlich zu erklären. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass nicht jede*r Expert*in für alles sein muss oder kann. Manches lässt sich nicht vereinfachen und eine zu starke Vereinfachung kann sogar ein Problem sein. Das Ziel und die Herausforderung sind, breit zu informieren und auf eine gemeinsame Wissensbasis bauen zu können. In der Juni-Ausgabe des Digitalen Salons diskutieren wir, welche Rolle digitale Formate spielen, was diese besonders erfolgreich sein lässt und wo aber auch analoge Methoden Vorteile bieten. Wir stellen uns die Fragen: Wie sieht effektiver Wissenstransfer in einer immer komplexeren Welt aus? Funktioniert er für alle Disziplinen und Adressat*innen gleich (gut)? Und wie können die neuesten Erkenntnisse generationenübergreifend diejenigen erreichen, für die sie tatsächlich relevant sind?

Rausreguliert?

1 Stunde 2 Minuten
Künstliche Intelligenz fördert Innovation – vor allem dort, wo frische Ideen auf schnelle Umsetzung treffen. Ob intelligente Suchmaschinen, Übersetzungstools oder zunehmend automatisierte Prozesse: etablierte Unternehmen, aber auch Startups bauen immer mehr auf KI-Systeme als Mittel zum Erfolg. Doch was passiert, wenn diese Dynamik auf einen 100-seitigen Gesetzentwurf trifft? Besonders auf Startups und kleine, wachsende Unternehmen wirkt die neue KI-Verordnung (AI Act) wie eine Innovationsbremse. Denn die Vorschriften sind lang, kompliziert und verlangen viel: Dokumentationen, Risikoanalysen, und menschliche Einbindung in Entscheidungen. Für Startups mit wenig Personal und kleinem Budget kann das schnell zur Überforderung werden. Schließlich steckt gerade in der Automatisierung die Chance für kleine Teams handlungsfähiger zu werden. Doch bevor man vor Schreck den Regelkasten wieder zuklappt, sollte zunächst geprüft werden, was für das eigene KI-Produkt überhaupt relevant ist und welche Experimentierräume und Mechanismen der AI Act bereitstellt, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, wie Startups.

Aber die Sorge, die umfangreichen Anforderungen nicht einhalten zu können, bleibt. Daher diskutieren wir in der Mai-Ausgabe, ob und wie Gründer*innen mit einer Hand voll Mitarbeitenden und begrenztem Budget mit diesem neuen Paragraphenkatalog umgehen können. Wie funktionieren die vorgesehenen Mechanismen und welche sind tatsächlich für wen relevant? Geben die Vorgaben Rechtssicherheit oder sind sie eine Bremse für zukunftsweisende Anwendungen?
1 Stunde 2 Minuten
Ob bei Erdbeben, Flut oder in anderen Unglücksfällen – Technologie wird dort eingesetzt, wo schnelle Hilfe gefragt ist. So werden ferngesteuerte oder autonome Roboter zur Suche, Rettung, Minenräumung und vielen weiteren humanitären Hilfszwecken effektiv eingesetzt. Dabei sind die rollenden, fliegenden oder schwimmenden Helfer nur ein Beispiel von vielen, wie moderne Technik Menschen in Katastrophensituationen unterstützt. Satellitenbilder liefern Live-Feeds oder helfen dabei, Vorhersagen zu machen. Im Schwarm agierende Drohnen können nach Menschen suchen, die unter Trümmern verschüttet wurden. Blockchain kann dabei unterstützen, dass die Hilfsgüter sicher und effizient zu ihrem Zielort gelangen. Verschiedenste Hard- und Software kommt dort zum Einsatz, wo es gefährlich ist und schnell gehen muss.

In dieser Ausgabe des Digitalen Salons werfen wir ein Schlaglicht auf die unterschiedlichen modernen Technologien, die humanitäre Hilfe erleichtern. Wir fragen uns: Welche Rolle spielt innovative Technik bei Katastrophenfällen, wie beispielsweise den Waldbränden in Kalifornien oder der Flut im Ahrtal? Wo und in was müssen wir zukünftig mehr investieren? Retten uns die digitalen Helfer wirklich aus der Not und wo stoßen sie an ihre Grenzen? Mit den Expert*innen wollen wir diskutieren, ob der Bedarf vielleicht eher in in physischer Basisausrüstung, wie Schaufeln und Geländewagen liegt und welche tatsächlichen Vorteile es für die Helfer*innen vor Ort gibt, wenn moderne Technologien zum Einsatz kommen.

Mind the Gap

1 Stunde 4 Minuten
TikTok-Feed, Discord-Server oder Twitch-Chat – durch Online-Communities sind wir vernetzter als je zuvor. Leute, die dieselben Memes feiern, dieselben politischen Ansichten teilen oder uns einen konfliktfreien ‘Safe Space’ bieten: für jede*n gibt’s die passende ‘Bubble’. Mit Likes, Follows & Abos als Feedback kuratieren wir – Klick für Klick – unsere persönliche digitale Welt, wie sie uns gefällt. Das fühlt sich gut an und kann Teilhabe fördern – aber geht dabei etwas verloren? Reden wir überhaupt noch mit Leuten, die anders denken als wir? Oder hängen wir nur noch mit Gleichgesinnten ab? Zwischen überspitzten Postings und hitzigen Kommentarschlachten wird es zunehmend schwieriger, differenzierte und vielfältige Perspektiven wahrzunehmen. Geht so Diskurs? Auf unserem Weg in die eigene, idyllische Nische driften wir scheinbar immer weiter auseinander. Echter Austausch in digitalen Räumen wirkt rar. Eher scheinen sie uns unausweichlich in isolierte Biedermeier-Stübchen zu katapultieren – ganz nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Braucht es einen bewussten Schritt aus unseren digitalen Komfortzonen, um wieder Brücken zwischen Meinungsräumen zu bauen? Haben wir echte Empathie verlernt? In der März-Ausgabe sprechen wir über digitale Communities, Perspektivoffenheit für unser Gegenüber und die Frage: Wie können wir uns vernetzen, ohne uns abzuschotten?
1 Stunde 1 Minute
Kurz nach der Wahl bleibt vieles offen: Welche politischen Entscheidungen werden unseren Alltag prägen? Doch Unsicherheit betrifft nicht nur die Politik – auch in der Wirtschaft, in der Klimakrise oder im Bildungssystem gibt es viele Fragezeichen. Unsere Zukunft startet und endet nicht mit einer Legislaturperiode – sie wird tagtäglich durch gesellschaftliche Entwicklungen, technologische Innovationen und wirtschaftliche Dynamiken geformt. Dabei sind Ungewissheiten nicht nur Hindernisse, sondern auch Chancen: Sie eröffnen Spielräume für neue Ideen, Experimente und Veränderungen. Aber wie denken wir überhaupt über Zukunft nach? Sind düstere Prognosen über Krisen, Umbrüche und Kontrollverlust hilfreich, um uns vorzubereiten? Oder treiben uns optimistische Zukunftsentwürfe in eine naive Illusion? Zwischen Weltuntergangsängsten und den Heilsversprechen des Silicon Valley – von der Flucht auf andere Planeten bis hin zu virtuellen Parallelwelten – schwanken viele Zukunftsdebatten zwischen Extremen. Doch wie diskutiert man über das, was noch nicht existiert, ohne sich an spekulative Fantasien zu verlieren? Digitalisierung ist längst ein zentraler Einflussfaktor für unsere Zukunft. Sie verändert nicht nur unsere Arbeitswelt, sondern auch die Art, wie wir kommunizieren, Wissen austauschen oder Mobilität und Energieversorgung gestalten. Neue Technologien eröffnen Möglichkeiten, Zukunft vorauszudenken, Entwicklungen zu beschleunigen oder zu vereinfachen – gleichzeitig können sie bestehende Strukturen auf den Kopf stellen und Unsicherheit verstärken. Wie viel Gestaltungsspielraum haben wir also wirklich? Und wie können wir Zukunft so denken, dass sie nicht nur als Bedrohung oder als Wunschbild erscheint, sondern als etwas, das wir bewusst beeinflussen können?
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Der Podcast. Fragen und Antworten zur vernetzen Gegenwart