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1 Stunde 1 Minute
Politische Propaganda war nie billiger zu produzieren als heute. KI-Tools erlauben es, Social-Media-Beiträge, Bilder und Videos in Sekunden zu erzeugen – maßgeschneidert, auf Masse, ohne redaktionelle Kontrolle. Parteien können damit Inhalte automatisiert und im Minutentakt veröffentlichen, gefüttert aus ausgewählten Quellen, optimiert auf Empörungspotenzial. Wer schnell und viel postet, gewinnt Sichtbarkeit – nicht wer das überzeugendere Argument hat. Das Timing ist kein Zufall: In diesem Jahr wird in drei Bundesländern gewählt. Nachdem Meta und Google politische Bezahlwerbung wegen EU-Transparenzauflagen freiwillig abgeschaltet haben, bleibt Parteien nur noch unbezahlte Verbreitung und die lässt sich mit KI jetzt industriell erzeugen. In der August-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir, was automatisierte politische Propaganda für den demokratischen Diskurs bedeutet und ob sie tatsächlich Wahlentscheidungen beeinflusst. Wie erkennen Wähler*innen noch, was Parteiposition ist und was KI-generierte Propaganda?
1 Stunde 1 Minute
Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss und herzlich willkommen auf dem Abstellgleis. Wo Absolvent*innen früher offene Türen einrannten, laufen sie heute häufig gegen eine Wand. Dazu kommen Debatten darüber, wie KI in Zukunft die Arbeitswelt auf den Kopf stellen wird. Damit wäre ein Grund gefunden: Die KI klaut uns die Jobs! Doch sind das wirklich Vorzeichen der künftigen Arbeitswelt oder ist “die KI” nur der bequemste Sündenbock einer viel komplexeren Wirtschaftskrise? In der April-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir uns: Was ist dran an der viel zitierten ‘Junior Recruiting Crisis’ und welche Rolle spielt KI darin? Wir diskutieren, ob Technologie möglicherweise verhindert, dass aus jungen Talenten erfahrene Fachkräfte werden. Verschwinden Einstiegspositionen wirklich, welche Tätigkeiten entstehen neu und wie bereiten wir eine Generation auf eine Arbeitswelt vor, die sich gerade in Echtzeit neu erfindet?
1 Stunde 1 Minute
Chatty, wir müssen reden. In einer von steigender Einsamkeit geplagten Gesellschaft sind Chatbots für viele die, die sie fragen: „Wie geht’s dir?“. Sie schreiben unterstützende Worte wie: „Ich bin für dich da“, „Du hast recht“ oder „Du schaffst das“. Doch steckt hinter den seelenlosen KI-Antworten auch eine Erfüllung menschlicher Bedürfnisse? Was von manchen als dankbarer Zuhörer empfunden wird, lässt manch andere aufstoßen. In der März-Ausgabe des Digitalen Salons fragen wir uns, warum einige Menschen in KI-Chatbots Dinge wie Nähe, Romantik oder emotionale Verbundenheit suchen, obwohl wir doch eigentlich mit unseren Mitmenschen vernetzter sind als je zuvor. Fehlt den Nutzer*innen etwas, was ChatGPT, Claude, Replika & Co. bieten können – sogar besser als Menschen? Welche Risiken bergen solche ‘Ersatz-Beziehungen’ für uns und unser Verständnis zwischenmenschlicher Beziehungen?
1 Stunde 1 Minute
Einmal klicken, alles teilen: Mit Informationen über unseren Standort, Suchverhalten und Interessen erhalten Website-Betreiber beim Browsen wertvolle Daten über uns. Die EU sagt, darüber sollen wir als Nutzer*innen mittels der allgegenwärtigen Cookie-Banner selbst entscheiden. Doch die allseits aufspringenden “Pop-Ups” sind häufig mit undurchsichtigen Datenschutzerklärungen überladen. Auch sollen Designtricks Nutzer*innen “motivieren”, möglichst viele Daten preiszugeben, schlicht weil es zu nervig ist, sich durch alles durchzuklicken. Ist das wirklich eine freie Entscheidung? Dazu kommt, dass wir heutzutage auf digitale Dienste wie Suchmaschinen, soziale Netzwerke oder Karten-Apps angewiesen sind. Was genau mit unseren Daten passiert, wissen die Wenigsten, bevor sie auf “Alle akzeptieren” klicken. In der Januar-Ausgabe des Digitalen Salons diskutieren wir über die Lücke zwischen Anspruch und Realität digitaler Selbstbestimmung. Was ist von der Einwilligung übrig und welche Alternativen gibt es zur Cookie-Flut? Können die geplanten Anpassungen der EU helfen?
1 Stunde 2 Minuten
Ein Blick in Kommentarspalten zeigt anschaulicher, als einem lieb ist: der Ton ist rau, die Schwelle zu Hass und Hetze niedrig. Die Anonymität, Distanz und Abstraktheit im Netz scheinen bei uns Schattenseiten hervorzubringen, die ‘face-to-face’ eher gehemmt sind. Doch was sich im Anonymen leichter tippen lässt, trifft Betroffene deshalb nicht weniger hart – mit sowohl privaten als auch beruflichen Konsequenzen. Wenn Nutzer*innen davor zurückschrecken, unbeliebte Meinungen zu äußern, und Wissenschaftler*innen aus Angst vor Drohungen schweigen, läuft etwas gewaltig schief. Zwar wäre es wünschenswert, wenn wir von heute auf morgen “alle ein wenig netter wären”. Oder wenn Social Media Plattformen konsequenter gegen böswillige Posts und Shitstorms vorgehen würden. Doch vage Hoffnungsschimmer auf langfristige Verbesserungen helfen kaum. Gebraucht werden effektive Mittel, um mit den Angriffen im öffentlichen Raum besser umzugehen. In der Februar-Ausgabe blicken wir deshalb auf die Ursachen für feindseliges Klima in Online-Räumen sowie Wege, Betroffenen zu helfen.
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Über diesen Podcast

Im Digitalen Salon diskutieren unsere Gäste jeden Monat Fragen zur vernetzten Gegenwart. Wir beleuchten Netz-Phänomene, erörtern digitale Neuerungen und geben Denkanstöße zur Wechselwirkung von Technologie und Gesellschaft. Beim Digitalen Salon kann man auch live dabei sein: Jeden letzten Mittwoch im Monat in Berlin am hiig.de - Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. Moderation: Katja Weber (Radio Eins, DLF)
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„Digitaler Salon“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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