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27.05.2026
52 Minuten
Das Völkerrecht sei weltfremd, sich dafür einzusetzen naiv. Es bewirke wenig und schütze letztlich nur Autokraten. Immer mehr Stimmen bezweifeln ganz grundsätzlich die Bedeutung des internationalen Rechts für die Bundesrepublik Deutschland. Anders aber lauten die Vorgaben des Grundgesetzes, das eine Hinwendung zu internationaler Kooperation und der Herrschaft des Rechts postuliert. Warum es auch aus der Perspektive der deutschen Verfassung erforderlich bleibt, sich für die Geltung des Völkerrechts einzusetzen, beleuchtet Heike Krieger in ihrem Vortrag. Heike Krieger ist Professorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Freien Universität Berlin. Sie ist Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Internationales Recht und war von 2007 bis 2014 Richterin des Verfassungsgerichtshofs des Landes Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Allgemeinen Völkerrecht, im humanitären Völkerrecht und im Menschenrechtsschutz. Am 23. Mai 2026 hielt Heike Krieger die Lübecker Verfassungsrede. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung Bildnachweis: Margret Witzke
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27.04.2026
1 Stunde 10 Minuten
Lange Jahre waren sie vergriffen, jetzt hat der Lübecker Verlag Rote Katze sie neu aufgelegt: Die Erinnerungen der Norwegerin Rut Brandt, die sie 1992 unter dem Titel „Freundesland“ veröffentlicht hatte. Die Neuerscheinung ist Anlass für eine Würdigung dieser beeindruckenden Frau, die wie ihr Ehemann Willy Brandt aus einfachen Verhältnissen stammte, wie er im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv war, nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihm nach Deutschland ging und ihn bis zur Scheidung 1980 durch die Höhen und Tiefen seiner politischen Karriere begleitete. Doch Rut Brandt war viel mehr als nur Wegbegleiterin eines berühmten Politikers. Sie war in vielerlei Hinsicht auch seine Wegbereiterin. Am 23. April 2026 hielt die Historikerin Bettina Greiner dazu einen Vortrag. Anschließend sprach Sie mit Björn Engholm, Ministerpräsident a.D. Schleswig-Holstein, und Rosemarie Bouteiller, Vorsitzende der Erich-Mühsam-Gesellschaft. Begrüßung: Bernd Saxe, Rote Katze Verlag Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung Bildnachweis: BWBS
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27.04.2026
1 Stunde 44 Minuten
Vergangenheit als Argument: Erinnerungspolitische Deutungskämpfe seit 1945 Buchsalon am 23.4.2026 im Forum Willy Brandt Berlin Die Frage nach der historischen Verantwortung, die aus der NS-Vergangenheit erwachsen ist, prägt die Debatten in Politik, Gesellschaft, Medien und Wissenschaft bis heute. Bereits unmittelbar nach 1945 begannen die Deutungskämpfe über den Umgang mit dieser Vergangenheit: Wie konnte es dazu kommen? An welche Opfer wird wie erinnert? Wen versteht man als Täter, wen als Mitläufer und wie sollte man mit ihnen umgehen? Und worauf genau bezieht sich eigentlich das „Nie wieder“? Seit mehr als acht Jahrzehnten werden diese Fragen unter sich wandelnden Vorzeichen immer wieder neu und kontrovers diskutiert. Zwei eindrucksvolle neue Veröffentlichungen beleuchten diese Debatten aus unterschiedlichen Blickwinkeln: In „Never Again: Germans and Genocide After the Holocaust“ untersucht der US-amerikanische Historiker Andrew I. Port, wie die Auseinandersetzung mit dem Holocaust im geteilten und im geeinten Deutschland den Umgang mit anderen Genoziden geformt und beeinflusst hat. Die Historikerin und Kulturwissenschaftlerin Marie Müller-Zetzsche analysiert in ihrem im Mai erscheinenden Buch „Erneuerung der alten Rechten“ deren gezielte Versuche, den Erinnerungsdiskurs im Sinne ihrer Politik und Ideologie zu lenken. Moderiert von Frank Wolff stellen beide Gäste in der zweiten Ausgabe unseres Buchsalons ihre Bücher vor. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung
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21.04.2026
1 Stunde 25 Minuten
Der Aufstieg radikaler Kräfte in Deutschland begann nicht erst 1933. Der Tod des Außenministers Gustav Stresemann und die Weltwirtschaftskrise läuteten bereits 1929 den Anfang vom Ende der Weimarer Republik ein und ermöglichten Hitlers Aufstieg. Demokratische Republik oder faschistischer Staat – so lautete ab Sommer 1930 die Alternative. Was folgte – die Pulverisierung der bürgerlichen Milieus, der Aufruhr der Mittelschichten, die Selbstüberschätzung der Konservativen und Nationalisten, die sich einbildeten Hitler zähmen zu können, Verelendung und Bürgerkriegsfurcht – mündete in der verbrecherischsten Diktatur des 20. Jahrhunderts. Der Autor Jens Bisky beschreibt in „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“ (Rowohlt 2024) wie die Weimarer Republik in einem Wirbel aus Not und Erbitterung zerstört wurde. Am 15. April 2026 ging er im Gespräch mit der Journalistin Frauke Hamann der Frage nach, wie eine demokratische Republik im Faschismus enden konnte. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung Bildnachweis: Olaf Malzahn
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27.03.2026
1 Stunde 45 Minuten
Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972 Buchvorstellung mit Vortrag und Diskussion im Forum Willy Brandt Berlin 1957 gründete der israelische Student Jochanan Bloch an der Freien Universität Berlin die erste Deutsch-Israelische Studiengruppe. Nach dem Berliner Vorbild konstituierten sich in den folgenden Jahren auch an anderen westdeutschen Universitäten parallele Gruppen. Mitte der 1960er-Jahre existierten zeitgleich insgesamt 19 solcher Gruppen mit etwa 600 bis 800 Mitgliedern. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von Nationalsozialismus und Holocaust engagierten sich die Mitglieder in Deutschland für die NS-Aufarbeitung, gegen den Antisemitismus und für engere Kontakte mit Israel. Jonas Hahn bettet die Geschichte dieser studentischen Vereinigung in den größeren Kontext der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte sowie der frühen deutsch-israelischen Beziehungen ein. Auf Grundlage einer umfangreichen Quellensammlung liefert der Autor eine sozialgeschichtliche Analyse der Anfänge des deutsch-israelischen Beziehungsverhältnisses, in dem studentische und gesellschaftliche Akteure eine Vorreiterrolle einnahmen und mit ihrem Engagement politischen Entwicklungen und der offiziellen Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel im Jahr 1965 den Weg ebneten. Auf die Vorstellung des Buches durch Jonas Hahn folgt ein Kommentar von Daniel Mahla (Universität Haifa). Die anschließende Podiumsdiskussion wird von Kristina Meyer moderiert. Unser Gast Daniel Mahla konnteTintra wegen der anhaltenden Kriegssituation derzeit leider nicht aus Israel anreisen. Den Kommentar zur Buchvorstellung von Jonas Hahn übernimmt dankenswerterweise die Historikerin Zarin Aschrafi von der Universität Leipzig In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München−Berlin Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite: www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/ Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook: www.facebook.com/BundeskanzlerWillyBrandtStiftung/ YouTube: www.youtube.com/@BWBStiftung
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Über diesen Podcast
Bei "Zeitgeschichte erleben" featuren wir unsere besten
Veranstaltungen, exklusive Interviews und Gesprächsreihen rund um
Politik, Gesellschaft und Geschichte. Wir erinnern an das Leben und
politische Wirken Willy Brandts – und schlagen Brücken von damals
in die Gegenwart.
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