Zeitgeschichte erleben. Der Podcast der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung
Bei "Zeitgeschichte erleben" featuren wir unsere …
Podcaster
Episoden
30.01.2026
1 Stunde 21 Minuten
In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand
stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und
auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte
den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten
schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu?
Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen
Massenmorden? Der Historiker Götz Aly zählt zu den bekanntesten
Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust.
In seinem neuen Buch „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933
bis 1945“ (S. Fischer 2025) schildert er in einer fesselnden
Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber
Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg
abgestumpfte Mitmacher verwandelten – und von denen nicht wenige
beängstigend aktuell sind. Moderiert wurde die Buchvorstellung von
der Historikerin Birthe Kundrus (Universität Hamburg). Die
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite:
www.willy-brandt.de/ Newsletter: www.willy-brandt.de/newsletter/
Instagram: www.instagram.com/bwbstiftung/ Facebook:
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06.01.2026
1 Stunde 40 Minuten
Siegfried Aufhäuser zählte in der Weimarer Republik zu den
prominentesten Akteuren der Angestelltengewerkschaften. Als
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft freier Angestelltenverbände
(AfA) rief er 1920 zum Generalstreik gegen den Kapp-Lüttwitz-Putsch
auf. Im Reichstag profilierte sich der linke SPD-Abgeordnete vor
allem in der Sozialpolitik und war maßgeblich am Gesetz zur
Arbeitslosenversicherung und der Etablierung der
Arbeitsgerichtsbarkeit beteiligt. Nach dem 30. Januar 1933
versuchte er vergeblich, seine Partei und die Gewerkschaften von
einem Generalstreik gegen die NS-Machtübernahme zu überzeugen.
Aufhäuser, der als Jude und Sozialist jederzeit mit seiner
Verhaftung rechnen musste, entschloss sich im Mai 1933 zur Flucht
aus Deutschland. Nach Exilstationen in Paris, Prag und London
gelangte er 1939 nach New York, wo er als Journalist arbeitete und
sich in der German Labour Delegation sowie im Council for a
Democratic Germany engagierte. 1951 kehrte er nach West-Berlin
zurück, wo er im Alter von 67 Jahren den Vorsitz des
Landesverbandes der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft übernahm.
Der Historiker Christian Zech zeichnet das bewegte politische Leben
Siegfried Aufhäusers in seinen verschiedenen Facetten nach und
eröffnet mit seiner Biografie neue Blickwinkel auf die Geschichte
der Angestelltengewerkschaften, der Sozialdemokratie und der
Remigration jüdischer NS-Verfolgter nach 1945. Nach der Vorstellung
seines Buches diskutiert der Autor mit dem Historiker Ernst Piper.
Eintritt frei. Eine Anmeldung ist über das Online-Formular erbeten.
Die Veranstaltung wird im Anschluss als Podcast zum Nachhören zur
Verfügung gestellt. In Kooperation mit dem Institut für
Zeitgeschichte München−Berlin Die
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite:
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10.12.2025
1 Stunde 31 Minuten
„Die Vereinigung Europas ist nicht nur eine Frage der Qualität
unserer Existenz“, betonte Willy Brandt 1973. „Sie ist eine Frage
des Überlebens zwischen den Giganten und in der zerklüfteten Welt
der jungen und der alten Nationalismen.“ Heute ist Brandts Mahnung
mehr denn je von Aktualität: Russlands Angriffskrieg gegen die
Ukraine, neue geopolitische Spannungen und die wachsende
Unsicherheit über die amerikanische Rolle haben die Lage auf dem
Kontinent grundlegend verändert. Zugleich wandelt sich das
weltpolitische Gefüge durch den Aufstieg neuer globaler Mächte,
während zunehmender Nationalismus und rechtspopulistische
Strömungen den inneren Zusammenhalt Europas gefährden. Der
ehemalige französische Premier- und Außenminister Jean-Marc Ayrault
zeigte im Willy-Brandt-Vortrag vom 9. Dezember 2025 Wege auf, wie
Europa diesen Herausforderungen mutig und selbstständig begegnen
kann. Im Anschluss diskutierte er mit Tobias Cremer, MdEP, über die
Perspektiven europäischer Handlungsfähigkeit in einer sich
wandelnden Welt. Lisa Louis, freie Journalistin, moderierte das
Gespräch. Der Willy-Brandt-Vortrag wird in Kooperation zwischen der
Friedrich-Ebert-Stiftung, der Universität Bonn und der
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung durchgeführt. Seit 2021 nimmt
die Reihe alljährlich im Dezember Willy Brandts Wirken für
Demokratie und Frieden – national wie international – in den Blick.
Prominente Gäste aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft
diskutieren Brandts Errungenschaften und seine Einflüsse auf unsere
heutige Gesellschaft – aktuell und retrospektiv. Was bleibt? Wovon
können wir heute wieder profitieren? Aber auch: Was ist neu
einzuordnen?
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10.11.2025
1 Stunde 28 Minuten
Eine Frage der Weltordnung. Flucht und humanitärer
Interventionismus im Mittleren Osten, 1979-1991 Buchpräsentation
und Diskussion am 4. November 2025 im Forum Willy Brandt Berlin in
der Veranstaltungsreihe "Zeitgeschichte im Dialog" Flucht
entwickelte sich seit den späten 1970er Jahren zu einem globalen
Politikfeld. Mit dem Afghanistan-Krieg, dem Iran-Irak-Krieg und dem
zweiten Golfkrieg geriet der Mittlere Osten ins Zentrum politischer
Debatten, humanitärer Hilfe und menschenrechtspolitischen
Engagements. Die Studie von Agnes Bresselau von Bressensdorf gibt
Einblick in die tägliche Arbeit der Hilfsorganisationen in den
Flüchtlingslagern der Region, ihre Vernetzung mit der afghanischen
und kurdischen Diaspora in Deutschland und Westeuropa sowie ihre
Bedeutung für die internationale Politik. Auf diese Weise entsteht
ein Gesamtpanorama von Flucht und humanitärer Hilfe in dieser
Region, die bis heute die europäische und globale Fluchtpolitik
maßgeblich prägt. Auf die Vorstellung des Buches durch Agnes
Bresselau von Bressensdorf (Institut für Zeitgeschichte
München–Berlin) folgt ein Kommentar von Heike Wieters
(Humboldt-Universität zu Berlin). Die anschließende
Podiumsdiskussion wird von Hermann Wentker moderiert. In
Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München−Berlin Die
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung online: Webseite:
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13.10.2025
1 Stunde 32 Minuten
Willy Brandt Lecture 2025 - Was heißt hier Staatsräson Vortrag von
Ronen Steinke am 7. Oktober in Berlin Was heißt hier Staatsräson?
Unter dieser Fragestellung widmete sich die diesjährige Willy
Brandt Lecture einem Begriff, der seit Angela Merkels Rede vor der
Knesset 2008 mit Blick auf die deutsch-israelischen Beziehungen
immer wieder für Diskussionen sorgt. Am 7. Oktober, dem zweiten
Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel und des Beginns
des Gaza-Kriegs, sprach der Journalist und Autor Ronen Steinke in
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften über die
Geschichte und Gegenwart der bundesdeutschen Israel- und
Nahostpolitik. Den Abend eröffnete Bundestagspräsident a. D.
Wolfgang Thierse. In seinem Vortrag erinnerte Ronen Steinke
einleitend an Willy Brandts Staatsbesuch in Israel 1973 und
diskutierte anschließend die oft aufgestellte Behauptung, dass die
Israel- und Nahostpolitik der Bundesrepublik bis heute vor allem
von vergangenheitsbezogenen Erwägungen bestimmt oder sogar gehemmt
werde – aus Sicht von Steinke ein Mythos. Im Bühnengespräch mit der
ZEIT-Journalistin Mariam Lau wurden die im Vortrag aufgeworfenen
Thesen vertieft und neue Denkanstöße für den gesellschaftlichen
Diskurs rund um das Verhältnis Deutschlands zu Israel und zur Frage
einer friedlichen Zukunft für den Nahen Osten gegeben. Die
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Über diesen Podcast
Bei "Zeitgeschichte erleben" featuren wir unsere besten
Veranstaltungen, exklusive Interviews und Gesprächsreihen rund um
Politik, Gesellschaft und Geschichte. Wir erinnern an das Leben und
politische Wirken Willy Brandts – und schlagen Brücken von damals
in die Gegenwart.
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