Highheels und Hochhäuser
Highheels und Hochhäuser – der neue Podcast mit Larissa Lapschies und Sonja Rösch
Podcaster
Episoden
02.02.2026
23 Minuten
Zahlreiche Brücken in Deutschland sind alt, aber funktionieren
noch im Alltag. Genau darin liegt die Gefahr. Denn die Belastung
hat sich längst verschoben. Lastwagen sind heute deutlich
schwerer, die Zahl der Überfahrten ist stark gestiegen. Der
Verschleiß wächst, auch wenn er für Nutzer kaum sichtbar ist.
Heike Schmitz weiß: Schäden entstehen nicht plötzlich. Sie werden
früh erkannt, in Prüfungen dokumentiert, lange bevor es zu
Sperrungen kommt. Doch mit der Feststellung allein ist nichts
gewonnen. Danach beginnt der Teil, der in Deutschland am meisten
Zeit kostet: Entscheidungen, Genehmigungen, Beauftragungen.
Während diese Prozesse laufen, arbeitet der Verschleiß weiter.
Was reparierbar wäre, wird dadurch zu einem Sanierungsfall und
damit teurer, aufwendiger und schwerer planbar. Die Carolabrücke
in Dresden hat vielen vor Augen geführt, was passiert, wenn
Vertrauen in Routine zur Gewohnheit wird.
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26.01.2026
35 Minuten
Nick Hughes arbeitet dort, wo B2B-Marken unter Druck geraten.
Seine Erfahrung ist eindeutig: Klare Positionen werden vermieden,
weil sie intern unbequem sind. Aussagen werden weich formuliert,
Begriffe verklausuliert und Texte so lange abgestimmt, bis es
keinen Widerspruch mehr gibt. Übrig bleibt Kommunikation, die
beschreibt, aber nichts aussagt.
Die Folge davon ist banal und gravierend zugleich. Kunden
orientieren sich nicht an der Marke selbst, sondern an Preis oder
Bekanntheit. Solange alles läuft, fällt das kaum auf. Doch sobald
sich etwas ändert, fehlt die Richtung. Dann zeigt sich, dass eine
Marke ohne klare Sprache nicht funktioniert. Das Problem entsteht
nicht mit dem Text, sondern davor. Marken werden dort wirksam, wo
Unternehmen den Mut haben, eine Haltung festzulegen und ihr eine
Sprache zu geben.
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19.01.2026
21 Minuten
In der Projektentwicklung wird viel entschieden, ohne genau zu
wissen, was ein Ort später mit Menschen macht. Es wird über
Nutzungsmischung gesprochen und über Aufenthaltsqualität. Am Ende
stützt sich vieles auf Erfahrung und Bauchgefühl.
Kevin Meyer stellt diese Logik infrage. Sein Punkt ist unbequem.
Viele Immobilien sind wirtschaftlich schlüssig geplant,
funktionieren aber im täglichen Gebrauch einfach nicht. Menschen
gehen vorbei, bleiben nicht stehen und kommen nicht zurück. Lange
ließ sich kaum erklären, woran das liegt.
Heute gibt es dafür Daten. Bewegungsmuster lassen sich auswerten
und vergleichen. Dadurch wird sichtbar, dass Vermietung allein
wenig über die Wirkung eines Ortes aussagt. Denn entscheidend ist
am Ende, wie ein Standort genutzt wird und nicht, wie er geplant
wurde.
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12.01.2026
28 Minuten
Der perfekte Moment zum Kaufen ist eine Erfindung. Vermögen
entsteht, wenn man anfängt und den nächsten Schritt nicht
aufschiebt. Laura Schick hat mit 23 ihre erste Einzimmerwohnung
gekauft und ihr Portfolio über Jahre aufgebaut. Keine
Traumimmobilie, sondern eine kleine, vermietete Wohnung, die sich
gerechnet hat.
Genau so beginnt Vermögensaufbau auch heute noch. Nicht am
Höhepunkt des Marktes, sondern in Phasen, in denen Unsicherheit
herrscht und Entscheidungen unbequem sind. Wer dann handelt, baut
Substanz auf. Wer wartet, bleibt Zuschauer.
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07.01.2026
29 Minuten
Netzwerken ist kein Selbstläufer mehr. Heute entscheidet nicht
mehr die Größe eines Formats über seinen Wert, sondern die
Qualität der Begegnungen.
Jutta Heusel beobachtet seit Jahren, wie sich Branchentreffen
verändern. Viele klassische Formate verlieren an Wirkung, weil
sie an Routinen festhalten, die nicht mehr zeitgemäß sind.
Sichtbarkeit ersetzt kein Gespräch und Präsenz keine Relevanz.
Stattdessen entstehen neue Dynamiken dort, wo Menschen bereit
sind, sich aus bekannten Kreisen herauszubewegen.
Besonders deutlich zeigt sich das im Generationenvergleich.
Jüngere Teilnehmer kommen mit klaren Erwartungen, nutzen
Netzwerke gezielt und gehen, wenn der Mehrwert ausbleibt. Auch
regional unterscheiden sich die Kulturen spürbar, mit sehr
unterschiedlichen Vorstellungen von Verbindlichkeit und
Beteiligung.
Netzwerken wird damit selektiver. Wer darauf wartet, dass sich
die passenden Verbindungen von selbst ergeben, verpasst oft den
richtigen Moment.
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Über diesen Podcast
Wenn einem alle von einer Sache abraten, dann muss man sie auf
jeden Fall durchziehen. Das dachten sich auch Larissa Lapschies,
Gründerin und CEO der Immobilienjunioren und Sonja Rösch, Managing
Partnerin bei PB3C, als sie ihren Podcast „Highheels und
Hochhäuser“ ins Leben gerufen haben. Braucht die Welt einen
weiteren Immobilien-Podcast? Die beiden finden: ja, absolut – und
zwar einen, bei dem nicht zu 80 Prozent nur Männer zu Wort kommen.
Die beiden verbindet allerdings weitaus mehr als die bloße
Tatsache, bereits mit 10-Zentimeter-Absätzen über halbfertige
Rohbauprojekte marschiert zu sein. Beide sind Führungskräfte und
Unternehmerinnen in der Immobilienwelt. Aber noch viel wichtiger
ist, dass beide Themen ansprechen wollen, die sonst eher selten in
der Branche angeschnitten werden, vom Gender-Pay-Gap über die
Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben bis zur Frage, wie
Selbst- und Fremdbild der Immobilienwirtschaft auseinandergehen.
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