Highheels und Hochhäuser

Highheels und Hochhäuser

Highheels und Hochhäuser – der neue Podcast mit Larissa Lapschies und Sonja Rösch

Episoden

Volume 54: Deutschlands Brücken altern schneller als ihr Image
02.02.2026
23 Minuten
Zahlreiche Brücken in Deutschland sind alt, aber funktionieren noch im Alltag. Genau darin liegt die Gefahr. Denn die Belastung hat sich längst verschoben. Lastwagen sind heute deutlich schwerer, die Zahl der Überfahrten ist stark gestiegen. Der Verschleiß wächst, auch wenn er für Nutzer kaum sichtbar ist. Heike Schmitz weiß: Schäden entstehen nicht plötzlich. Sie werden früh erkannt, in Prüfungen dokumentiert, lange bevor es zu Sperrungen kommt. Doch mit der Feststellung allein ist nichts gewonnen. Danach beginnt der Teil, der in Deutschland am meisten Zeit kostet: Entscheidungen, Genehmigungen, Beauftragungen. Während diese Prozesse laufen, arbeitet der Verschleiß weiter. Was reparierbar wäre, wird dadurch zu einem Sanierungsfall und damit teurer, aufwendiger und schwerer planbar. Die Carolabrücke in Dresden hat vielen vor Augen geführt, was passiert, wenn Vertrauen in Routine zur Gewohnheit wird.
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Volume 53: Zu feige für Haltung? Das B2B-Markenproblem
26.01.2026
35 Minuten
Nick Hughes arbeitet dort, wo B2B-Marken unter Druck geraten. Seine Erfahrung ist eindeutig: Klare Positionen werden vermieden, weil sie intern unbequem sind. Aussagen werden weich formuliert, Begriffe verklausuliert und Texte so lange abgestimmt, bis es keinen Widerspruch mehr gibt. Übrig bleibt Kommunikation, die beschreibt, aber nichts aussagt. Die Folge davon ist banal und gravierend zugleich. Kunden orientieren sich nicht an der Marke selbst, sondern an Preis oder Bekanntheit. Solange alles läuft, fällt das kaum auf. Doch sobald sich etwas ändert, fehlt die Richtung. Dann zeigt sich, dass eine Marke ohne klare Sprache nicht funktioniert. Das Problem entsteht nicht mit dem Text, sondern davor. Marken werden dort wirksam, wo Unternehmen den Mut haben, eine Haltung festzulegen und ihr eine Sprache zu geben.
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Volume 52: Warum gute Projekte schlechte Standorte werden
19.01.2026
21 Minuten
In der Projektentwicklung wird viel entschieden, ohne genau zu wissen, was ein Ort später mit Menschen macht. Es wird über Nutzungsmischung gesprochen und über Aufenthaltsqualität. Am Ende stützt sich vieles auf Erfahrung und Bauchgefühl. Kevin Meyer stellt diese Logik infrage. Sein Punkt ist unbequem. Viele Immobilien sind wirtschaftlich schlüssig geplant, funktionieren aber im täglichen Gebrauch einfach nicht. Menschen gehen vorbei, bleiben nicht stehen und kommen nicht zurück. Lange ließ sich kaum erklären, woran das liegt. Heute gibt es dafür Daten. Bewegungsmuster lassen sich auswerten und vergleichen. Dadurch wird sichtbar, dass Vermietung allein wenig über die Wirkung eines Ortes aussagt. Denn entscheidend ist am Ende, wie ein Standort genutzt wird und nicht, wie er geplant wurde.
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Volume 51: Wer breit streut, rutscht nicht aus
12.01.2026
28 Minuten
Der perfekte Moment zum Kaufen ist eine Erfindung. Vermögen entsteht, wenn man anfängt und den nächsten Schritt nicht aufschiebt. Laura Schick hat mit 23 ihre erste Einzimmerwohnung gekauft und ihr Portfolio über Jahre aufgebaut. Keine Traumimmobilie, sondern eine kleine, vermietete Wohnung, die sich gerechnet hat. Genau so beginnt Vermögensaufbau auch heute noch. Nicht am Höhepunkt des Marktes, sondern in Phasen, in denen Unsicherheit herrscht und Entscheidungen unbequem sind. Wer dann handelt, baut Substanz auf. Wer wartet, bleibt Zuschauer.
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Volume 50: Netzwerken ohne FOMO
07.01.2026
29 Minuten
Netzwerken ist kein Selbstläufer mehr. Heute entscheidet nicht mehr die Größe eines Formats über seinen Wert, sondern die Qualität der Begegnungen. Jutta Heusel beobachtet seit Jahren, wie sich Branchentreffen verändern. Viele klassische Formate verlieren an Wirkung, weil sie an Routinen festhalten, die nicht mehr zeitgemäß sind. Sichtbarkeit ersetzt kein Gespräch und Präsenz keine Relevanz. Stattdessen entstehen neue Dynamiken dort, wo Menschen bereit sind, sich aus bekannten Kreisen herauszubewegen. Besonders deutlich zeigt sich das im Generationenvergleich. Jüngere Teilnehmer kommen mit klaren Erwartungen, nutzen Netzwerke gezielt und gehen, wenn der Mehrwert ausbleibt. Auch regional unterscheiden sich die Kulturen spürbar, mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Verbindlichkeit und Beteiligung. Netzwerken wird damit selektiver. Wer darauf wartet, dass sich die passenden Verbindungen von selbst ergeben, verpasst oft den richtigen Moment.
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Über diesen Podcast

Wenn einem alle von einer Sache abraten, dann muss man sie auf jeden Fall durchziehen. Das dachten sich auch Larissa Lapschies, Gründerin und CEO der Immobilienjunioren und Sonja Rösch, Managing Partnerin bei PB3C, als sie ihren Podcast „Highheels und Hochhäuser“ ins Leben gerufen haben. Braucht die Welt einen weiteren Immobilien-Podcast? Die beiden finden: ja, absolut – und zwar einen, bei dem nicht zu 80 Prozent nur Männer zu Wort kommen. Die beiden verbindet allerdings weitaus mehr als die bloße Tatsache, bereits mit 10-Zentimeter-Absätzen über halbfertige Rohbauprojekte marschiert zu sein. Beide sind Führungskräfte und Unternehmerinnen in der Immobilienwelt. Aber noch viel wichtiger ist, dass beide Themen ansprechen wollen, die sonst eher selten in der Branche angeschnitten werden, vom Gender-Pay-Gap über die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Privatleben bis zur Frage, wie Selbst- und Fremdbild der Immobilienwirtschaft auseinandergehen.

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