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Episoden
23.06.2026
1 Stunde 1 Minute
In der zweiten Folge unserer Alpen-Reihe widmen wir uns einer grundlegenden Frage alpiner Kulturgeschichte: Wie wurde aus einem schwer zugänglichen Hochgebirge der Kulturraum, den wir heute kennen – und welche Rolle spielte die Landwirtschaft dabei nicht nur als ökonomische, sondern auch als ökologische Gestaltungskraft? Im Zentrum steht eine These des Alpenforschers Werner Bätzing: Die alpine Kulturlandschaft ist kein Gegenentwurf zur Natur, sondern ihre lebensweltliche Form. Was wir heute an artenreichen Almwiesen, kleinteiliger Mosaikstruktur und Vielfalt der Höhenstufen schätzen, ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Nutzung. Die romantische Vorstellung einer "unberührten" Alpenlandschaft erweist sich bei näherem Hinsehen als historische Fiktion – und gerade deshalb ist der Alpenraum heute ein schützenswerter Naturraum, dessen ökologischer Wert untrennbar mit seiner Bewirtschaftung verbunden ist. Wir verfolgen diese Entwicklung von den frühen Wegen über die Pässe, die bereits in römischer Zeit ausgebaut wurden, über die Etablierung einer differenzierten Höhenstufenwirtschaft bis zur "Hartkäse-Revolution" als wirtschaftsgeschichtlichem Wendepunkt – und fragen, warum gerade die traditionelle Almwirtschaft heute zu einer Schlüsselgröße im Diskurs um Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Regionalentwicklung geworden ist.
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11.10.2025
1 Stunde 37 Minuten
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07.03.2025
1 Stunde 24 Minuten
In dieser Podcast-Folge sprechen wir mit Niklas Marc Heinecke über seine Teilnahme an einer Expedition zur Durchquerung des Grönländischen Inlandeises. Niklas ist eigentlich Fotograf, weiß aber davon zu berichten, dass bei einer solchen Expedition grundsätzlich jeder alles können muss. So hat er sich auch mit der wissenschaftlichen Aufgabe des Teams auseinandergesetzt. Diese bestand darin, Schneedichtemessungen durchzuführen, anhand derer Satellitendaten kalibriert werden. Auf Basis dieser Daten werden die Eismassen auf Grönland bestimmt und vor allem deren Abnahme ermittelt. Im Gespräch geht es jedoch auch um alltägliche Themen wie die Planung der Reise, insbesondere die Zusammenstellung des Teams oder die Versorgung mit Wasser während des Aufenthalts auf dem Eis. Zum Ende der Episode erzählt Niklas noch sehr eindrücklich davon, wie sie in einen Piteraq geraten sind – einem Sturmphänomen, das ausschließlich auf Grönland zu finden ist.
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Über diesen Podcast
André Baumeister ist Gründer von FRAM, einer Plattform für
wissenschaftlich geführte Reisen & Expeditionen. Reisen sind
hier der Weg zu einem besseren Verständnis dieser Welt, und einer
nachhaltigen Nutzung ihrer Ressourcen. Hierfür betreibt FRAM ein
weltweites Netzwerk an Wissenschaftlern und Experten zu zentralen
Themen für Gegenwart und Zukunft. Geowissenschaftler, Biologen,
Umweltschützer, Landwirte oder Betreiber gesellschaftlich
relevanter NGOs tragen ihr Wissen während der unterschiedlichen
Reiseprojekte zusammen. Diesen Menschen möchten wir hier eine
weitere Plattform für Ihr Wissen, ihre Mission oder ihr Abenteuer
geben. André Baumeister berichtet und interviewt zu allen Themen
und Fragen die FRAM miteinander vereint.
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