Die Alpen - Von der Geschichte einer Kulturlandschaft

Die Alpen - Von der Geschichte einer Kulturlandschaft

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag
In der zweiten Folge unserer Alpen-Reihe widmen wir uns einer
grundlegenden Frage alpiner Kulturgeschichte: Wie wurde aus einem
schwer zugänglichen Hochgebirge der Kulturraum, den wir heute
kennen – und welche Rolle spielte die Landwirtschaft dabei nicht
nur als ökonomische, sondern auch als ökologische Gestaltungskraft?
Im Zentrum steht eine These des Alpenforschers Werner Bätzing: Die
alpine Kulturlandschaft ist kein Gegenentwurf zur Natur, sondern
ihre lebensweltliche Form. Was wir heute an artenreichen Almwiesen,
kleinteiliger Mosaikstruktur und Vielfalt der Höhenstufen schätzen,
ist das Ergebnis jahrhundertelanger menschlicher Nutzung. Die
romantische Vorstellung einer "unberührten" Alpenlandschaft erweist
sich bei näherem Hinsehen als historische Fiktion – und gerade
deshalb ist der Alpenraum heute ein schützenswerter Naturraum,
dessen ökologischer Wert untrennbar mit seiner Bewirtschaftung
verbunden ist. Wir verfolgen diese Entwicklung von den frühen Wegen
über die Pässe, die bereits in römischer Zeit ausgebaut wurden,
über die Etablierung einer differenzierten Höhenstufenwirtschaft
bis zur "Hartkäse-Revolution" als wirtschaftsgeschichtlichem
Wendepunkt – und fragen, warum gerade die traditionelle
Almwirtschaft heute zu einer Schlüsselgröße im Diskurs um
Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Regionalentwicklung
geworden ist.
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