Podcaster
Episoden
30.04.2026
49 Minuten
Die Zahl der Frauen mit der Diagnose Endometriose ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen – zwischen 2005 und 2024 von rund 230.000 auf gut 510.000. „Diese Zahlen sind ein Beleg dafür, dass die Symptome immer früher und häufiger diagnostiziert werden“, erklärt die Schmerzforscherin Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn von der Universität Münster der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts. Darüber hinaus spricht sie Hausärzten bei der Diagnose der Krankheit eine wichtige Rolle zu und sieht in der medizinischen Ausbildung „erheblichen Nachholbedarf“.
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25.03.2026
53 Minuten
Immer wieder gelingt es Forscherinnen und Forschern, mithilfe von Papyrusfragmenten in den Alltag der Menschen vor vielen Jahrhunderten einzutauchen und so manches wissenschaftliches Rätsel zu lösen. Das Gros der Arbeit mit dem Papier der Antike liegt allerdings noch vor ihnen: Schätzungen zufolge haben Wissenschaftler bislang etwa 60.000 Fragmente untersucht und entziffert – rund eine Million unerschlossene Seiten, die überwiegend in Ägypten entdeckt wurden, liegen dagegen noch in den Archiven. „Mehrere Forscher-Generationen werden sich noch dieser faszinierenden Aufgabe widmen“, unterstreicht der Althistoriker Prof. Dr. Patrick Sänger in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster.
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10.02.2026
45 Minuten
Der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Joachim Kurtz fordert mit Blick auf den Klimawandel und den drastischen Verlust von Biodiversität eine schnelle und entschlossene Antwort der Gesellschaft. „Wir kennen aus der Geschichte mehrere Aussterbe-Ereignisse. Machen wir so weiter wie bisher, steuern wir auf ein vom Menschen verursachtes Ereignis zu, das drastischer ausfallen wird als alle anderen zuvor. Wir sollten deswegen alles dafür tun, um das zu verhindern“, unterstrich der Wissenschaftler in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster anlässlich des „Darwin-Tags“ am 12. Februar. Der 1882 verstorbene britische Forscher Charles Darwin gilt bis heute wegen seiner Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturforscher. Die Evolution werde zwar einen Weg finden, damit auch nach einem solchen Einschnitt noch Organismen existierten, fügte Joachim Kurtz hinzu. „Aber es werden nicht dieselben sein.“ Die Menschheit müsse vor allem deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen und Lebensräume schonen. Die Evolution, also die allmähliche Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebenswesen, vollzieht sich meistens über lange Zeitspannen, oft über Generationen hinweg. Aber man könne auch „Evolution in Echtzeit“ erleben, erklärte Joachim Kurtz. Ein Beispiel dafür sei die Corona-Pandemie gewesen. „Der Kontakt zwischen Menschen und Tieren wird immer enger. Dadurch können Krankheitserreger übersprungen und sich evolutiv verändern, sich also an den Menschen anpassen. Damit müssen wir auch in Zukunft noch oft rechnen“, warnt er. Umdenken – der Podcast der Universität Münster Im Podcast der Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html
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27.01.2026
50 Minuten
Wenngleich sich die globale Weltordnung angesichts zahlreicher völkerrechtswidriger Konflikte in einer Krise befände, sei es „für einen Abgesang auf das Völkerrecht zu früh“, betont der Experte für öffentliches Recht, Völker- und Europarecht sowie empirische Rechtsforschung, Prof. Dr. Niels Petersen von der Universität Münster. Die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch die USA oder die Annexionspläne des US-Präsidenten Donald Trump mit Blick auf Grönland hatten zuletzt Zweifel an der Verbindlichkeit und Bedeutung des Völkerrechts aufkommen lassen. „Das Völkerrecht umfasst aber weit mehr als das Gewaltverbot, beispielsweise im Handelsrecht“, unterstreicht der Rechtswissenschaftler in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster. „Und es ist deswegen im Interesse aller Staaten, sich an das Völkerrecht zu halten, um Bündnisse mit anderen Ländern aufrechterhalten zu können.“ Umdenken – der Podcast der Universität Münster Im Podcast der Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html
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12.12.2025
1 Stunde 6 Minuten
Mit Blick auf den deutlichen Mitgliederrückgang in der katholischen Kirche sieht der Theologe Prof. Dr. Norbert Köster von der Universität Münster vor allem finanzielle Gründe sowie Veränderungen in der individuellen Lebenswelt als zentrale Faktoren für diesen Trend. In der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts erläutert der die Konsequenzen dieses Trends. Vor allem Bildungseinrichtungen werden auf Dauer nicht mehr finanzierbar sein“, prognostiziert der Experte. Auch international kämpfe die deutsche katholische Kirche mit einem schlechten Ruf. Im Vatikan gelte sie mitunter als „oberreich, arrogant und protestantisch verseucht“, schildert der Wissenschaftler. Gleichwohl erkennt er Reformbemühungen innerhalb der Kirche.
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Über diesen Podcast
Im Podcast der Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Im
Gespräch mit Pressesprecher Norbert Robers berichten sie über ihre
Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und
ihre persönliche Motivation.
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