„Das Aussterben ist drastischer als je zuvor“ - Podcast zum Darwin-Tag am 12. Februar

„Das Aussterben ist drastischer als je zuvor“ - Podcast zum Darwin-Tag am 12. Februar

Der Evolutionsbiologe Joachim Kurtz schildert die Bedeutung der Evolution in der heutigen Zeit
45 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
Der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Joachim Kurtz fordert mit Blick auf
den Klimawandel und den drastischen Verlust von Biodiversität eine
schnelle und entschlossene Antwort der Gesellschaft. „Wir kennen
aus der Geschichte mehrere Aussterbe-Ereignisse. Machen wir so
weiter wie bisher, steuern wir auf ein vom Menschen verursachtes
Ereignis zu, das drastischer ausfallen wird als alle anderen zuvor.
Wir sollten deswegen alles dafür tun, um das zu verhindern“,
unterstrich der Wissenschaftler in der neuen Folge des
„Umdenken“-Podcasts der Universität Münster anlässlich des
„Darwin-Tags“ am 12. Februar. Der 1882 verstorbene britische
Forscher Charles Darwin gilt bis heute wegen seiner Beiträge zur
Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturforscher. Die
Evolution werde zwar einen Weg finden, damit auch nach einem
solchen Einschnitt noch Organismen existierten, fügte Joachim Kurtz
hinzu. „Aber es werden nicht dieselben sein.“ Die Menschheit müsse
vor allem deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen und
Lebensräume schonen. Die Evolution, also die allmähliche
Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von
Lebenswesen, vollzieht sich meistens über lange Zeitspannen, oft
über Generationen hinweg. Aber man könne auch „Evolution in
Echtzeit“ erleben, erklärte Joachim Kurtz. Ein Beispiel dafür sei
die Corona-Pandemie gewesen. „Der Kontakt zwischen Menschen und
Tieren wird immer enger. Dadurch können Krankheitserreger
übersprungen und sich evolutiv verändern, sich also an den Menschen
anpassen. Damit müssen wir auch in Zukunft noch oft rechnen“, warnt
er. Umdenken – der Podcast der Universität Münster Im Podcast der
Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre
Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und
ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer,
Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören:
https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html

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