Podcast online stellen

Podcast veröffentlichen auf Spotify, Apple, Amazon und mehr

Zuletzt aktualisiert: Montag, 27. Juni 2022 Erstellt: Donnerstag, 02. Dezember 2021

Von Hosting über RSS-Feeds bis hin zur Präsenz auf Spotify, Apple und Co. Erfahre hier alles darüber, wie Du Deinen Podcast online verbreiten kannst.

Bild: April Studio / pexels.com
Podcast veröffentlichen auf Spotify, Apple, Amazon und mehr

Den eigenen Podcast veröffentlichen

Vielleicht überlegst Du gerade, einen Podcast zu starten und recherchierst schon mal, wie Du vorgehen möchtest. Möglicherweise hast Du sogar bereits eine Episode produziert und willst sie jetzt in die Welt hinaus schicken – und fragst Dich, wie das geht.

Ganz egal, wo Du im Prozess Deines Podcastprojekts gerade stehst: In diesem Artikel klappern wir alles ab, was es zum Thema Podcast-Veröffentlichung zu wissen gibt.

Inhalt:

1. Wie funktioniert das Veröffentlichen von Podcasts eigentlich?

2. RSS-Feed verstehen: Die Briefkasten-Metapher

3. Wie erhalte ich einen RSS-Feed für meinen Podcast?

4. Liste der gängigsten Plattformen, inklusive Links zur Listung des Podcasts

5. Podcast auf YouTube und eigener Website veröffentlichen


1. Wie funktioniert das Veröffentlichen von Podcasts eigentlich?

Vielleicht kennst Du das von anderen Plattformen: Um Deine Inhalte (Fotos, Videos, Textbeiträge, Audio) dort zu veröffentlichen, erstellst Du Dir ein Benutzerkonto auf der gewünschten Website und lädst dort direkt die Datei hoch.

Zum Beispiel YouTube. Dort in den Einstellungen zum hochgeladenen Video stellst Du dann Titel, Beschreibungen/Begleittexte und weitere Informationen ein. In Deinem Benutzerprofil kannst Du Dich als Produzent:in oder Kanal mit Name und Bild profilieren.

Die Veröffentlichung von Podcasts funktioniert da etwas anders.

Zum Glück musst Du als Podcaster:in nicht jede Deiner Podcast-Episodendateien einzeln bei allen verfügbaren Apps und Plattformen hochladen und die Episodenbeschreibungen einstellen. Dafür gibt es eine wunderbare, wenn auch einige Jahre alte Technik: Den RSS-Feed.

Eine RSS-Feed-URL sieht so aus: https://podcast-plattform.podcaster.de/podcastde-news.rss

Muss ich denn als Podcaster:in wissen, was ein RSS-Feed ist? – Nach unserer Erfahrung: Ja.

Du musst es nicht auf IT-Ebene verstehen. Aber wenn Du Deinen Podcast veröffentlichst, solltest Du verstehen, was da genau passiert. Damit hast Du wesentlich mehr Wissensvorteil, als lediglich blind einer Anleitung zu folgen.

Was kann und ist ein RSS-Feed?

Im RSS-Feed ist alles, was Deinen Podcast zum Podcast macht, in einer einzigen URL (oder Adresse, Link) zusammengefasst. Podcast-RSS-Feeds haben nämlich ein festgelegtes Format, das wiederum von Podcast-Apps und anderen Podcast-fähigen Mediaplayern ausgelesen kann.

Zu diesem Format gehören unter anderem folgende Elemente (sogenannte Tags):

  • Podcast-Titel

  • Herausgeber:in des Podcasts (Einzelperson, Gruppe, Verein, Firma, Verlag, Gemeinde, ...)

  • Podcast-Beschreibung (worum geht es in diesem Kanal?)

  • Cover/Logo des Podcasts

  • Kategorie (vorgegeben durch iTunes, zum Beispiel Games & Hobbys)

  • Sprache des Podcasts

  • Episoden-Titel und Beschreibungen

  • Direktlinks zu den .mp3-Dateien der Episoden

Mit all diesen Metadaten im RSS-Feed, brauchst Du nur noch den einzelnen Podcast-Apps Deine Feed-URL mitteilen, um dort gelistet zu werden. Wenn Du neugierig bist, kannst Du Dir hier anschauen, wie so ein Feed aussieht.

Die RSS-Technik wird übrigens auch bei Google News und für weitere Nachrichten-Aggregatoren verwendet. Sie ermöglicht das Abonnieren von wiederkehrenden Veröffentlichungen eines Kanals: Bei einer Nachrichten-Agentur also Berichte, bei Podcasts eben Episoden.


2. RSS-Feeds verstehen: Die Briefkasten-Analogie

Du kannst Dir Deinen Podcast-RSS-Feed wie einen Briefkasten vorstellen. Jeder Podcast-Kanal hat seinen eigenen RSS-Briefkatsten. Auf der Vorderseite sind der Titel, das Cover und die Beschreibung des Podcasts zu sehen. Neue Episoden wirfst Du in dieser Metapher als Postkarten oder Briefe ein.

Die URL zu Deinem Podcast-Feed ist wie der Briefkastenschlüssel. Du hast unendlich viele Kopien des Schlüssels und drückst diesen jedem in die Hand, der Deinen Podcast in sein Verzeichnis aufnehmen soll.

Spotify, Google Podcasts, Apple Podcasts (iTunes), Amazon, podcast.de und alle anderen Plattformen, denen Du den Briefkastenschlüssel gegeben hast, können dann regelmäßig nachschauen, ob Du neue Episoden eingeworfen oder weitere Änderungen am Podcast vorgenommen hast (zum Beispiel ein neues Cover hochgeladen).

Darstellung des Podcast-RSS-Feeds als Briefkasten-System.


3. Wie erhalte ich einen RSS-Feed für meinen Podcast?

Oder genauer: Wo kann ich einen RSS-Feed für meinen Podcast generieren lassen?

Denn in den allerwenigsten Fällen willst Du ihn Zeichen für Zeichen und Episode für Episode selber schreiben.

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

A) Mit einem Podcast-Hosting-Dienst einen RSS-Feed erstellen

Bei dieser Variante musst Du Dich nicht mit technischen Dingen auseinandersetzen und kannst bequem Deinen Podcast verwalten und veröffentlichen. Für Deinen Podcast benötigst Du sowieso Webspace – also Speicherplatz auf einem Server, wo Du die Dateien für Deinen Podcast hochladen kannst.

Diesen Speicherplatz bietet ein Podcast-Hoster neben weiteren Funktionen an. Mit dieser alles-in-einem-Lösung kannst Du Deine Audiodateien hochladen, neue Episoden erstellen, Statistiken einsehen und vor allem: Deinen Podcast im Handumdrehen bei einer ganzen Reihe von Streaming-Diensten und Podcast-Apps anmelden.

Das ist zwar nicht ganz kostenlos, aber ab 5 Euro im Monat brauchst Du Dir keine Sorgen mehr machen um Datenlimits und die Verwaltung Deines Kanals. Du hast dann Zugriff auf eine Menge Tutorials und Insider-Wissen, und einen Kunden-Support an Deiner Seite.

Wir empfehlen den Podcast-Hosting-Dienst podcaster.de.

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B) Podcast mit eigener Website hosten

Wenn Du ein informationstechnisches Händchen hast und bereits Deine eigene Website verwaltest, kannst Du Deinen Podcast auch über den eigenen Webspace hosten. Für CMS-Systeme wie WordPress gibt es Plugins, mit denen sich Podcast-RSS-Feeds erstellen lassen.

Dann kommt es noch darauf an, ob und wie Dein Webspace für Datei-Uploads beschränkt ist. Und darauf, ob die Funktionen des Plugins, welches Dir den Feed erstellt, zu den Anforderungen Deines Podcasts passen.

Es gibt auch Mischvarianten der beiden oben genannten, bei denen Du beispielsweise einen bezahlten Host für die Uploads nutzt, aber den Podcast ansonsten über die eigene Website verwaltest.

Beispiele für WordPress-Plugins für Podcasting:

PowerPress Plugin

Podlove Podcast Publisher

Sobald Du einen laufenden RSS-Feed für Deinen Podcast hast, kannst Du diesen bei den einzelnen Plattformen anmelden. Diese sind im nächsten Abschnitt aufgelistet.


4. Liste der gängigsten Plattformen, inklusive Links zur Anmeldung des Podcasts

Wenn Dein Podcast möglichst überall verfügbar sein soll, musst Du ihn bei den einzelnen Plattformen mittels Deines RSS-Feeds anmelden. Wir haben hier eine Liste der gängigsten Apps zusammengestellt.

Bevor Du mit dem Anmelden Deines Podcasts bei den Diensten loslegst, muss Dein Podcast diese Bedingungen erfüllen:

  • Basis-Informationen ausgefüllt (Titel, Beschreibung, Autor, E-Mail-Adresse, Kategorie, Sprache)

  • Cover im korrekten Format (1400x1400 bis 3000x3000 pixel, .jpg oder .png, kleiner als 1MB)

  • mindestens eine Episode im Feed veröffentlicht

Wenn Dein Podcast bei podcaster.de gehostet ist, kannst Du ihn einfach über das Anmelde-Werkzeug bei den aufgeführten Diensten veröffentlichen. Für Spotify und Amazon brauchst Du Dank der Partnerschaft zwischen ihnen und podcaster.de keine neuen Benutzerkonten anlegen.

Ansonsten ist die Vorgehensweise wie folgt: Du gehst auf die entsprechende Seite zum Anmelden des Podcasts bei der gewünschten Plattform. Du gibst die RSS-Feed-URL und die Basis-Daten zu Deinem Podcast ein. Manche Plattformen machen das Erstellen eines Benutzeraccounts zur Bedingung, andere sind da "offen". Dies haben wir in der Spalte "Bemerkung" festgehalten.

Name & Link zur Anmeldung des Podcast

Art der Anwendung

Bemerkung

Apple Podcasts (iTunes)

App und Desktop-Programm

Vorinstalliert auf Apple-Geräten. Anmeldung via Apple Podcasts Connect mit Apple-ID (Benutzerkonto bei Apple).

Spotify

App und Desktop-Programm

Anmeldung via Spotify for Podcasters. Für Hörer:innen mit Gratis-Konto mit Werbung.

podcast.de

Website (Browser)

Listung ohne Benutzerkonto möglich. Für Hörer:innen kostenlos, ohne Benutzerkonto und ohne Werbung.

Google Podcasts

App und Website (Browser)

Listung des Podcast nur mit Google-Benutzerkonto.

Amazon Music

App und Website (Browser)

Listung des Podcasts mit Amazon ID (Benutzerkonto bei Amazon).

Samsung Podcasts

App

Vorinstalliert auf Samsung-Geräten.

TuneIn

App und Website (Browser)

Listung nach Prüfung.

Stitcher

App und Website (Browser)

Listung mit Benutzerkonto bei Stitcher.

PlayerFM

App und Website (Browser)

Listung ohne Benutzerkonto.

Listen Notes

Website (Browser)

Listung ohne Benutzerkonto.

Fyyd

Website (Browser)

Listung ohne Benutzerkonto.

Castbox

App und Website (Browser)

Castbox-Benutzerkonto nötig.

Pocket Casts

App

Listung ohne Benutzerkonto.

Castro

App

Listung übernommen von Apple Podcasts (iTunes).


5. Podcast auf YouTube und eigener Website veröffentlichen

Abgesehen von den oben aufgelisteten Diensten gibt es noch zwei Sonderfälle. Schauen wir uns zuerst YouTube an.

Auch wenn YouTube auf Videos spezialisiert ist, hören viele Menschen dort auch Podcasts. Wenn Du Deinen Podcast dort veröffentlichen willst, brauchst Du als erstes ein Benutzerkonto bei YouTube. Da es zu Google gehört, muss dies ein Google-Benutzerkonto sein.

Da bei YouTube nur Videoformate hochgeladen werden können, musst Du also aus Deiner Audiodatei ein Video machen. Die Tonspur des Videos ist also Dein Podcast. Für die Bildkomponente ist es am einfachsten, Du nimmst ein Standbild, zum Beispiel Dein Podcast-Cover.

Um Deine Episoden zusammen mit dem Cover und ggf. einem Audiogramm zu einem Video zu konvertieren, kannst Du folgende Dienste nutzen:

Headliner.app (kostenlos, optional mit Audiogramm)
tunestotube (kostenlos, Google-Benutzerkonto vorausgesetzt)
audiogram.hubhopper.com (kostenlos, erstellt optional auch ein Audiogramm als Video)
repurpose (14 Tage kostenlos, dann min. 15$/Monat; mehrere Optionen zur Distribution des Podcasts)

Nun zum zweiten Sonderfall: Den Podcast auf der eigenen Website veröffentlichen.

Die Lösung dafür ist ein Podcast-Player oder Web-Player, den Du per HTML in Deine Website einbinden kannst. Davon gibt es viele verschiedene. Wenn Dein Podcast bei podcaster.de gehostet ist, erhältst Du einen gestaltbaren Player dazu. Ansonsten ist der PodLove Web Player sehr beliebt. Auch Spotify bietet solche Player-Widgets an.

Dabei gibst Du in den Einstellungen zum Player den RSS-Feed zu Deinem Podcast ein. Du erhältst den Player daraufhin als einen Code (beispielsweise HTML oder iFrame) oder innerhalb von WordPress als Block-Element, welches Du in Beiträgen verwenden kannst.

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Wenn Du mehr über Podcasting oder Deutschlands erfolgreichste Podcaster:innen erfahren möchtest, schau in der Rubrik Podcast-Wissen nach.

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