Jammern? Jammerst du und bekommst es gar nicht mit?

Jammern? Jammerst du und bekommst es gar nicht mit?

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Jammern ist leicht zu erkennen – zumindest dann, wenn jemand laut
und deutlich erklärt, was alles schlecht läuft, wer schuld ist
und warum ohnehin nichts funktionieren kann. Doch was ist mit den
viel subtileren Formen?


Vielleicht jammerst du, ohne es selbst so wahrzunehmen.


Denn Jammern kann erstaunlich vernünftig klingen. Es versteckt
sich hinter Sätzen wie: „Ich bin einfach realistisch“, „Ich sage
nur die Wahrheit“, „Ich habe eben hohe Ansprüche“ oder „Das wird
sowieso nichts“. Manchmal steckt darin tatsächlich berechtigte
Kritik. Problematisch wird es, wenn dein Blick fast automatisch
zuerst auf Fehler, Risiken und Mängel fällt – und das
Funktionierende kaum noch wahrnimmt.


In dieser Podcast-Folge geht es deshalb nicht darum, Probleme
schönzureden oder ständig positiv denken zu müssen. Es geht um
einen viel wichtigeren Unterschied: Erkennst du ein
Problem – oder bleibst du darin hängen?


Du erfährst, wie dein Gehirn zu einer regelrechten negativen
Suchmaschine werden kann und warum du mit der Zeit immer
schneller bemerkst, was fehlt, schiefläuft oder nicht deinen
Erwartungen entspricht. Gleichzeitig kann genau dieser Filter
dafür sorgen, dass Fortschritt, Lösungen und Möglichkeiten immer
weniger Raum bekommen.


Wir schauen uns typische sprachliche Rauchmelder an. Wörter wie
„immer“, „nie“, „niemand“, „typisch“ oder
„sowieso“ können einzelne Situationen schnell zu
allgemeinen Wahrheiten aufblasen. Aus einem schwierigen Gespräch
wird plötzlich: „Mir hört nie jemand zu.“ Aus einem Fehler wird:
„Bei mir geht immer alles schief.“


Doch Sprache kann Probleme nicht nur vergrößern – sie kann sie
auch wieder auf eine bearbeitbare Größe bringen.


Statt „Alles ist chaotisch“ kannst du beispielsweise genauer
fragen: Was genau ist gerade unklar?
Statt „Niemand hilft mir“: Welche konkrete Unterstützung
brauche ich?
Statt „Das funktioniert sowieso nicht“: Was wäre der
nächste sinnvolle Versuch?


Genau hier beginnt der Wechsel vom Jammern zur Klarheit.


In dieser Folge beschäftigen wir uns auch mit dem inneren
Jammerkanal – jener Stimme, die vielleicht gar niemand
hört außer dir selbst. „Das schaffe ich nie.“ „War ja wieder
typisch.“ „Andere bekommen das viel besser hin.“ Solche Gedanken
können sich wie Tatsachen anfühlen, obwohl sie zunächst nur
Gedanken sind.


Du lernst deshalb praktische Möglichkeiten kennen, wie du aus
pauschaler Unzufriedenheit wieder konkrete Informationen machst.
Wie du eine Beschwerde in eine klare Bitte verwandelst. Wie du
erkennst, wann eigentlich eine Entscheidung notwendig wäre. Und
wie du deinem Ärger oder deiner Enttäuschung Raum geben kannst,
ohne einem einzelnen Ereignis noch Stunden oder Tage zusätzliche
Sendezeit zu schenken.


Denn das Ziel ist nicht, nie wieder zu jammern.


Das Ziel ist, früher zu bemerken, wann du dich
wiederholst, wann du dich selbst in Hilflosigkeit redest und wann
aus berechtigter Kritik eine Endlosschleife wird.


Vielleicht brauchst du in diesem Moment eine konkrete Bitte.
Vielleicht eine Grenze. Vielleicht eine Entscheidung. Vielleicht
Erholung. Vielleicht möchtest du auch einfach kurz gehört werden.


Die entscheidende Frage lautet:


Was brauche ich jetzt wirklich – und welcher nächste Satz
bringt mich näher dorthin?


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findest du hier:
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Wenn dir diese Folge einen neuen Blick auf deine eigene Sprache
gegeben hat, beobachte dich heute einmal bewusst: Wie oft
verwendest du „immer“, „nie“, „typisch“ oder „sowieso“? Und was
verändert sich, wenn du denselben Gedanken konkreter formulierst?


Du musst ein Problem nicht größer machen, damit du es
ernst nehmen darfst.


Viel Freude beim Zuhören, Reflektieren und Ausprobieren.
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