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Markus Flicker Fotograf Videograf Content Creator Autor
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Beschreibung
vor 2 Wochen
„Na, eh klar.“ Zwei Worte – und schon weißt Du, dass Du mitten in
Wien angekommen bist.
In dieser Podcast-Folge geht es um eine besondere Form der
Kommunikation: Wiener Raunzen, Mitsudern und Grant. Denn was auf
den ersten Blick wie ständiges Jammern, Nörgeln oder schlechte
Laune wirkt, ist oft viel mehr. Hinter dem Wiener Grant stecken
Humor, Beobachtungsgabe, Skepsis, Selbstschutz, Gewohnheit – und
manchmal sogar eine überraschend herzliche Form von
Verbundenheit.
Warum kann man sich über den Kaffee beschweren und trotzdem seit
zwanzig Jahren täglich im selben Kaffeehaus sitzen? Warum
verbindet gemeinsames Sudern Menschen so schnell? Und weshalb ist
ein gut gesetztes „Na wunderbar“ manchmal wirkungsvoller als eine
lange Erklärung?
In dieser Folge erfährst Du, warum Raunzen nicht automatisch
bedeutet, dass jemand eine Lösung sucht. Manchmal möchte Dein
Gegenüber zunächst einfach gehört und verstanden werden. Genau
deshalb können gut gemeinte Ratschläge sogar zusätzlichen Grant
auslösen.
Wir schauen uns an, wo der feine Unterschied zwischen charmantem
Wiener Schmäh und belastender Dauernegativität liegt. Charmantes
Raunzen ist pointiert, selbstironisch und lässt noch Platz für
ein Lächeln. Problematisch wird es, wenn aus jeder verspäteten
Straßenbahn der Beweis entsteht, dass „überhaupt nichts mehr
funktioniert“.
Du erfährst außerdem, warum Mitsudern Nähe schaffen kann. Ein
gemeinsames Kopfschütteln über Wetter, Öffis, Preise, Baustellen
oder Bürokratie erzeugt innerhalb weniger Sekunden ein kleines
Bündnis gegen die Zumutungen des Alltags. Doch wenn Beschwerden
zur einzigen Form von Verbindung werden, können Gespräche
irgendwann schwer und erschöpfend werden.
Ein zentraler Gedanke dieser Episode lautet deshalb: Du musst den
Grant nicht abschaffen. Du kannst lernen, bewusster damit
umzugehen.
Frag Dich beispielsweise:
Will ich gerade nur Dampf ablassen?
Brauche ich Verständnis?
Will ich tatsächlich etwas verändern?
Oder wiederhole ich dieselbe Beschwerde bereits zum fünften Mal,
ohne einen nächsten Schritt zu setzen?
Du bekommst praktische Impulse dafür, wie Du negative
Gesprächsschleifen freundlich unterbrechen kannst, ohne künstlich
positiv oder belehrend zu wirken. Manchmal genügt schon die
Frage: „Willst Du gerade Verständnis oder eine Lösung?“
Auch der Wiener Schmäh spielt dabei eine wichtige Rolle. Humor
kann Distanz schaffen, ohne Probleme kleinzureden. Du darfst über
eine absurde Situation schimpfen, darüber lachen – und
anschließend trotzdem handeln.
Vielleicht besteht genau darin die hohe Schule des Grants:
elegant raunzen, herzlich lachen und klar entscheiden, wann es
genug ist.
Denn Kritik ist wichtig. Ärger darf ausgesprochen werden. Nicht
alles muss schöngefärbt werden. Aber Du kannst beeinflussen, wie
lange ein Problem Deine Gedanken, Deine Gespräche und Deine
Stimmung bestimmt.
Diese Folge ist für Dich, wenn Du selbst gerne raunzt, regelmäßig
mit überzeugten Mitsuderern zu tun hast oder einfach verstehen
möchtest, warum der Wiener Grant gleichzeitig anstrengend,
komisch, menschlich und manchmal sogar verbindend sein kann.
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mit negativen Gedanken findest Du hier:
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Also: Kaffee holen, bequem machen und ruhig ein bisserl raunzen.
Entscheidend ist nicht, ob Dir gelegentlich ein „Na, eh klar“
herausrutscht – sondern was Du danach daraus machst.
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