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MTB Report (DE)
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Shimano hebt die Preise an offiziell um rund ein Prozent. Klingt
nach einer Randnotiz, über die man kaum reden muss. Genau deshalb
sollten wir darüber reden.
Die beruhigende Zahl und was sie verschweigt
Ein Prozent. Diese Zahl ist dazu gemacht, dass niemand
aufschreckt. Aber sie ist ein Durchschnitt über Shimanos gesamtes
Fahrrad-Geschäft, keine Obergrenze für einzelne Teile. Heißt im
Klartext: Manche Komponenten werden gar nicht teurer, andere
deutlich mehr als ein Prozent. Was am Ende auf dem Preisschild
deiner nächsten Kassette steht, hat mit der beruhigenden
Schlagzeile wenig zu tun.
Dazu kommt Shimanos Sonderrolle. Der japanische Konzern ist nicht
irgendein Zulieferer er ist der Preisboden fast der gesamten
Branche. Rund die Hälfte aller Fahrradkomponenten weltweit stammt
von Shimano, im mittleren und oberen Segment sind es etwa 70
Prozent. Viele Bikes werden von den Herstellern direkt um
Shimano-Teile herum konstruiert. Wenn dieser Standard-Baustein
teurer wird, bekommen auch die Komplettbike-Preise Rückenwind
nach oben und die Konkurrenz von SRAM den Freibrief,
nachzuziehen.
Und das alles landet nicht im luftleeren Raum. Es stapelt sich
auf ein ohnehin aufgeblähtes Preisniveau nach dem Corona-Boom.
Wer in den USA kauft, zahlt zusätzlich kräftige Einfuhrzölle
obendrauf. Aus „ein Prozent" wird so schnell eine spürbare Summe.
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