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Wohlstand für Alle
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Beschreibung
vor 5 Tagen
Wo die politische Wirklichkeit sich in groteske Grausamkeit
verwandelt und rechte Akteure von Schicksal und Tiefe raunen,
wird das Lachen zum widerständigen Akt. Die literarische Satire
blüht immer dann, wenn die Zeiten düster sind.
Deshalb mag es nicht verwundern, dass während des
Nationalsozialismus viele Literaten zu satirischen Mitteln
griffen, um die Lage zu analysieren. Manche dieser Texte sind
kaum mehr bekannt, etwa Otto M. Knabs »Kleinstadt unterm
Hakenkreuz« (1934) oder selbst Walter Mehrings »Die Nacht des
Tyrannen« (1937). Andere Satiren aber erfreuen nach wie vor das
Publikum, sind von hoher literarischer Qualität und auch in
Neuauflagen auf dem Buchmarkt erhältlich.
Im Gespräch geht es um Klaus Manns »Mephisto. Roman einer
Karriere« (1936), Bertolt Brechts Stück »Der aufhaltsame
Aufstieg des Arturo Ui« (1941) und um »Dritte Walpurgisnacht«
(1933) des Satirikers Karl Kraus.
Der Blick soll dabei nicht nur zurück, sondern auch in die
Gegenwart führen. Was können literarische Satiren angesichts des
omnipräsenten Rechtsrucks leisten? Ist unser Lachen eher
fatalistisch oder revolutionär?
Weitere Informationen zum Literaturforum im Brecht-Haus findet
ihr unter: https://lfbrecht.de/
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