Sarkopenie: Warum wir mit Muskelverlust auch Lebensjahre verlieren

Sarkopenie: Warum wir mit Muskelverlust auch Lebensjahre verlieren

vor 3 Tagen
Felix Moese & Matthias Baum
37 Minuten
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Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 3 Tagen
„Aktive Muskulatur ist viel mehr als Bewegung. Sie ist
Stoffwechselregulator, Signalgeber und eines unserer wichtigsten
Schutzsysteme.“ Sarkopenie bezeichnet den fortschreitenden Verlust
von Muskelmasse, Muskelkraft und neuromuskulärer Funktion. Der
Prozess beginnt oft lange bevor Treppensteigen, Aufstehen oder
längere Wege spürbar schwerer werden. Entscheidend ist dabei nicht
allein das Alter. Muskulatur wird vor allem dann abgebaut, wenn sie
zu selten gefordert wird, Entzündungsprozesse dauerhaft aktiv sind
und dem Körper Reize oder Baustoffe fehlen. Besonders tückisch: Das
Körpergewicht kann dabei nahezu gleich bleiben, während Muskelmasse
verschwindet und viszerales Fett zunimmt. In dieser Folge der
artgerecht HEALTH NERDS erklären Podcast Host Felix Moese und
Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum Sarkopenie keine
unvermeidbare Begleiterscheinung des Alterns ist. Sie sprechen
darüber, weshalb die neuronale Ansteuerung der Muskulatur häufig
schon nachlässt, bevor der Muskel sichtbar schrumpft, wie
Griffkraft, Gehgeschwindigkeit und einfache Aufstehtests Hinweise
auf den Funktionsverlust geben und warum reine Körperfettwaagen nur
einen Teil des Problems erfassen. Im Mittelpunkt steht die Rolle
der Muskulatur als aktives Stoffwechselorgan: Bewegte Muskeln
produzieren Myokine, verbessern die Glukoseaufnahme, beeinflussen
die Insulinsensitivität, regulieren Entzündungen und kommunizieren
mit Immunsystem und Gehirn. Außerdem geht es um die Frage, wie sich
Muskelabbau wirksam bremsen lässt. Warum Bewegung im Alltag ebenso
wichtig ist wie gezieltes Krafttraining. Weshalb Eiweiß nur dann
zum Muskelaufbau beiträgt, wenn ein ausreichender Belastungsreiz
vorhanden ist. Und welche Bedeutung Aminosäuren, Vitamin D, Omega 3
Fettsäuren, Kreatin, Schlaf und Regeneration für die
Muskelgesundheit haben können. Die zentrale Erkenntnis: Muskelmasse
ist keine Frage der Optik. Sie entscheidet mit darüber, wie
belastbar unser Stoffwechsel bleibt, wie gut wir Krankheiten
überstehen und ob wir im Alter selbstständig leben können. Der gute
Teil dieser Geschichte: Muskelgewebe gehört zu den wenigen Organen
unseres Körpers, die sich bis ins hohe Alter an neue Belastungen
anpassen können. Es ist also nie zu früh, aber auch fast nie zu
spät, etwas für seine Muskulatur zu tun. HEALTH NERDS. Mensch,
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