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Beschreibung
vor 2 Tagen
Bevor wir in dieser Staffel unsere Gäste vorstellen, sprechen wir
miteinander. Über unsere eigene Geschichte mit dem Tod. Über
Erfahrungen, die uns geprägt haben – manche davon tragen wir
schon sehr lange mit uns.
Das hat nichts damit zu tun, dass wir unsere Geschichte für
wichtiger hielten als eure. Sondern damit, dass dieses Thema vor
allem eines ist: sehr persönlich. Und wer andere einlädt, sich
damit auseinanderzusetzen, sollte selbst bereit sein hinzusehen.
Was ihr in dieser Folge hört
Mamas Krebsdiagnose – und warum Offenheit das Richtige
war Lea war sieben, als ihre Mutter – Michaels Frau –
mit 37 Jahren eine schwere Krebsdiagnose bekam. Die Ärzte gaben
ihr maximal drei Jahre. Wie redet man als Eltern über so etwas
mit seinen Kindern? Michael und seine Frau haben sich für
Offenheit entschieden. Lea ist heute, fast drei Jahrzehnte
später, dankbar dafür.
Ostern 1993: Das Zugunglück in Berlin-Wannsee
Die Familie sitzt im Zug nach Frankfurt. Kurz hinter Wannsee
prallt ihr Zug frontal auf einen entgegenkommenden. Drei Menschen
sterben, viele werden verletzt, Michael erleidet selbst schwere
Kopfverletzungen. Was kaum jemand weiß: Die Familie saß nicht in
ihrem reservierten Abteil. Eine spontane, völlig unbedeutend
scheinende Entscheidung. Im Nachhinein eine lebensrettende.
Feuerwehr: Der Unterschied zwischen Wissen und
Sehen Bis zu seinem 20. Lebensjahr war Michael aktiv bei
der Freiwilligen Feuerwehr. Was er dort gesehen hat, hat sich
tief eingegraben – besonders ein Einsatz nach einem schweren
Verkehrsunfall, bei dem er eine vierköpfige Familie, darunter
zwei Kinder, tot bergen musste. Es war sein letzter Einsatz.
Als Leas Herz aufhörte zu schlagen Bei der
Geburt ihrer Tochter hörte ihr Herz auf zu schlagen. Das OP-Team
reagierte sofort. Was Lea kurz davor getan hatte: Sie hatte
aufgeschrieben, was ihre Familie wissen sollte, wenn sie nicht
mehr da wäre. Vorsorge – plötzlich kein trockenes Wort mehr,
sondern ein Ausdruck der Liebe.
Angst vor dem Tod – und was tröstet Lea und
Michael sprechen offen darüber, was ihnen Angst macht und was
nicht. Über den Unterschied zwischen Sterben und Tod. Über
Glauben, Spiritualität und den „Sozialrebellen-Jesus". Und
darüber, was im Alltag wirklich hilft – für Michael zum Beispiel
das abendliche Dankgebet für fünf kleine Dinge des Tages.
Über „Sterben & Trauern"
„Sterben & Trauern" ist kein Podcast über den Tod. Es ist ein
Podcast über das Leben. Lea und Michael Reinhard, Tochter und
Vater, beide Journalisten, sprechen mit Menschen, die dem Tod
begegnet sind – und fragen, was ihre Erfahrungen uns über das
Leben verraten. Ohne Pathos, ohne schnelle Lösungen, ohne
Floskeln.
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Unsere Bücher (beide im Herder Verlag)
„Sterben ungeschminkt"
„Mit der Trauer weiterleben"
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