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Beschreibung
vor 1 Tag
Sie ist das Gesicht dieses Schweizer Festivalsommers: Noemi Beza,
20, aus dem Thurgau, frisch gekürtes «SRF 3 Best Talent», bei
Universal Music unter Vertrag und mit ihrer EP «You'll Find Me
There» gerade auf den grossen Bühnen unterwegs. Im Gespräch mit
Christoph Soltmannowski erzählt sie, wie sich das anfühlt, wenn
plötzlich alles zusammenkommt. Ihre Antwort ist erstaunlich
gelassen: «Es hat sich alles mega schön organisch ergeben.» Was
von aussen wie ein Blitzstart wirkt, sind für sie drei Jahre
kleine Schritte, von denen das Publikum nur einen Teil gesehen
hat.
Angefangen hat es mit einem Abschlussprojekt in der dritten Sek:
ein eigener Song, zum ersten Mal im Studio. Ihr Produzent war der
Erste, der ihr sagte, dass man ihre Musik hören will. Davor
tanzte sie acht Jahre Ballett und drei Jahre Hip-Hop und erzählt
offen, warum sie das Tanzbusiness rückblickend als hart und nicht
immer gesund erlebt hat, gerade für junge Mädchen.
Im Zentrum des Gesprächs steht «Hear Me», ihr Song über
Panikattacken und eine Zeit, in der sie sich kaum mehr aus dem
Haus traute. Er entstand in ihrer allerersten Session mit der
Musikerin Dana und dem Produzenten BNJI, an einem Tag, an dem es
ihr schlecht ging. Statt so zu tun, als wäre alles gut, flossen
erst Tränen, dann der Song: «Ich habe erzählt und erzählt, und
wir haben geschrieben und geschrieben. Am Abend ist ‹Hear Me› da
gewesen.» Heute schreiben ihr Fans, der Song habe sie durch
schwere Zeiten getragen. Noemi spricht auch darüber, was ihr
damals half: ihre Eltern und eine gute Therapeutin. Und sie
erklärt ihre Regel, persönliche Themen erst dann zu
veröffentlichen, wenn sie bereit ist, darüber zu reden.
Ausserdem im Gespräch: warum sie ihren Stil «Freigeist-Pop» nennt
(«Ich mache, was ich will»), wie ein Countryfilm mit 14 ihre
Liebe zu Banjos und ehrlichen Texten weckte, und wie das
Musikvideo zu «You'll Find Me There» in einer 42-Stunden-Aktion
am Strand von Finale Ligure entstand, weil Kalifornien dann doch
nicht im Budget lag.
Sehr persönlich wird es beim Thema Adoption: Noemi wurde in
Äthiopien geboren und kam mit vier Monaten in die Schweiz. Diesen
Herbst reist sie zum ersten Mal zurück, weil das Kinderhilfswerk,
aus dessen Kinderheim sie stammt, sein 40-Jahr-Jubiläum feiert.
Eine Konzertanfrage für das Fest hat sie abgelehnt. Sie will dort
nicht die Musikerin Noemi Beza sein, sondern einfach ankommen,
aufsaugen, geniessen.
Und sonst? Arbeitet sie weiterhin 30 Prozent als
Pharmaassistentin in der Apotheke, schwärmt von Olivia Dean,
Justin Bieber und Nina Chuba, analysiert die Halftime-Show der WM
und verrät, warum sie Bierflaschen mit den Zähnen öffnen kann und
wie ihr das eine Einladung einer Biermarke einbrachte.
Im August steht Noemi Beza am Heitere Open Air in Zofingen
(Sonntag, 9. August 2026) und am Open Air Gampel (Freitag, 21.
August 2026) auf der Bühne.
Kapitel
(00:00) Intro
(00:08) Festivalsommer: Montreux, Moon and Stars
(02:12) Musikalische Familie und das erste Schulprojekt im
Studio
(03:53) Acht Jahre Ballett: Rückblick auf das Tanzbusiness
(05:47) Plattenvertrag mit 20: Universal und SRF 3 Best
Talent
(08:12) Rastlosigkeit: Musik als Zufluchtsort
(10:29) «Hear Me»: über Panikattacken singen
(12:21) Wie der Song in einer Session mit Dana und BNJI
entstand
(14:09) Die Schweizer Musikszene: Support statt Ellenbögen
(15:16) Musikvideo-Dreh in Finale Ligure
(15:53) Country-Liebe und «Freigeist-Pop»
(17:46) Wie ihre Songs entstehen
(19:14) Adoption, «Would You Know» und die Reise nach
Äthiopien
(23:17) Ihr zweites Leben als Pharmaassistentin
(26:46) Bühne oder Studio?
(28:06) Verstecktes Talent: Bierflaschen mit den Zähnen
öffnen
(29:06) Pläne: Festivalsommer geniessen, dann neue Musik
(31:52) Vorbilder: Justin Bieber, Olivia Dean, Nina Chuba
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