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Beschreibung
vor 4 Tagen
Menschen mit künstlichem Klappenersatz, überstandener Endokarditis,
angeborenem Herzfehler oder linksventrikulärem Unterstützungssystem
tragen ein erhöhtes Risiko, an einer infektiösen Endokarditis zu
erkranken – einer potenziell lebensbedrohlichen Entzündung der
Herzinnenhaut. In Deutschland geht man von Hunderttausenden
Menschen aus, die einer solchen Risikogruppe angehören. Allein die
Anzahl der jährlich durchgeführten Herzklappenoperationen liegt bei
rund 5.000, hinzu kommen Patienten mit mechanischen
Unterstützungssystemen sowie jene, die bereits früher eine
Herzklappenentzündung hatten. In dieser Folge von „Medizin trifft
Zahnmedizin" beleuchten der Kardiologe Prof. Dr. med. Oliver Ritter
und der Parodontologe Prof. Dr. Gerhard Schmalz, beide von der
Medizinischen Hochschule Brandenburg, wie hoch das tatsächliche
Risiko ist, welche zahnärztlichen Eingriffe eine
Antibiotikaprophylaxe erfordern und warum die Kommunikation
zwischen Zahnarztpraxis und Kardiologie für die Patientensicherheit
entscheidend ist. Beide Experten betonen, dass die ESC-Leitlinien
2023 deutlich klarer definieren, wer als Hochrisikopatient gilt und
wann eine Prophylaxe mit Amoxicillin indiziert ist. Gleichzeitig
rückt das Thema Mundhygiene in den Vordergrund: Die tägliche orale
Bakterienlast – etwa durch Kauen oder Zähneputzen bei bestehender
Parodontitis – kann das Endokarditisrisiko im Alltag stärker
beeinflussen als ein einzelner zahnärztlicher Eingriff. Prävention,
also die konsequente Reduktion oraler Entzündungen, ist daher
mindestens ebenso bedeutsam wie die Antibiotikagabe vor dem
Eingriff. Die Folge erklärt außerdem, wie Antikoagulation bei
Patienten mit mechanischen Herzklappen perioperativ gemanagt werden
sollte, welche Fragen Zahnarztpraxen im Anamnesebogen explizit
stellen müssen und warum interdisziplinäre Abstimmung zwischen
Zahnarzt, Kardiologe und Patient das Rückgrat einer sicheren
Behandlung bildet. https://bit.ly/3Yg5vOg
angeborenem Herzfehler oder linksventrikulärem Unterstützungssystem
tragen ein erhöhtes Risiko, an einer infektiösen Endokarditis zu
erkranken – einer potenziell lebensbedrohlichen Entzündung der
Herzinnenhaut. In Deutschland geht man von Hunderttausenden
Menschen aus, die einer solchen Risikogruppe angehören. Allein die
Anzahl der jährlich durchgeführten Herzklappenoperationen liegt bei
rund 5.000, hinzu kommen Patienten mit mechanischen
Unterstützungssystemen sowie jene, die bereits früher eine
Herzklappenentzündung hatten. In dieser Folge von „Medizin trifft
Zahnmedizin" beleuchten der Kardiologe Prof. Dr. med. Oliver Ritter
und der Parodontologe Prof. Dr. Gerhard Schmalz, beide von der
Medizinischen Hochschule Brandenburg, wie hoch das tatsächliche
Risiko ist, welche zahnärztlichen Eingriffe eine
Antibiotikaprophylaxe erfordern und warum die Kommunikation
zwischen Zahnarztpraxis und Kardiologie für die Patientensicherheit
entscheidend ist. Beide Experten betonen, dass die ESC-Leitlinien
2023 deutlich klarer definieren, wer als Hochrisikopatient gilt und
wann eine Prophylaxe mit Amoxicillin indiziert ist. Gleichzeitig
rückt das Thema Mundhygiene in den Vordergrund: Die tägliche orale
Bakterienlast – etwa durch Kauen oder Zähneputzen bei bestehender
Parodontitis – kann das Endokarditisrisiko im Alltag stärker
beeinflussen als ein einzelner zahnärztlicher Eingriff. Prävention,
also die konsequente Reduktion oraler Entzündungen, ist daher
mindestens ebenso bedeutsam wie die Antibiotikagabe vor dem
Eingriff. Die Folge erklärt außerdem, wie Antikoagulation bei
Patienten mit mechanischen Herzklappen perioperativ gemanagt werden
sollte, welche Fragen Zahnarztpraxen im Anamnesebogen explizit
stellen müssen und warum interdisziplinäre Abstimmung zwischen
Zahnarzt, Kardiologe und Patient das Rückgrat einer sicheren
Behandlung bildet. https://bit.ly/3Yg5vOg
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