Krise des deutschen Wirtschaftsstandorts: „Das ist nicht der Untergang Deutschlands.“

Krise des deutschen Wirtschaftsstandorts: „Das ist nicht der Untergang Deutschlands.“

vor 4 Tagen
Jobabbau bei VW, unzureichende Reformen, scharfe Konkurrenz aus Fernost: Der deutsche Wirtschaftsstandort steht so sehr unter Druck wie seit Langem nicht. Der Ökonom Michael Hüther bleibt dennoch optimistisch. »Ein Land kann man immer retten«, sagt er, »d
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Beschreibung

vor 4 Tagen
Schon öfter wurde der wirtschaftliche Niedergang Deutschlands
vorhergesagt. »Der Abstieg eines Superstars«, »Systemversagen:
Aufstieg und Fall einer großartigen Wirtschaftsnation«, »Kaputt:
Das Ende des deutschen Wirtschaftswunders« – so und so ähnlich
lauteten die Titel diverser Bücher, die eins gemeinsam hatten: Der
prognostizierte Untergang blieb aus. Dieser Tage macht sich erneut
Doomsday-Stimmung breit: VW will 100.000 Mitarbeiter entlassen, der
Standort schwächelt, Bürokratie, hohe Arbeits- und Energiekosten
machen den Unternehmen genauso zu schaffen wie China, das längst
nicht mehr nur Kunde, sondern auch harter Konkurrent geworden
ist.  In der neuen Ausgabe von Das Politikteil diskutieren
Ileana Grabitz und Peter Dausend mit Michael Hüther, dem Direktor
des Instituts der deutschen Wirtschaft, darüber, ob die
Schwarzseher dieses Mal recht haben könnten – oder nicht. »Wir
übertreiben, ohne die Brisanz zu verkennen«, sagt Hüther dazu.
Hüther erklärt, weshalb die Krise in der Automobilindustrie zu
voreilig als Bote des wirtschaftlichen Niedergangs des Landes
gedeutet wird, worin die (unfairen) Wettbewerbsvorteile eines
autoritär geführten Chinas liegen und warum die Fertigung von
Panzern in Zukunft die Herstellung von Autos nicht wird ersetzen
können: »Die Rüstung wird die Wirtschaft nicht retten.« Der
Bundesregierung wirft er vor, ihren Start vor knapp eineinhalb
Jahren »verschlafen« zu haben, lobt aber zugleich ihr jüngst
vorgelegtes Reformpaket als »Schritt in die richtige Richtung«. Man
dürfe allerdings auch nicht alle Heilung von der Politik erwarten,
so Hüther.  Im Podcast Das Politikteil sprechen wir
jede Woche über das, was Politik beschäftigt, erklären die
Hintergründe, diskutieren die Zusammenhänge. Immer freitags, mit
zwei Moderatoren, einem Gast – und einem Geräusch. Im Wechsel sind
als Gastgeber Tina Hildebrandt und Heinrich Wefing oder Ileana
Grabitz und Peter Dausend zu hören. Seit dem 15.1.2025 sind Teile
des Archivs sowie Sonderfolgen von Das Politikteil nur noch
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