Harald Welzer: Warum Demokratie mehr Gefühle braucht als gute Argumente

Harald Welzer: Warum Demokratie mehr Gefühle braucht als gute Argumente

vor 3 Tagen
Der Mutmacher-Podcast
55 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Tagen

Unsere Demokratie steht unter Druck. Viele Menschen haben das
Gefühl, dass Vertrauen schwindet, gesellschaftlicher Zusammenhalt
brüchig wird und Politik die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger
nicht mehr erreicht. Doch woran liegt das eigentlich? Und was
macht trotzdem Hoffnung?


Darüber sprechen wir mit Harald Welzer,
Soziologe, Sozialpsychologe, Publizist und einer der
bedeutendsten Gesellschaftsdenker im deutschsprachigen Raum. Sein
zentraler Gedankengang: Demokratie lebt nicht allein von
Institutionen oder Argumenten – sie lebt von Vertrauen,
Zugehörigkeit und Zuversicht.


Im Gespräch erklärt Welzer, warum Angst zwar das stärkste
politische Gefühl ist, warum Populisten genau davon profitieren
und weshalb demokratische Politik die emotionale Ebene häufig
unterschätzt. Er beschreibt, wie schleichend Erwartungssicherheit
verloren gegangen ist, warum viele Menschen sich von der Politik
nicht mehr verstanden fühlen und weshalb Vertrauen die
eigentliche Währung einer funktionierenden Demokratie ist.


Doch dieses Gespräch bleibt nicht bei der Diagnose stehen. Harald
Welzer zeigt auch, warum unsere Gesellschaft sehr viel
widerstandsfähiger ist, als sie oft erscheint. Er spricht über
die enorme Kraft des Ehrenamts, über sein Projekt
„Wohnzimmer der Gesellschaft“, über Orte der
Begegnung und darüber, warum wir wieder viel häufiger Geschichten
des Gelingens erzählen sollten.


In dieser Folge geht es unter anderem um:




Warum Angst politisch so wirkungsvoll ist




Weshalb Vertrauen wichtiger ist als perfekte Programme




Warum Populisten von den Fehlern der anderen leben




Die stille Stärke der demokratischen Mehrheit




Wie Begegnung Einsamkeit und Polarisierung überwinden kann




Weshalb wir mehr über das Gelingen unserer Gesellschaft
sprechen sollten




Ein Gespräch über Demokratie, Vertrauen, Gemeinschaft –
und darüber, warum Zuversicht keine naive Haltung, sondern eine
gesellschaftliche Ressource ist.


Buchtipp


Harald Welzer: Das Haus der Gefühle
Warum Demokratie nicht nur von Vernunft, sondern vor allem von
Vertrauen, Zugehörigkeit und gemeinsamen Gefühlen lebt. Verlag:
S. FISCHER, 304 Seiten.


Wenn Sie unsere Gespräche auch jenseits des Podcasts
nachlesen möchten:


Unser neues Buch ist erschienen:


„2 alte wei(s)se Männer: Mutmacher für schwere Zeiten –
was hoffen lässt“


Jetzt im Buchhandel und auf allen gängigen Plattformen
erhältlich.


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