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Beschreibung
vor 3 Tagen
In der dritten Folge begeben sich Jana Müller und Thure Alting
auf Spurensuche in Wiesbaden. Im Mittelpunkt stehen Paul
Schmiedel und Günther Berkhahn, zwei Wiesbadener, deren
Lebenswege von politischer Verfolgung, Exil und dem Kampf gegen
den Faschismus geprägt waren. Von Wiesbaden aus führen ihre
Geschichten nach Marseille, Paris und Barcelona, in die Milizen
und Institutionen der Spanischen Republik, aber auch in
französische Internierungslager und später zurück nach
Deutschland. Schmiedel kämpfte in Spanien auf Seiten der POUM,
Berkhahn arbeitete als Zeichner, Topograf und
Beobachtungsoffizier für die Republik. Beide Biografien zeigen,
wie unterschiedlich der Einsatz für das republikanische Spanien
aussehen konnte.Die Folge erzählt von antifaschistischer
Solidarität und politischer Hoffnung, aber auch von Armut im
Exil, innerlinken Konflikten, stalinistischer Verfolgung,
Niederlage und erneuter Verfolgung nach 1939. Zugleich fragt sie
nach dem schwierigen Nachleben dieser Erfahrungen im
Postnazismus. Was bedeutete Anerkennung für Menschen, die gegen
den Faschismus gekämpft hatten, nach 1945 aber um Entschädigung,
Erinnerung und gesellschaftliche Würdigung ringen mussten?Für
diese Folge wurden unter anderem folgende Quellen und
Darstellungen genutzt:Online-Darstellung zu Günther BerkhahnAxel
Ulrich: „Günther Berkhahn“, in: Für Demokratie. Gegen Diktatur.
Wiesbaden
1933–1945.https://fuer-demokratie-33-45-wiesbaden.de/personen/guenther-berkhahn/lang.htmlLetzter
Abruf: 8. Juli 2026.LiteraturLothar Bembenek / Axel Ulrich:
Widerstand und Verfolgung in Wiesbaden 1933–1945. Eine
Dokumentation. Gießen: Anabas-Verlag.Archivquellen und Nachweise
zu Paul SchmiedelArolsen Archives: Nachweis Paul Schmiedels als
Häftling des KZ Ravensbrück, Haftnummer 2729, Eintrag im
Nummernbuch des Männerlagers, Original beim IPN
Warschau.https://collections.arolsen-archives.org/de/document/3767130Letzter
Abruf: 8. Juli 2026.Gedenkstätte Ravensbrück, Archiv: SlgBu
43/940-65, Abschrift einer Nachkriegsaussage Paul Schmiedels aus
Zwickau über Erschießungen durch die SS im Außenlager
Drögen.Gedenkstätte Sachsenhausen, Archiv: Hinweise auf die
Einlieferung Paul Schmiedels in das KZ Sachsenhausen, vermutlich
im September 1941, Haftnummer 39529, sowie auf seine Überstellung
in das Außenlager Drögen im Oktober
1941.https://www.sachsenhausen-sbg.de/sammlung-forschung/archiv/Letzter
Abruf: 8. Juli 2026.Bundesarchiv: B 162/469, Akte u. a. mit der
Aussage von Paul Gotthard Schmiedel aus Wiesbaden vom 16. Februar
1968 zu Ravensbrück, Sachsenhausen, Drögen und seiner vorherigen
Internierung in Frankreich, insbesondere im Camp du
Vernet.https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/83837b27-de40-455e-ac59-65c9ea83ad57/Letzter
Abruf: 8. Juli 2026.Hessisches Hauptstaatsarchiv
Wiesbaden:HHStAW, Abt. 467, Nr. 6422, Entschädigungsakte Paul
Schmiedel.HHStAW, Abt. 409/3, Nr. 13531, Gefangenenpersonalakte
Paul Schmiedel.HHStAW, Abt. 518, Nr. 42772, Institut für
Zeitgeschichte München: Zeitgeschichtliche Sammlung, ZS
1967.https://www.ifz-muenchen.de/archiv/zs/zs-1967.pdfLetzter
Abruf: 8. Juli 2026.
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