Folge 1: Alex Carstiuc über den Spanischen Bürgerkrieg als Blaupause des Zweiten Weltkriegs

Folge 1: Alex Carstiuc über den Spanischen Bürgerkrieg als Blaupause des Zweiten Weltkriegs

vor 5 Tagen
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Beschreibung

vor 5 Tagen

Das Gespräch mit Alex Carstiuc zeichnet die politischen und
gesellschaftlichen Entwicklungen der Zweiten Republik nach,
rekonstruiert den Militärputsch vom Juli 1936 und folgt dem
Verlauf eines Krieges, dessen Bedeutung weit über Spanien
hinausreichte. Der Spanische Bürgerkrieg wurde zum Schauplatz
internationaler Solidarität, aber auch zum Vorzeichen des
kommenden europäischen Krieges. Ein besonderer Fokus liegt auf
dem Verrat der westlichen Demokratien. Die Politik der
sogenannten Nichteinmischung schwächte die Republik massiv,
während Deutschland und Italien Franco militärisch unterstützten.
Die Geschichte hätte ein anderes Ende nehmen können, wenn die
demokratischen Staaten Europas die spanische Republik nicht
isoliert hätten. Zugleich richtet das Gespräch den Blick auf die
Ambivalenzen und Tragödien der republikanischen Seite, auf ihren
Kampf gegen den Faschismus, aber auch auf stalinistischen Terror,
innerlinke Repression und die Verfolgung oppositioneller Linker.
Nach 1939 setzte sich die Tragik vieler Spanienkämpfer fort.
Exil, Internierung, Verfolgung und in vielen Fällen die erneute
Konfrontation mit Faschismus und Krieg.Alexander Carstiuc,
Sozialpädagoge und Historiker, arbeitet in der Bildungsarbeit und
als Übersetzer zu den Themen Nationalsozialismus und Shoa. Er ist
Herausgeber der Memoiren Léon Poliakovs. Zuletzt übersetzte er
(mit Jonas Empen und Janina Reichmann): Annette Wieviorka: 1945.
Als die Amerikaner die Lager entdeckten. Tiamat 2021.
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