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In Folge 32 ihres Podcasts sprechen Korkut Berdi und Elli van
Gemmeren über Themen, die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar
betreffen: kommunale Entscheidungen in Kalkar, Bürokratie,
Bundespolitik und die Frage, ob politische Maßnahmen im Alltag
tatsächlich einen Mehrwert schaffen. Wie gewohnt diskutieren sie
kritisch, pointiert und anhand konkreter Beispiele.

Lob und Kritik aus Kalkar

Positiv bewerten die beiden die gelockerte Gestaltungssatzung für
Solaranlagen. Für viele Hausbesitzer sind Photovoltaikanlagen nun
leichter umsetzbar, während der historische Marktplatz weiterhin
geschützt bleibt. Auch die neue Lösung für den Ententeich
überzeugt sie: Statt einer teuren Ausbaggerung soll eine bessere
Sauerstoffversorgung die Wasserqualität verbessern.

Kritisch sehen sie dagegen zusätzliche Planungskosten von 70.000
Euro. Aus ihrer Sicht steigen Projekte häufig im Laufe der
Planung deutlich im Preis, ohne dass bereits greifbare Ergebnisse
vorliegen.

Bürokratie statt Nutzen?

Ein weiterer Schwerpunkt ist eine geplante Stelle im Bereich
Kreislaufwirtschaft. Die Bezeichnung des Projekts wirkt aus Sicht
der beiden unnötig kompliziert, während der praktische Nutzen
unklar bleibt. Sie kritisieren, dass Verwaltungen immer neue
Stellen und Begriffe schaffen, obwohl bestehende Strukturen viele
Aufgaben bereits erfüllen. Gerade vor dem Hintergrund politischer
Forderungen nach Bürokratieabbau erscheint ihnen dieser Kurs
widersprüchlich.

Symbolpolitik oder echte Lösungen?

Auch neue Hundeschilder mit Hinweisen und Bußgeldandrohungen
halten sie für wenig wirksam. Statt weiterer Verbote wünschen sie
sich pragmatische Lösungen wie ausreichend Beutelspender,
gepflegte Anlagen und mehr Eigenverantwortung. Kommunalpolitik
sollte Probleme lösen und nicht nur Handlungsbereitschaft
demonstrieren.

Reformen und Bürokratie

Im zweiten Teil geht es um die Politik der Bundesregierung.
Obwohl Entlastung und Bürokratieabbau angekündigt werden, erleben
Unternehmen und Bürger nach Ansicht der beiden häufig das
Gegenteil. Wechselnde Regelungen bei Steuern, Energie und
Förderprogrammen erschweren langfristige Planungen.

Auch beim Bürokratieabbau sehen sie großen Nachholbedarf.
Digitalisierung allein reiche nicht aus, wenn gleichzeitig immer
neue Nachweis- und Dokumentationspflichten entstehen. Am Beispiel
der Zahnmedizin zeigen sie, wie Dokumentation sinnvoll auf das
Wesentliche reduziert werden könnte.

Fachkräfte und Demokratie

Beim Thema Fachkräftemangel plädieren sie dafür, stärker in
Ausbildung und Qualifikation zu investieren, statt Probleme
allein durch Zuwanderung lösen zu wollen.

Zum Abschluss wird die Diskussion grundsätzlicher. Trotz
deutlicher Kritik an Regierung und Verwaltung betonen beide die
Bedeutung von Demokratie und Rechtsstaat. Politische
Auseinandersetzung müsse sachlich bleiben und dürfe nicht in
autoritäres Denken oder Gewalt abgleiten.

Fazit

Die Folge macht deutlich, wie eng Kommunal- und Bundespolitik
miteinander verbunden sind. Ob Planungskosten, Bürokratie oder
politische Reformen – entscheidend ist aus Sicht der Gastgeber,
dass politische Entscheidungen verständlich, transparent und vor
allem im Alltag der Menschen spürbar werden.
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„Folge 32 - Wenn Politik am Alltag vorbeigeht“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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