Podcaster
Episoden
25.01.2026
45 Minuten
Nach einer längeren Podcast-Pause melden wir uns mit einer Folge
zurück, die mitten ins Herz der Kalkarer Kommunalpolitik zielt:
Entscheidungen im Rathaus, die unseren Alltag verändern – aber
selten wirklich öffentlich diskutiert werden. Im Fokus stehen die
Hanselaer Straße, eine geplante Radfahrer-Umgehungsstrecke an den
Wallanlagen und der millionenteure Schulhof mit seinem legendären
„Ringtausch“.
Zum Auftakt spielen wir wie immer mit einer Zahl – diesmal der
26. Von 26 Fußknochen über 26 Oscars für Walt Disney bis zur 26.
Schwangerschaftswoche, in der die Sehfähigkeit des ungeborenen
Kindes entsteht, spannen wir einen leichten, humorvollen Bogen,
bevor es konkret und lokalpolitisch wird.
An der Hanselaer Straße zeigt sich exemplarisch, wie groß die
Diskrepanz zwischen Papierlage und Realität sein kann. Offiziell
verkehrsberuhigt, wird die Straße faktisch als Durchfahrtsroute
mit deutlich über Schrittgeschwindigkeit genutzt. Anwohnerinnen
und Anwohner haben in einem Brandbrief mit 53 Unterschriften zu
schnellem Fahren, fehlenden Kontrollen und Gefährdungen
insbesondere für Schulkinder berichtet. Der Brief landete
monatelang in der Warteschleife und tauchte schließlich nur als
Unterpunkt in einer Bauausschusssitzung auf – ohne eigenen
Tagesordnungspunkt und ohne sichtbaren politischen Willen, die
Situation ernsthaft zu verändern. Die Argumente gegen einfache
Temposchwellen wirken dabei eher wie Ausreden: angebliche
Umweltbedenken, theoretische Erschütterungen durch schwere
Fahrzeuge oder vermeintliche Probleme für Rettungswagen in einer
Straße, in der eigentlich Schrittgeschwindigkeit gelten sollte.
Noch absurder wirkt die geplante Rad-Umgehungsstrecke an den
Wallanlagen. Statt an einer kurzen, steilen Rampe einfach zu
akzeptieren, dass Radfahrende einmal absteigen oder abbremsen
müssen, soll nun eine neue, gepflasterte Trasse durch die
Grünanlage gebaut werden. Dafür müssten Bäume und Büsche weichen.
Das wird mit Klimaschutz und Förderung des Radverkehrs begründet,
steht aber in klarem Widerspruch dazu, wenn dafür
funktionierendes Grün geopfert und erhebliche Mittel ausgegeben
werden. Für Fußgänger wächst das Risiko, dass schnelle Räder
zukünftig aus der neuen Strecke direkt in ihren Weg
„einschießen“.
Finanziell erinnert das Projekt gefährlich an den Schulhof und
den damit verbundenen „Ringtausch“. Was einst als Paket unter
einer Million Euro geplant war, endete bei rund 3,7 Millionen –
allein der Schulhof schlägt inzwischen etwa mit einer Million zu
Buche. Eine komplette Schülergeneration ist durch die Schulen
gegangen, ohne spürbar von den Maßnahmen zu profitieren, während
sich Baustellen und Begründungen über Jahre hinzogen. Dazu kommt
der bis heute nicht fertige Wendehammer am ehemaligen
Grundschulgelände.
Ein roter Faden durch all diese Themen ist die fehlende
Transparenz: Ausschusssitzungen sind zwar formal öffentlich,
werden aber nur von wenigen besucht; Protokolle sind stark
verkürzt, Diskussionen kaum nachvollziehbar; Audio- oder
Videoübertragungen werden mit fragwürdigen Argumenten abgelehnt.
Gleichzeitig liegt Verantwortung auch bei uns Bürgerinnen und
Bürgern: Wer bei Wahlen nicht genau hinschaut, wen er in die
Gremien schickt, darf sich später nicht wundern, wenn eigene
Anliegen keine Lobby finden. Und wer sich nur mit einem Brief an
die Verwaltung wendet, aber keine Öffentlichkeit sucht,
verschenkt politischen Druck.
Im Podcast – und in diesem Blog – wollen wir genau hier ansetzen:
Dinge sichtbar machen, Hintergründe erklären, Kosten einordnen
und zeigen, wo und wie Entscheidungen getroffen werden. Wenn du
von Hanselaer Straße, Wallanlagen oder Schulprojekten betroffen
bist, lohnt es sich, deine Ratsmitglieder anzusprechen,
Sprechstunden zu nutzen, Öffentlichkeit herzustellen und dich mit
anderen zu vernetzen. Denn kommunale Politik wird am Tisch
entschieden – aber sie beginnt damit, dass jemand überhaupt
hinschaut.
Mehr
21.12.2025
41 Minuten
Es gibt Folgen, da ist schon vorher klar: Die werden nicht
schwer, nicht politisch, sondern einfach nur Spaß. Unsere
Jubiläumsfolge 25 gehört genau in diese Kategorie – ein Podcast
zum Weglachen, Mitstaunen und Kopfschütteln über lauter
„unnützes“ Wissen, das sich erstaunlich gut im Kopf festsetzt.
Statt Politik gibt es Sprachkuriositäten, schräge Fakten über
Militär, Tiere, Zähne, Supervulkane, Kölsch und mehr. Unnützes
Wissen erzählt eine Menge über uns Menschen.
Silbernes Jubiläum: 25 Folgen in einem Jahr
25 Folgen in knapp 52 Wochen – im Schnitt jede zweite Woche neu.
Rund 50 Hörer pro Folge, Spitze mit 350 bei den
Bundestagsdirektkandidaten. Perfekter Anlass für Trivia und Fun
Facts.
Warum Unnützes besser hängen bleibt
Wichtiges rutscht raus, Quiz-Trivia bleibt. Druck blockiert,
Spaziergang löst 5000 Fakten aus. Unnützes Wissen ist spielerisch
– deswegen klebt es.
Sprache: Von „gehan“ zu „geh’n“
Althochdeutsch: „Gehan“. Heute: „Geh’n“ – wir verschluren,
kürzen, beschleunigen. Gendern („Arbeiter:innen“) widerspricht
dem Trend zur Vereinfachung.
Falschschreiber: „Lizenzieren“ statt „Lizensieren“
Wir schreiben, wie wir hören: „Lizenzieren“ wird falsch
„Lizensieren“. Ähnlich „Skizze“, „Pferd“ (stummes P). Sprache ist
ehrlich.
Dialekte & Gebärden: Sprache als Gefühl
Kölsch transportiert rheinische Freude, Platt Zustände.
Gebärdensprache (200 weltweit) lebt von Mimik – spürbar
emotional, auch ohne Worte.
Bürokratie-Höhepunkt: 32 Tattoo-Seiten
US-Marines: 32 DIN-A4-Seiten Tattoo-Regeln. Freiheit? Eher
Formularwahn gegen Klagen.
Drei Millionen Wracks im Meer
Ozeane bergen ~3 Mio. Schiffwracks – Piratenschiffe, U-Boote,
Giftstoffe. Gigantischer Menscheneingriff.
Aggro-Tiere: Amseln & Nilflughunde
Amselzwitschern? Revierkrieg! Nilflughunde streiten um Futter,
Schlafplätze, Nachbarn – wie wir.
Zahnarzt erfindet Zuckerwatte
Ein Zahnarzt baute die Zuckerwattenmaschine. Tipp: Schokolade
lieber auf einmal essen, nicht häppchenweise – Zucker klebt sonst
ewig. Gouda auch (Milchzucker). Mikroskop-Belag: Großstadt-Chaos.
Sport-Trivia: High Five & Körbe
High Five seit 1977 (Baseball). Basketball: Anfangs echte Körbe –
Ball rausfischen!
Katastrophen: Mondbremse & Supervulkane
Mond bremst Erde: Tage werden länger, irgendwann Stillstand?
Supervulkane (Yellowstone, Phlegräer) drohen Aschewinter.
Sternenstaub denkt übers Universum nach.
Sonne-Wette: 8 Sekunden oder Minuten?
Licht Sonne-Erde: 8 Sekunden oder 8 Minuten? Hörer, klärt uns
auf!
Körperkosmos: Milliarden Blutzellen
200 Mrd. neue Blutkörperchen/Tag, 1 Min. Umlauf. Winziger Kosmos
im Vergleich zu Lichtjahren.
Kölsch & „Halver Hahn“
„Halver Hahn“ = Gouda-Brötchen, kein Hähnchen! Kölsch: Laberbier
in kleinen Gläsern. Kleve „Früh“: Enge schafft Stimmung.
Fazit: Staunen statt Stress
Folge 25 lädt zum Lachen, Lernen, Staunen. Teilt euer unnützes
Wissen in den Comments! Mit Kölsch genießen.
Mehr
14.12.2025
53 Minuten
Dieser Blogbeitrag fasst eine besondere Podcastfolge zusammen,
die pünktlich vor dem 24. Dezember erschienen ist – in einer
Zeit, in der viele lieber an Geschenke als an Politik denken. Im
Gespräch von Elli van Gemmeren und Korkut Berdi wird deutlich,
wie eng kommunale Entscheidungen, Bundespolitik und unser
persönliches Freiheitsgefühl miteinander verknüpft sind.
Kommunalpolitik: Transparenz und Verantwortung
Ausgangspunkt ist die Lage in Kalkar: Protokolle von
Ratssitzungen kommen verspätet, Tagesordnungen werden so spät
veröffentlicht, dass interessierte Bürgerinnen und Bürger
Sitzungen kaum einplanen können. Ratssitzungen beginnen oft früh
am Abend, was Berufstätige zusätzlich ausschließt und den
Eindruck verstärkt, Politik wolle lieber „unter sich“ bleiben.
Hinzu kommen formale Probleme in Ausschüssen, wenn mehr
sachkundige Bürger als gewählte Ratsmitglieder am Tisch sitzen
und Sitzungen beinahe scheitern. Parallel läuft eine Debatte über
Ortsvorsteher: Statt neue Posten zu schaffen, wäre es
naheliegend, dass direkt gewählte Ratsmitglieder ihre Aufgabe vor
Ort ernst nehmen – ansprechbar sein, zuhören, Themen in die
Gremien tragen. Es gibt positive Beispiele engagierter Ratsleute,
aber auch viele, die kaum sichtbar sind, während Wähler trotzdem
Personen unterstützen, die sie nicht kennen und die nicht im
Wahlkreis wohnen.
Meinungsfreiheit und Einschüchterung
Von der Kommunalpolitik führt das Gespräch zur Presse- und
Meinungsfreiheit. Anhand eines AfD-Jugendparteitags wird
beschrieben, wie Demonstranten versuchen, Journalisten an der
Berichterstattung zu hindern – auch solche, die weder rechts noch
parteinah sind. Drohungen wie „Wir wissen, wo du wohnst“ oder
Boykottaufrufe gegen Arbeitgeber sollen Menschen einschüchtern
und bringen viele dazu, ihre Meinung nicht mehr öffentlich zu
äußern.
Gleichzeitig nutzt der Staat schärfere Paragrafen zum besonderen
Schutz von Amtsträgern, wodurch Profipolitiker mit anwaltlicher
Unterstützung massenhaft Anzeigen stellen können. Über
Hate-Speech-Meldeportale werden Fälle so aufbereitet, dass selbst
ironische oder überspitzte Äußerungen zu Ermittlungen führen
können. Das Ergebnis ist Selbstzensur: Was im privaten Gespräch
klar gesagt wird, wird online nur noch vorsichtig oder gar nicht
geäußert, sodass Meinungsfreiheit zwar formal besteht, im Alltag
aber deutlich enger wird.
Rente, Wahlkalkül und Generationenfrage
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rentenpolitik. Die
demografischen Probleme – immer weniger Erwerbstätige finanzieren
immer mehr Rentner – sind seit Jahrzehnten bekannt, gleichzeitig
verschwinden klassische Betriebsrenten und private Vorsorge wird
zentral. Dennoch scheut die Politik grundlegende Reformen, weil
sie unpopulär wären, insbesondere bei den über 60-Jährigen, die
einen großen Teil der Wählerschaft von CDU und SPD stellen.
Diese Konstellation erzeugt einen dauerhaften Konflikt zwischen
kurzfristigem Wahlkalkül und langfristiger Verantwortung
gegenüber jüngeren Generationen. Wer ernsthaft
Renteneintrittsalter, Beitragssätze oder das System insgesamt
anpacken möchte, riskiert deutliche Stimmenverluste – während die
Jüngeren in ein System einzahlen, dessen Stabilität immer wieder
vertagt wird.
Wehrpflicht, Dienst und Verantwortung
Zum Schluss geht es um Wehrpflicht und gesellschaftlichen
Zusammenhalt. Viele Jüngere haben weder Bundeswehr- noch
Zivildiensterfahrung, während sich die sicherheitspolitische Lage
verändert und der Glaube, andere würden schon für unsere
Sicherheit sorgen, zunehmend brüchig wird. Wehrpflicht wird dabei
nicht nur als militärisches Instrument diskutiert, sondern als
möglicher Rahmen für einen Dienst an der Gemeinschaft – ob in
Uniform, in Pflege, Rettungsdiensten oder sozialen Projekten.
Wie ernst nimmt eine demokratische Gesellschaft Transparenz,
Meinungsfreiheit und Verantwortung – im Rathaus, im Bundestag und
im eigenen Alltag.
Mehr
18.11.2025
48 Minuten
Die neue Folge des Podcasts mit Elli van Gemmeren und Korkut
Berdi spiegelt aktuelle gesellschaftliche, politische und
alltägliche Themen am Niederrhein – bunt gemischt, meinungsstark
und nah am Leben. Das Gespräch bewegt sich zwischen globalen
Konflikten, lokaler Kommunalpolitik und Medizintrends. Im
Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Entscheidungen und
gesellschaftliche Entwicklungen vor Ort spürbar werden.
Politische Entwicklungen zwischen Bund und
Kalkar
Ein Schwerpunkt liegt auf Politik zwischen Bund und Kalkar.
Anlass ist der 70. Geburtstag von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Die Gastgeber diskutieren, ob Merz erneut antritt, und tippen
humorvoll auf NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst als möglichen
CDU-Nachfolger. Dabei stellen sie fest, dass Parteierfolge oft
weniger an Inhalten, sondern an Persönlichkeiten hängen.
Von dort gelangt der Blick auf die Lokalpolitik: In Kalkar sorgen
Streitigkeiten um Ratsausschüsse, schleppende Kommunikation und
juristische Stolperfallen für Gesprächsstoff. Auch kleine Pannen
– etwa falsch geschriebene Namen bei Ehrungen – bleiben nicht
unkommentiert. Besonders charmant: die Beobachtung, dass neue
Gremien wie der Ausschuss für Bürgerbeteiligung manchmal ebenso
geräuschlos verschwinden, wie sie entstanden sind.
„Stadtbild“-Debatte, Migration und gesellschaftlicher
Wandel
Emotional diskutiert wird die Debatte um Stadtbild, Migration und
gesellschaftlichen Wandel – ein Dauerbrenner am Niederrhein. Die
Gastgeber zeigen, dass Sorgen über Sicherheit, Sauberkeit und
Zusammenhalt oft weniger konkrete Bedrohungen betreffen, sondern
eher das Gefühl eines „Verlusts des Gewohnten“. Kritisch
beleuchten sie, wie politische Akteure mit zugespitzten Aussagen
und Skandalen Aufmerksamkeit suchen – etwa mit Kommentaren zu
„Paschas“ oder angeblich schwer erreichbaren Zahnarztterminen –
und wie dies das Vertrauen in Berufsgruppen oder Institutionen
untergräbt.
Außen- und Gesundheitspolitik, Nahost und der Alltag in
Kalkar
Ein weiterer Themenkomplex: Außen- und Gesundheitspolitik. Von
der Diskussion über Rückführungen Geflüchteter nach Syrien über
Kommunikationsprobleme der Parteien bis hin zum Nahostkonflikt
reicht die Palette. Die Gastgeber reflektieren die Rolle
Deutschlands, die Instrumentalisierung politischer Begriffe und
die zunehmenden antisemitischen Tendenzen im Land.
Auch medizinische Aspekte kommen nicht zu kurz: Impfungen in
Apotheken, die Zukunft stationärer Arztpraxen, Pflegeskandale und
sogar die „Vogelgrippe“ im Kreis Kleve stehen auf der Agenda. Aus
ihrer beruflichen Perspektive kommentieren Elli und Korkut mit
Sachverstand, Pragmatismus und einer Prise Skepsis gegenüber
digitalen Medizinkonzepten – etwa den neuen
Selbstuntersuchungs-Containern in Frankreich.
Das Fazit der Folge:Meinung , Alltag,
Niederrhein
Eine Mischung aus Alltagsbeobachtung, politischer Analyse und
humorvoller Kritik macht ihren besonderen Reiz aus. Diskussionen
über Bauverzögerungen, bürokratische Hürden oder mangelnde
Bürgerbeteiligung in Kalkar spiegeln strukturelle Probleme vieler
Kommunen – engagiert, manchmal kurios, immer menschlich.
Zum Abschluss gibt es einen augenzwinkernden Ausblick: Ein
politisch-weihnachtlicher Themenabend ist in Planung, begleitet
von Waschmaschinengeräuschen und Labradorschnaufen – typische
Soundkulisse einer ebenso lebhaften wie authentischen
Podcastfolge.
Mehr
17.10.2025
48 Minuten
Ein Gespräch über Hunde ist selten nur Fachsimpelei – es ist
immer auch Lebensphilosophie. In der 22. Folge unseres Podcasts
sprechen wir, Elli van Gemmeren und Korkut Berdi, über das, was
Hunde – und besonders Labradore – zu außergewöhnlichen Begleitern
macht. Zwischen rührenden Anekdoten, praktischem Wissen und
ehrlicher Leidenschaft entsteht ein lebendiges Porträt eines
treuen Familienmitglieds.
Vom Zahlenspiel zur Vierpfote
Die Episode startet mit einem Fun Fact zur Podcast-Nummer 22:
Menschen haben 22 Schädelknochen, Indien 22 Sprachen – und dann
geht es direkt um das eigentliche Thema: den Labrador. Elli
erzählt von ihren Hunden Pozi und Kurti und davon, warum diese
Rasse sie seit Jahren fasziniert.
Reinrassigkeit und Verantwortung
Elli betont, wie wichtig seriöse Zucht ist. Ihre Hunde stammen
aus dem Labrador Club Deutschland, wo Gesundheitstests und
Charakterprüfungen selbstverständlich sind. Wer Verantwortung
übernehmen will, muss sich informieren: Trendfarben wie Silber
oder sogenannte „Leoparden-Labbis“ sind meist Mischungen mit
gesundheitlichen Risiken.
Sanftmut mit Energie
Der Labrador gilt als idealer Familienhund – freundlich, treu und
zuverlässig. Doch Elli warnt: Gutmütigkeit braucht Führung.
Labradore sind energiegeladen, lernfreudig und brauchen Aufgaben.
Ohne Auslastung drohen Frust und Fehlverhalten. Ein Beispiel ist
„Haribo“, ein ausgesetzter Labrador, der zeigt, wie groß
Verantwortung wirklich ist. Kein Hund gehört einfach weggegeben –
Tierheime oder Züchter helfen immer weiter.
Erziehung fängt beim Menschen an
Für Elli ist klar: „Die Erziehung des Menschen ist wichtiger als
die des Hundes.“ Vertrauen entsteht durch Timing, Konsequenz und
Empathie. Viele Ersthundebesitzer scheitern an den eigenen
Erwartungen – doch Labradore verzeihen viel, wenn sie Liebe und
Klarheit spüren. Ziel ist immer ein harmonisches Miteinander: Der
Hund darf niemanden stören, aber er hat ein Recht auf ein
erfülltes Leben.
Der Jagdhund im Familienalltag
Auch wer seinen Labrador als Familienhund hält, sollte seine
Ursprünge kennen. Einst als Apportierhund gezüchtet, lebt sein
„will to please“ bis heute fort. Das erklärt seine Freude an
Aufgaben, seine Energie und den Wunsch nach Nähe. Nur wer diesen
Instinkt versteht, kann ihn wirklich glücklich machen.
Geschichten voller Herz
Elli erzählt liebevoll von Pozi und Kurti. Pozi, der entspannte
„Anti-Angst-Hund“, begleitete Korkut sogar in die Zahnarztpraxis
und schenkte Patienten Ruhe. Kurti dagegen ist sensibler – ein
Beweis, wie unterschiedlich Hunde derselben Rasse sein können.
Besonders berührend: Als Elli keinen Hundesitter fand, sprang
Korkut vier Wochen lang spontan ein. Für sie ein Zeichen echter
Freundschaft. „Menschen beurteile ich nicht nach dem, was sie
sagen, sondern nach dem, was sie tun“, sagt sie.
Nähe, Bindung und Geduld
Das Gespräch zeigt, dass Hundehaltung eine Beziehung ist – keine
Dressur. Hunde lernen von uns, aber sie lehren uns ebenso Geduld,
Präsenz und Vertrauen. Für Elli ist jeder Hund einzigartig, doch
alle teilen eine Eigenschaft: bedingungslose Treue.
Fazit
Diese Podcast-Folge ist mehr als ein Fachgespräch über Hunde –
sie ist eine Hommage an Freundschaft, Verantwortung und das
gemeinsame Wachsen. Ein guter Hund entsteht nicht durch Zufall,
sondern durch Liebe, Konsequenz und gegenseitiges Vertrauen.
Mehr
Über diesen Podcast
Dieser Podcast eignet sich besonders für alle, die verstehen
möchten, wie Kommunalpolitik funktioniert und warum scheinbar
einfache Entscheidungen in der Praxis oft komplex und bürokratisch
sind. Die Gastgeber Elli van Gemmeren und Korkut Berdi aus Kalkar
bieten dabei einen authentischen und unverfälschten Einblick in die
Herausforderungen der lokalen Politik und freuen sich auf die
Interaktion mit ihren Zuhörern.
Kommentare (0)