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Beschreibung
vor 1 Woche
Jüngste EZB-Zinserhöhung sei ein Fehler gewesen!
In der aktuellen Podcast-Folge
der Geldmeisterin spricht JuliaKistner
mit #Dr.HolgerSchmieding , Chefvolkswirt
bei Berenberg,über Inflation, Zinsen, Kapitalmärkte und die
Frage, welche Anlagen in einem inflationäre Umfeld wirklich
Schutz bieten. Seine überraschende Antwort: Momentan sieht er gar
keine Inflationstendenzen.
Die jüngste Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank bezeichnet
Holger Schmieding deshalb als Fehler. Der aktuelle
Inflationsdruck in der Eurozone komme vor allem von
außen,insbesondere durch höhere Energiepreise infolge
geopolitischer Spannungen. Auf solche Preisschocks könne die EZB
mit höheren Zinsen kaum sinnvoll reagieren. Im Gegenteil: Höhere
Finanzierungskosten könnten die ohnehin belastete Konjunktur
zusätzlich schwächen.
Für die kommenden Monate erwartet Schmieding keine weiteren
Zinserhöhungen der EZB. Die Inflation in der Eurozone dürfte
seiner Einschätzung nach im kommenden Frühjahr wieder inRichtung
zwei Prozent zurückgehen. Mittelfristig könne sie allerdings
wieder etwas höher liegen, insbesondere wenn Arbeitskräfte
knapper werden und dadurch der Lohndruck steigt. Die KI könne den
Arbeitskräftemangel nicht komplett kompensieren.
Auch international sieht Schmieding unterschiedliche
Inflationsbilder. In den USA sei der Inflationsdruck stärker
hausgemacht: Zölle, höhere Staatsausgaben und eine restriktivere
Einwanderungspolitik könnten Preise und Löhne länger oben halten.
In China hingegen gebe es eher deflationäre Tendenzen, weil
massive Überkapazitäten bei Industriegütern auf die Preise
drücken.
Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das laut Schmieding: Die
Kapitalmärkte könnten davon profitieren, dass die Zentralbanken
weniger stark straffen müssen als manche Marktteilnehmer
erwarten. Aktien sieht er grundsätzlich weiterhin positiv,
während Anleihen kurzfristig von stabileren Renditen profitieren
könnten. Langfristig sei bei Staatsanleihen aber Vorsicht
geboten, falls dieRenditen in einigen Jahren wieder steigen.
Gold, inflationsgeschützte Anleihen, Bitcoin und
Fiatgeld
Gold könne zwar davon profitieren, dass die Zinsen doch nicht so
stark steigen. Aber aus Inflationssicht für Schmieding sei Gold
derzeit kein zwingender Kauf.
Inflationsgeschützte Anleihen hält Ökonom Holger Schmieding nur
bedingt attraktiv. Es sei zu viel Inflationsangst bereits
eingepreist. Bitcoin sieht er nicht als Inflationsschutz, sondern
als hochvolatile Wette.
Beim Thema Währungen bleibt Volkswirt Holger Schmieding klar: Der
Dollar werde zwar etwas an Marktanteil verlieren, bleibe aber
Leitwährung Nummer eins. Weder der chinesische Yuan noch der Euro
hätten derzeit die Voraussetzungen, den Dollarabzulösen. Europa
fehle dafür unter anderem ein tiefer, einheitlicher Kapitalmarkt.
Wo Holger Schmieding momentan vorsichtig wäre sei bei stark
gestiegenen KI-Werten. Er warnt davor, jetzt unüberlegt auf den
Zug aufzuspringen. Interessanter findet er in Europa Themen rund
um Verteidigung, Luftfahrt, Raumfahrt, Drohnen
undsicherheitsrelevante Technologien. Auch erneuerbare Energien
hätten Zukunft, seien aber stark von politischen
Rahmenbedingungen abhängig.
Eine Podcast-Folge, die gehört gehört. Viel Hörvergnügen wünscht
Julia Kistner
Warnhinweis: Geldanlagen bergen ein Verlustrisiko. Der Host und
die Podcastgäste der GELDMEISTERIN haften nicht für die Inhalte
dieses Mediums.
Musik- &
Soundrechte:
https://www.geldmeisterin.com/index.php/musik-und-soundrechte/
#Inflation #Gewinne #Aktien #Teuerung #KI #Arbeitskräfte
#defensiv # #diversifizieren #Infrastruktur #Verteidigung
#investieren
Foto: #Berenberg/Bearbeitung GELDMEISTERIN
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