Heilige Orte: Zwischen Kiez und Kult - Das Hamburger Heiligengeistfeld

Heilige Orte: Zwischen Kiez und Kult - Das Hamburger Heiligengeistfeld

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche
Auf dem Heiligengeistfeld ist der Teufel los. Dreimal im Jahr
findet hier „der Dom“ statt – eines der größten Volksfeste in
Deutschland. „Der Dom“ heißt so, weil früher, als hier noch die
Kathedrale stand, die Gaukler und Marketender bei Hamburger
Schietwetter im Gotteshaus ihre Dienste anboten. Neben dem „Dom“
überragt das Heiligengeistfeld ein eher unheiliger Ort: ein
Flak-Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der heute mit Fassadenbegrünung
Hotelgäste und Clubbesuchende anzieht. Von dem Hochbunker schaut
man direkt aufs „Millerntor“: jenem legendären Stadion des FC St.
Pauli, das für viele Fans durchaus ein heiliger Ort ist. Aber wem
ist schon bewusst, dass das ganze Viertel mit dem Rotlichtmilieu
mittendrin den Namen eines Heiligen trägt: des Apostel Paulus? Gut,
der katholische Kiezpfarrer weiß das natürlich. Schließlich ist
seine Kirche – wie er gern betont – „der älteste Club auf St.
Pauli“.
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