250 Jahre USA: Literarische Blick über den großen Teich

250 Jahre USA: Literarische Blick über den großen Teich

vor 3 Tagen
57 Minuten
0
0 0

Beschreibung

vor 3 Tagen
Horst Lauinger und Stefan Wagner: I Have a Dream. 250 Jahre
Vereinigte Staaten von Amerika – Ein Roadtrip in Storys, Gedichten,
Songs, Essays, Reden, Briefen und Reportagen. Dieses große und
großartige Werk versammelt Texte aus einem Vierteljahrhundert,
perfekt, um sich nochmal in die Geschichte eines Landes einzulesen,
dessen Leuchten sukzessive zu verblassen scheint. Ein Buch für
alle, die gerade an Amerika zweifeln oder verzweifeln. Über die
Genese dieses Mammutwerks erzählt der Herausgeber Horst Lauinger im
Gespräch.

Es war im vergangenen Jahr eine Sensation, als das Buch
eines deutschsprachigen Autors in Amerika unter die Top 10 der New
York Times, unter die Books oft the Year gewählt wurde. Immerhin
auf Platz zwei! Das gelingt in der Regel nur englischsprachiger
Literatur. Das Buch heißt in der englischen Übersetzung von Ross
Benjamin „The director“. Die deutsche Original-Ausgabe heißt
„Lichtspiel“, geschrieben hat den Roman Daniel Kehlmann. Katrin
Wenzel konnte den Schriftsteller in Leipzig treffen und mit ihm
über das alte und neue Amerika sprechen.

Rachel Khong ist neue Picador-Professorin in Leipzig. Seit
20 Jahren gibt es die Picador-Gastprofessur für Literatur an der
Universität Leipzig. Inzwischen haben zahlreiche britische und
US-amerikanische Autoren in der Stadt gelehrt und jeweils einen
Kurs in Literatur und einen in kreativem Schreiben gegeben. Gerade
unterrichtet eine Bestseller-Autorin aus den USA in Leipzig: Rachel
Khong. Tino Dallmann hat sie getroffen – und mit ihr über ihren
Roman "Real Americans" und den 250. Geburtstag der USA
gesprochen.

Caro Claire Burke: Yesteryear. Es ist das Easy-Read des
Sommers, das derzeit in jede Insta- und TikTok-Kamera gehalten
wird. Die Geschichte von einer Frau, die ihr Leben auf der Farm als
Tradwife im Netz inszeniert und in der selbstgebauten Hölle landet.
Das Debüt erzählt viel über die amerikanische Gesellschaft – und
auch über die Mechanismen, wie ein Buch zum Erfolg werden kann. Ist
es wirklich so gut? Elisabeth Bold hat den Test
gemacht.

*Christina Morina: Das amerikanische Beben. Erfahrungen und
Konsequenzen für die deutsche Demokratie. Die Historikerin lebte
mit ihrer Familie 2024/25 für ein Jahr in New York - als
Gastprofessorin an der weltbekannten New School For Social
Research. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von
Donald Trump und die verheerenden Folgen für die amerikanische
Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen spiegeln. Sie war
nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen
und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten
Versuchs, sie zu zerstören. In ihrem Buch beschreibt sie auf sehr
persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern
erschüttert hat. Für Unter Büchern ist sie im Gespräch mit
Karoline Knappe.

Hör-Tipp: Wie eine junge Demokratie zerfällt, das zeigt
Schriftsteller Lion Feuchtwanger in seinem Schlüsselroman „Erfolg“:
eine Satire auf seine reaktionäre Heimat Bayern Anfang der 1920er
Jahre. Korrupte Beamte, Opportunismus und Justizwillkür begünstigen
den Aufstieg der Partei der „Wahrhaft Deutschen“, die einen Putsch
plant gegen die Berliner Regierung. Lion Feuchtwangers
hellsichtiger Klassiker "Erfolg“ erschien schon 1930 - kurz bevor
die Nazis drei Jahre später Feuchtwangers Werke
verbrannten. „Erfolg“ gibts in ARD Sounds als
Hörbuch, gelesen von Percy Adlon.
15
15
Episode teilen
250 Jahre USA: Literarische Blick über den großen Teich
250 Jahre USA: Literarische Blick über den großen Teich

Close