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Beschreibung
vor 2 Tagen
Die slowakische Kultur steht unter gewaltigem Druck. Die
nationalistische Regierung dreht ihr systematisch die
Fördermittel ab – und erzeugt so eine unerwartete Reaktion: eine
Welle der Solidarität. Die slowakische Literaturszene ist mit
ihren fünf Millionen potenziellen Lesern so winzig, dass sie nur
mit Unterstützung existieren kann – mit Autoren- oder
Übersetzerstipendien zum Beispiel, die von unabhängigen Jurys
vergeben wurden. Die Regierung streicht das alles ersatzlos und
schweißt die Kulturszene damit ungewollt noch stärker zusammen.
Das Gleiche ist in der bildenden Kunst zu erleben: Aus
staatlichen Einrichtungen entlassene Ausstellungsmacher weichen
auf andere Spielorte aus, auf städtische und private Galerien zum
Beispiel – und verschaffen ihnen damit ungeahnten
Publikumszulauf.
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