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Episoden
08.01.2026
30 Minuten
Am 15. Jänner 2026 finden in Uganda Parlaments- und
Präsidentenwahlen statt. Präsident Yoweri Museveni ist seit 40
Jahren an der Macht, und er will es auch bleiben. Obwohl sich die
rund 50 Millionen Uganderinnen und Ugander Veränderung wünschen
und das auch lautstark zum Ausdruck bringen. Ugandas Regierung
agiert immer autoritärer und brutaler gegenüber Oppositionellen,
Medienleuten, Menschenrechtsaktivistinnen und Jugendlichen, die
das Regime kritisieren. Besonders zu spüren bekommt das der
Musikstar Bobi Wine, der bei dieser Wahl bereits zum zweiten Mal
gegen den alten Langzeitherrscher antritt.
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07.01.2026
30 Minuten
Bulgarien ist mit 1. Jänner 2026 der Eurozone beigetreten - als
21. EU-Land. Gleichzeitig ist das Land derzeit aber ein echtes
Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und
zweitkorrupteste Land der EU. Und es könnte wieder in die
politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und
2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist
wieder eine Regierung zurückgetreten, sie war ein knappes Jahr im
Amt.
Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle
gegeben. Viele Bürgerinnen und Bürger gingen gegen Korruption auf
die Straße und protestierten gegen den Staatshaushalt für das
Jahr 2026. Sie warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte
staatliche Kassen umzuschichten und die Bevölkerung mit höheren
Steuern und Abgaben zu belasten. In ihren Augen entwickelt sich
Bulgarien immer mehr in Richtung Autokratie.
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05.01.2026
30 Minuten
1998 wurde das Karfreitagsabkommen zur Befriedung des
Nordirland-Konflikts geschlossen. Die irische Sprache, das
Gälische, wurde darin als kulturelles Erbe anerkannt. Seit 2022
ist Gälisch in Nordirland Amtssprache und erlebt gerade ein
beispielloses Revival. Vor allem Katholikinnen und Katholiken
unterstützen das, weil sie das Verschwinden der Sprache als
Ausdruck der britischen Vorherrschaft in Nordirland gesehen
haben.
Viele Unionisten, Menschen aus der protestantischen Community,
fühlen sich durch die irische Sprache zwar nach wie vor in ihrer
Identität bedroht – andere aber entdecken das Gälische auch für
sich. Historisch betrachtet wurde die Sprache schließlich von
allen gesprochen, sie ist Teil der gemeinsamen Kultur und
Geschichte. Die alte Sprache könnte nun wieder zur Brücke
zwischen den verschiedenen Gruppierungen in Nordirland werden.
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30.12.2025
30 Minuten
Zehn Jahre war Österreich nach der Befreiung vom
Nationalsozialismus vor 80 Jahren von den Alliierten besetzt.
Dieses Kapitel unserer Geschichte hat die Menschen, die noch aus
eigenem Erleben von dieser Zeit berichten können, tief geprägt.
Die Demarkationslinie am Fluss Enns teilte das
Nachkriegsösterreich in zwei Sphären: die sowjetische und die der
westlichen Alliierten. Je weiter man nach Westen kommt, desto
mehr wurden die Besatzer als Befreier wahrgenommen, unter denen
sich das Leben relativ rasch normalisierte. Zeitzeug:innen aus
Niederösterreich und Oberösterreich kommen in Teil 2 der
Sendereihe zu Wort.
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29.12.2025
30 Minuten
Österreich wurde mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80
Jahren vom Nationalsozialismus befreit. Zugleich begann die
Besatzung durch die Siegermächte, die zehn Jahre dauern sollte.
Erst mit dem Inkrafttreten des Staatsvertrags im Juli 1955
erlangte Österreich seine staatliche Souveränität wieder.
Die Besetzung lief anfangs chaotisch ab. Schon vor Kriegsende
eroberten sowjetische Truppen Wien und weite Teile
Ostösterreichs, auch die westlichen Alliierten USA,
Großbritannien und Frankreich lieferten sich eine Art Wettlauf,
bis dann im Juli 1945 die Grenzen der vier Besatzungszonen
endgültig feststanden. Wien wurde ab September 1945 von allen
vier Alliierten gemeinsam besetzt.
Die Bevölkerung kämpfte mit Leid, Hunger, zerstörter
Infrastruktur. Die Besatzer halfen beim Wiederaufbau, zugleich
fürchtete die Bevölkerung Plünderungen und Übergriffe, viele
Frauen wurden vergewaltigt. Zeitzeug:innen aus Wien, der
Steiermark und Vorarlberg erinnern sich an die Besatzungszeit.
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Über diesen Podcast
In Reportagen, Berichten, Diskussionssendungen und Interviews
stellen wir ein Thema in all seiner Breite und Tiefe dar:
Zusammenhänge sollen begreifbar, Widersprüche und Details erkennbar
werden. Ressortgrenzen gibt es dafür kaum. Wir befassen uns mit
allen Weltgegenden und allen Bereichen des Lebens, die
gesellschaftlich relevant sind. Im Podcast hören Sie ausgewählte
"Journal-Panorama"-Sendungen.
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